Stillen – ein kleines Tagebuch (Woche 4 bis 6)

Teil 1 meines kleinen Stilltagebuchs (Woche 1 bis 3) kannst Du >>>hier<<< nachlesen

Woche 4:
Ich stille nach wie vor rein nach Bedarf. Leider hat das Junebug immer noch oft Probleme mit Verschlucken, weil ich immer noch zu viel Milch habe.
Trotz der Tasse Salbeitee, die ich nach dem letzten Hebammenbesuch an 3 aufeinander folgenden Tagen trank. Die Adern sind aber immer noch deutlich sichtbar auf meinem Dekolleté (also weiter Salbei) und der Milchspendereflex ist ebenfalls sehr heftig. Vor allem die dabei auftretende muskuläre Verhärtung unten an der Warze schmerzt – dagegen versuche ich jetzt wieder Magnesium.
Mit 3 Wochen und 5 Tagen zeigt die Waage 4550g beim Junebug an.
Ich stille nicht nur öffentlich im Supermarkt, sondern auch auf dem Stadtfest und bin jedes Mal sehr froh, direkt alles „griffbereit“ zu haben :D

Unser stiller Moment

Woche 5:
Gibts noch einen zweiten Babyblues?
Oder warum lief 2 Tage so viel schief?
Ich hätte mich am liebsten im Bett verkrochen.
Alles doof, alles Mist!
Mir fällt ein bisschen die Decke auf den Kopf, ich würde so gerne etwas fitter sein, aber habe abends immer noch oft Schmerzen wegen dem lädierten Beckenboden.
Versuchsweise schlafe ich nachts ohne BH und es geht gut! Kein Milchsee, kaum Nässe auf dem Shirt, das ist klasse!
Bei der U3 beim Doc werden 4660g notiert.

Woche 6:
Es scheint wirklich eine Hormonumstellung gegeben zu haben: Wesentlich mehr Milchproduktion nach Bedarf und kaum noch auf Vorrat! Das ist soooo viel angenehmer!
Allerdings sind die Schmerzen beim Milchspendereflex trotz Magnesium nach wie vor da; je länger die Stillpause desto stärker und stechender.
Die kleine June schaut nun ab und zu auch einmal zu mir hoch – diesen Blickkontakt hatte ich schon etwas vermisst. Die Stilldauer wird kürzer und der Stillabstand auch mal länger (nachts schon 2 mal mehr als 5 Stunden! Yeah!). Abends sitze ich oft lange auf dem Sofa weil die kleine June stillt, schläft, schaut, wieder stillt und döst. Das Ganze zieht sich dann über ein bis drei Stunden, bis sie dann richtig einschläft und sich ganz einfach in den Babybalkon umbetten lasst. Aber wenn ich auf diese Weise nachts zu meinem Schönheitsschlaf komme, beschwere ich mich nicht :)
Der letzte Besuch meiner Hebamme ist auch schon diese Woche gewesen: Mit 5 Wochen und 5 Tagen wiegt das Junebug knapp über 5kg!
Sie tippt wegen der Schmerzen beim Milchspendereflex auf einen sogenannten Vasospasmus (= Muskelkrampf) und empfiehlt dagegen hochdosiertes Magnesium sowie Schüssler Salz Nr. 7 Magnesium Phosphoricum. Viel mehr kann man da wohl nicht machen; es trifft v.a. Frauen, die in der Schwangerschaft Magnesium genommen haben.
Weiterhin nehme ich aktuell ein Vitamin B- Präparat und meine normalen Mama- Vitamine. Da habe ich ganz schön was zu schlucken!
In der Stillgruppe im Geburtshaus solle ich mal vorbeischauen, da gibts wahrscheinlich auch noch ein paar Tips von der Fachfrau.
Ich darf meine Hebamme aber bei anderen Stillfragen /-problemen jederzeit anrufen, das ist wirklich beruhigend. Ein wenig nimmt mich das nämlich doch mit, so schnell ist das Wochenbett vorbei und ich bin ganz auf mich allein gestellt!
Die Gyn empfahl mir z.B. Stillhütchen… ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, was das bringen soll. Nein Danke! Stillhütchen hatte ich bei der grossen Tochter und bin sehr froh, dass es auch ohne geht. Dann beisse ich lieber die Zähne zusammen!

Für die nächsten Wochen steht also Stillgruppe auf dem Programm, ich will im Liegen stillen ausprobieren und mich auch bald mit dem Thema Abpumpen befassen. Mein Radius wird zwar langsam größer, aber mal so alleine aus dem Haus mag ich auch irgendwann wieder. Da ist vor allem auch eine Füllung vor einiger Zeit rausgefallen und müsste bald mal gemacht werden…
Aber eins nach dem anderen ;)

Hat hier vielleicht jemand von Euch Erfahrung oder Tips bzgl diesen Muskelkrämpfen?
Und noch eine Frage: wenn man beim Stillen im Liegen einschläft, wie klappt es dass man das Baby nicht mit der Decke erstickt? Oder deckt Ihr Euch dann nur bis zur Hüfte zu und habt oben rum mehr an? Ich bin doch so eine Frostbeule ;)

Wie Ihr seht, auch beim Dritten Kind ist wieder einiges anders oder sogar neu für mich!

11 Gedanken zu “Stillen – ein kleines Tagebuch (Woche 4 bis 6)”

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