Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 1: Voraussetzungen

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Als ich vor zwei Wochen und auch gestern auf Twitter diese Frage hier stellte

Tweetskamen sehr viele Reaktionen zurück!
Da war ich wirklich sehr überrascht und Danke Euch für Eure Meinungen!

Warum, wieso, weshalb diese Frage & dieser Beitrag?

Ich selber blogge seit knapp 4 Jahren und begann im stillen Kämmerlein total anonym meinen Alltag festzuhalten. Eigentlich bloggte ich die ersten 18 Monate mehr oder weniger vor mich hin, las aber damals schon viel bei anderen Bloggern und kommentierte auch mal hier und mal da. Einen richtigen Schub machte mein Blog, als ich mit dem Buben schwanger war. Die ersten Kooperationsanfragen kamen kurz nach seiner Geburt im November 2012, parallel vernetzte ich mich nach dem Kauf meines ersten Smartphones im Februar 2013 mehr und mehr mit anderen Blogger_innen. Ich informiere mich stärker als früher über die rechtliche Seite als Betreiber und als Kooperationspartner für Firmen. Ich habe aber auch viel mehr Kontakte mit Leser_innen, mit anderen Blogger_innen und auch mit Unternehmen. Seitdem wächst mein Blog mal schneller, mal langsamer.

In den letzten Wochen höre ich auch wieder öfter, dass mein Blog „so professionell“ aussehe. Da freue ich mich dann immer heimlich wie eine Schneekönigin – warum siehe ein Absatz weiter unten :) Ich werde auch öfter von Blogger- Kolleginnen um Rat gefragt, wie ich denn dies und jenes mache oder was man denn verbessern könne am eigenen Blog. Da helfe ich wirklich immer gerne, denn manchmal bedarf es nur ein paar Klicks und alles ist (wieder) schick. Aus einer solchen Unterhaltung heraus entstand die Idee, die Nachrichten, die per Messenger hin und hergingen, zu einem Beitrag zusammenzufassen. Daraus werden jetzt allerdings mehrere, weil es für einen einfach zu viel wurde…

Vorweg muss ich allerdings sagen:
Ich habe nichts in der Richtung SocialMedia, Werbung, Marketing oder Internet und Programmierung gelernt. Alles, was man hier sieht und liest, habe ich mir selbst angeeignet: durch Lesen bei anderen, durch learning by doing und durch trial and error. Weil es mir Spass macht, mich da reinzufuchsen. Weil ich es gerne „ordentlich habe“ und es zu meinem Hobby geworden ist.

Was man ebenfalls nicht vergessen darf:
Es gibt sehr viele Blogger_innen, die wesentlich mehr Zugriffe, Interaktionen oder Kooperationen als ich haben. Man darf nämlich nicht vergessen: Ein jeder hat eine andere Motivation zum Bloggen, einen anderen Wissensstand über das Bloggen und Schreiben und auch teilweise beruflich mit den Instrumenten zu tun, die einen Blog/ eine Webseite erfolgreich machen können. Und manchmal bedarf es auch einer guten Portion Glück, den richtigen Beitrag zur richtigen Zeit veröffentlicht zu haben oder die richtigen Leute zu kennen, die den Beitrag weiterverbreiten.

Aber zurück zum Kernthema: Wenn ich nicht nur für mich alleine tolle Texte schreiben will, sondern auch, dass sie gelesen und kommentiert werden – also den Bekanntheitsgrad meines Blogs steigern möchte: Wo fange ich dann an?
Ich persönlich versuche vor allem das zu ändern, was mir als Leserin bei anderen Blogs auffällt bzw. was mich stört (ganz unabhängig von den Inhalten).

