Im letzten Monat | Oktober 2021

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Im Oktober war mir mal wieder alles zuviel. So vieles habe ich selbst einfach nicht (mehr) in der Hand, so viel prasselte schon in den Monaten davor auf mich ein, so wenig Zeit bleibt um alles zu verarbeiten oder zumindest mal etwas Luft zu holen.


Gefühlt alles ist bzw wurde teuerer, ganz besonders Sprit (merkten wir sofort an der Kasse) und Heizenergie (mir graut schon vor der Jahresabrechnung).

Aber auch vor einer Verknappung/ Teuerung von Nudeln und Brötchen und sogar vor Papiermangel wird in den Medien gewarnt. Am Besten kaufe man jetzt schon alle Bücher, die man Weihnachten verschenken möchte, raten einige Verlage. Ich streichle unser Klopapier im Vorratslager und die Hefe im Kühlschrank und frage mich wieder, [um] was diese Pandemie uns sonst noch alles bringen wird.


Mich grauselt es bei Bildern vom Schnee (Hallo? Nach dem nicht vorhandenen Sommer kommt doch erst noch Herbst?!) bei der Wettervorhersage, ich habe keinen Bock auf Wichteltüren und für was bitte gibt es mittlerweile alles Adventskalender?! Schminke, Schmuck, sogar Kondome und Lovetoys, Putzmittel und die Minibar zuhause. Ich habe das Gefühl, jeder_r schaltet aktuell Werbung für Schrott, der hinter 24 Türchen gepackt wurde – Hauptsache unter die Leute damit, Konsum, Gewinn!

Doch zuerst ein kurzes Break für Halloween. Und wieder: Kaufen, kaufen, kaufen!

Für die Kinder habe ich von dm schon jeweils einen Kalender mit kleinen Knusperkugeln gekauft, für mich aber keinen von Ikea mitgenommen – die Schokolade hatte ich letztes Jahr dann doch nicht jeden Morgen essen wollen und gewonnen haben wir noch nie was. Ausserdem bin ich noch immer dankbar für den „Quarantäne- Kalender“ und werde lieber an Nikolaus die Stiefel mit leckeren und fairen Produkten füllen.

Außerdem anstehend: Mein jährlicher Foto- Adventskalender für die Verwandschaft (jeweils 2 Bilder aus den letzten 12 Monaten und ein schönes Coverfoto: fertig ist die Kleinigkeit und an Weihnachten braucht es dann nicht mehr viel dazu).

Einerseits will ich noch gar nicht an Weihnachten denken, andererseits werden die nächsten 8 Wochen wir im Flug vergehen und dieses Kack- Jahr (siehe unten) wird endlich vorbei sein. Die geraden Zahlen mag ich eh viel lieber.


Mein Gurkentweet ging durch die Decke und wurde auch leider ohne zu fragen bzw ohne Quellenangabe auf anderen Plattformen geteilt. Dabei hatte die June einfach nur großen Appetit auf Gurke und ich bat sie, die in der Küche alleine fertig zu machen, weil ich gerade das im Hochstuhl sitzende Baby fütterte ^^


Ein waschechter Herbststurm verhagelte mir einen lang geplanten und ersehnten Ausflug nach Düsselorf.

Äste auf der Autobahn, eingestellter Zugverkehr und viele unpassierbare Strassen wurden den ganzen Tag im Radio gemeldet. Der Museumsbesuch ist nun für Mitte November geplant, hoffentlich kommt da dann nix dazwischen (Quarantäne, kotzende Kinder oder oder oder)


Kleinigkeiten aus meinem täglichen Leben mit den Kindern:

Ich leere die 4 großen Fächer vom Kallax aus, das uns als Kindergarderobenbank dient, weil ich des Sohnes Mäppchen suche.

Stattdessen finde ich einen Tafel Bioschokolade – ehemals 100g, nun aber nur noch etwa 60g. Ausserdem meinen schwarzen BH aus Vor- Schwangerschaftszeiten, den ich verzweifelt und mehrfach in meinem Kleiderschrank, der Wäsche und in den Schwangerschaftssachen suchte und vor 4 Wochen durch einen Neukauf ersetzte.

