Familienleben glitzerpopitzer

Diese Woche fing eigentlich verdammt gut an: Das schöne Wochenende hallte noch ein wenig nach, es standen kaum Termine im Kalender und ich habe Zeit für Alltagsdinge. Dachte ich.

Okay, die Zeitumstellung macht(e) uns ab Montag früh fertig bzw. die schlechte Laune der Kinder beim Frühstück, vor allem die von einem Kandidaten. Vielleicht ist es ja auch wieder diese doofe Vorschulpubertät oder sie verstärkt das Zeitumstellungsding – kurzum: Abends finden die Kinder nur schwer in den Schlaf (“Können wir nicht noch etwas draußen spielen? Es ist doch noch soooo hell! Ich will noch nicht schlafen!”) , und morgens gibt es nur Gegrunze, Gemaule und Geheule, weil man noch soooo müde sei.

Vor allem der Bub ist sehr lange wach, geht uns auf den Nerv weil er abend für abend die Zeit bis zur Müdigkeit nicht ruhig in seinem Zimmer spielen, sondern in unserer Nähe verbringen will; oft bis er gegen 21:30Uhr irgendwo auf dem Sofa oder Wohnzimmerteppich einschläft. Morgens schreit er dann am lautesten wie doof alles sei, wie wenig er in die KiTa will, wie sehr er heute die rote Müslischüssel haben muss und so weiter und so fort.

Die Nachmittage zogen sich; das kühle und oft nasse Wetter trieb die Kinder schnell wieder ins Haus – ein bisschen Budenkoller ist wohl auch gerade dabei.

Aber da waren dann auch die ruhigen Stunden, in den ich hier zuhause sporteln, yoga-atmen, haushalten, erledigen und abhaken konnte – ein gereinigter Duschabfluss hier, eine saubere Dunstabzugshaube dort, so Kram eben zu dem man nur selten kommt, einige Telefonate noch dazwischen und die Möhrenmuffins hatten wir ja auch schon lange nicht mehr…

Okay, da war noch eines von vier bestellten Wendepailletenshirts, das dann doch keine Wendepailletten sondern festgenähte hatte, aber auch das liess sich irgendwie lösen (also hoffentlich kommt der Ersatz noch rechtzeitig VOR Ostern an). Aber das atmete ich schnell durch die Hose weg… Wird schon passen.

Es ging sogar soweit, dasss ich am Mittwoch noch dachte: “Mensch! Was machste denn jetzt? Du könntest dies oder jenes noch tun- aber es genauso auch bleiben lassen!”

Meine blinke- blinke- wichtig!- ToDos waren alle abgehakt und so trödelte und prokastrinierte ich ein wenig und erledigte mal hier und dort einen Handschlag, aber dann kam ich darauf: So fühlte sich dieses Ding namens Langeweile an! Boah! Wahnsinn!

Und dann kommen alle heim und -whoooom!– ist das pralle Leben wieder da!

Dieses leise Gefühl von einem Zustand, in dem ich nicht ständig auf dem Sprung bin, hielt genau so lange an, bis ich gestern Morgen beim Kämmen eine große Laus auf einem Kinderkopf erblickte.

DingDingJackpot! Murphy Du Arsch!

Die nächsten Tage zogen vor meinem inneren Auge wie im Zeitraffer vorbei: Wieder Wäscheberge ohne Ende (Bettzeug, Handtücher etc mal 6), Plastiksäcke mit Kuscheltieren, Winterjacken und Mützen, ein Kinderarztbesuch, Läusemittel besorgen, 4x Kinderköpfe damit behandeln und vor allem auch auskämmen, zu allerletzt mich vom Mann damit einkleistern lassen und alles wieder doppelt ausspülen. Dabei entdeckte ich auch weitere kleine Plagegeister auf dem Kopf der Ältesten, mit ihr fing damals vor etwas über 2 Wochen alles an und findet nun bittebitte endlich ein Ende!

Den Besuch beim Kinderarzt allerdings schenkte ich mir; ich hatte bei der Krankenkasse angerufen und erfahren, daß sie eh nur das Zeug übernehmen, was 8 Stunden auf dem Kopf bleiben muss. Diese Schweinerei über Nacht wollte ich niemandem antun, trug also unser Haushaltsgeld wieder in die Apotheke für die Express- Ausführung und werde nun auch noch Läuseschampoo besorgen, damit auch wirklich alles ausgemerzt wird (worauf ich mich eigentlich bei dem teuren Zeug verließ, vor allem nach 2 Anwendungen).

Immerhin – und das muss ich wirklich lobend erwähnen – alle 4 Kinder liessen die Prozedur entspannt über sich entgehen, sogar das Auskämmen! Nungut, vielleicht haben ihre Freundin Conni und Konsorten auf dem Tablet ein wenig dabei geholfen – aber auch ich hatte mir ein wenig selbst geholfen und einfach schon die Ostersüßigkeiten angebrochen, die ich gebunkert hatte ;) Nervennahrung zwischen zwei Waschmaschinenladungen.

Parallel dazu fing die Jüngste an zu schniefen; es läuft mal wieder “super” bei ihr, so dass sie mir gestern UND heute – zum Glück fieberfrei – Gesellschaft leistete. Heute allerdings war dann schon wieder Luft für 30 Minuten auf meiner Yogamatte – natürlich mit bester Unterhaltung seitens der pinken Kindermatte <3

Und ganz langsam werden auch die Wäscheberge kleiner… Maschine für Maschine…


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