Mal ehrlich: Kinder und Schuhe

Dieser Artikel kann aufgrund von Markennennung, Verlinkung und sichtbaren Marken unbeauftragte Werbung enthalten

Kinderschuhe – gar kein leichtes Thema, sollen Kinder doch am besten barfuß herumlaufen, um die Muskulatur zu stärken und die noch recht weichen Knochen vor Verformungen zu schützen. Und doch braucht jedes Kind mehrere Paar Schuhe (anschmiegsam und biegsam, damit der Fuß gut abrollen kann) mehrmals im Jahr, von Gummistiefeln über Winterschuhe bis hin zu Sandalen und das immer wieder neu, da kommt einiges zusammen – vor allem in kinderreichen Haushalten ;)

Ich habe hier inzwischen zwei Kartons rumstehen mit abgelegten, aber recht gut erhaltenen Schuhen, doch nicht immer passt es bei uns mit der Fußform und der Jahreszeit. Mal ganz davon abgesehen, daß der Bub keine pinken Sandalen auftragen mag ;)

Kinderfüße wachsen ständig – oder in Schüben!

September 2018: Neben Wintersachen habe ich auch Kinderschuhe sortiert – wem passt welches Paar und wer braucht neue?

Gummistiefel und dicke Winterstiefel, bei denen klappt es mit dem Weiterreichen meist ganz gut, auch farblich (sofern sie nicht kaputt sind und Feuchtigkeit hineinlassen).

Sandalen für die Mädchen gehen noch gerade so, denn die kaufe ich in der Regel mit zwei verstellbaren Riemen (über dem Spann und auch vorne an den Zehen) und außerdem kann man gut sehen, wie der Schuh am Fuß sitzt. Allerdings sind die Sandalen oft nach einem (manchmal schon nach einem halben) Sommer durch; übrig bleiben zweite Paare oder schicke, die für besondere Anlässe gekauft wurden.

Sneaker, Sportschuhe und Lederschuhe sind jedoch Glückssache (Passform, Geschlecht und Jahreszeit). Bei Hausschuhen überleben hier allerhöchstens die von uns daheim (weil sie nicht so oft getragen werden, Stoppersocken tragen die Kinder lieber und im Sommer eh barfuß); die aus der KiTa sind nach spätestens 6 Monaten abgerockt, verschmutzt und einfach nur durch.

Spätestens nach 6 Monaten heißt es neue KiTa-Hausschuhe und mit den alten ab in den Müll!

Am liebsten sind mir natürlich Schuhe, die die Kinder alleine anziehen können, also welche mit Klettverschluss oder zum Reinschlüpfen. Schleifenschuhe hatte hier zuletzt nur die Jüngste im Winter und natürlich die große Tochter, die ja als Viertlässlerin fit ist im Schleifebinden.

Als ich am Jahresanfang wegen dem nahenden Frühling plötzlich gut ein Dutzend Schuhe/ Stiefel kaufen musste, überschlug ich mal grob:

Jährlicher Schuhbedarf eines meiner KiTa- Kinder:

  • Gummistiefel: mindestens 2 Paar ungefüttert (KiTa und daheim) plus 1 Paar gefüttert (KiTa)
  • Hausschuhe: 2 Paar für die Kita, meist 1 Paar daheim (im Sommer barfuß)
  • Lederschuhe: in der Regel ein Paar pro Jahr (entweder im Herbst oder im Frühjahr gekauft, die halten dann größentechnisch ca. 7 Monate; da sie mit Winterstiefeln oder Sneakern/ Sandalen abgewechselt werden, halten sie recht lange)
  • Winter-/ Schneestiefel: 1 Paar
  • Sneaker: mindestens 1 Paar (siehe Lederschuhe)
  • Sandalen: mindestens 1 Paar (weil Wachstum oder runtergerockt)
  • gerne noch ein weiteres Paar Sommerschuhe für Terrasse/ Garten
  • ggf. schickere Schuhe für einen besonderen Anlass (Hochzeit, Einschulung etc)
  • ggf. Wasserschuhe für Schwimmbad oder Urlaub
  • ggf. Sportschuhe für den Verein

Bei 3 KiTa- Kindern und einem Grundschulkind kommen da eine Menge Schuhe zusammen… Puh!


