Mein Wochenbettkörbchen

Seit heute bin ich offiziell in der 40. Schwangerschaftswoche und in einer Woche ist der errechnete Termin.
7 Tage nur noch!!!

Mit am wichtigsten im ganzen Nestbau sowie Kliniktaschen- Packen empfinde ich ein paar Utensilien fürs Wochenbett und diese ganzen „netten“ Dinge, über die sonst kaum gesprochen wird: Milcheinschuss, Wochenfluss, Geburtsverletzungen und so weiter und so fort. Iiih-bäh, aber sie gehören nun einmal dazu. Dafür mag ich aber nicht nochmal extra meinen Mann losschicken, deswegen ein paar Vorbereitungen meinerseits :)

Ausserdem verlief das Frühwochenbett bei meinen drei Kindern immer recht ähnlich: ich hatte teilweise fiese Nachwehen, kleinere Probleme wegen Dammverletzungen und stets einen heftigen Milcheinschuss.

Was ich also neben

  • Paracetamol & Ibuprofen gegen nachwehen und Geburtsverletzungen
  • großen Binden ohne Plastik (ich nehme für den Anfang immer Pelzi und dann CameliaNacht)
  • Oma- Schlüpper, die die großen Binden an ort und Stelle halten
  • meinen Stillarmand (so vergesse ich nicht, welche Seite zuletzt gestillt wurde)

hier in einem kleinen Körbchen bereit gestellt habe, zeige ich nun gerne einmal:

 

Wochenbettvorbereitung

 

1. Retterspitz- Tinktur:

Nachdem ich kürzlich mitbekam, wie doll eine Wöchnerin unter ihrem Milcheinschuss bzw einem beginnenden Milchstau litt, ging ich ganz schnell nochmal bei der Apotheke vorbei. Retterspitz mit rein ätherischen Ölen hilft nämlich nicht nur bei muskulären Problemen (z.B. durch sportliche Beanspruchung) sondern auch gegen Entzündungen – es wirkt damit auch super gegen schmerzende (Milcheinschuss-) Brüs*te, vor allem frisch aus dem Kühlschrank. Tipp für akute Fälle: mehrere Blätter  Küchenrollenpapier übereinander in Kreise schneiden, einen kleineren Kreis für die Brus*twarze aussparen, auf einen Teller legen und mit der Tinktur tränken.
Klappt auch mit Quark statt Tinktur, den haben wir eh immer da. Er kühlt noch mehr, „wirkt“ aber darüber hinaus kaum und macht mehr Sauerei ;)

 

2. Weleda Calendula Bad (nicht Creme- Bad!) und einen kleinen Meßbecher:

Geburtsverletzungen können die ersten Male beim Urinieren ganz schön brennen, daher sollte ein Becher zum Nachspülen schon mit in die Kliniktasche gepackt werden.
Ich gebe immer einen guten Schuß vom braunen Badezusatz in den Becher (Flasche vorher schütteln, weil sich die Kräuterauszüge gerne unten absetzen) und viel warmes Wasser dazu. Dann lasse ich es langsam beim Pipimachen von oben mit drüber laufen.
Wunderbarer Nebeneffekt: Ich fühle mich unten herum direkt frischer und sauberer! Der Wochenfluss ist und riecht ja wirklich sehr ungewohnt, wenn man nur Tampons gewohnt ist…

 

3. Tannolact Sitzbad:

Wenn so an Tag 4/5/6 nach der Geburt die erste Euphorie und das erste Babyblues- Tief hinter mir lag, rückten meist meine Geburtsverletzungen und vor allem die Dammnaht wieder mehr in mein Bewusstsein. Oft zwickte es, manchmal piekte oder schubberte es auch. In Absprache mit meiner Hebamme habe ich dann Sitzbäder mit Tannolact gemacht, um die Wunden und die Naht zu pflegen und bei der Heilung zu unterstützen. Dafür ziehe ich eine einfache Mülltüte über den beweglichen Teil der Klobrille (oder die ganze Toilette – je nach Größe der Mülltüte), drücke an entsprechender Stelle eine kleine Mulde, setze mich wie sonst auch auf die Toilette und gieße in die Mulde etwa halbes Päckchen Tannolact, das ich in einer Tasse mit warmen Wasser aufgelöst habe. Dann schütte ich vorsichtig so viel warmes Wasser nach, bis es kurz vor dem Überschwappen ist, aber viel braucht man da nicht mehr. Brizzelt dann kurz etwas an entsprechender Stelle, tut aber wahnsinnig gut!

 

4. Kräuterkissen (Marienbettstroh):

Dieses bekam ich von meiner Hebamme beim letzen Kind geschenkt. Es enthält verschiedene Kräuter und wird unter das Becken geschoben – ich habe es mir gemäss Hebammentipp aber auch gerne direkt unter mein Shirt auf den Bauch gelegt. Durch die Körpertemperatur entfalten die ätherische Öle ihre Wirkung bei Nachwehen, Stimmungsschwankungen, zur Rückbildung und zur Stärkung. Ausserdem wärmte es ganz angenehm – bei jedem Kind werden die Nachwehen ja fieser!

 

5. Diverse Kühl- & Wärmekissen:

Die brauche ich vor allem, um meine Brü*ste beim Milcheinschuss nach dem Stillen zu kühlen. Da werden die nämlich immer ganz schön heiss, wenn die Produktion plötzlich hochgefahren wird. Sind sie dann auch noch zu prall, helfen warme Auflagen vor dem Stillen, damit die Milch überhaupt und besser fliessen kann. Praktisch sind die kleinen Größen weil sie in den BH passen und ich damit herumlaufen kann. Ob die speziellen Brus*tkühlpads von Lansinoh besser sind als kleine quadratische, wird sich dann zeigen (die habe ich nämlich geschenkt bekommen).

 

6. Multi- Mam- Kompressen:

Diese bewahre ich neben den Kühlpads im Kühlschrank auf, da die mit Pflegestoffen getränkten kleinen Tücher dann nicht nur gegen die wunden Brus*twarzen helfen, sondern diese auch noch kurz kühlen. In den Still- BH gesteckt bleiben sie an Ort und Stelle und schmieren nicht so wie Bru*stwarzensalbe.

 

7. Stilleinlagen von Lansinoh:

Das sind ziemlich dünne, aber extrem saugfähige und dabei stets trockene Stilleinlagen, die mich schon durch die Stillzeit aller drei Kinder begleiteten. Sie tragen weniger auf als welche aus Watte und daher kommt mir nix anderes mehr ins Haus!

 


Habt Ihr auch einen unverzichtbaren Tipp für Euer persönliches Wochenbett? Also abgesehen von Ruhe, wenig Besuch und Lieferservice? ;)



 

29 Gedanken zu “Mein Wochenbettkörbchen”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: