Website-Icon nullpunktzwo

Im letzten Monat | August 2021

Dieser Artikel kann aufgrund von Markennennung, Verlinkung und sichtbaren Marken unbeauftragte Werbung enthalten

Als das Wetter noch gut war, war ich mit der June gerne Fahrrad fahren. Also nur wenige Male, denn dann wurde das Wetter wie im April und man wusste nie, was kommt. Meist aber kam es nass von oben. Und ab und zu auch kalt. Und dann hatten wir sogar schon die Heizung an!!! Ich hatte aber doch so fest noch mit Sommer gerechnet!

Die Sonnencremes werden wir wohl nicht mehr brauchen. Alles ist noch mindestens halb voll (2 davon standen allerdings in Schule/ KiTa). Schade um die Ressourcen!

Kaum August, kaum 7 Monate alt, bescherte mir das Babymädchen einen Milchstau aufgrund ihres Stillstreiks. Den Beitrag dazu habe ich schon angefangen, aber dann überschlugen sich die Ereignisse (weiter unten dazu mehr).

Es waren sehr anstrengende 2 Wochen, vor allem die ersten Tage lief ich auf dem Zahnfleisch wegen der körperlichen Probleme, der Sorgen (ist sie krank?) und auch wegen der Hormone, die mich dann beim Abstillen durchschüttelten. Die ganze Familie litt darunter und ich war heilfroh, als sich 1 Wochen später alles ganz wunderbar eingespielt hatte mit Beikost und Pre- Milch aus der Flasche.

Aber was für ein Ritt! Uff!


Wirklich herzlich gelacht haben wir über die Serie „Andere Eltern“ in der ZDF- Mediathek! Wer ein Kind im Kindergartenalter hat oder vor kurzem hatte, sollte sich das definitiv nicht entgehen lassen!


Mein neues Hobby lenkte mich dann außerdem gut ab: Nähen!

Aus meiner Sorge hinaus, dass meine Mutter irgendwann mal nicht mehr „eben so“ die Vorhänge kürzen oder einen Riss im absoluten Lieblingskleid zusammen nähen kann oder, oder, oder entschied ich ganz spontan: Ich will das jetzt lernen!

Erstausstattung für Näh- Anfänger.

Ich bestellte nach kurzer Recherche ein solide Anfängermaschine von W6 Wertarbeit und zum Glück auch direkt Garn dazu. Befeuert durch Bewertungen a la „Tolle Ergebnisse als Newbie nur durch das Herstellervideo und ein Anleitungsvideo zum Schnittmuster“ machte ich es genau so und schaute in jeder freien Minute auf Youtube irgendetwas mit Nähen. Ich entdeckte u.a. auch die Tutorials bei Makerist und hatte gewisse Dinge schnell verinnerlicht:

Ging ein Buch über Grundlagen des Nähens kaufen und eines mit Projekten für Kinder.

Suchte mit der June Stoff im Stoffladen aus und dazu jede Menge Zubehör: Stoffschere, Schrägband, Vlieseline, Watteline, Stecknadeln, Schneiderkreide…

Stoffeinkauf im Laden.

Ich erfuhr, dass Nähen, Stoff kaufen und Schnittmuster sammeln eigentlich alles eigenständige Hobbies sind ;)

Joa, und so fing ich dann an.

Ging auf Nahkampf mit dem neuen Gerät: Fummelte mit dem Einfädler herum, baute die Angst vor der stampfenden Nadel ab (behielt aber den Respekt) und konnte recht schnell einiges umsetzen: Probenähte, ein erstes Haarband und ein zweites und drittes kurz darauf. Dabei ein erster Unterfadensalat, Erkenntnisse über die Daseinsberechtigung eines Rollschneiders und den unterschätzten Platzbedarf für Stoffe und Co.

Allererste Stiche mit der Nähmaschine. Mit MEINER Nähmaschine.
Erste kleine Projekte: Scrunchies

Weil das aber alles so gut klappte, tat ich mir nur 5 Tage nach Ankunft meiner Maschine dann doch das gemeinsame Nähen eines Stifterollmäppchens in einer Mütterrunde an, was erstaunlichen Spass machte und sehr erfolgreich endete. So war das zweite Rollmäppchen für die Wachsmaler am nächsten Tag fabriziert und die June selig.

2 Rollmäppchen in 48 Stunden
Links für Wachsstifte und -blöckchen, rechts für dicke Buntstifte.

Ich verkleinerte einen Kopfkissenbezug von 80×80 auf 40×80 und nutzte den Abschnitt aus der guten Biobaumwolle für Zuschnitte für Utensilos, für die ich aber zuerst noch weiteren Stoff bestellte. Dazu etwas SchiSchi, weiteres Schrägband (alles hier bei Schöner Leben) und dann doch noch mal mehr Nähgarnfarben sowie Unterfadenspulen und einen Kasten für die Spulen (beim Maschinenhersteller). Ausserdem brauchte ich ganz dringend Labels!

Stoffeinkauf online.
Mein erstes Utensilo: zum Wenden, mit Zierbändern und Label!

Die Sommerferien endeten, wir meisterten den Einkauf von Schulmaterial und fanden auch die schon vor den Sommerferien bestellten Bücher wiedee. und ich freute mich wahnsinnig darauf, endlich mehr Zeit für mich zu haben: Yoga und Nähen und einfach mal Ruhe im Haus.

