Blogfamilia 2022 & Wochenende in Bildern

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FREITAG

Um 9:16 Uhr soll mein Zug nach Berlin gehen. Bevor ich jedoch darin Platz nehme, habe ich trotz bester Vorbereitung massiven Stress, denn zuerst schreibt die KiTa, dass heute wegen Krankheit nur bis 13:15 Uhr betreut werde, dann erreiche ich den Mann nicht, der heute abholen muss.

Ich schnalle mir das Kleinkind in der Trage vor den Bauch, schnappe mir Handtasche, Rollköfferchen und KiTa- Rucksack und stapfe los. Zum Glück klappt das Loslösen in der Einrichtung gut und ich bin etwas zu früh an der Bushaltestelle, um in die City zu fahren. Währenddessen ruft der Mann zurück und alles klärt sich.

Außerdem lese ich in der App, dass mein Zug nicht nur Verspätung haben wird, sondern auch nur bis Hamm fährt. Im Reisezentrum erfahre ich, dass es einen Ersatzzug geben soll. Ich hoffe darauf, sonst würde es wohl sehr eng werden.

Schlussendlich haben wir in Berlin über 60 Minuten Verspätung,  so dass ich wenigstens eine kleine Reisepreiserstattung geltend machen kann.

Ich finde gut zu meinem „Hotel Schulz“, das direkt am Ostbahnhof liegt. Leider fehlt mir nun die Zeit für einen Mittagsschlaf. Ich döse zwar ganz kurz weg, aber erholsam ist das nicht.

Ich springe kurz unter die Dusche, mache mich schick und lackiere mir sogar die Fingernägel, das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht. Trotzdem bin ich weiterhin müde und gleichzeitig aufgekratzt.
Es sind nur 15 Minuten zu Fuß von meinem Hotel bis zur Location der Blogfamilia.
Ich hatte mich so, so sehr gefreut, dass es endlich wieder ein Blogfamilia- Treffen geben würde! Meine Zugtickets bezahlte ich z.B. mit der Rückerstattung von den Zugtickets zur pandemiebedingt abgesagten Blogfamilia 2020. Seitdem hatte es keine andere Gelegenheit gegeben.
Das Team begrüsst uns sehr herzlich. Es war für uns alle keine leichte Zeit in den letzten 2 1/2 Jahren und dazu auch noch Alus plötzliche Erkrankung – ich muss tatsächlich ein paar Tränen wegblinzeln. Danach hält Nicole Staudinger eine kurze, aber packende Ansprache.
Während St. Michael von der Abendsonne in Gold getaucht wird, genieße ich es total, so viel alte, aber auch neue Gesichter (wieder) zu sehen. Es ist so wunderbar und fühlt sich an wie Klassentreffen! Ich plaudere auch ein wenig an den Ständen der Verlage und vom Phaeno Wolfsburg, lasse mir das Fingerfood vom indischen Restaurant Amrit schmecken und möchte um 22 Uhr am Ende der Gartenparty (wie einige andere auch) noch nicht nach hause gehen.
Wir landen in einem Biergarten- Club und rocken so richtig fett die Tanzfläche, bis ich um halb 2 die Segel streichen will. Die anderen wollen auch heim; ich bin dann um 2:15 Uhr wieder auf meinem Zimmer. Mir tun zwar fast alle Knochen weh und ein oder zwei Bierchen weniger wären wahrscheinlich besser gewesen, aber ich habe schon so lange nicht mehr die Gelegenheit zum Tanzen gehabt und bin nun so richtig, richtig happy am Ende dieses Tages!

SAMSTAG

Okay, der Schlafakku ist kaum aufgeladen.
Ich war um 6 Uhr wach, weil da sonst mein Wecker klingelt. Dann um 7 und um 8, als ich Geräusche vom Flur höre. Um 9 stehe ich dann ziemlich verknautscht und verquollen auf. Fühle mich deutlich älter als 42 😂
Das dicke Goodiebag, das ich den ganzen Abend mit mir herumgeschleppt hatte, macht mir dann aber wieder gute Laune!

Vielen Dank an die Verlage S. Fischer, Beltz, migo und Arena, an Orthomol und Eucabal, an Pelikan und moose, an symplr und Volvo, an das Familienportal des Bundes, die Eule findet den Beat und Amrit!

