Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Donnerstag, der 05.07.2018

05 Uhr: Die Jüngste auf der Besucherritze ist unruhig, wie schon seit zwei Stunden. Meine Haut am Arm schmerzt unangenehm von ihrer Hand in meinem Ärmel. Fieber scheint sie nicht mehr zu haben. Der Mann gibt auf und steht auf; wir zwei bleiben liegen.


06 Uhr: Mein Wecker klingelt, ich mag nicht aufstehen. Nach dem 3. Klingeln tappst die Jüngste zum Papa in die Küche, nur um mich kurz darauf auch aus dem Bett zu holen. Die anderen Kinder müssen geweckt werden. Der vom Mann für mich aufgebrühte Kaffee ist in einer viel zu kleinen Tasse und der Filter noch viel zu voll. Ich meckere scherzhaft und giesse einen Teil aus dem Filter aus Versehen über meine Hand. Beim Kühlen meckere ich dann richtig- zum Glück habe ich mich nicht verbrannt. Alle Kinder frühstücken, waschen und anziehen – der Dreikampf jeden Morgen, wobei er heute ein klein wenig entschärft ist.


07 Uhr: Es schüttet wie aus Kübeln. Der Mann verlässt mit 2 KiTa- Kindern das Haus. Ich bin noch wegen meinem Infekt krank geschrieben und die Jüngste darf wegen des Fiebers nicht in die KiTa. Der Regen lässt nach. Wir schicken die Älteste los zur Schule und nach dem Schliessen der Haustüre atme ich kurz durch und setze mir einen 2. Kaffee auf. Während ich die Spülmaschine ausräume, spielt die Jüngste so schön mit den Kinderschuhen im Flur. Also räume ich fix das Gewürzregal aus und sauge die Krümel weg, das war mir schon länger ein Anliegen. Danach wieder alles einsortieren und den Dreck vom Wohnzimmer-, Küchen- und Flurboden auch noch wegsaugen.


08 Uhr: Ich gehe in Begleitung Zähne putzen, Anziehsachen aus dem Schrank holen und Duschen. Nach einem kleinen Zwischenstopp an der Kaffeetasse geht es weiter auf die Kinderetage, um dort einen grossen Korb Wäsche zu sortieren und zu verräumen. Die kleine Begleitung spielt derweil im Bubenzimmer.


09 Uhr: Wieder im Wohnzimmer fallen mir meine gelesenen Bücher ins Auge, die sich hier stapeln und auch ein immer noch voller Umzugskarton. Darin der Trotzkopf von 1962, die Ausgabe mit allen Teilen. Der bleibt allerdings hier bei mir. Ich scanne ein Paar Bücher mit der App von Momox und bekomme einiges zusammen. Also suche ich noch einen passenden Karton im Keller. Dazwischen lese ich der Jüngste ein paar Kinderbücher vor.


10 Uhr: Mir knurrt der Magen und ich werfe Brot in den Toaster. 1. Frühstück für mich, 2. Frühstück für die Jüngste. Danach schleppt der Nachwuchs ein Buch von Feuerwehrmann Sam an und mir fällt der Beitrag ein, den ich für morgen noch fertig machen will. Leider klappt es nicht, dass die Jüngste spielt und ich tippe. Also mache ich ihr kurz eine DVD an.


11 Uhr: Der Schreibkram ist erledigt, draussen ist ekliges Waschküchenwetter und ich beschliesse, mich ein wenig mit dem inzwischen wieder fiebernden Kind hinzulegen. Schnell noch 3 Dinge abgespült, die nicht in die Spülmaschine gepasst hatten, was trinken, dazwischen hier ein wenig weiterschreiben und Fenster zu machen.


12 Uhr: Ab ins Bett.


14 Uhr: Vor 30 Minuten hat mich die Jüngste geweckt. Ihr scheint es besser zu gehen; in den vergangenen Tagen schlief sie mittags mindestens 2, eher 3 Stunden. Kaffee für mich, Snack für sie. Dann drucke ich den Paketschein für die Bücher aus, whatsappe dem Mann kurz und gehe los mit der Jüngsten. Zum Glück hat die Post nach der Mittagspause schon wieder offen.


15 Uhr: Wir kaufen ausserdem neue Wäscheklammern (es waren einige für den Geburtstag der June drauf gegangen) und ein paar Kleinteile im Supermarkt. Auf dem Rückweg gibt es Milchschnitte. Es hat 25 Grad und ist immer noch eklig feucht draussen; ich bin platt und froh, als wir wieder daheim sind.


16 Uhr: Der Countdown in meinem Kopf fängt an zu laufen, weil die restliche Meute bald einfallen wird. Wasser sprudeln, die neuen Johannisbeeren und die Trauben waschen, alles zusammen mit ein wenig Knabberkram bereitstellen. Dazwischen für mich selbst einen Tee kochen. Die Jüngste fährt mit dem gepimpten Pukywutsch über die Terrasse. Sie darf einen alten Taschenrechner behalten und gibt ihn nicht mehr her.


17 Uhr: Alle sind wieder da bzw die ersten Kinder schon wieder unterwegs. Ein Buch kaufen, in der Nachbarschaft spielen etc. Ich hänge platt auf dem Sofa rum; 10 Minuten ohne alles und vor allem auch ohne Jüngste auf mir/ an mir. Sehr selten! Ich vergleiche die roten Punkte auf ihrer Haut mit Bildern aus dem Netz: Masern, Röteln, Ringelröteln und Windpocken schliesse ich aus. Aber sie hat jetzt auch Punkte unter den Füssen – es wird wohl HandMundFuss sein. Bingo! Dann muss ich mich nochmal aufraffen: Das Abendessen wartet. Also dessen Zubereitung. Gemischter Salat, geröstete Kerne, 2 Putensteaks in Streifen, Mozzarella, gedämpfter Brokkoli, Oliven und Kräuterbaguette. Festessen!


18 Uhr: Wir rufen die letzten Kinder zum Tisch. Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb, guten Appetit. Nach dem Essen steht die grosse Waschung an; ich mag heute mal ganz für mich alleine den Tisch und die Küche machen, so dass der Mann die Kinder badet.


19 Uhr: Sandmann- Zeit. Schlafenszeit. Oder auch: Trinkzeit. Pipizeit. Sportsachenpackzeit…


20 Uhr: Ich sitze immer noch am Bett der Jüngsten und überlege, ob ich ihr nicht doch noch ein Zäpfchen gebe. Aber eigentlich geht es ihr ganz gut, Temperatur nur knapp über 38 und sonst war sie auch fit. Auf mich warten noch das Hochladen dieses Beitrages, mehrere Überweisungen und dann endlich Feierabend! Ich höre den Mann wieder heimkommen, der hoffentlich noch die Wassermelone für das morgige KiTa- Frühstück kaufte, die ich heute Nachmittag nicht bekam. Es gab nur angeschnittene in Plastikfolie und die finde ich ein wenig eklig. Die Jüngste schläft! Also kurz an den Schreibtisch und dann aufs Sofa!


Was die anderen heute so gemacht haben? Klickt mal rüber zu Frau Brüllen, die sammelt die Beiträge und erzählt auch von ihrem Tag!


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