Einen Tag später finde ich die kürzlich gekaufte Backschokolade, 200g Maxitafel von Lindt, ebenfalls aufgerissen im Küchenschrank vor.

Mein Beschriftungsgerät ist plötzlich leer, dabei war nach meiner letzten Benutzung definitiv noch Klebeband darin.

Eigentlich hatten wir vor, in unser langes Ivar- Regal den Sekretär- Einsatz für meine Sachen (v.a. Bürokram) einzubauen.

Ich brauche einen abgegrenzten Bereich, der nur mir gehört, den ich aber mit Baby oder während der Hausaufgaben des Sohnes gut erreichen kann (Arbeitszimmer ist da aus beiden Gründen schwierig).

Leider war der Sekretär dann nirgendwo (!!!) mehr in Deutschland erhältlich. Er wurde sogar auf Kleinanzeigen gesucht. Mittlerweile gibt es einen Ersatz, eine abklappbare Tischplatte, nur leider hat die dann eine diagonale Querstrebe unten, die mir mit den langen Beinen das Sitzen sehr erschweren würde. Die einfachen Türen mit Geflecht- Einsatz gefielen uns auch sehr gut, aber sind wieder in ganz Deutschland ausverkauft.

To be continued…


Weil ich abends immer erst so spät mit allem fertig war, liess ich Filme oft links liegen und las stattdessen wieder etwas mehr:

Zuerst ein Fund aus dem öffentlichen Bücherschrank, der mich dann doch mehr fesselte als erwartet. In der Stadtbibliothek bekam ich dann Teil 2 der Reihe (Iny Lorentz „Dezembersturm“ und „Aprilgewitter“ – es fehlt noch „Juliregen“).

Parallel hatte ich noch den „Seidenspinner“ auf dem Nachttisch, bei dem mir aber wegen der ganzen verwirrenden Namen immer die Konzentration weg ging und die Augen zu klappten. Doch auch dieses Ende war wieder überraschend in seiner Wendung. Hoffentlich ist der nächste Teil von Robert Galbraith aka J.K. Rowling (die ja Harry Potter schrieb) wieder etwas weniger kompliziert, den habe ich nämlich schon seit einem knappen Jahr hier liegen.

Außerdem las ich einen dünnen Mankell wegen des passenden Titels „Mord im Herbst“, den dann dafür umso schneller, weil gut und spannend.


In den Herbstferien war der Mann mit dem Sohn für eine lange Woche im Norden. Sie hatten mehr Glück als Verstand mit dem Wetter, ich hatte Pech mit einem erkälteten und gleichzeitig schubenden Baby. Dazu die 3 anderen Mädels zu versorgen plus Aufholjagd von all dem liegen gebliebenen Scheiss.

Danach ging es für mich aber weiter mit Betreuung zuhause, da die Kita Personalprobleme hatte: eine Neuanstellung hat nun doch woanders die Traumstelle gefunden plus notwendige Urlaubstage plus Hand- Mund- Fuß – Dödöm, eingeschränkte Betreuungszeit bzw nur noch für Kinder mit ZWEI arbeitenden Elternteilen!

Und ob die Schneeflocke ab nächstem August überhaupt einen Betreuungsplatz bekommt, hängt auch am seidenen Faden da dann noch 1jährig.

Immerhin die Zusage zum Wunschplatz für unser I- Dötzchen nächstes Jahr kam an!

Ich fühle mich, als würde ich nur noch für Care- Arbeit leben (die Politik beschliesst zwar Rechtsansprüche, hat dann aber vergessen, dass für die Umsetzung noch ein bisschen mehr als nur neue Gebäude notwendig sind). Ich bin jetzt 33 Monate in Elternzeit, davon 19 mit Corona und es kotzt mich mittlerweile so an!


Ich brachte trotzdem endlich den Verkauf von nicht mehr benötigter Baby- & Umstandssachen auf Instagram an den Start. Anfangs konnte ich einige Päckchen packen, doch nun tut sich gar nix mehr. Grmph! Ich brauche Platz und mag nicht alles bis nächstes Jahr für einen Trödelmarkt aufheben… Schaut bitte gerne nach und sagt es weiter, ich packe auch gern größere Pakete mit Rabatt!