 

Der (erste) Leseindruck des Blogs:

  • Gibt es Störer oder Pop-Ups für Newsletter oder andere Aufforderungen wie z.B. „Gib mir ein FB-Like“? Diese schrecken mich allerdings persönlich eher ab und lassen mich die Seite meist ganz schnell schliessen
  • Ist die Darstellung klar und eindeutig? Sind die verschiedenden Bereiche abgegrenzt? Also was ist Beitragtext, was ist Kopfzeile/ Kopfbild (Header), was ist Seitenleiste (Sidebar) und was ist Fußzeile (Footer)? Was davon ist Werbung, was davon sind Informationen über den Blog oder den Autor_in, wo kann ich nach Beiträgen/ Stichworten oder im Archiv suchen, wo geht es zu den anderen SocialMedia- Kanälen?
  • Wie ist die Desktop- Ansicht? Wie sind die mobilen Ansichten: auf dem Smartphone, auf dem Notepad, auf dem Laptop? (Warum das auch für SEO/Google wichtig ist, erfährst Du in einem späteren Beitrag)
  • Wie ist die Ansicht im Feedreader? Sind Fotos zu sehen? Wie viel Text erscheint dort? Muss ich immer auf die Website, um dort weiterzulesen zu können?
  • Werden mir Werbeanzeigen mitten im Text (stören meine Lesefluss) oder erst am Ende (stören mich meist nur, wenn ich noch Kommentare lesen möchte) eingeblendet?
  • Gibt es komplett gesponsorte Beiträge? Kann ich diese klar erkennen und ist das Verhältnis für mich passend/ ausgewogen?
  • Kann ich über den Like – Button bei WordPress- Blogs schnell und einfach meine Zustimmung bzw. ein „Ich war da“ ausdrücken?
  • Wird mir ein Kommentar z.B. durch eine Captcha- Abfrage erschwert? Oder muss ich gar noch Kaffee- Bildchen aussuchen?

Daraufhin versuche ich meinen eigenen Blog anzupassen bzw. auszurichten. Denn was ich selbst nicht mag, möchte ich auch meinen lieben Leser_innen nicht zumuten. Noch dazu kommen über Suchmaschinen neue potentielle Leser_innen auf meine Webseite, die natürlich gerne bleiben sollen :)

Idealverlauf Leserzunahme
Schön wärs, aber das ist leider nicht meine Statistik ;)

Eure Meinung zum Thema Blogbekanntheit steigern:

Zurück zur kleinen und ziemlich unrepräsentativen Twitter- Umfrage, wie man den Bekanntheitsgrad eines Blogs steigern kann – auf einige Punkte davon möchte ich sehr bald noch genauer eingehen. Erstaunlich fand ich, dass vor allem Wert auf Authentizität sowie echte Reaktionen und Aktionen gelegt wurde. Gute Inhalte, aber auch Interaktionen mit Herzblut spielen eine große Rolle, sowie die Vernetzung mit Kollegen aus der gleichen wie auch aus anderen Sparten. Die Ausdauer bzw. der reine Zeitfaktor wurden auch noch recht häufig genannt. Für eher weniger wichtig wurden solche Dinge wie Gastartikel oder Suchmaschinenoptimierung gehalten.

Hier aber nun die Antworten in der Übersicht (Mehrfachnennung möglich | Stand 07.07.2015 18:30h):

18x Kommentieren und Vernetzen mit anderen Bloggern

@gluckeundso | @terrorpueppi13 | @runzelfuesschen | @fruehlingsmama | @berlinmittemom | @superpapasein | @linsensicht | @chamailion | @_frischebrise | @Hebammenblog | @aluberlin | @familieberlin | @VerflixteAlltag | @mamis_blog | @tafjora | Dr_Indie | @ganznormalemama | @familieberlin


11x Gute Inhalte

@mcmaren | @Alltags_Schrott | @gluckeundso | @runzelfuesschen  | @fraumierau | @_blumenpost | @_frischebrise | @aluberlin | @MamaOTR | @mamis_blog | Dr_Indie


11x SocialMedia

@runzelfuesschen  | @fraumierau | @MeSuperMom | @ganznormalemama | @chaoshoch2 | @chamailion | @Hebammenblog | @familieberlin | @VerflixteAlltag | @ganznormalemama | @familieberlin


