Daumen hoch!

Erinnert Ihr Euch ans Daumen drücken im Januar?

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So, nun ist alles unterschrieben wieder hier bzw. abgegeben und ich kann endlich mehr erzählen!!!

Für zwei Kinder wird es nach den Sommerferien definitiv einen Neuanfang geben: Für die June haben wir einen Platz an der Wunschschule ergattert und hoffen, dass sie sich dort auch wohl fühlt.

Die Jüngste wird für ihre letzten beiden Jahre in eine andere KiTa wechseln. Wir sind so unzufrieden mit der immer schlechter werdenden Betreuung in unserer städtischen Einrichtung. Aufgrund von Krankheit und unbesetzten Stellen ist der Ausnahmezustand seit Wochen leider zum Dauerzustand geworden.

Ständig werden Gruppen zusammengelegt oder eine Erzieherin ist zeitweise alleine mit der ganzen Gruppe. Die Kinder sitzen auch öfters rufend auf dem WC und kein Erwachsener kann kommen, um zu helfen. Es fehlt immer mehr Personal, gleichzeitig wurden die Gruppen über die Jahre aber immer größer (Auflage der Stadt). Ausflüge werden deswegen nur noch mit den Vorschulkindern gemacht und das gemeinsame Gruppenfrühstück (bis vor letztem Sommer noch jede Woche, inzwischen nur noch monatlich) fiel wegen Personalmangels wieder ganz aus im Januar. Jetzt im Februar ging es auch wieder unter.

Als wir dann auch noch hörten, dass die beste Freundin der Jüngsten wechseln wird, wurde mir ganz anders.

Meine Kleine wird nach den Sommerferien die KiTa ohne die vertrauten Geschwister besuchen müssen, außerdem hatten beide Bezugserzieherinnen schon im Sommer letzten Jahres die Einrichtung verlassen – eben wegen schlechter Arbeitsbedingungen. Und dann soll sie ab August auch noch ohne beste Freundin zurück bleiben?

Wie soll ich das meiner 3jährigen nur beibringen?

Tja, und dann kam der Zufall oder Karma oder eine andere höhere Macht ins Spiel: Als die Mutter besagter KiTafreundin ihre Verträge unterschrieben in der neuen Einrichtung abgab, fiel ein kleiner, aber feiner Nebensatz “Ach übrigens, es wäre noch ein Platz bei uns in derselben Altersgruppe frei”.

Daraufhin bekam ich einen aufgeregten Anruf von der KiTafreundinmutter und danach ging es mit klopfendem Herzen in eine Eltern- Initiative zum Anschauen, Besprechen und schlussendlich auch zum Unterschreiben.

Unsere beiden Mädels werden also zusammen wechseln und auch wenn sie nicht in die gleiche Gruppe kommen sollten, dennoch sehr viel Zeit in der wesentlich kleineren Einrichtung miteinander verbingen können.

Jipppieh!!!

Seit letzter Woche ist nicht nur unsere Bedarfsanzeige bei der Stadt zurückgezogen (eigentlich suchten wir schon für letztes Jahr neue KiTa- Plätze in der Nähe – aber wessen Bedarf rechtmäßig “gedeckt” ist, darf sich bei städtischen Einrichtungen ganz hinten anstellen), sondern auch die Kündigung des (nun) alten Platzes ist an den betreffenden Stellen angekommen.

Anfangs wollte ich sie gar nicht schreiben, haben wir doch den Buben im August 2013 als ersten dort eingewöhnt, dann August 2015 die June und zuletzte August 2017 die Jüngste und dort wirklich viel, viel Schönes erlebt.

Aber dann gingen ja im Sommer 2019 kurz hintereinander beide Bezugserzieherinnen weg aus unserer Gruppe, dann gefiel es der nachfolgenden Gruppenleitung nicht und es kam wieder ein neues Gesicht, während andere Erzieherinnen ebenfalls weggingen. Schlussendlich gibt es wegen mangelnder Nachbesetzung keinen Personalpuffer mehr, der Krankheitsfälle auffangen kann.

Als dann kürzlich wieder die Bitte an uns Eltern herangetragen wurde, die Kinder wenn möglich wegen des Personalmangels zuhause zu lassen, war mein Herz plötzlich gar nicht mehr so schwer: Die Jüngste hat noch 2 1/2 Jahre bis zur Einschulung!

Nur die Gespräche mit Gruppenleitung und Leitung der Einrichtung war noch einmal ein Angang für mich; wir wissen, wie sehr sie und alle Kolleginen sich seit Monaten anstrengen, wie sehr auch ihnen eine pädagogisch wertvolle Arbeit fehlt und dass sie gefühlt gegen Windmühlen kämpfen.

Zum Glück gab es viel Verständnis und vor allem auch ein wenig Freude, dass die beiden kleinen Freundinnen zusammen bleiben werden.

Im Sommer werden wir uns also schon komplett von “unserer” KiTa verabschieden und die beiden Mädchen bei einem Neuanfang begleiten.

Wie aufregend!


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