Wir haben uns total unerwartet von unserem Kater Tom verabschieden müssen. Das waren wieder ein paar Tage Ausnahmezustand, auf die ich gerne noch ein paar Jahre verzichtet hätte. Es piekst immer noch sehr, wenn ich Berry versorge oder mein Blick auf sein Grab fällt.


Im Oktober war mir mal wieder alles zuviel. So vieles habe ich selbst einfach nicht (mehr) in der Hand, so viel prasselte schon in den Monaten davor auf mich ein, so wenig Zeit bleibt um alles zu verarbeiten oder zumindest mal etwas Luft zu holen.

Ich denke immer nur „Zähne zusammenbeißen bis…!“ und dann ist dieser Zeitpunkt da und es gibt schon wieder die nächste Katastrophe!

Durchhalten, bald sind die Sommerferien vorbei… (Oh, das Baby verweigert die Brust, ich bin kurz vor Milchstau und muss abstillen)

Durchhalten, nur noch bis die Schule wieder richtig angefangen hat… (Oh, ein Coronatest ist positiv und dann nach und nach alle!)

Durchhalten, bald sind alle wieder negativ… (Oh, zum X.ten Mal Verlängerung der Quarantäne)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, das Baby ist verrotzt & macht nen Schub)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, das sind jetzt die zwei Wochen mit den vielen Terminen)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, der Mann ist 3 Tage auf Geschäftsreise)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, schon Herbstferien und ich bin 7 Tage mit allen Mädchen alleine, weil Mann und Sohn weggefahren sind)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, die KiTa hat HandMundFuss und Personalmangel, das Sonnenkind ist also schon wieder zuhause)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh scheiße, der Kater ist gestorben)

Durchhalten, nur noch bis… (Oh, mein Rücken tut verdammt nochmal so weh & das Baby ist schon wieder verrotzt)

Durchhalten, aber wie lange denn noch?!


In meiner Familie gab es mittlerweile einen zweiten Impfdurchbruch, ebenfalls mit Biontech, allerdings schon kurz vor mir und dem Mann geimpft. Bislang sind die Symptome mild, aber dennoch ist es beängstigend.

Ich sehe den nächsten Wochen wieder sehr ohnmächtig entgegen, da die Maskenpflicht ab 01.11. in den Schulen abgeschafft wurde.

Ich rechne damit, ständig Kinder wegen Magen- Darm, Erkältung oder anderen Viruskrankheiten zuhause zu haben (die das dann schön an das Baby weitergeben) und bin doch sehr dankbar, dass sie wenigstens durch die Genesung einen gewissen Schutz vor Corona haben.


Etwas Schönes noch zum Schluss: Ich saß endlich wieder an der Nähmaschine!

Aus einer alten Jeans kreierte ich diese schönen Blätter für heiße Topf- Griffe

Ich war sogar einen ganzen Tag bei einem kleinen Näh- Event und nähte ein Täschchen, das ich zwei Tage später in der Hälfte der Zeit noch ein weiteres Mal fertigte.

Zuletzt nähte ich für mich ein Rollmäppchen, in dem nun alle meine Stifte Platz finden, die die Kinder NICHT haben dürfen :)


9 Gedanken zu „Im letzten Monat | Oktober 2021

  1. Kunstliebe Antworten

    Oh man😞! Ich habe nur drei Kinder und arbeite 75% und kann jede Zeile , die du schreibst nachvollziehen. Es ist ein wahnsinniger Kraftakt und manchmal hört es einfach nicht auf schwierig zu sein. Ich bin es auch schon so leid. Diese Leichtigkeit, die ich doch ab und zu verspürte ist seit der Pandemie weg. Hier auch überall Impfdurchbrüche. Es ist zum kotzen! Liebe Grüße und halte trotzdem durch!

