Wochenende in Bildern | 25./26.07.2020

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Die vergangene Woche ist verflogen mit meiner Urlaubsvertretung im Büro (eigentlich im Homeoffice) und mit vielen Gedanken zur Ausgestaltung der nächsten Wochen (Abschiedsgeschenk KiTa? Fotodokumentation Urlaub nicht zu lange aufschieben! Zahnarzttermin, und direkt noch ein zweiter zum Anpassen der Knirschschiene in 10 Tagen. Yogakurs für Schwangere gebucht, aber kommt er zustande? Planung Einschulung June? Wo soll die Wickelkommode hin? Und wie soll sie überhaupt aussehen? Hilfe, ich habe nix mehr zu lesen! Ach, die Große schreibt aus ihrem Papa- Urlaub und vermisst mich… und und und).

Also alles wie immer ;)


SAMSTAG

Kaffee an Zeitung, daneben (nicht im Bild) Kinder an Müsli.

Eigentlich sollte der Mann ausschlafen dürfen, aber der Sohn kann sich mal wieder nicht zurückhalten und weckt ihn mehrfach (trotz ausdrücklichem Verbot).

Heute muss ich Haare waschen und freue mich schon auf meinen Friseurtermin in zwei Wochen, da wird einiges ab kommen. 10 Zentimeter mindestens, eher mehr. Vielleicht sogar kürzer als “gerade noch eben Pferdeschwanz” – also ein richtiger Kurzhaarschnitt. Ich schwanke noch, weil sich weniger Arbeit und häufigeres Nachschneiden-lassen-müssen nicht aufheben dürfen (vor allem, wenn das Baby mal da ist). Bald ist Halbzeit!

Mit der June drehe ich dann zu Fuß eine Runde durch das Ortszentrum:

Plastikpfand wegbringen, vorbestellte Bücher in der kleinen Buchhandlung abholen, Supermarkt (vor allem für die Mittagessen am Wochenende), Obst- und Gemüsestand (die letzten Erdbeeren und die erste Zwetschgen) und zuletzt noch das Geburtstagsgeschenk für die Jüngste besorgen. Es muss zum Glück nicht bestellt werden und ich kann wieder einen Haken auf meiner sehr vollen To Do- Liste machen :)

Hier meine Bücherbeute <3

Von links nach rechts:

Deine Geschichte beginnt hier* (Verlag ars edition)

Neues Baby, neues Babyalbum! Wobei sich dieses Erinnerungsalbum weniger auf die Schwangerschaft, sondern mehr auf die Jahre (!!!) danach konzentriert. Bei den anderen Kindern hatte ich mich immer dumm und dusslig gesucht, um ein Babyalbum zu finden, dass bis über den 1. Geburtstag hinaus geht – genau diese Zeit habe ich nämlich immer recht ausführlich hier auf dem Blog festgehalten, aber das Danach fehlt dann einfach. Das neue Album hier bietet nicht nur hübsch vorgestaltete Seiten an, sondern diese gehen auch bis in die Teenagerzeit!

Klare Empfehlung auch als Geschenk zur Geburt!!!

Kira Gembri: Ruby Fairygale* – Die Hüter der magischen Bucht (Loewe Verlag)

Das Fantasy- Buch für Kinder ab 10 Jahren ist das Geschenk zum Zeugnis für die Älteste, die Teil 1 Der Ruf der Fabelwesen* einfach nur fantastisch fand und schon sehnsüchtig auf das Erscheinen des zweiten Bandes gewartet hatte… Der kam aber erst diese Woche raus und war schon lange von mir vorbestellt.

Hjorth und Rosenfeldt: Die Toten, die niemand vermisst* (rororo Verlag)

Der 3. Fall für Sebastian Bergman. Band 1 Der Mann, der kein Mörder war* fand ich noch ein kleines bisschen langatmig erzählt, aber am Ende wollte ich mehr von ihm lesen. Band 2 Die Frauen, die er kannte* hatte ich mit in den Urlaub genommen und war dort leider nach wenigen Abenden durch gewesen (tolles Finale!!!). Nun musste Nachschub her, und zwar schnell ;)

Lina Bengtsdotter: Hagebuttenblut* (Penguin Verlag)

Dafür hatte der Mann Werbung in einer Zeitschrift gesehen, die ich mir im Urlaub in Ermangelung von Lesestoff für den Strand gekauft hatte. Wie ich allerdings jetzt gesehen habe, handelt es sich wohl um eine ganze Serie rund um Charlie Lager und Hagebuttenblut ist schon Band 2. Vielleicht sollte ich mir zunächst noch Band 1 Löwenzahnkind* besorgen?

