Im letzten Monat | Dezember 2018

Rote Rücklichter, weisse Scheinwerfer, blauzuckendes Tatütata und gelb blinkende Warnlichter – alles doppelt weil gespiegelt im nassen Asphalt. Es regnete häufiger, Schnee gab es nur ein einziges Mal. Insgesamt war auch dieser Monat wohl ein bisschen zu warm.

Anfangs kann ich nur die trüben Seiten sehen und zählte die Tage bis zu den Weihnachtsferien. Trotz dem ganzen Kram, der vorher noch zu absolvieren ist (Weihnachstfeiern, Geburstagseinladung, Besorgung der Geschenke etc). Wir versuchten ein bisschen Fahrt aus dem Monat zu nehmen und den Kindern mit den Adventskalendern, dem Adventskranz und ganz viel Vorlesen von Märchen ein wenig den Weihnachtszauber zu erhalten.

Abendliches Vorlesen von Märchen

Einen Samstagabend aber bin ich aus gewesen, einen Abend nach dem Büro (und nachdem ich ein wenig Stunden aufholen konnte) habe ich eine Freundin getroffen, dann war ich einmal mit einer alten Kollegin und sogar mehrfach mit einer neuen Kollegin in der Mittagspause essen. Das war sehr schön, wenn auch wieder zusätzlicher Stress. Positiver Stress!

Aber eigentlich wartete ich die ganze Zeit auf eine schriftliche Bestätigung, die sich dann durch 2 Tage Kindkrank (mal wieder die Jüngste, bei der ich somit alle 10 Tage komplett ausreizte – die anderen Tage übernahm dann der Mann [aber nicht deswegen]) und Abwesenheit des obersten Chefs noch ein wenig mehr verzögerte. Doch schlussendlich hielt ich das Papier in der Hand und konnte es endlich auch hier erzählen: Das Jahr 2019 würde für mich Elternzeit bedeuten. Viiiiel Elternzeit. Keine einfache Entscheidung (und auch keine einfachen Umstände), aber eine gute Entscheidung für uns als Familie.

In der Dunkelheit losfahren, in der Dunkelheit heimfahren – ganz bald Geschichte!

Es kam dann auch direkt ein Zettel aus der Schule der Ältesten: Ende Januar endet der Unterricht bereits um 10 Uhr und es war das 1. Mal, dass ich “Mein Kind braucht keine Betreuung in der OGS” ankreuzen konnte. Das war ein sehr schönes Gefühl!

Stressig war dagegen der Umstand, dass wir uns und den Buben am Monatsanfang dann noch an einer weiteren Schule vorstellten, was wieder einen Termin mit Kind und einen nur für uns Eltern bedeutete. Und Schriftkram. Und wieder Hoffen. Und schlussendlich kurz vor Weihnachten auch hier die Absage und damit endlich eine Entscheidung. Und mit dieser Entscheidung sind nun einige Umstände ab August 2109 klar: der Schulweg des Buben, weiterhin KiTa- Fahrdienst des Mannes, die gewünschte Anzahl der Stunden in der OGS (nur wenige), meine Aufgabe der Hausaufgabenbetreuung etc. Es wird sehr ungewohnt sein und der Herbst nochmal ein großer Umrbuch für uns alle werden.

Ruhige Weihnachten

Kurz nach Weihnachten kam dann eine sehr erfreuliche Mitteilung: Unsere Steuerrückzahlung von 2017 ist bearbeitet und schon auf dem Konto eingegangen! Die Summe wird einen schönen Anteil der Dusch- Sanierung ausmachen, die für Januar terminiert ist. Wir hatten 2017 durch den Hauskauf und die Teilsanierung viele Handwerkerrechnungen, die wir neben den üblichen KiTa- Kosten absetzen konnten *yay* Es war ein kleiner Felsbrocken, der mir wegen der Finanzen und der Elternzeit vom Herzen fiel.

Gegen den ganzen Stress und schon lange auf meiner Wunschliste: Ich habe wieder mit Yoga angefangen. Zuhause mit YouTube- Videos via Laptop ans TV gekoppelt und teilweise auch mit niedlicher Begleitung schaffte ich es 2 Mal die Woche für 30-45 Minuten auf die Matte und merke schnell erste Erfolge: Weniger Muskelkater und eine bessere Haltung. Namaste!

Die Jüngste macht mit!

Wir feierten ein recht entspanntes Weihnachtsfest, aßen gut und freuten uns über schöne Gaben; genauso ging es dann zwischen den Jahren weiter und auch Silvester verbrachten wir als Familie: mit vielen Knabbereien, mit Kindersekt und Cremant, mit Sketchen im TV und Wunderkerzen auf der Terrasse. Den eigentlichen Jahreswechsel erlebten der Mann und ich mit Jüngster auf dem Arm am Fenster stehend, denn die Nachbarn böllerten und liessen Raketen steigen ganz so als gäbe es bei uns in der Strasse besonders viele Geister zu vertreiben. Die Mittelkinder liessen sich davon nicht wecken; die Älteste verbrachte Weihnachten wie auch Silvester bei ihrem Vater.

Dinner for one an Silvester

Möge das neue Jahr viel Gesundheit, liebe Menschen und viele schöne Augenblicke für uns bereithalten! 2019 wird wieder ganz anders!


FrlNullZwo

Als Fräulein Null.Zwo schreibe ich einen Blog über meine Patchworkfamilie: Frau + Mann + SchulKind (09/2009) + VorschulKind (11/2012) + KiTaKind (06/2014) + KleinKind (08/2016) Gestartet hatte ich den Blog über meinen Alltag und die Probleme als alleinerziehende und Vollzeit berufstätigen Mutter einer kleinen Tochter. Nachdem ich meinen jetzigen Partner kennenlernte, bekamen wir drei gemeinsame Kinder und leben nun als 6-köpfige Patchworkfamilie zusammen – mit Höhen und Tiefen und allem, was dazu gehört!

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