Die ersten 3 Schultage verliefen noch etwas ruckelig, aber mit äußerst glücklichen Kindern.


Dann kam der Geburtstag des Sonnenkindes, den wir ein ganzes Wochenende lang feierten, genau genommen sehr bunt, und den wir wieder kreativ in der Tonmalerei begingen.

Eingefärbter Kuchenteig für den Geburtstagskuchen

Tja und dann kam das Coronavirus in der Deltavariante daher und fraß sich durch unsere Familie.

Meine schlimmsten Ängste wurden wahr: Der Mann erkrankte (trotz doppelter Impfung) und lag tagelang nur im Bett, aus Gründen der Isolierung alleine.

Ich wuppte währenddessen die 5 Kinder (vor allem auch das fiebernde und verrotzte Baby), deren PCR- Tests sowie fast sämtliche Kommunikation mit Behörden, Bildungseinrichtungen und besorgten Verwandten und Bekannten allein. Achja, da waren noch die Katzen, das Nötigste im Haushalt und Nahrungsaufnahme inkl. Koordination der Einkäufe.

4 mal 24 Stunden- Dienst hintereinander.

Ich schlief mit dem Babymädchen auf einem Matratzenlager im Wohnzimmer, weil sich der Mann im Schlafzimmer am Besten isolieren konnte.

Nebenbei war kein Platz mehr für nix in meinem Kopf: kein Afghanistan, keine Klimakatastrophe, kein Wahlkampf. Achso, Briefwahl beantragte ich für uns beide. Und die Coronazahlen für Wuppertal behielt ich im Blick: stetig steigend.

Beschäftigung für Kinder: Nadelfilzen
Beschäftigung für Kinder: Pailetten stecken.

Dann bekam ich selbst sehr deutliche Symptome und zum Glück war da der Mann wieder auf den Beinen. Also halbwegs. Und es war klar, dass sich keiner mehr isolieren braucht weil eigentlich alle PCR- positiv waren.

Parallel fing der bis dato symptomlose Sohn an, sehr hoch zu fiebern und auch die eigentlich symptomlose June bekam die typische Schnoddernase. Einzig die Älteste war und ist ohne Symptome bisher.

Mein Nachttisch mit Klopapier. Taschentücher sind leer.

Mich haute es nicht ganz so um wie den Mann, aber platt war ich trotzdem sehr. Wie ein fetter grippaler Infekt, so fühlt(e) es sich an. Ich möchte nicht wissen, wie es ohne Impfung verlaufen wäre.

Mein PCR- Test war dann (welch Wunder!) ebenfalls positiv und dann verschwanden auch noch mein Geschmack und Geruchssinn. Im Hintergrund immer die bange Frage: wetden wir das alle unbeschadet überstehen oder wird uns noch Long Covid beschäftigen?

Immerhin werden wir so nun deutlich weniger sorgenvoll dem Herbst/ Winter entgegen sehen: wenn die Kinder alle genesen sind, werden sie wohl die nächsten Monate vor einer erneuten Infektion geschützt sein.

Und wir Erwachsene sind dann per se 2G.

Förmliche Zustellung der Quarantäneanordnungen, die bei Ankunft schon wieder veraltet sind.
Meine Selbsttests (oben Mund, unten Nase), nachdem ich vom Rachenabstrich wieder zurück war. Ich finde es krass, wie wenig der Mundtest anzeigt, der hier u.a. an die KiTas und Tagesmütter ausgegeben wird.
Ergebnis meines Rachenabstrichs (PCR).

Auf Twitter hatte ich über unsere Erlebnisse berichtet und war erstaunt, welch große Kreise das doch zog. Viele hatten sich wohl ähnlich sicher gefühlt wie wir, dass eine Impfung richtgen Schutz böte. Tut sie auch, allerdings mehr vor einem schweren Verlauf, als vor einer Infektion, der Ansteckung anderer oder Symptomen.

Ich war kurzzeitig überfordert mit der Redaktion der ganzen Antworten, Genesungswünsche und Hilfsangebote. Vielen Dank dafür ❤❤❤

Wie ich mir immer als worst case ausgemalt hatte, hat scheinbar die Infektion einer einzigen Person gelangt, um unsere ganze Familie zu erreichen. Aber ganz anders als gedacht kam die Gefahr wohl nicht aus einer Schule oder Kita der Kinder, sondern irgendwo aus dem Umfeld des Mannes. Woher genau, konnten wir immer noch nicht herausfinden, denn es ist dort kein Coronafall bekannt.

Es bleibt abzuwarten, ob und welche Schäden zurückbleiben.

Ich kann Euch nur diese Tipps an die Hand geben: Achtet auf Personen mit Symptomen von Delta, denn die unterscheiden sich wirklich von denen, die man eigentlich verinnerlicht hat:

Delta zeigt sich nur selten mit den klassischen Halsschmerzen oder dem trockenen Husten.

Ich persönlich halte auch nichts mehr von den Schnelltests, die im Mund gemacht werden. Nur die Schnelltests in der Nase haben bei uns deutlich und vor allem zuverlässig angezeigt.

Haltet Abstand und passt auf Euch auf!


Die mobile Version verlassen