8x Eine eigene Meinung vertreten

@runzelfuesschen | @MeSuperMom | @Mama_arbeitet | @_frischebrise | @Hebammenblog | @MamaOTR | @mamis_blog | @tafjora


5x Zeit

@Alltags_Schrott | @traumzweiplus | @fraumierau | @_frischebrise | @MamaOTR


5x Blogparaden/ 12von12/ WiB

@gluckeundso | @traumzweiplus | @mamaskind_de | @kellerbande_hs | @VerflixteAlltag


3x Gastartikel

@mamaskind_de | @_frischebrise | @Hebammenblog


1x SEO

@mamaskind_de


Ich hoffe, ich habe Euch jetzt nicht zu sehr gelangweilt?

Habt Ihr noch weitere Faktoren, die Euch beim Lesen eines Blogs (nicht) gefallen oder die Ihr für wichtig haltet, um einen Blog bekannter zu machen?


Mehr dazu? Bekanntheitsgrad des Blogs steigern

  1. Teil: Voraussetzungen
  2. Teil: Inhalt und Profil
  3. Teil: Vernetzung
  4. Teil: SocialMedia
    1. Interview mit Jette von mesupermom
    2. SocialMedia- Kanäle (be)nutzen
  5. Teil: Blogroll – Sinn oder Unsinn?
  6. Teil: Veranstaltungen für Blogger

21 Gedanken zu „Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 1: Voraussetzungen

  1. Toller Einstieg! Das wird vielen Bloggern weiterhelfen, danke für’s Teilen! Es ist sicher vielen nicht bewusst, das Popups und Captchas so richtig nerven können. Auf diesen Blogs kommentiere ich oft nicht mal mehr, weil mir der Lesespaß vermiest wurde.
    Sehr bezeichnend übrigens, dass nur ich SEO genannt habe. Da muss mehr Aufklärung her! Ich fasse mir hiermit an die eigene Nase. :D
    Ich freue mich auf weitere Teile!

    1. Oh je, jetzt habe ich die Messlatte selbst so hoch gehangen ;)
      Mir ist bewusst, dass bei einigen Captcha der einzige Schutz vor Spam ist, aber es nervt halt trotzdem.
      Bin gespannt auf Deine Zeilen zu SEO :)

  2. Ich kann gut verstehen, dass Captcha-Abfragen nerven – wenn ich die allerdings ausschalte, muss ich pro Tag bis zu 50 Spam-Kommentare manuell ablehnen. Ich hoffe daher inständig, dass die kommentierenden Leser das in Kauf nehmen :-).

    SEO finde ich auch sehr wichtig, vor allem, wenn man interessante Suchmaschineninhalte hat. Nachdem ich mich damit näher befasst habe, habe ich festgestellt, dass meine Annahme, dass Google (Blogger) schon ein vernünftiges, seo-freundliches Template zu Verfügung stellt, vollkommen irrig war. Schon ein paar geringfügige Änderungen haben dazu geführt, dass sich unsere Sichtbarkeit bei Google innerhalb von ein paar Monaten fast verdreifacht hat.

    Ich könnte ja mal einen Gastbeitrag dazu anbieten *pfeif*.

    Viele Grüße!
    Danielle

    1. Bei mir filtert AntiSpamBee den Spam heraus, das klappt ganz gut. Nur meine Links auf eigene Beiträge und anderleuts Pingbacks landen auch immer im Spam. Und ganz selten auch echte Leserkommentare.

      Über ein paar Zeilen, wie Deine Stellschrauben beim SEO aussahen würde ich mich sehr freuen! Mehr dann per mail :)

  3. Überraschendes Ergebnis in Hinblick darauf, dass SEO so niedrig „gerankt“ wurde. Ich denke auch, dass es eine wichtigere Rolle spielt.
    In jedem Fall danke für die Umfrage für den guten Beitrag! Freu mich auf die nächsten Teile!
    Sonnige Grüße,
    Gordana

    1. Ach, die „Umfrage“ war total unrepräsentativ. Ich hätte nur ein paar andere Leute fragen müssen und SEO wäre viel weiter oben gewesen!
      Bis bald dann :)