Schuhe gebraucht kaufen?

Viele machen das; vor allem Markenschuhe aus Leder halten bei guter Pflege nicht nur ein Kind, sondern mindestens 2 Kinder durch – es hängt aber auch sehr von der Benutzung eines Bobbycars, dem PukyWutsch oder Rollern ab, bei denen die Kinder auch gerne mal mit der Kappe bremsen.

Außerdem haben gute Kinderschuhe auch ihren Preis: Eine flexible Sohle, eine gute Ableitung von überschüssiger Wärme und Feuchtigkeit und chromfrei gegerbtes Leder kosten verdammt viel Geld.

Ich persönlich schaffte es in den letzten Jahren nur selten bis nie auf den Flohmarkt und auch Online- Verkaufsbörsen sind nicht so meines. Inzwischen gibt es aber die Möglichkeit, neben Kleidung auch Schuhe zu mieten (z.B. bei Räubersachen).

Großes Contra- Argument beim Gebrauchtkauf: Der Schuh passe sich innerhalb kürzster Zeit an den Träger (und ggf. seine Fußfehlstellung) an und das sei schlecht für den Fuß des Nachfolgers. Auch hyghienisch ist das natürlich so eine Frage, wobei gute Schuhhersteller Einlegesohlen zum Nachkauf anbieten.

Daher schaue ich mir die Innensohle (Wie sehr hat die Fußsohle Spuren hinterlassen?), die Aussensohle (Ist sie intakt oder gebrochen? Ist sie gerade oder etwa schräg abgelaufen?) und auch die Passform (Wie sehr ist der Schuh verformt?) immer genau an, bevor ich Schuhe für später zurücklege – oder gebraucht kaufen würde. Aufgrund von Abnutzungsspuren oder Beschädigungen kann ich bei Weitem nicht alle Schuhe aufbewahren, die wir angeschafft haben.


Hat der Kinderschuh die passende Größe?

Leider gilt auch bei Kinderschuhen, dass die selbe Größe nicht die selbe Innenlänge bedeutet, schon gar nicht bei unterschiedlichen Herstellern.

Im Inneren sollen die Zehen aber vorne noch mindestens 10 bis 12 Millimeter Platz haben, besser 15 bis 17mm, damit der Fuß gut abrollen kann.

Da die Kinder gerne die Zehen beim Drücken auf die Schuhspitze einziehen, ist das wenig geeignet, um den verbleibenden Platz einschätzen zu können.

Inzwischen gibt es Schuhmessgeräte, die den Platz im Inneren des Schuhs genau ausmessen können (z.B. Clevermess für Länge und Breite oder z.B. Plus12 für nur die Länge).

Ich persönlich kaufe nur Schuhe, wo ich die Zehen entweder sehen kann (bei Sandalen) oder die Innensohle herausnehmen und das Kind darauf stellen kann – notfalls geht es auch mit einer Pappschablone, die ich anhand des Fußumrisses ausschneide und in den Schuh hineinlege.

So überprüfe ich auch zwischendurch, wie sehr die Füße gewachsen bzw. wann neue Schuhe notwendig sind. Ein bisschen ungenauer, aber dennoch hilfreich: Wenn es vom Hersteller eine Größentabelle oder für jede Größe einzeln einen Umriß zum Ausdrucken gibt.

Je nach Fußform und auch je nach Schuh finde ich es allerdings schwierig mit den mindestens 12mm Platz nach vorne. Gerade bei schmalen Füssen sind die Modelle rar, die dann am Spann und an der Ferse eng genug sitzen. Schmale Kinderschuhe im Weit-Mittel-Schmal System sind sowieso selten im Laden vorrätig und müssen extra bestellt werden, aber wir fanden z.B. bei Superfit, Sausewind und Däumling von sich aus schmal geschnitte Modelle.

Mehr zum Thema Paßform und falsche/ richtige Größe könnt Ihr hier bei den Kinderärzten im Netz nachlesen.

Hilfestellung bei der Entscheidung, ob ein Schuh passt oder nicht gibt es hier beim Forschungsteam des österreichischen Bundesministeriums.

Dieses Modell haben wir nun zum 3. oder 4. Mal in fortlaufenden Größen gekauft: Robuste Lederschuhe mit Klettverschluss und herausnehmbaren Innensohlen – müssten allerdings mal wieder geputzt werden ^^

Online oder offline Kinderschuhe kaufen?

