Wie sieht eigentlich Euer Kühlschrank aus? Wie kauft Ihr ein?

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Unseren aktuellen Kühlschrank brachte der Mann mit in die Bezieheung. Er ist 1,60m hoch und umfasst insgesamt 300 Liter (85 Liter Froster und 215 Liter Kühler).

Eigentlich kommen wir ganz gut mit dem Gerät aus, da die Kinder unter der Woche mittags alle in der Betreuung verpflegt werden. Ausserdem besitzen wir nur ein Auto, das der Mann unter der Woche mit auf die Arbeit nimmt.

 

Ich mag es gerne ordentlich!

Da wir in der Küche generell sehr wenig Platz haben und auch nichts im Keller lagern können, haben wir zwar immer ein paar Vorräte daheim, aber eben keine Massen. Dauerkonserven (eingelegter Fisch *igitt*) kaufen wir erst gar nicht und Kühlschrankleichen vermeide ich oder sortiere sie schnell aus (angebrochene Saucen und Dips werden innerhalb weniger Wochen verbraucht und 8 verschiedene Marmeladen oder 5 verschiedene Aufschnittsorten findet man bei uns auch nicht).

 

Linkes Bild: Wir haben ein schmales Regal (Molger von Ikea glaube ich) neben dem Kühlschrank für H-Milch, Säfte, kleine Wasserflaschen für unterwegs, ein paar Konserven (Dosentomaten, Babygläschen, Pesto, Rotkohl, rote Bohnen, Oliven etc, H- Sahne, Gnocchi, Thai- Saucen, Ketchup, Öl) sowie Kartoffeln/ Zwiebeln (in dem blauen Eimer, der steht weiter oben, weil das Baby ihn sonst ausräumt). Angebrochen stehen dort auch immer Kochbeutelreis, Ebly und jetzt auch die Getreideflocken fürs Baby.

Rechtes Bild: In einem schmalen Schrank unter der Küchenarbeitsplatte sind auf der unteren Ebene Mehl, Zucker und Backzutaten (in den Plastikdosen, die zum Umzug durch Glasbehälter ersetzt werden), Müsli, Nudeln, Reis und Dosen, die nicht mehr ins Regal passten (momentan Kokosmilch).

Mittleres Bild: Auf der oberen Ebene sind kleinere Verpackungen (meistens umgefüllt in alte Marmeladengläser) sowie ein paar Fix- Tütchen (Tomatencremesuppe für eine bestimmte Nudelsauce, Zwiebelsuppe für Zwiebelsahnehänchen aus dem Ofen und Sauce für Lachsgratin), Stärke, Backkakao und Milchreis.

Kaffee, Tees und Müsli stehen bei uns aus Platzmangel neben den Tassen im Geschirrschrank.

 

Unser Einkaufsverhalten als Großfamilie:

Wir kaufen in der Regel 1x pro Woche groß ein. Momentan mache ich das oft am Samstag, meistens gehe ich dann in den Aldi oder real (das hatte ich vor Jahren sogar auch schonmal verbloggt *KLICK*) und alle 2 bis 3 Wochen auch ganz groß zu dm. Wir sammeln Payback- Punkte und können diese dank Multiplikations- Coupons in nette Geldbeträge einlösen (alle paar Wochen kommen hier 20 bis 40 Euro zusammen).

Alle 4 bis 6 Wochen bekommen wir den Monatsbedarf an Windeln als Paket nach hause. Früher, als sich das Amazon- Sparabo noch lohnte, habe ich das auch schon gemacht. Danach dann per hand gekauft bei dm mit Sparcoupons direkt von Pampers und denen vom hauseigenen Treueportal. Jetzt dann also wieder per Paketbote und in vegan von Lillydoo.

Lebensmittel zu bestellen ist hier noch nicht so verbreitet, bei den Abokisten mit kompletten Mahlzeiten und auch den Online- Bio- Kisten stört mich ein bisschen der anfallende Verpackungsmüll. Die regionale Biokiste fiel vor 2 Jahren unserem Rotstift zum Opfer und wurde dann aufgrund meines Jobbeginns und dem ganzen Stress mit Hochzeit, Schwangerschaft etc. nie reaktiviert, da uns der Aufwand, diese Kiste auch entsprechend zu verbrauchen, einfach zu stressig war. Im neuen Haus dann vielleicht.

