Blogparade #familienalbum – Teil 1

Frau Mutter hat zur Blogparade #familienalbum aufgerufen: Unsere Kindheit der 70er und 80er Jahre

Da ich sowieso sehr gerne bei meinen Eltern in den Fotoalben blättere und es mit einem Rückblick in meine Familiengeschichte gerade sehr gut passt, gibt es nun meinen ersten Beitrag dazu. Etliche Filme fliegen nämlich noch in den original Fototaschen von Allkauf im Sekretär meiner Mutter herum… diese zu sichten, da bin ich noch gar nicht zu gekommen.
Los geht’s also mit

Schwangerschaft und Stillzeit

und mit mir als erstem Kind meiner Eltern, gezeugt irgendwann Mitte des Jahres 1979 und geboren im Februar 1980:

Auch damals gab es schon Ultraschall für Schwangere, aber bei weitem nicht so hochauflösend wie heute – von 3D ganz zu schweigen. Unvorstellbar, wenn man mal an die heutigen Untersuchungen des Ungeborenen im Rahmen der ganz normalen Schwangerschaftsvorsorge denkt! Das da, das ist mein Kopf:
MeinUltraschallbild

Erkannt? So etwas rundes, aber mehr auch nicht…

Auf die Welt kam ich knapp einen Monat später. Natürlich im Krankenhaus, auch wenn es etwas nach Badezimmer aussieht:
Krankenhausbild

Gestillt hat mich meine Mutter so gut 3 Monate lang. Danach hat sie mich abgestillt. Und weil sie gehört hatte, dass sie mir ja auch normale Kuhmilch mit Schmelzflocken geben könne, kam ich nur sehr kurz in den Genuss von teurem Milchpulver. Stattdessen stand meine Mutter jeden Abend in der Küche und kochte alle Fläschchen für den nächsten Tag vor.

HalbesJahr_Beikost
Auf diesem Bild bin ich wohl ein knappes halbes Jahr alt und lutsche ziemlich zufrieden an einem Löffelbisquit. Ja genau, die Dinger mit dem extra Zucker nochmal oben drauf.  War halt damals so, sagt Mama.

Holland02
Auch im Urlaub an der holländischen Küste gabs nix anständiges zu essen ;) Es gibt etliche Fotos von mir, wie ich Seetang oder einen Grashalm im Mund habe. Immerhin trage ich einen Sonnenhut und langärmelige Kleidung – mit Sonnencreme wars damals auch noch nicht weit her.

Ich habe übrigens Abi, eine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen und einen Hochschulabschluss. An der Ernährung im Babyalter wird’s wohl nicht gelegen haben ;)

Meine Schwester ist locker 10 Jahre nach mir geboren, so dass ich zumindest bei einigen Sachen gut vergleichen kann:
SchwesterFüttern
Hier füttere ich sie gerade bzw. gebe ihr scheinbar Tee. Da sie auf diesem Bild ca. 2 Monate alt ist, wahrscheinlich gegen Blähungen. Oder einfach nur so, weil man das eben so machte, wenn noch nicht wieder „Zeit zum Stillen war“. Gestillt wurde sie auch nur 4-5 Monate, danach gab es für sie das Fläschchen. Ich erinnere mich noch gut an das orangene Lämpchen des Flaschenwärmers in der Küche und ich glaube wir hatten auch oft fertige Fläschchen in der Kühlschranktür stehen. Im Vordergrund formschön ein Aschenbecher meiner Eltern – mit Nichtraucherschutz bzgl. Kinder oder gar Säuglingen war es selbst Anfang der 90er noch nicht weit her. Aber die kleine Decke, in die meine Schwester eingewickelt war, die habe ich heute noch! Ich hatte sie mir irgendwann einmal unter den Nagel gerissen und sie zum Glück nie „entsorgt“, denn sie war perfekt für alle meine Kinder in den ersten Monaten nach der Geburt.

Transport:

Mein Kinderwagen – war er nicht wunderschön? *ink-ink* kann ich seine Federung schon beim Ansehen quietschen hören ;) Und dieses dicke Plümo erst…
MeinKinderwagen2

Etwas später sah das Ganze dann so aus:
MeinKinderwagen_JuliAugust1980
Diese Fotos gibt es übrigens von mir und von meinen beiden Brüdern – wir lagen im Abstand von jeweils 2 Jahren natürlich alle in diesem Wagen aus braunem Cord – ein Traum!

Bei meiner Schwester Anfang der 90er sah das dann schon etwas anders aus:
SchwesterKinderwagenLinks sogar mit Mitfahrgelegenheit fürs ältere Geschwisterkind, eine Art Aufsitzer zum Umschnallen. Rechts der heiße Flitzer meiner Schwester.

Immerhin hatte ich als Kleinkind dann schon einen richtigen Autositz, wie mir meine Mutter stolz erzählte „Das war was ganz Neues damals!“ Den Römer Peggy gab es allerdings schon seit 1971, wie ich gerade herausgefunden habe. Aus heutiger Sicht sogar recht sicher, da mit Fangkörper.
MeinAutositz
Ich erinnere mich vor allem an diesen Sitz, weil natürlich auch meine jüngeren Brüder darin angeschnallt wurden. Man konnte sich gut an ihn anlehnen und ich weiss noch wie heute, wie sich dieser schwarze und leicht kratzige Polyesterstoff mit dem harten Styropor darunter an meiner Wange anfühlt. Aus dem Krankenhaus waren wir alle entweder im Arm heimgefahren worden oder in der Wanne vom Kinderwagen, die irgendwie auf dem Rücksitz befestigt wurde.

Meine kleine Schwester hatte dann schon eine richtige Babyschale, die immer bei meiner Mutter auf dem Beifahrersitz mitfuhr:
SchwesterAutositz

Auf der Fahrt in den Urlaub lag sie allerdings unangeschnallt in der Wanne des Kinderwagens – diese hatte mein Vater im Kofferraum des Kombis zusammen mit unserem übrigen Gepäck so eingebaut, dass der Rand der Wanne parallel und auf gleicher Höhe zur oberen Kante der Rückbank auskam. So hob ich als Älteste während der Fahrt das hungrige, 4 Monate alte Schwesterlein aus ihrem „Reisebettchen“ und reichte sie nach vorne zu meiner Mutter auf den Beifahrersitz, die sie dann fütterte. 1200 Kilometer bis nach Spanien hin und nach 3 Wochen 1200 Kilometer wieder zurück. Wir größeren Kinder waren selbstverständlich auch nicht angeschnallt und turnten wie es uns gefiel auf der Rückbank herum. Zum Schlafen lag dann nachts auch mal einer unten im Fussraum – wenn der Boden in der Mitte, direkt über der Kupplung glaube ich, nicht schon zu heiss geworden war.

So war das damals eben ;)

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Hier geht’s zum 2. Teil: Spielen, Freizeit und Ausflüge

 

3 Gedanken zu “Blogparade #familienalbum – Teil 1”

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