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Familienzuwachs: Zwei Kätzchen ziehen ein!

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Schon länger wünschen sich die Kinder ein oder mehrere Haustiere. Vor allem eine Katze, ein Kaninchen oder gar ein Pferd hätten sie gerne. Haha!

Da ich selbst mit einigen Freigänger- Katzen groß geworden bin, kommt für mich nur eine eben solche als mögliches Haustier in Frage. Ich mag keine Ställe sauber machen und mich auch nicht in Aquaristik einarbeiten.

Also eine Katze, am besten gleich zwei, denn in Gesellschaft fühlen sie sich einfach wohler. Katzen, vor allem mit Freigang, gehen viel ihrer eigenen Wege, brauchen lang nicht so viel Beschäftigung wie ein Hund und können trotzdem wunderbare Gefährten und Seelentröster sein.

Jetzt, wo wir im eigenen Haus mit Garten richtig angekommen sind und wieder ein bisschen Luft ist, war auch der Mann mehr und mehr der Meinung, daß wir zwei Fellnasen aufnehmen könnten. Bedingung: Die Kinder machen vorher einen Allergietest. Es stellte sich heraus, daß den sogar der Kinderarzt würde machen können.

Da ich es fast gar nicht anders kenne, als dass die Katzen zu meiner Familie gefunden haben (ein Findelkind am Wegesrand, ein angefahrener Kater, zwei abzugebene Katzenkinder von einem Bauernhof usw. usf.), wusste ich: Wenn wir wirklich wollen, müssen wir nur Augen und Ohren offen halten und ein paar Leuten Bescheid sagen. Der Rest würde sich finden.

Und genau so war es dann auch!

Mitte Mai schickte mir der Mann plötzlich Fotos von einem Wurf Katzenkinder, der Kontakt kam über seine Arbeitskollegin zustande. Wir schrieben uns und es stellte sich heraus, daß es richtige Bauernhofkatzen sind, was mir aber gar nicht so unrecht war. Reine Stubentiger will ich ja gar nicht haben, ausserdem erhoffe ich mir ein wenig mehr Robustheit als bei gezüchteten Katzen und der „Schwund“ (Katze wird angefahren oder kommt einfach nicht mehr nach hause) ist leider auch nicht zu außer Acht zu lassen.

Doch vor dem Besuchstermin auf dem Bauernhof stand zuerst noch der Termin beim Kinderarzt an, den ich schon lange vorher ausgemacht hatte.

Der Allergietest:

Die drei jüngeren Kinder wurden auf Katzenhaare getestet, wussten aber zu diesem Zeitpunkt noch nichts von dem potientiellen Familienzuwachs (die Älteste kam als Kleinkind sehr oft mit Katzen in Kontakt bzw. lebte sie ab Geburt auch mit einem Kater zusammen, der leider kurz vor der Geburt des Buben verstarb).

Der Pricktest bestand eigentlich aus 3 Pieksern: Eine Kontrollösung (soll nicht ausschlagen), eine Reaktionslösung (die soll auf jeden Fall anschlagen) und das potentielle Allergen (in unserem Fall das Retortenkatzenhaar).

Wesentlich genauer ist der Allergietest, wenn man die Haare des Tieres zur Verfügung hat. Da wir den Kindern aber keine Hoffnungen machen wollten, nur um sie vielleicht kurz darauf wieder zu enttäuschen, nahmen wir mit dem Katzenhaarallergen aus dem Kasten vorlieb. Lieber das, als gar kein Test.

Der fiel zum Glück bei allen 3 Kindern negativ aus und wir machten einen Besuch auf dem Bauernhof zum Anschauen aus, nach dem ich anschliessend auch nochmal auf allergische Reaktionen achtete.


Der Bauernhofbesuch:

Ende Mai war es dann soweit und wir waren einfach nur entzückt von den kleinen Katzenkindern! Sooo niedlich! Die Kinder strahlten über alle Backen und waren von dem Korb mit den 3 Kätzchen gar nicht mehr weg zu bekommen!

Da wir auf jeden Fall ein Geschwisterpaar wollten, mussten wir nun eine Auswahl treffen. Wir entschieden uns für das Katzenmädchen mit dem rötlichen Rücken und den Katzenjungen mit weißen Pfoten und weißer Nase.

Ich weiss nicht, wie oft ich den Kindern in den kommenden Tagen die Fotos und kurzen Videos vom Besuch zeigen musste, aber es war ziemlich oft ^^

Dennoch hatte ich ein wenig Sorge, dass doch noch etwas passieren würde. Die Mutter versteckt die Kinder unauffindbar, ein Kitten geht verloren, stirbt oder so etwas eben.