Vor 2 Monaten zog ein Wassersprudler mit Glasflaschen bei uns ein, da ich es pure Zeitverschwendung fand, dass der Mann so lange für den Kauf von Sprudelwasser ausser Haus war. Da wir nur welches aus Glasflaschen trinken und die Kästen dann echt schwer sind (und ich oft schwanger war), fuhr er fast immer und schimpfte oft, dass er deswegen abends nochmal los muss, wenn alle Kinder schlafen. Er konnte sich aber weder für einen Lieferdienst noch für einen Sprudler erwärmen. Den setzte ich ihm dann einfach vor die Nase und seitdem waren wir keinen einzigen großen Kasten Wasser mehr kaufen :) Naja, es wird dauern, bis sich der Sprudler amortisiert hat. Zudem kauften wir direkt einen zweiten Gas- Zylinder nach, um immer einen vollen hier zuhause zu haben. Aber die gesparte Zeit, die ist Hammer!

Kartoffeln und auch Eier kann ich 1x wöchentlich von einem fahrenden Händler kaufen, der dann mit seinem Pritschenwagen bei uns in der Strasse hält. Das klappt aber nur, wenn ich dann daheim bin oder der Tag kein Feiertag ist. Seine Kartoffeln schmecken nicht nur gut, sondern halten auch super. Das werde ich nach dem Umzug wohl echt vermissen.

Brot kauft meistens der Mann beim Bio- Bäcker Myska, das schmeckt und hält am Besten.

Ansonsten kaufe ich unter der Woche ein paar fehlende Kleinigkeiten oder auch frisches Fleisch und Gemüse öfter zu Fuß ein – auf dem Heimweg aus der Stadt oder als Grund, um zuhause rauszukommen.

 

So sieht unser Kühlschrank oft unter der Woche aus:

[Ohne Bild: Im Tiefkühler finden sich vor allem Rahmspinat, Fischstäbchen, Lachsfilets, Pommes und vielleicht auch 1 oder 2 Pizzen (für mich, wenn ich mittags unbedingt was essen muss). Zum Abpumpen und Einfrieren von Muttermilch kam ich bisher noch gar nicht richtig und statt der TK- Kräuter habe ich nun große Vorratsdosen mit Schnittlauch und Petersilie in getrockneter Form. Ich habe auch gerne ein paar Mahlzeiten tiefgefroren auf Vorrat (Eintöpfe oder ein Stück Lasagne), wenn mal nicht so viel Zeit ist oder einer alleine essen muss, da der andere unterwegs ist]

Und so direkt nach meinem Einkauf am Ostersamstag:

 

Einblick & Ausblick:

Momentan essen wir unter der Woche immer abends warm, die Kinder dann eben ein zweites Mal oder auch einfach nur eine Stulle. Ihr Essen in den Betreuungen ist wirklich mehr als okay, so dass wir abends mit gutem Gewissen auch „unsere Sachen“ kochen können, die sie nicht so unbedingt mögen. Am Wochenende koche ich oft am Samstag aufwändig und viel so dass wir sonntags auch davon zehren können :)

Noch sind die Kinder klein, aber auch jetzt schon bemerken wir gewisse Phasen, in denen sie uns fast die Haare vom Kopf essen. Ich bin gespannt, wie sich unsere Vorratshaltung ändert, wenn sie größer und vor allem Teenager sind; wenn wir plötzlich Vegetarier, Veganer oder einen picky eater mit am Tisch sitzen haben…

Woran ich gerne noch arbeiten würde, wäre die Sauberkeit des Geräts… *räusper* Ich tippe auf alle 3 Monate, wo ich die Böden und Fächer in der Spülmaschine sauber machen lasse und mal eben das Innere des Kühlschrankes auswische. Abtauen fand hier bisher nur alle 2 oder 3 Jahre statt. Es ist einfach soooo aufwändig, dann muss der Zeitpunkt passen und der Kühlschrank möglichst leer sein… Man kennt das, oder?!

