Outtakes – Das Beste und die Reste vom Feste

Die Älteste hatte Heiligabend vor dem Essen einen halben Nervenzusammenbruch, weil in dem einen allerersten Geschenk nicht das drin war, was sie sich so sehnlichst gewünscht hatte. Sie dachte, das wäre alles an Geschenken und weinte bitterlichst. Ihr ersehntes Hatchimel hat sie zwar auch nach der 5. Bescherung nicht bekommen; aber das war dann gar nicht mehr so wichtig…

Wir hatten viel zu viel Getränke gekauft: Es wurde an beiden Festtagen keine einzige Flasche Bier getrunken, stattdessen Rotwein von der Schwiegerfamilie und fast ein ganzer Karton Sekt von meiner Familie. Lag aber auch etwas daran, wer fahren musste und wer nicht. Die Kinder killten mehrere RobbyBubbles sowie Fantas und blubberten beide Abende sehr viel Quatsch.

Die Älteste hat mir vor dem 2. Abendessen sooo schön beim Eindecken geholfen und wollte auch unbedingt aus einem Sektglas ihre Limonade trinken. Sie wird gross!

Nächstes Jahr gibt es statt Adventskalender nur für jedes Kind einen einzigen Strumpf, den ich dann jeden Abend mit einem Schokolädchen befülle. Nochmal so ein Stress mit Plünderungen mag ich nicht haben… Beim Zerschneiden des einzigen Kalenders, der es bis zum 24. schaffte, gab es aber nochmal Spass für die Mittelkinder!

Der Mann hat über alle 3 Feiertage Smartphonegefastet und stattdessen mit der Tageszeitung geraschelt.

Als ich Heiligabend mit der June vom Bäcker kam, überholte uns kurz vor unserem Zuhause ein Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn. Er war sehr laut, weil es schon recht still war. Ich hatte mir gerade vorgestellt, wie sich die Menschen nun langsam in ihren Häusern und Wohnungen auf die Bescherung und das Essen vorbereiten; plötzlich sah ich vor meinem inneren Auge wie die Jüngste die Treppe hinunter gefallen war oder sich der Bub an heissem Teewasser verbrüht hatte. Die beängstigenden Bilder wurde ich erst los, als ich unser warm leuchtendes Haus OHNE Krankenwagen davor erreichte und zuhause alle wohlauf vorfand. Was für ein Kopfkino!

Alle hielten sich daran, den Kindern nichts Süsses mitzubringen! Wahnsinn! Stattdessen gab es eine Stiege Mandarinen und eine Handvoll roter Äpfel – darüber haben wir uns sehr gefreut. Stattdessen bekamen aber wir Eltern jede Menge Süßkram – Lebkuchen (die der Mann so gerne isst), Pralinen und Schokolade. Das müssen wir nun gut verstecken :)

Der Mann und ich schenkten uns nur praktische Dinge, die wir uns aber schon lange wünschten: Ich bekam neue Pyjama- Hosen, allerdings welche aus dem Fachgeschäft für grosse Frauen (endlich kein Hochwasser mehr!) und mein Mann von mir eine elektrische Zahnbürste sowie einen schönen Schal. Von der Verwndschaft bekamen wir viele Leckereien, mehrere Ikea- Gutscheine (Hurra!) und einen Nachmittag Kinderbetreuung (DoppelHurra!). Für das Haus bekamen wir eine gewünschte Küchenuhr (die hat meine Tante aus einem Porzellanteller selbst gemacht) und ein tolles Windlicht. Ich bekam ausserdem ein gewünschtes Buch und muss damit meinen Vorsatz umsetzen, die Kinder mit meinem alten Wasserfarbkasten zu beschäftigen und mir selbst endlich mal meinen eingestaubten Auquarellkasten zu schnappen:

Ich selber schenkte mir eine Orthomol- Immunkur:

Auf ein gesundheitlich besseres 2018!


 

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