Die Vorbereitungen:

Trotzdem traf ich erste Vorbereitungen: Ich hatte schon die ganze Zeit nach einem schönen Kratzbaum geschaut und bestellte ihn dann endlich. Dazu noch Näpfe, ein wenig Spielzeug und eine stehende Schaufel fürs Katzenklo.

Letzteres wollte ich nicht online bestellen (genauso wenig wenig die notwendige Transportbox), sondern vor Ort im Tierfachhandel kaufen. Zum einen wäre der Verpackungsmüll wieder riesig gewesen für etwas Kunststoff und gaaaanz viel Luft, zum anderen will ich mir so etwas in echter Größe anschauen und auch anfassen können.

Bei einem Discounter entdeckte ich zufällig Katzenausstattung und bestellte online einen Hocker mit Schlafhöhle, eine Katzendecke und eine Matte, die vor die Katzentoilette gelegt wird (dann verteilt sich das Streu nicht so sehr im ganzen Raum).

Die ersten Katzensachen sind da!
Gemeinsam wird der 3stufige Kratzbaum aus Sisal und Seegras aufgebaut.

Kurz vor der eigentlichen Ankunft saugte ich das Wohnzimmer noch einmal ordentlich durch, holte alles unter dem Sofa und anderen Möbeln hervor und kontrollierte alle Ecken auf möglichen Kleinkram, den die Katzen nicht fressen sollen. Wir räumten die unteren Regalböden auf und überlegten uns eine Sperre für die Terrassentür, damit wir sie dennoch zum Lüften aufschieben können (der grosse Karton von der Lieferung ist nun immer in der Schiebtür eingeklemmt).

Katzenfutter für Jungkatzen sowie Leckerlis standen auch bereit, ausserdem richtete ich ein Tablett für die Näpfe (dann kullert das Trockenfutter nicht durch den Raum und die Wasserlachen von umgestossenen Wassernäpfen beschränken sich auf das Tablett).


Das Abholen der Katzenkinder:

Vergangenes Wochenende war es dann endlich soweit: Wir konnten unsere beiden Fellnasen endlich abholen! Der richtige Zeitpunkt war gar nicht so einfach zu finden gewesen, sollten die Tiere doch selbstständig genug sein, um von der Mutter getrennt zu werden, aber noch nicht so alt, dass sie schon zu wild und vielleicht gar nicht mehr einzufangen sind. Ich verliess mich dabei auch sehr auf die ehemalige Besitzerin, die öfter Katzenkinder von ihrem Hof abgibt.

Schlussendlich verzögerte sich das Abholen ein wenig, weil die Mutter den Wurf abermals woanders hin transportiert hatte.

Aber dann kam endlich die Nachricht über den Fund und wir konnten nach der Rückfahrt zwei kleine, ziemlich verschreckte Katzenkinder in unserem Wohnzimmer frei lassen, wo sie sich erst einmal unter dem Bücherregal versteckten und gar nicht hervor kommen wollten. Sie stanken nach Angst und ich hatte etwas Mühe, dass die Kinder sie in Ruhe lassen.

Als sie dann endlich vom herangeschobenen Futter frassen, war ich erleichtert.

Später am Abend, als Ruhe eingekehrt war, trauten sie sich auch hervor und erkundeten laut maunzend und sehr schreckhaft ihre nähere Umgebung.

Bei den Namen war lange Zeit keine zündende Idee dabei gewesen und erst auf der Rückfahrt vom Hof hatten wir uns für Tom & Berry entschieden.


Der erste Tag (Montag):

Er begann mit den Katzenkindern, die auf dem Sessel sassen (aber sofort das Weite suchten) und dem Wegmachen von Hinterlassenschaften. Börks.

Zum Glück kehrte am Vormittag Ruhe ins Haus ein und ich konnte vorsichtig mit der Katzenagel Kontakt aufnehmen. Der kleine Kater traute sich derart abgelenkt sogar schon sehr nah am mich heran.

Im Laufe des Tages trauten sie sich mehr und mehr heraus und fanden ihren neuen Lieblingsschlafplatz auf den Schallplatten, was ich ja nicht so prickelnd fand. Nach wie vor maunzten sie noch viel nach ihrer Mutter. Seufz. Mein Herz!

Tag 1: Auf den Schallplatten schläft es sich am Besten.