  2. Suomitany Antworten

    Das liest sich einfach so heftig und es ist kein Ende in Sicht. Nichts ist planbar, man bleibt weiterhin verunsichert.
    Ich hoffe trotzdem, dass du mit deiner Familie einen guten November haben wirst.
    Übrigens habe ich im Frühjahr einen (günstigeren) Strandkorb geschenkt bekommen. Seit Februar warten wir darauf.
    Ich kann ja nur froh sein, dass ich nur für Patenkinder und Neffen / Nichten Geschenke brauche. Meine großen Kinder wünschen sich eh mehr Geld oder Gutscheine und Kleinigkeiten finden sich hoffentlich weiterhin.
    Ich hoffe echt, es wird nicht wirklich alles knapp.
    Benzin und Öl trifft uns sehr. Mein Mann pendelt 160 km am Tag. Da kommt was zusammen….
    Ach ja…liebe Grüße

    • FrlNullZwo Autor des BeitragsAntworten

      Autsch, das Pendeln haut rein, allerdings!
      Im November habe ich einige Termine, vor allem bei Ärzten (Zahnarzt nach 18 Monaten mal wieder, Hautarzt gleich 3x wegen Abklärung Allergie auf Inhaltstoffe, dazu Augenarzt mit 2 Kindern und Impfung der Großen gegen HPV). Der Sohn hat ja auch noch Geburtstag und puh, das wird ist alles ganz schön knubbelig.

      Liebe Grüsse zurück und alle Daumen, dass der Strandkorb im Frühling endlich von Euch benutzt werden kann!!!

  3. Die Großfamilienmama Antworten

    Ich fühle sehr mit dir. Mir geht es irgendwie nicht anders. Hand Mund Fuss ist hier eingezogen. Das will man in einer Großfamilie nicht. die zwei Kleinen habe ich dadurch, der 9 jährige leidet gerade sehr und ob es dann endet ? Seit den Sommerferien habe ich immer jemanden neben den kleinen Kinder zuhause, der krank ist und mich auch braucht. Stinknormalen Alltag hatte ich ewig nicht. Was jetzt im Winter auf uns zukommt, macht mir Angst. Ganz ehrlich. Wie soll das nur werden? Dazu die ewigen Preiserhöhungen. Es ist für uns Großfamilien so unfassbar schwer geworden. Und es gibt höchstes ein: ihr habt es ja so gewollt, statt eines Drückers und einer Hilfe. Dabei wäre das so sehr angemessen, denn wir leisten so viel ohne das ich mich damit beweihräuchern möchte. Es ist einfach so.

    Liebe Grüße
    Die Großfamilienmama

    • FrlNullZwo Autor des BeitragsAntworten

      Ja genau, es gibt keinen Alltag mehr, stattdessen immer nur Ausnahmezustand! Ich weiss nicht, ob das in Familien mit nur 1 oder 2 Kindern jetzt besser ist, aber ich bin wirklich ständig über meinen Grenzen. Das kann einfach nicht so weiter gehen – wird es aber, wie Du schon schriebst: Der Winter wird hart. Ich drück Dich!

  4. Magdalene Antworten

    Menno.
    Ich weiß nicht, was dir jetzt eher gut tut: einfach zuhören/mitlesen und mitfühlen oder gute Ratschläge.
    Darum belasse ich es beim Mitfühlen.
    Sei gedrückt, Leni

  5. Birgit Antworten

    Juhu.
    Hier ähnlich („nur“ 2 Mäuse, 1 und 4 Jahre alt). Im Sommer hatte die Große den Zeh gebrochen, im Oktober dann Lungenentzündung.
    Am zweiten Tag wieder in der Einrichtung kam die E-Mail „Bitte alle Kinder abholen. Coronaverdacht“. Dieser hat sich bestätigt. Also PCR-Test, zum Glück negativ.
    Und dazwischen der übliche Wahnsinn.
    Manchmal fragt man sich, wie das im Winter noch werden soll.
    Ganz viel Kraft für dich und deine Lieben.
    Gruß Birgit

    • FrlNullZwo Autor des BeitragsAntworten

      Meine Meinung: Wer im Winter nicht ständig kranke Kinder hat oder gar selbst Corona im Haus hat, wird grosses Glück gehabt haben. Auch für Dich viel Kraft!!!

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