Im neuen Haus werden wir endlich ein oder zwei Regalmeter für Vorräte im Keller haben, darauf freue ich mich schon sehr. Und wohl auch ein bisschen mehr Platz in der Küche. Dafür scheint mir der Kühlschrank in der übernommenen Einbauküche kleiner und sein Gefrierfach läppisch winzig. Vielleicht nehmen wir zusätzlich noch den Kühlschrank von hier mit (der hat aber „nur“ AA, das war damals das Neueste vom Neuesten), vielleicht kaufen wir uns eine energiesparende Gefriertruhe, mal sehen.


Wer kümmert sich bei Euch um diese Dinge? Wer bestimmt über Einkauf und Vorräte?

Habt Ihr vielleicht sogar noch Tipps für mich?


14 Gedanken zu „Wie sieht eigentlich Euer Kühlschrank aus? Wie kauft Ihr ein?

  1. Oh, das inspiriert mich dazu, das auch mal zu verbloggen – gutes Thema :) Bei uns kaufe momentan ich unter der Woche so 2-3x kleine Dinge ein und mein Mann meistens am Samstag, wobei ich sagen muss, dass ich recht planlos bin und der Kühlschrank recht schnell wieder leer wenn ich eingekauft habe :D

  2. Moin.
    Wir bekommen vom Wuppertaler Hof Kotthausen (http://www.biokiste-hof-kotthausen.de/Seiten/Homepage/) unsere Biokiste. Wir kommen damit gut zurecht und müssen nur bei Großveranstaltungen wie Grillen oder Geburtstagen Gemüse zukaufen.
    Ab Freitags kann man die Kiste bearbeiten und unverarbeitbares ( bei uns Selerie) rausnehmen. Wir sind seit Ende Januar zu fünft und ich koche jeden Abend für die Familie.
    Hof Kotthausen sind auch die Einzigen, die uns hier in Solingen Merscheid beliefern.
    Ich kann das Biokistenabo nur empfehlen!

  3. Liebes Fräulein Nullpunktzwo, sehr interessant, dein Artikel. Das Thema Einkauf nimmt ja so viel Raum ein, das kann man wohl sagen. Ich habe seit ein paar Monaten eine Biokiste bestellt, weil mir wie dir der Verpackungsmüll auf den Keks geht. Und da ich diese nach Bedarf umändern oder abbestellen kann, bleibt bei uns auch nichts mehr übrig. Ich koche dann auch das, was da gerade drin ist. Das Gemüse, das am schnellste weg muss, zuerst. Meinen Einkauf tätige ich dann demenstrechend. Bevor die Kiste kommt, mache ich mir einen Kochplan und schreibe mir die fehlenden Zutaten auf. Meist gibt es dann als erstes einen Salat, weil der ja nicht so lange haltbar ist. Die fehlenden Zutaten, die ich benötige, kaufe ich im Supermarkt und achte darauf, möglichst Glas statt Plastik als Verpackung zu wählen. Tomaten, Gurken und Co kaufe ich grundsätzlich ohne Plastiktüte und klebe das Etikett einfach auf das Gemüse. Kleinere Sachen kann man in Stofftäschchen abwiegen. Neulich habe ich ein paar Tipps zum Thema verbloggt: http://heuteistmusik.de/oekologischer-leben-mit-kindern/ Da erzähle ich auch, wie ich Feuchttücher für Babys einspare. Freue mich auf weitere Artikel von dir in dieser Richtung. Da kann ich immer viel lernen. Achso: das Thema Kühlschrankputzen finde ich so schwierig wie du… ob da noch jemand eine Lösung hat? Liebe Grüße von Laura

    1. Hallo Laura! Vielen Dank für Deinen Kommentar und auch das Teilen dieses Beitrags :)
      Mein Einkaufsverhalten hat sich in der Richtung auch schon umgestellt, dass ich Obst und Gemüse direkt mit Etiketten beklebe, immer Einkaufstaschen mitbringe etc pp. Leider ist im normalen Supermarkt verpacktes Obst und Gemüse oft billiger als loses, so habe ich zuhause dann doch wieder Verpackungsmüll. Denn zum Bioladen ist der Weg weiter, ich müsste umständlich mit dem Bus oder gar mit dem Auto fahren und teurer ist es oben drein. Das ist es dann für uns auch irgendwie nicht.
      Bezüglich der Biokiste fehlt hier momentan einfach die Zeit für solche Vorbereitungen bzw. essen wir dann doch nicht täglich warm oder sind auch mal mit mehreren Personen über ein Wochenende ausser haus. Aber den Salat haben wir damals auch oft als erstes gegessen!