  4. Ach, schön zusammengefasst! Und ich bin auf die weiteren Artikel zum Thema gespannt.
    Was die Ausschlusskriterien angeht, so stimme ich Dir da gänzlich zu. Ich mag die Dinge auch nicht. Hinzu kommen Farbgebung und Schrift. Weiß auf Schwarz zB ist schwer zu lesen (hatte ich früher selbst und mit dem Farbwechsel blieben Besucher länger – faszinierend ;) ), BlingBling darf nicht sein, der Header muss mich ansprechen, sollte nicht zu groß sein. Selten mag ich einen Blog, wenn zB alles überladen ist und zu viel „zum Gucken“ da ist. Sauber, ordentlich und gut abgegrenzt muss es sein. Ach, allein so das Äußere… da gibt es so viele No-Go-Dinge. Wenn das zu schlimm ist, kann der Content noch so toll sein…

    1. Stimmt! Das mit dem Kontrast und Blinkzeug hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm *hahaWortspiel*
      Die Blogs sind bei mir wahrscheinlich schon alle lange aussortiert oder werden nur noch mobil aufgerufen.

  5. Guter Einstieg, ich hoffe, da kommt noch mehr.
    Ich glaube übrigens, dass SEO auch deswegen (u.a auch von mir) nicht genannt wurde hat auch was mit der Fragestellung zu tun. Ich habe das eher auf persönliche Erfahrung bezogen. :)
    Ich verstehe den Punkt mit der Captcha-Anfrage sehr gut, aber ich kann und werde davon keinen Abstand nehmen. Bei mir geht es nämlich oft nicht um Spam, den ich vielleicht noch ignorieren könnte, sondern eher um handfeste Beleidigungen. Daher bin ich über jeden lieben Menschen froh, der sich die extra Mühe macht.

    Liebe Grüße und ich freu mich auf mehr,

    Andrea

    1. Das bei Dir weiss ich ja :)
      Eure nichtvorhandene mobile Ansicht macht mir allerdings momentan ziemlich dicke Augen am Smartphone bzw. schaffe ich es nie, am PC nachzulesen. Ist da bald Besserung in Sicht? In meinem Feedreader (Bloglovin) kommt leider auch nur ein Teil des Textes.
      Mehr Beiträge gibts dann demnächst!

  6. Moin,
    da ich meinen eigenen Blog erst seit knapp zwei Wochen habe, bin ich auf deine Tipps und Tricks sehr gespannt. Und wie man sieht, beherzige ich den Punkt „Kommentieren“ bereits ;-)

  7. Ein sehr spannendes Thema! Tatsächlich bist du für mich, was das Bloggen betrifft, ein Vorbild und ich war auch schon drauf und dran, dich das ein oder andere zu fragen. Nun freue ich mich sehr auf die Fortsetzung :-)
    LG, Micha

  8. Mit Popup-Blockern und son Zeug kenne ich mich nicht aus. Mein Blog ist auch nicht bei WordPress oder so. BlueLion kennt eh kaum jemand. Ja, auf der einen Seite bin ich ein bisschen neidisch, wenn jemand 40 oder mehr Kommentare hat. Andererseits ist die Gefahr von Trollen / Spam deutlich größer. Nein, ich möchte nicht unbedingt mehr Leser haben, denn mein Blog ist ziemlich privat. Er darf gerne so bleiben, wie er ist. (Im Moment in Blog-Pausen-Modus)

  9. Danke für die guten Tipps! Ich steh ja ganz am Anfang und kämpfe noch ordentlich mit WordPress, deshalb werde ich hier immer mal wieder reinschauen! :-)

  10. Danke schön für’s Verlinken. Ja, eine eigene Meinung vertreten ist das A und O. Nicht den anderen nach dem Mund reden, um Follower oder Likes zu bekommen, sondern sich selbst treu bleiben – dann funktioniert der Rest von allein. Danke schön für die Abfrage und die zahlreichen Tipps.

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