Tag 2 (Dienstag):

Morgens entdeckte ich einen Haufen in der Küche auf einem Stoffbeutel, ausserdem eine Lache in einer Zimmerecke. Im Laufe des Tages machte ich Berry als Verursacherin aus, sie scharrte öfters auf dem Boden und falls möglich, setzte ich sie dann direkt in die Katzentoilette (meist war sie aber schnell weggelaufen).

Ich richtete ihnen im Regal ein kleines Körbchen, um sie von den Schallplatten wegzulocken. Anfangs hattee ich Angst, dass sie es als Toilette missverstehen, doch dann genossen sie die kuschlige Enge.

Vor allem Tom ließ sich wieder sehr für die Katzenangel begeistern, während Berry nur zuschaute. Die Kinder haben grossen Spass und würden sie den lieben langen Tag damit unterhalten, wenn ich dem nicht ab und zu mal einen Riegel vorgeschoben hätte. Zusammen käbbelten sie sich aber auch ordentlich und kletterten unter dem Tisch zwischen den Stühlen herum.

Tag 2: Meine Alternative, das Köbchen im regal, wird dankend angenommen.

Tag 3 (Mittwoch):

Schon morgens ließ sich Tom von den Kindern mit der Angel zum Spielen animieren, Berry schaute nach wie vor zu.

Vormittags waren der Bub und ich wegen seiner Bindehautentzündung beim Kinderarzt und Einkaufen; mittags konnte ich mir nach weiterem Spielen beide Kätzchen nacheinander mal kurz schnappen und streicheln. Der Angstgeruch ist weg, was mich sehr freute!

Sie lagen oder spielten viel auf der 1. und 2. Stufe vom Kratzbaum und ließen sich von unserem Familienleben kaum noch stören. Abends kamen ihnen die Kinder dort schlafend sogar richtig nahe und streichelten sie kurz, bevor sie es bemerkten und fauchten. Ausserdem benutzten beide die Katzentoilette. Yay!

Die Kinder hielten sich wacker und hörten meist auf meine Ermahnungen, dass es nun mal gut sei. Alle wollen beim Füttern helfen und die Große säubert von sich aus die Katzentoilette.

Tag 3: Der Kratzbaum wird entdeckt und auch zum Schlafen benutzt. Ich stelle das nun verwaiste Körbchen auf die mittlere Plattform, welches sofort angenommen wird.

Der 4. Tag (Donnerstag):

Der erste Tierarzttermin stand an. Meine Angst vor kleinen Parasiten überwog die Angst, dass wir einiges an Vertrauen wieder verlieren würden.

Der Bub hielt sich beim Einfangen gut zurück und ich bekam mit ein wenig List beide Kätzchen in die Transportbox. Beim Tierarzt konnten wir direkt zur Untersuchung durchgehen und ich war sehr erleichtert zu hören, daß mit den beiden Kleinen alles in Ordnung ist. Tom wog 1000g, Berry nur zarte 750g. Augen, Ohren und auch Zähne sahen gut aus und das Beste: Es gab keine Anzeichen für Flohbefall! Da die 3. Wurmkur noch nicht erfolgte, bekamen wir eine Tablette mit, die ich ihnen später unter das Futter mischen und erfolgreich unterjubeln konnte.

Doch vorher nutzte ich noch die Gunst der Stunde und ließ sie in der Transportbox im Flur stehen, um das Wohnzimmer zu saugen und auch zu wischen.

Schon kurz nach dem Freilassen tobten sie wieder herum und schienen uns den kleinen Ausflug nicht übel zu nehmen. Berry scheint den Stress allerdings nicht ganz so gut verkraftet zu haben und litt ab dem Abend ein wenig unter Durchfall.

Insgesamt aber bewegten sie sich schon viel freier im Wohnzimmer, sind viel weniger schreckhaft und rufen auch kaum noch nach der Mutter. Wir deckten neben dem Sessel am Kratzbaum auch vorsichtshalber das Sofa ab, weil sie nun auch darauf herumhüpfen.

Zum Glück finden sie die geöffnete Wohnzimmer- oder Küchentür immer noch nicht sehr spannend; die Kinder vergessen manchmal sie zu schliessen.


Heute am Freitag geht es insgesamt etwas langsamer zu, der Bub beschäftigt sich viel mit seinem Lego und Tom & Berry haben nach dem Morgentrubel endlich mal etwas länger Ruhe.

Ich selbst hatte es mir nicht ganz so aufwändig vorgestellt, freue mich daher umso mehr über jeden Fortschritt der Kätzchen und das rege Interesse der Kinder, die nach wie vor selig über den Familienzuwachs sind.

Alle lernen gerade enorm viel!


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