Ich fühle mich so voll und beseelt und gleichzeitig ziemlich platt, der klassische Konferenzkater eben… Wobei ich die Verkleinerung der Blogfamilia sehr gut fand, sonst fühlte ich mich vom Kopf her immer noch viel stärker durch den Wolf gedreht.

Um kurz nach 10 bin ich startklar, auch wenn ich noch bis 11 hätte rumgammeln und TV schauen können. Doch ich brauche Kaffee und sage meinem Kämmerchen Goodbye. Wie ich auch schon online eingecheckt, bezahlt und einen Door- Key für mein Handy bekommen hatte, checke ich nun einfach online aus. Theoretisch braucht man mit niemandem sprechen, wenn man dort übernachtet, es funktioniert (auch) alles digital.
Im Cafè des Hotels bestelle ich mir einen Latte und schaue nach, wie ich zu meiner Mittagsverabredung komme. Frühstück hatte ich keines reserviert, ich hatte schon damit gerechnet, erst später Hunger zu bekommen. Blick vom Cafè auf die Rezeption.
Deko des kleinen Cafès auf dem Bürgersteig.
Da die East Side Gallery direkt neben dem Hotel liegt, muss ich dort vorbei schauen. Hier steht ein längeres Stück der Berliner Mauer, das von ganz unterschiedlichen Künstlern gestaltet wurde. Da ich nicht weiß, wie das mit den Urheberrechten ist, spare ich mir Bilder auf dem Blog.

Mich nervt mein Rollkoffer, so dass ich zunächst zum Hauptbahnhof fahre. Ich finde die Schließfachanlage schnell, bin aber etwas entsetzt über die beiden Kerle, die dort akribisch jedes Fach auf Öffenbarkeit testen und die Geldschlitze sowie Geldrückgabefächer mit Taschenlampen kontrollieren. Mir ist das irgendwie nicht geheuer und dann doch lieber, meinen Koffer mitzunehmen. Da spare ich mir die 4 Euro Gebühr.

Ich fahre weiter mit der Strassenbahn in den Prenzlauer Berg. Dort bin ich verabredet, aber zu früh dran.

Direkt neben dem Cafè entdecke ich den Wildling- Laden und schaue mich ein wenig um. Bevor ich mich ins Cafè setze, treffe ich ganz zufällig noch eine Bloggerkollegin, die sich gestern abend früh verabschiedete und gerade ebenfalls im Anna Blume mit einer Freundin verabredet gewesen war.
Ich muss ein bisschen warten, bis ich bedient werde, denn der Laden brummt. Ich genieße die Kaffeehausatmosphäre und lasse die Gedanken schweifen bzw versuche, nicht einzuschlafen.
Meine Freundin kommt, wir setzen uns nach draußen und quatschen 2 1/2 Stunden durch. Bämm! Wie fantastisch, oder?
Zum Glück hatte ich mich direkt zum HBF aufgemacht, denn zunächst kommt keine Bahn mehr, dann muss ich 2x wieder aussteigen, weil sie nur noch 2 Stationen fährt und dann wieder umkehren soll. Ein Feuerwehreinsatz hatte den Linienweg blockiert. Nach 30 Minuten sitze ich dann in der richtigen Bahn. Vor meiner Abreise bleibt dennoch genug Zeit, ein paar fehlende Souveniers zu shoppen und etwas Warmes zu essen. Mein Zug fährt auch ganz oben ab und nicht im kalten Tiefbahnhof.
Pünktlich um 17:46 Uhr fahre ich los und ich sinke matt in meinen Sitz. Die „mittlere Auslastung“ ist zum Glück in meinem Waggon nicht zu spüren; es sind nur wenige andere Fahrgäste anwesend. Ich nicke kurz weg.
In Wolfsburg entdecke ich aus dem Zug heraus die Fahnen vom Phaeno. Ich döse viel und denke wieder darüber nach, wie groß in Berlin doch alles ist: Die Strassen, die Häuser, die Länge der Wege, die Bevölkerungsdichte, das kulturelle Angebot, die Kreativität an jeder Ecke, jedes Viertel eine kleine Stadt für sich und sooo viele Möglichkeiten!

Ich würde gerne mit zwei Kindern nochmal wieder kommen, so ganz klassisch mit Sightseeing, deutscher Geschichte, aber auch Kunst & Kultur und so. Diese verschiedenen Sprachen in der Hotellobby, die Stadtpläne in den Händen und diese vorfreudige Erwartung in den Augen der Gäste heute morgen haben mich so richtig gekickt; ich möchte das auch wieder haben!

