12 von 12 im Januar 2022

Mittwoch in der zweiten richtigen Januarwoche und der erste Mittwoch mit Schule.

Ein Tag in der Pandemie, die nun schon fast 2 Jahre dauert und an dem die Inzidenz in Wuppertal nun bei unvorstellbaren 650 liegt. Vor einem Jahr waren 100 schon krass, ab 165 gab es Wechselunterricht und jetzt wird einfach zugesehen, wie stark der Anstieg noch werden kann.

Heute vor genau eine Woche liess ich mich zum 3. Mal impfen und alle Kinder (bis auf die Kurze, die ist ja noch deutlich unter 5 Jahre alt) wurden auch zum 1. Mal gegen Corona gepiekst.

Nach dem üblichen Trara am Morgen gebe ich mir einen Tritt in den Arsch und suche Unterlagen für die Steuererklärung zusammen. Für die von 2020 wohlgemerkt.
Ich bin fast durch mit dem, was ich mir vorgenommen hatte, da ist auch das Küken wieder wach. Das hatte ich zwischendurch hingelegen müssen.
Spätes Frühstück für mich.
Snackteller mit Fingerfood für sie.
Kurzes Nachgeben einer gerade abgrundtiefen Müdigkeit, die aus meinem Gefühl resultiert, schon länget nur noch für Betreuung und Pflege der Kinder zu leben. Aber hilft ja nix, es muss ja weiter gehen.
Hilfsmittel- Versuch Nr. 369 für den Sohn: ein bebilderter Tagesplan. Die grosse Uhr, die ich ihm rundum mit entsprechenden Symbolen versehen und über seinem Schreibtisch aufgehangen hatte, lebte nur bis zu seinem 2. großen Wutanfall (10 Tage nach Fertigstellung).
Für die Abgrenzung der Tageszeiten nehme ich diese bunten Ordnerlaschen, schneide aber die Lochung ab. Fertig werde ich allerdings nicht mehr heute.
Da der Mann heute von zuhause aus arbeiten kann, kann er die Kurze übernehmen und ich hole die Mädchen ab. Im Auto läuft „Alles wird gut“ bzw „Der letzte Song“ von Felix Kummer und in diesem seltenen Augenblick alleine mit mir selbst BIN ich einfach nur noch dieses Lied: „Ich wär‘ gerne voller Zuversicht. Jemand, der voll Hoffnung in die Zukunft blickt. Der es schafft, all das einfach zu ertragen.
Ich würd‘ dir eigentlich gern sagen:
Alles wird gut“.

Aber dann kommt schon der nächste Song und mir fällt ein, dass der Sohn eigentlich noch ein Schreibheft bräuchte und mehrere DIN A 6 Hüllen für die Impf- und Genesenennachweise auch super wären. Und schon bin ich da und muss das erste Kind einsammeln…

Außerdem machen wir einen Schlenker beim Bäcker vorbei, unser Brot ist schon wieder alle, die Mädels sind hangry und ich hatte auch noch nix seit dem Frühstück. Um kurz vor 17 Uhr gibts dann zuhause noch die restlichen Teilchen und Kuchen :)
18:15 Uhr steht ein schnelles Abendessen auf dem Tisch: dem Sohn hatte ich Mini- Pizzen versprochen und die Nudeln vom Vortag gibt’s gebraten mit Ei.
Das Küken freut sich gar sehr, als es für sie ins Bett geht.

Doch an Ruhe ist dann leider nicht zu denken, denn ich höre, wie es auf der Kinderetage rund geht. Der eh schon sehr angriffslustige Sohn macht genau da weiter, wo er beim Abendessen aufhören musste und es endet mal wieder in einem Angriff auf eine seiner Schwestern. Ich bekomme das alles nur aus dem Schlafzimmer durch die Tür hindurch mit. Nach 90 Minuten Einschlafbegleitung und einem missglückten Versuch mich Rauszuschleichen schaffe ich es endlich mal bis ins Wohnzimmer. Noch eben eine Rechnung überweisen und eine Nachricht verschicken, da schreit auch schon wieder die Kurze und hört auch leider nicht auf.

Mein Abend ist damit gelaufen, auch kein Yoga mehr für mich. Dabei mag ich meine begonnene 30 Tage- Challenge sehr und merke, was es für einen Unterschied macht. Stattdessen suche ich im Mädchenzimmer mein Tablet (um es mit ins Schlafzimmer zu nehmen) und natürlich ist es fast leer. Immerhin reicht es der Kurzen, dass ich mit im Raum bin. Ich bin gespannt, wie unruhig die Nacht wird…

Aber zuerst ein Blick in „Eldorado KaDeWe“, der recht neuen Serie in der ARD.

Mehr Tage in 12 Bildern sammelt Caro auf ihrem Blog!

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