Blogparade #familienalbum – Teil 2

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Frau Mutter hat zur Blogparade #familienalbum aufgerufen: Unsere Kindheit der 70er und 80er Jahre

Da ich sowieso sehr gerne bei meinen Eltern in den Fotoalben blättere und es mit einem Rückblick in meine Familiengeschichte gerade sehr gut passt, findet Ihr hier den ersten Beitrag und nun gibt es den zweiten Teil dazu – viel Spaß!

Pädagogisch-wertvolle Beschäftigungen

Wir hatten ja damals kaum was, könnte man bei diesen Bildern meinen. Aber was wir hatten, war definitiv ganz viel Spaß uns gegenseitig durch die Gegend zu fahren! 2 1/2 Jahre muss ich da alt gewesen sein

Gartenspass

Gartenspass02

Überrascht war ich bei diesem Bild: ich hätte nicht gedacht, daß ich mit knapp 3 Jahren schon Duplo besessen habe!

MeinSpielzeug

Dafür erinnere ich mich noch gut, dass meine Brüder welches geschenkt bekamen und wir dann zu dritt eine richtig große Kiste voll davon hatten. Es reichte sogar für einen richtig hohen Turm – angefangen auf dem Boden des Kinderzimmers und dann vom Hochbett aus bis unter die Zimmerdecke weitergebaut! Aber am allerschönsten war dann der Knall, mit dem er auf dem Fußboden wieder in hundert einzelne Bausteine zerschellte :)

MeinSchneeanzug_FebrMärz1981

Mein ersten Schritte im Winter 1980/81 – auch bei Schnee schickte mich meine Mutter selbstverständlich vor die Tür! Dieser Schneeanzug wurde wie der Kinderwagen aus dem ersten Beitrag natürlich an das nächst kleinere Geschwisterkind weitergereicht; in jedem Fotoalbum begegnet mir einer von uns in diesem beigen Traum! Aber hey – immerhin mit Kunstpelz an der Kapuze! Das ist doch jetzt wieder in, oder?! ;) Man beachte bitte auch die Schnullerkette an der inzwischen verbotenen Kapuzenkordel…

Ein wahrer (Alp-) Traum ist für mich im Gegensatz dazu dieser Hochstuhl meiner kleinen Schwester Anfang der 90er: volle Unterhaltung in Vollplastik! Igitt!

SchwesterHochstuhl

Später als etwas größer waren, stromerten wir gerne in der nahen Umgebung herum – das verwilderte Grundstück hinter dem Gartenzaun und die Wiesen & Felder ums Eck waren ideal zum Budenbauen, zum Bäumeklettern und Versteckenspielen. Oder es ging quer durchs Dorf auf den Spielplatz. Ohne Handy, ohne Uhr, stattdessen Rückkehr wenn die Straßenlaternen angehen oder nach den Glocken der Kirchturmuhr. 8-10jährige komplett ohne elterliche  Aufsicht – das kann man sich heute nur noch schwer vorstellen! Auf dem Fahrrad unterwegs, ohne Helm und an der dicken Straße entlang – Ts! Falls ich doch ein Foto davon finden sollte, werde ich es selbstverständlich nachreichen. Tolle Freiheiten, die ich meinen Kindern allein aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wohl nie so werde geben können, die mir zur damaligen Zeit aber als solche auch gar nicht bewusst waren.

MeinTaschengeld

Lange Zeit gab es auch Spar – Markt im Dorf, bei dem wir unser Taschengeld in Süßigkeiten umsetzten. „Eine gemischte Tüte für eine Mark, bitte!“ Im Sommer ein Wassereis für 10 Pfennige und noch 5 Brausebonbons für je 2 Pfennige dazu. Pappsüße Limonade aus Dreh-& Drink- Flaschen. Die allererste Bravo sah ich dort auch.

Ausflüge mit der ganzen Familie

Anfangs waren wir noch oft im Jahr für ein paar Tage in Holland, dann aber auch mit meiner Tante und ihrem damaligen Mann. Hach was ein lecker Mädsche ich da war <3

Holland03

Später dann nach der Geburt meiner beiden Brüder und vor allem nach dem Umzug ins Eigenheim wurden Ausflüge mit der ganzen Familie seltener. Wenn, dann war meine Mutter mit uns Kindern eher allein unterwegs bzw. in der Regel mit anderen Müttern und ihren Kindern. Kino, Theateraufführungen, Spaßbad oder Freizeitpark habe ich mit meinen Eltern nie besucht. So etwas erlebte ich eigentlich nur im schulischen Umfeld oder bei Freundinnen, wenn ich dort zu Besuch war. Stattdessen ging es z.B. wie hier ans Baggerloch:

Baggerloch1

Schwimmen hatten wir alle mehr oder weniger im örtlichen Hallenbad durch Versuch und Irrtum gelernt, das war nämlich oft unser Programm am Sonntag Vormittag im Winter gewesen. Im Sommer waren wir dann aber ganz viel draußen! Nicht im Bild: Sonnencreme, Schwimmflügel, Schwimmabzeichen, Bademeister oder Wassersandalen. Das gab es nämlich schlichtweg damals (für uns) nicht. Sonnenbrand am Anfang des Sommer war normal „Stell dich nicht so an, ein paar Nächte auf dem Bauch schlafen und dann ist alles gut!“ Ich weiss auch gar nicht mehr, was wir da auf dem Foto machten… wahrscheinlich hatte einer der Jungs ein ekliges Tier gefunden oder so. Was Jungs im Freien eben so finden – und ich machte meistens mit. Ebenfalls nicht im Bild: unsere Mütter, die sich im Ufergestrüpp oben ohne sonnten, dabei rauchten und garantiert keine biologisch- dynamisch korrekten Apfelschnitze für uns dabei hatten, ;) So richtig freigegeben war das Baggerloch wohl auch nicht *hüstel*

Demnächst dann vielleicht noch mehr aus meinem Fundus…

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Habt Ihr eigentlich auch solche tollen Erinnerungen an Eure Kindheit?

3 Gedanken zu „Blogparade #familienalbum – Teil 2

  1. Toller Post und so süße Bilder! Ich finde auf dem „ersten Schritte“- Bild könnte man glatt meinen, das dort das Junebug geknipst wurde :D

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