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12 von 12 | Mai 2022

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Ein Donnerstag im Mai. Seit ein paar Tagen wird es endlich wärmer, doch in der letzten Nacht wird es geregnet und sich damit deutlich abgekühlt haben.

Davon weiss ich noch nichts, als ich in den frühen Morgenstunden immer wieder aufwache, weil das Kleinkind auf der Besucherritze so viel husten muss. Hat es sich schlussendlich doch beim Mann angesteckt, der schon seit kurz vor den Osterferien hustet und wo ich damals schon unkte, es würde beim ihm wieder mindestens 4 Wochen dauern, bis das weg ist.

Um viertel nach 5 schaue ich dann auf den Wecker und stehe mit dem Hustelinchen auf. Ich versuche die Ruhe im Haus für 15 Minuten „sunshine morning yoga“ zu nutzen. Klappt halbwegs.
Vor der Abfahrt zur KiTa und Schule müssen die mittleren Mädchen noch nach Tattoos kramen. Mich erinnert das daran, dass die Kleinste noch ein SOS- Armband braucht, was ich immer wieder vergesse. Der Sohn braucht dringend ein größeres Armband in Größe S-M, das muss neu her (schwarz) und mit den Daten für die Kurze auf der Plakette. Die June bekommt dann das Band der Ältesten (pink, in Größe S-M), die ihres nicht mehr braucht. Die 5jährige kann sich dann aussuchen, ob sie das Armband in Größe XS von June (pink) oder Bub (türkis) nimmt, die Kleinste bekommt dann deren altes Armband in XS (rot). Die beschriftetetn Metallplaketten kann ich easy zwischen den Bändern tauschen. Die Bestellung erledige ich, während der Sohn noch liest. Dann bringe ich ihn als letzten auf den Schulweg. Ich erledige Überweisungen, checke Kontostände. Bei der Krankenkasse komme ich nicht durch und vertage es auf morgen.
Ruhe im Haus. Ich räume auf und die Spülmaschine ein und aus, die Kurze spielt.
Ich schreibe die Einladungskarten für den Kindergeburtstag vor, die ich gestern besorgte.
Wir ziehen uns im Gegensatz zu gestern dick an, als wir kurz in den Ort gehen. Ich brauche Erdbeeren und Baguette. Letzteres gibt es heute Mittag mit Kräuterbutter zu grünem Salat und Couscoussalat, den ich gestern schon vorbereitete. Erdbeeren dann als Nachtisch oder am Nachmittag.
Nach meinem Frühstück und ein paar roten Früchten baut die Kurze immer mehr ab. Ich bin froh, dass sie so lange durchhielt und lege mich direkt mit hin. Die ganze Woche schon war eine Mittagspause immer nötig für mich, um die anstrengenden Tage (voll mit Terminen, voll mit Organisation, voll mit Wutanfälle des Sohnes) zu überstehen. Heute dann eben früher.
Ich werde nach einer Stunde geweckt, trinke Kaffee zum wieder wach werden, räume diverse Krusch- Ecken in der Küche auf, lagere Medikamente wieder an einen kühleren Ort um, lasse den Wasserkocher mit verdünnter Essigessenz entkalken und spüle diese beiden Kunststoffteile eben durch.
Kurze Sofa- Pausen- Kuschelzeit. Ich schalte die Küchenschlacht von gestern ein, da klatscht die Kurze immer so niedlich mit.
Ich schaue, ob die Wäsche schon trocken ist und stelle fest, dass das jahrelang unbeachtete Insektenhotel unter dem Dach nun bis auf ein einziges Röhrchen voll ist. Vor einigen Tagen entdeckte ich dort rege Betriebsamkeit von zwei Bienen, da war aber noch die Hälfte leer.
Die Grosse kommt gegen 14 Uhr heim und dann auch der Sohn. Ich schneide die frischen Sachen und etwas Baguette auf. Dazu steht noch Rohkost und Mini- Mozzarella auf dem Tisch. Wer Hunger hat, isst mit was er möchte.
Als der Sohn seine Hausaufgaben fertig hat, darf er eine Folge Lego irgendwas gucken (und ergänzt heimlich eine zweite, aber das ist mir dann gerade egal, weil Ruhe und so). Ich gehe mit der Kurzen auf die Terrasse, wo sie ein bisschen Erde entdeckt und diese ganz zufrieden in einen Eimer schaufelt. Die Älteste verabschiedet sich in den Ort um ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen. Wäsche abhängen, Wäsche aufhängen. Vogelgezwitscher. Schmetterlinge schauen auch vorbei.

Plötzlich ist der Mann mit den mittleren Mädels wieder da, der Sohn will unbedingt mit zum Schwimmen, so werden die Schwimmsachen ergänzt, der Mann isst einen Happen, wir anderen futtern Erdbeeren, plappernde und mampfende Kindermünder, Getrappel und Jacken anziehen, und dann ist das Haus auch wieder still.

„Und sie kann auch nicht Nichts tun“ Ich malte mittags schnell ein Schild, weil wir auf der Terrasse die Klingel nicht hören. Das ist dann auch fix laminiert, gelocht und neben der Haustür deponiert.

Die Jüngste werde ich gleich ins Bett bringen, bald darauf werden alle anderen wieder daheim sein. Wir werden recht spät zu Abend essen, aber dann Dank Schwimmbad hoffentlich einen ruhigen Abend haben.

Vor zwei Jahren dachten wir noch, diese Pandemie sei bestimmt bald/ nach dem Sommer vorbei. Vor einem Jahr sehnten wir unsere erste Impfung herbei. Heute sind wir 3x geimpft, 1x genesen und die Zahlen sind immer noch hoch, obwohl gar nicht mehr so viel getestet/ erfasst wird und fast alles gelockert ist. Ob Corona im Mai nächsten Jahres immer noch so viel Platz in unserem Leben einnehmen wird?


Mehr Tage in 12 Bildern sammelt Caro auf ihrem Blog!


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