In der Zwischenzeit… | Endzeitstimmung

Wir sind in der letzten Woche vor den Ferien angekommen bzw. schon auf der Zielgeraden – heute ist der letzte KiTa- Tag und die Älteste muss nur noch heute und morgen in die Schule.

Uff.

Ich bin sooo platt – aber auch sehr froh, daß nun alle Termine geschafft sind!!!

Die Woche begann nämlich mit zwei Kindern daheim: Der Bub hatte Sonntag immer noch leicht gerötete Augen gehabt und zu allem Überflüss die Jüngste mit seiner Bindehautentzündung angesteckt. Die bekamen wir dann gut in den Griff und ich hatte nur einen Tag beide daheim – der aber auch reichte. Das Vorschulkind ist nämlich gerade wieder sehr schräg drauf…

Ich wollte den Erzieher_innen in der KiTa wenigstens noch eine Karte von ihm überreichen mit ein paar Dankesworten von uns Eltern – doch das Malen ging dann ein wenig nach hinten los: Er fabrizierte zuerst nur Krickelakrakel und wollte dann KiKa abschreiben… heraus kam KAKA und da sich beide Kinder wieder in die Wolle bekamen, brach ich die Aktion ab.

Zu meinem Leidwesen hatte der Bub aus lauter Wut auch noch den Esstisch mit Kugelschreiber verziert, was wir natürlich nicht mehr abbekamen :/

Da ich aber inzwischen ein kleines Schleifgerät besitze, wird also in absehbarer Zeit mal der Esstisch abgeschliffen und neu lackiert – das ist nämlich nicht die einzige Macke, die er aufweist. Unser zweiter, kleiner Tisch in der Küche (mein ausklappbarer Schreibtisch aus Studienzeiten, den wir für eine große Tafel an den Esstisch heranschieben) hat es auch dringend nötig. Mir wird also nicht langweilig werden ;)

Doch bevor ich an neue DIY- Projekte denken kann, gilt es zunächst noch alle anderen Termine abzuleisten.


Vor allem bei der Ältesten spielt(e) sich diese Woche noch viel ab: Insbesondere der Abschied der Grundschule am Vormittag und Begrüßung der neuen fünften Klasse am Nachmittag! Emotional für sie anstrengend, für mich vor allem auch ein Tag, an dem ich nur unterwegs war.

Morgens trafen wir uns in der Kirche zu einem Abschlussgottesdienst. Ich fühlte mich trotz weiblicher Geistlichen und netter Aufführung der Kinder wahnsinnig unbehaglich und tat dies auf Instagram kund (wer nachlesen mag, klickt).

Danach ging es in der Schule weiter – ich holte mir auf dem Weg dorthin noch mein Frühstück und einen Kaffee; mir war in meinem halbstündigen Zeitfenster zwischen morgendlichem-Familie-verabschieden und mich-fertig-machen-müssen ein bisschen Yoga einfach wichtiger gewesen.

Nach ein wenig Wartezeit auf dem Schulhof ging es dann mit allen dritten und vierten Klassen in die Turnhalle, wo die großen Kinder ihren Abschied feierten. Die dritten Klassen sangen etwas für die Viertklässler und schon kullerten bei eben diesen wieder die Tränen.

Schnüff.

Bei den Liedern der Viertklässlern (jede der beiden Parallelklassen sang ein Lied und dann noch einen weiteren deutschen Popsong, der aber umgedichtet war) schnüffte und schniefte es dann noch mehr in der ganzen Turnhalle. Erneut war ganz viel von Abschieden, Neuanfängen, vom Nicht- Allein-Sein und auch vom Mutig-Sein die Rede.

Mütter (und auch Väter) tupften sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel, die emotionaleren Mädchen nutzten die schicken Klassen- T- Shirts zum Abwischen.

Schnief.

Die kippende Stimmung wurde aber wieder aufgefangen durch ein lustiges Spiel mit den bald ehemaligen Klassenlehrer_innen und einem tollen Abschlusslied, zu dem schon während der vorletzen Projektwoche (Thema Trommeln) alle von den Stühlen gerissen und zum Mittanzen animiert wurden.

So konnte ich meiner zum Glück wieder fröhlichen Tochter Tschüss sagen, nur um sie 2 Stunden später schon wieder abzuholen.

Wir fuhren dann zur neuen Schule, wo bereits die neuen Mitschüler, die neuen Klassenlehrer und vor allem auch ein wenig Programm auf die Kinder wartete (Klassenfoto machen, Kennenlernspiele, den Klassenraum anschauen etc). Ich stand also wieder mit Müttern (und auch einigen Vätern) auf dem Schulhof herum, zum Glück gehen einige Kinder aus der alten Klasse gemeinsam in die neue, so daß ich “meine Runde” schnell fand. Ausserdem gab es Kaffee und Kuchen! Yay! Bevor wir gingen, bestellten wir noch ein Schul- T- Shirt vor und fuhren mit dem Ablaufplan für die erste Schulwoche in der Tasche heim.

Am Abend waren wir beide dann ziemlich erschlagen von den vielen Eindrücken. Was für ein Tag!

Heute morgen schickte ich sie dann mit kleinem Rucksack und einer Prospekthülle zur Grundschule, wo sie eine Zeugniskopie bekommen wird. Diese geht morgen wieder unterschrieben zurück und wir erhalten das Original. Das wird dann der letzte Grundschultag gewesen sein! Wow! Wie schnell die Zeit seit ihrer Einschulung verging!

Ausserdem geht heute schon ihr kleiner Bruder das letzte Mal zur KiTa!

Der Tag begann wieder mit seinem üblichen Gemotze:

“Warum bist Du schon aufgestanden, Papa?! Ich wollte noch mit Dir im Bett kuscheln! Das ist voll gemein von Dir!!!”

“Bäh, ich will die pinke Schüssel für die Cornflakes! So will ich gar nicht frühstücken, Du doofe Mama, Du!” und so weiter und so fort. *insertAugenrollenhier*

Ich wiederholte mehrfach, dass er heute zum letzten Mal in die KiTa müsse und bitte die Erzieher_innen nochmal feste drückt, ja? Und sein kleines Abschiedsgeschenk von der Gruppe durfte er heute auch wieder mitnehmen, denn es ist ja eigentlich Spielzeugtag.

Puh.

Ich glaube, so richtig gesackt ist es bei ihm noch nicht…


Zum Glück haben wir aber jede Menge Ablenkung hier: Tom und Berry!

Die beiden Kleinen erweiteren ihre Kreise und schlafen nun sehr oft auf unseren Sitzen oder ganz oben im Kratzbaum.

Während Tom sich inzwischen sogar streicheln lässt (obwohl er bemerkt, daß wir es sind), fängt jetzt Berry an zu fauchen, sobald wir ihr zu nahe kommen. Streicheln geht nur mit Anschleichen, wenn sie schläft ;) Dabei war Berry anfangs zutraulicher, während Tom einfach mehr Mut hatte bzw. seine Schwester gerne ein wenig anführt.

Neue Routinen bilden sich bei uns wie auch bei den Tieren. Wir füttern aktuell noch 3 Mal täglich kleine Portionen Nassfutter und stellen immer Wasser sowie Trockenfutter bereit. Nach wie vor helfen die Kinder gerne dabei oder beim Säubern der Katzentoilette (dann mit Schaufel und Handschuhen).

Beide Fellnasen werden mutiger, erkunden inzwischen alle erreichbaren Möbel und Regal- Ebenen und schlafen mal zusammen, mal getrennt. Sie jagen sich gegenseitig über Tisch und Bank oder kleinen Bällen hinterher; ein paar Gartenschuhe des Mannes sind nach wie vor auch höchst interessant.

Den nächsten Tierarzttermin zum Impfen habe ich vorerst gecancelt; sie werden noch einige Zeit im Haus bleiben und vor allem Berry hatte nach dem ersten Besuch einigen Stress, den mag ich ihr gerne noch etwas ersparen.


Heute ist also mein letzter Tag in Ruhe; die Ablage wartet und noch so einiger andere Kleinkram. Aber alle anderen großen Termine sind nun abgehakt!

Nach den Einschulungen werden wir dann die Abschiedsgrüße für die OGS der Großen und die Erziehr_innen des Buben in Angriff nehmen – mir schweben da Fotos mit Schultüten und ein paar Worte über die ersten Tage vor…

Aber bis dahin warten noch 6 1/2 lange Wochen Sommerferien und vor allem auch der 3. Geburtstag der Jüngsten auf uns! Ich freue mich auf mehr Kochen (das fiel in den letzten Wochen gerne hinten über, machte bei mir minus anderthalb Kilo) und viel Eis, ich hoffe auf besseres Wetter als jetzt, auf wieder mehr Schlaf und damit auch bessere Nerven!


5 Gedanken zu „In der Zwischenzeit… | Endzeitstimmung

  • 11/07/2019 um 12:35
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    I feel you!
    Wir hatten letzte Woche ein doch sehr emotionalen (zumindest bei den Erzieherinnnen und mir) Kita-Abschied, da die Mittlere eingeschult wird und der Jüngste nach den Sommerferien die Einrichtung wechselt. Und obwohl wir ja freiwillig gehen, ist es schon schwer nach 7 Jahren “Tschüss” zu sagen…

    Waren die Schulveranstaltungen bei deiner Großen eigentlich richtig geplant an einem Tag oder eher nur zufällig? Das mit dem Willkommensgruß finde ich ja wirklich wunderbar <3

    Antwort
    • 11/07/2019 um 12:51
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      Nein, das war bei der Grossen so nicht geplant. Aber alle weiterführenden Schulen ihrer Klassenkameraden hatten diese Woche solch eine Willkommensveranstaltung, das finde ich super! Es nimmt ein wenig die Angst vor dem Unbekannten und entlässt die Kinder nicht mit einem reinen Abschiedsgefühl in die Ferien.
      Euch auch schöne Ferien!

      Antwort
  • 11/07/2019 um 13:28
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    Interessant, wie unterschiedlich solche Abschiede und Neuanfänge gehandhabt werden. Hier gab es im Kiga an einem Vormittag die Abschiedsfeier. Bei Kind 1 war ich in Elternzeit und konnte teilnehmen. Bei Kind 2 musste die Oma ran. Der Abschied von der Grundschule fand Ende Juli an einem Nachmittag statt, mit mit der eigenen klasse und sonst nichts. Es gab auch keine vorab Begrüßung der weiterführenden Schule oder Info Material. Das gab es alles am ersten Tag. Ich wünsche dir bzw euch tolle Ferien und nicht allzu viel Stress, wenn alle zuhause sind. Hier ist es in 2.5 Wochen soweit. Wobei Kind 2 ja schon Semesterferien und keine Schulferien mehr hat. LG Tanja

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    • 14/07/2019 um 21:18
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      Ja, bei mir gab es vor den Ferien auch nichts von der weiterführenden Schule und ich erinnere mich noch gut, wie aufregend und auch etwas angsteinflößend ich den 1. Schultag am Gymnasium empfand. Es war alles so neu, die Gesichter so unbekannt und ich fühlte mich trotz Eltern an der Seite sehr unsicher.
      Da finde ich es (trotz des ganzen Stresses) so wunderbar, wie meine Große empfangen wird!

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  • 24/07/2019 um 00:16
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    Ich kann das negative Gefühlder Kirche gegenüber gut verstehen. Aber ich finde es wirklich schade, wenn der Glaube nur durch das Gebäude, die Institution und Einzelpersonen ausgemacht wird.
    In unserer evangelischen Gemeinde fühle ich mich zu Hause und habe trotzdem sehr viel Kritik. Wir versuchen, bei uns was zu verändern und zu “modernisieren”, aber es ist viel Einsatz und Geduld nötig.
    Wenn man Gottesdienst moderner erleben will, würde ich dir eine freie Gemeinde (die Christusgemeinde in Wuppertal z.B.) empfehlen, probier es doch mal aus und lass dich überraschen 😊

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