Mein Magen knurrt, die Kinder haben auch schon wieder Appetit und so gibt es hübsche, bunte und vor allem vitaminreiche Teller (links ich, rechts für die Kinder):

Danach fange ich mit dem Teig für einen Pflaumenkuchen an bzw. mit dem Zwillingsteig (ein Hefeteig und ein Mürbeteig, die nacher miteinader vermischt werden). Das Rezept von Chefkoch_de war mir via twitter empfohlen worden.

Außerdem wiege ich schon die Zutaten für die Streusel ab.

Mir schwant schon etwas, weil der Hefeteig nicht richtig aufgehen will, aber das Wetter heute ist auch komisch. Gestern der Pizzateig war mit der ersten Hälfte des Hefewürfels allerdings wunderbar aufgegangen.

Etwas Warmes muss für mich und die Kinder her, daher schmeisse ich schnell ein paar Nudeln ins Wasser. Stilecht mit zweierlei Sorten Ketchup (wer mag).

Dabei stelle ich den Hefeteig kurz in den lauwarmen Backofen, vielleicht reicht dieser Schubs?

Eine Stunde später bin ich es leid und verarbeite die Teige weiter, halte die nochmalige Gehzeit ein und schiebe dann alles in den Ofen. Ich hatte mich schon an den Kommentaren orientiert und statt 200 Grad für ca. 50 Minuten nur 180 Grad Umluft und 40 Minuten eingestellt, aber trotzdem ist der Kuchen unten und am Rand leicht verbrannt. Gnarf.

Da der Mann gerade von seiner Unternehmung wieder gekommen ist, gehe ich mißmutig für einen späten Mittagsschlaf ins Bett, was den Kater allerdings sehr freut. Die Katzen ruhen sich ja jetzt tagsüber fast durchgehend aus und sind dafür die ganze Nacht auf Tour.

In meiner 90minütigen Abwesenheit war das Kuchenblech unangetastet geblieben (die Kinder hatten Bullerbü schauen dürfen); ich probiere also alleine ein Stück und wenn man den Rand abschneidet, schmeckt er sogar ganz okay. Das Rezept kann ich so allerdings NICHT weiter empfehlen.

Zu Abend soll es für uns Eltern einen großen Salat geben, wozu ich gerne Ofengemüse mache (da bleibt der Herd sauber und am Schnibbeln bin ich eh).

Inzwischen packe ich die harten Sachen (Paprika, Möhren, halbierter Knofi und Zwiebeln) mit Olivenöl und Rosmarin zuerst für 20 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Backofen und ergänze erst dann die weicheren Sachen (Zucchini, Süßkartoffel, Champignons).

Nach weiteren 20 Minuten sieht das Ganze dann dann so aus und ist in der Regel fertig:

Dazu einen fetten gemischten Salat mit Rettichsprossen oben drauf!

Am Abend beseitigen wir das Chaos in den zwei Kinderzimmern und die June zeigt mir stolz das gemalte Abbild ihres Lego- DOTS- Armbandes*, von denen ich mehrere für Regenphasen im Urlaub gekauft hatte und die die Mädchen wirklich gut beschäftigen! Ähnlich wie Bügelperlen ist es eine ganz schöne Friemelarbeit und es war gut gewesen, daß ich direkt eine Dose zur Aufbewahrung der kleinen Teile eingepackt hatte.

Später am Abend trifft sich der Mann mit einem Freund und ich schaue Irgendwann ist auch mal gut in der ZDF- Mediathek (Abteilung: Das kleine Fernsehspiel) und heule am Ende Rotz und Wasser, weil der Film so gut ist.

Der Bestatter Karsten bekommt von seinen Eltern an Weihnachten mitgeteilt, daß diese aufgrund der fortschreitenden Parkinson- Erkrankung des Vaters demnächst in den Freitod gehen möchten. Es geht in dem Film um Selbstbestimmung und Selbstbestimmtheit, um Elternliebe und Egoismus, um den Umgang mit dem Alter und mit unheilbarer Krankheit und eben auch um vieles, was man gerne von sich weg schiebt, bis es einen unweigerlich einholt – ich fand ihn einfach sau gut.


SONNTAG

Den Vormittag verdaddeln wir mit Kinderfernsehen bzw. ich mit dem ersten Teil dieses Blogbeitrages und der Fertigstellung unseres Urlaubsfotobuches.

Danach überlegen der Mann und ich, was wir machen und schlussendlich fahre ich alleine mit June & Jüngster in den Landschaftspark Duisburg Nord, weil ich da immer schon mal wieder hinwollte (nach 20 Jahren oder so) und der Mann will das Busticket, so kann er mit dem Sohn ggf. noch einen Ausflug machen.

Der Landschaftspark entstand um und in einem stillgelegten Hüttenwerk, das von 1901 bis 1985 Roheisen für die Stahlindustrie produzierte. So richtig Ruhrpott eben.