  4. Hey, ich finde solche Beiträge immer Megaspannend, grade bei Großfamilien. Bei mir hat sich seit diesem Jahr eine Art Einkaufsroutine eingestellt, durch die Versuche saisonal und müllfrei einzukaufen sind das andere Rhythmen. Vielleicht schreibe ich dazu noch mal im Nachganz zu meinem FAstenzeitexperiment. Und bitte weiter Artikel aus dem „Großfamilienalltagsmanagement“ schreiben :-)

  5. Wir sind eine 4-köpfige Familie, ab Sommer dann zu 5. Bei uns wird meistens einmal wöchentlich groß eingekauft und einmal noch kleinere Erledigungen bzw. frische Produkte mit kurzer Lagerungszeit nachgekauft. Den großen Einkauf übernehme in der Regel ich, direkt nach der Arbeit. Da mein Mann früher Feierabend hat, holt er dann die Kinder ab. Die kleineren Einkäufe übernimmt öfters auch mal mein Mann, entweder abends wenn die Kinder im Bett sind oder auch mal am Samstag Vormittag.
    Wir haben einen ähnlichen Kühlschrank, wie ihr. Aber der ist schon ziemlich betagt. Wenn es mal ein neuer sein muss, dann träume ich von so einem 2-türigen… :)
    Ich habe immer einen Zettel am Kühlschrank, auf dem wir laufend Lebensmittel vermerken, die alle geworden sind oder fast alle sind. Da schreibe ich immer direkt drauf, damit nichts vergessen wird. Eine Freundin von mir arbeitet mit einer App, die auch ihr Mann einsehen kann. So sind alle immer auf dem Laufenden, was eingekauft werden muss. Werde ich vielleicht auch mal ausprobieren.
    Über eine Biokiste habe ich auch schon mal nachgedacht. Da will ich mich in der anstehenden Elternzeit mal mit beschäftigen, auch gibt es hier in der Gegend einen Bio-Fleischlieferanten, bei dem man tolle Fleischpakete bestellen und sich liefern lassen kann. Das will ich auch mal testen.
    Gerne hätte ich auch mal den Lieferdienst von Rewe oder Edeka ausprobiert – einfach um Zeit und jetzt in der Schangerschaft auch das Geschleppe zu sparen. Leider wird unser kleines Dorf am Stadtrand nicht mehr beliefert. Eine Freundin aus Potsdam nutzt den Lieferdienst von REWE und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

  6. Irre, dass Ihr zu sechst mit so einem „kleinen“ Kühlschrank und ohne Vorräte im Keller auskommt! Wir haben einen doppeltürigen Kühlschrank, der uns zu fünft oft nicht ausreicht. Im Keller stehen viele Vorräte und auch oben haben wir noch einiges in Schränken. Gefühlt aber viel zu wenig in der Küche, weil die auch so winzig ist.
    Eingekauft wird einmal wöchentlich groß und manchmal noch ein- bis zweimal klein, aber das versuche ich eigentlich zu umgehen.
    Lieferdienste finde ich total super und würde das wohl auch ausgiebig nutzen, aber so ländlich gibt es hier einfach nichts. Weder REWE noch irgendeine Bio-Kiste. Da vermisse ich das Stadt-Leben dann doch ein wenig…

    1. Wie gesagt, alle Kinder essen in den Betreuungseinrichtungen. Ausserdem ist der Laden nicht weit und einiges wird auf dem Heimweg mitgenommen. Lieferdienste sind schön und gut, allerdings muss man dann mit dem Müll auch klarkommen… Pfandsysteme sind da besser

  7. Hallo Frl. 0.2,

    dein Artikel ist bereits eine Weile her, trotzdem hat er mit zu einem eigenen Artikel zu dem Thema Einkauf in der Großfamilie inspiriert. Herausgekommen sind so wunderbare Erkenntnisse wie, wir verbrauchen 14 Liter Milch in der Woche und über 6 Kilogramm frisches Obst. http://kinder-kueche-kaufrausch.blogspot.com/2017/05/Einkauf-Grossfamilie.html

    Danke für den interessanten Einblick in euren Kühlschrank.

    Viele Grüße
    Mama Maus

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