Ich persönlich halte wenig davon, mir Massen von Ware nach hause zu bestellen und einen großen Teil davon wieder zurück zu schicken. Natürlich ist zuhause anprobieren super, die Kinder sind dann entspannter und ich auch, aber es verbrennt einfach viele Ressourcen: die ganze Energie für den Transport und meine, wenn ich mich um die Abwicklung und die Rücksendung kümmern muss. Ich hoffe trotzdem sehr, daß zurückgeschickte Schuhe wieder in den Verkauf kommen (was ja leider nicht bei jeder Retoure der Fall ist).

Wir kaufen daher meistens im Kinderschuh- Fachgeschäft (die Beratung ist einfach unglaublich gut) und in letzter Zeit auch öfter mal im örtlichen Schuhgeschäft. Wenn ich das gleiche Modell nochmal größer kaufen möchte, greife ich allerdings gerne auch Online zu, genauso wie bei Gummistiefeln oder Schläppchen.

Kürzlich bestellte ich z.B. online Sneaker für zwei Kinder, weil ich im Vorfeld wusste, wie die Marke generell ausfällt und die Sohle herauslösen konnte (das geht leider auch nicht immer); das Paar für das dritte Kind bestellte ich online nach einem ausgedruckten Paßform- Umriss.


Und wie hält man nun Ordnung im Schuh- Chaos?

Tja, das ist eine gute Frage.

Ich habe meine beiden Aufbewahrungskartons sortiert nach Gummi-/ Winterstiefeln und im anderen Karton sind alle anderen Schuhe und Schläppchen.

Im Eingangsbereich haben wir gar nicht so viel Platz, um alle Kinderschuhe des täglichen Bedarfs ordentlich aufzustellen/ wegzuräumen. Meistens liegen sie wild durcheinander und etwa einmal am Tag werden alle in die große Kiste geworfen, die zu diesem Zweck neben der Haustür steht.

Vor der Terrassentür liegen/ stehen/ stecken auf einem Stiefelständer dann alle andere Paare bzw. die Gummistiefel.

Meistens zumindest.

Also wenn mal kurzfristig aufgeräumt ist…

Schnelle Ordnung im Eingangsbereich mit einer großen Kiste für Schuhe. Da können schon Kleinkinder beim Aufräumen mithelfen!

Kleiner Tipp zum Abschluss:

Für die Kennzeichnung von KiTa- Schuhen benutze ich Namensaufkleber mit extra Schutzfolie darüber und gegen Entenfüße gibt es zweigeteilte Aufkleber mit lustigen Motiven.


2 Gedanken zu „Mal ehrlich: Kinder und Schuhe

  • 7. Juni 2019 um 11:29
    Permalink

    Moin 0.2, als Vater von mehreren Kindern meine ich mir erlauben zu dürfen auch meinen Senf dazu zu geben. 1.) wir kaufen gebrauchte Schuhe – über eine Online-Versteigerungsplattform – und das quasi wahllos. Wir haben uns auf eine recht hochpreisige Marke festgelegt und bieten bei Schuhen (inzwischen sind wir mit der seit Jahren bestehenden Strategie bei den Größen 30 – 34) ab 1€ mit und zwar exakt 1€. Randomisiert kommen also bei uns Schuhe zum Portowert+1 an. Wir sind Finalnutzer – die Schuhe sind nacher durch, auch wenn sie nur einen Vornutzer hatten. 2.) Gummistiefel nur diese Schaumstoff-Gummistiefel vom Discounter mit herausnehmbaren Innenvlies – ohne Innenvlies 😉 Dicht, leicht, abwaschbar und auch als Schöpfgerät zu verwenden 3.) Haufenhaltung – bei 7 Personen im Haushalt hat der Besuch Verständis – und im Zweifel auch schnell die passenden Gummistiefel.

    Antwort
    • 7. Juni 2019 um 11:54
      Permalink

      Das klingt pragmatisch und praktisch, vor allem bei den ersteigerten Schuhen ^^ Bei hochpreisiger Markenwaren hat man ja in der Regel Größentreue und weiss, welch gute Qualität man bekommt!

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Okay!