Das heutige Industriedenkmal bietet nicht nur imposantes An- und Ausblicke (früher konnte man durch die Hochöfenanlagen sogar noch hindurchlaufen), sondern auch ganz viel toll gestaltete Landschaft und für Kletter- wie auch Tauchfreunde ganz besondere Reize.

Der Eintritt ist kostenfrei!

Vor allem auch in der Dämmerung ist der Besuch aufgrund diverser Lichtinstallationen und einem besonderen Gruselfaktor sehr aufregend.

Schon der Parkplatz mutet sehr nach Industriebrache an. Bei der Abfahrt nach Hause entdecken wir hinter den Gebäuden noch einen BMX- Platz, der aber auch von Besitzern kleiner ferngesteuerter Autos als Rennpiste genutzt wird. Sowieso sind die weitläufigen Flächen für vielerlei Aktivitäten, Hobbies und auch zur Entspannung geeignet.

Wir futtern aber erst einmal den eingepackten Pflaumenkuchen, der wirklich nochmal ordentlich saftiger ist als gestern.

Unser erster Weg führt uns zum Info- Center, das sich im ehemaligen Hauptschalthaus befindet. Unter diesen riesigen Spulen befindet sich die Theke, an der wir für einen Euro eine Karte erwerben, da die App des Parks leider nur für IOS verfügbar ist.

Und dann lassen wir uns treiben bzw. lasse ich die Mädchen entdecken.

Ausgehend vom mittig gelegenen Cowperplatz (auf dem diverse Food- Trucks in gebührendem Abstand stehen) laufen wir einfach los, mitten hinein in alten Stahl, in rissigen Beton und durch dicke Mauern hindurch.

Für die Kinder ein Abenteuer, für mich einfach nur faszinierend: Wie laut das hier früher gewesen sein muss! Wie stickig, wie heiss, wie schmutzig und wie anstrengend die Arbeit wohl war! Und wie bitte ist das ganze Metall hier hin gekommen, daß nun immer noch in dicker Materialstärke hier steht und munter vor sich hin rostet?! Und wie geil erobert sich bitte die Natur die Flächen wieder zurück, wie hübsch sind einige Bereiche mit Pflanzen und Wegen gestaltet worden?!

Auf der Suche nach einem Spielplatz finden wir zuerst den hinter den Klettergärten, doch der ist leider hoffnungslos überfüllt bzw. einfach zu voll für mich in der momentanen Situation.

Also laufen wir weiter und beobachten nach einer kurzen Obst- und Kaffeepause auf der Piazza Metallica diverse verkleidete Gestalten, die die Industriekulisse als Foto- Set benutzen.

Von dort aus lotse ich die Kinder weiter Richtung Emscher, zuerst hoch hinauf auf und dann über den Gleissteg und dann unten an der Emscherpromenade die ganze Strecke wieder zurück. Leider ist der dortige Wasserspielplatz außer Betrieb (genauso wie die Aufgänge in die Hochöfen), aber mir sind die teilweise hohen Stege schon Nervenkitzel genug ;)

Zum Auto spazieren wir dann mit schon recht müden Beinen durch die grüne Parkanlage entlang des Klarwasserkanals, an dem wir noch ein ganzes Stück hätten weiter flanieren können. Aber nach 4 Stunden mehr oder weniger durchgehend laufen und treppauf/ treppab reicht es uns allen. Leider habe ich keinen Fitnesstracker; die Höhen- und Laufmeter hätten mich wirklich mal interessiert!

Zuhause holen wir das versprochene Eis nach und dann werfe ich die Restnudeln vom Vortag sowie ein paar Schnupfnudeln in die Pfanne, außerdem auf Wunsch der Jüngsten noch ein paar Spiegeleier und zusammen mit dem restlichen Salat von gestern ist das Abendessen schnell fertig.

Uff.

Gleich vielleicht noch einen Film, denn die Tatort- Wiederholung kennen wir schon. Dabei auf jeden Fall Beine hoch!


Euch wünsche ich nun einen guten Start in die neue Woche!

Mehr Wochenenden in Bildern sammelt der Blog Grosseköpfe


2 Gedanken zu „Wochenende in Bildern | 25./26.07.2020

  1. Anna Antworten

    Wow, finde ich toll, die Idee einen alten Industriepark so zu nutzen! Mal ein anderes Familien-Ausflugsziel.

    • FrlNullZwo Autor des BeitragsAntworten

      Man darf nicht vergessen, dass das Areal riesig ist und auch nicht das einzige im Ruhrgebiet. Überall stehen noch Überbleibsel aus der Kohlezeit “herum”, oft auf kontaminiertem Untergrund und vor allem auch in einer Umgebung, in der durch das Ende der Zechen viele Arbeitsflächen wegfielen.

      Die Zeche Zollverein in Essen ist z.B. ein weiteres tolles Ziel, allerdings habe ich sie nicht ganz so rostig in Erinnerung ^^

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