Für die Herbstferien würde es zu knapp sein, Anfang nächsten Jahres könnte es aber zu kalt sein (ich war im Januar 2019 mit June und Bub dort und es war wirklich frisch). Vor den Osterferien wird es also nix. Vielleicht fasse ich dann doch direkt den Mai ins Auge; da war sonst die Blogfamilia immer und das Wetter meist schon sehr schön.

Um kurz nach 22 Uhr bin ich in Wuppertal und eine kurze Taxifahrt später endlich zuhause.


SONNTAG

Um halb 7 ist das erste Kind wach und damit auch die anderen. Bis viertel nach 7 kann ich es noch herauszögern, aufzustehen.

Beim ersten Kaffee verteile ich dann meine Mitbringsel und den Goodiebag- Inhalt unter den Kindern. Für die nicht anwesende Älteste reserviere ich die Powerbank und einen schwarzen Ampelmann- Bleistift.

Der Vormittag verfliegt mit den üblichen Kinderstreitereien, dem allzeitigen Aufräumen und dem Anblick von Regen hinter den Fensterscheiben. Keiner hat Bock auf irgendwas, nur die schniefende Jüngste hat Bock, nämlich auf Mittagsschlaf. Ich auch.

Mittags bringt der Mann ein Kind zu einer Geburtstagseinladung und fährt mit einem anderen Kind weiter zu meinem Großvater, der ertrinkt gerade in Weintrauben und schafft es nicht mehr, Wein daraus zu machen. Mein Mann schickt mir diese Bilder. Mal sehen, ob wir Traubengelee daraus machen.
Ich hatte so Lust auf Schokokekse, finde aber nur 100 statt 200g Schokolade im Schrank. Ah, aber die Schokodrops müssen weg! Das passt dann! Als ich die Tafel schon zerkleinert und zum Schmelzen auf dem Herd habe, kann ich allerdings nur 1 Ei statt der benötigten 2 finden. Hm, stattdessen habe ich noch Marzipan, das weg müsste. Da ich eh keine gemahlenen Mandeln habe, sondern nur Mandelblättchen (die man aber schnell crushen kann), ersetze ich 30g davon durch etwas Marzipan. Kommt noch jemand mit beim Rezept? :D Der Teig lässt sich nach der Ruhephase ganz gut verarbeiten und bald schon duftet es nach Schokokeksen!
Die 6jährige sortiert die Holzsteine nach dem Spielen vorbildlichst nach Farben.
Abendessen aus dem, was noch so da war: Würstchen, Reis, Schupfnudeln und Salat. Dazu Currysauce aus dem Glas, wobei das erste Glas im Müll landete, denn die 6jährige liess es auf dem Weg zum Esstisch fallen. Sauce und Glassplitter verteilten sich recht großzügig. Ich habe beim Putzen geschimpft wie ein (sehr hungriger) Rohrspatz. Zum Essen ist dann der Mann auch wieder mit beiden Kindern pünktlich daheim.
Dank Goodiebag haben wir jetzt auch ein Erkältungsbad für die Jüngste. Danach gibt es für sie noch Thymian- Myrthe- Balsam auf die Brust. Dennoch glaube ich nicht daran, dass sie morgen wieder zur KiTa kann, die Nase läuft eimfach wieder viel zu stark.

Die Älteste wird noch zurück erwartet, die Jüngste geht jetzt gleich schon ins Bett, die mittleren Kinder auch ganz bald. Mal sehen, wie viel ich vom Krimi heute abend noch mit bekomme!

Danke für’s Durchhalten bis hier hin – Euch wünsche ich nun einen guten Start in die neue Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern sammelt der Blog Grosseköpfe

Blogfamilia- Berichte sammelt auch www.amberlight-label.de


1 Kommentar

  1. Ein bisschen wie mitreisen 🙂 hab vielen Dank für den Bericht (und natürlich das verlinken bei mir). Parallel zu eurer Tanzeinlage habe ich den restlichen Blogfaamilia-Abend ebenfalls mit einer Freundin durchgequatscht … es tat so gut! Nach dem (Wieder)einstieg des virtuellen Mitreisens bei Instagram, bleibe ich nun wohl auch hier als Mitleser ….

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