Wochenende in Bildern | 14./15.03.2020

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Komische Tage sind das gerade mit der zunehmenden Anzahl von Menschen, die mit dem Corona- Virus bzw. Covid-19 infiziert sind. Mit einer Pressekonferenz am Freitag, die in Schul- und KiTa- Schliessungen ab Montag mündete, in geschlossene Sportvereine und in die Aufforderung seitens der Stadt, alle nicht dringenden Termine abzusagen. Wirklich viele stehen nun vor dem Problem, einerseits die Kinderbetreuung und gleichzeitig den Job sicherzustellen und zwar ohne die Großeltern mit einzuspannen. Mit vielen Gedanken meinerseits, was nun Panikmache und was notwendig ist, mit diversen Terminen in der kommenden Woche, die vielleicht gar nicht mehr stattfinden und mit Kindern, die noch nicht alle verstanden haben, dass sich unser Leben etwas ändern wird.

Doch jetzt am Wochenende war ganz normaler Alltag möglich, die Sonne schien durch die ungeputzten Fenster und ich glaube das ist auch der Grund, warum es sowas wie den “Frühjahrsputz” gibt: Nun sieht man den Dreck wirklich überall!


SAMSTAG

Der Tag beginnt um halb sieben und mit einer schönen Überraschung: Der Milchaufschäumer mag die Milch, die der Mann kaufte, sehr gut verarbeiten! Denn obwohl sich die einzelnen Vollmilchen mit 3,5% Fett kaum unterscheiden: Im Milchaufschäumer funktionieren einige super und andere leider kaum.

Mich sticht der Hafer und ich schnappe mir die Putzsachen, als der Mann aufgestanden ist: Bad unten komplett, Bad oben zum Großteil, Saugen im Erdgeschoss, die Küchenarbeitsplatte ist fällig, die oft benutzten Schranktüren und vor allem deren Griffe und auch ein wenig Ordnung auf der Ablage neben dem Esstisch. Der Wasserkocher bekommt zudem eine Essig- Kur verpasst.

Frühstück!

Eigentlich wollte ich ja die Bauklötze weggeben… nun werden sie doch wieder bespielt. Eine Tankstelle, bekräftigt die Jüngste. Sie dürfen vorerst bleiben.

Meine Bestellung für die Älteste bei Ubup (die verkaufen SecondhandMode, die man über Momox loswerden kann) kommt an. Ich bin begeistert von der Qualität und dem kleinen Preis! 27 Euro für 3 Jacken in Größe 164, eine davon sogar leicht gefüttert, das ist fantastisch! (Dafür gaben wir am Vortag für ihre neuen Schuhe umso mehr aus *seufz*).

Leider ist die Älteste schon bei einer Freundin, so dass sie die Jacken erst später anprobieren kann (Spoiler: Alle passen!!!)

Ausserdem kommt jemand aus meiner Twitterbubble das Gitterbett der Jüngsten abholen. Leider passt es doch nicht im Ganzen ins Auto, doch ich hatte in weiser Voraussicht schon den Akkuschrauber bereitgestellt.

Ich wirble nun in der Küche weiter und setze zunächst Gulasch auf, für das der Mann mit 2 Kindern am Vormittag noch beim Metzger gewesen war. Der Topf reicht dann wieder für mindestens 2 Familienmahlzeiten!

Parallel koche ich noch das heutige Mittagessen: Reis, Brokkoli, Zoodels mit Hähnchnen und für die Kinder knusprige Nuggets und etwas Rohkost.

Danach bin ich sowas von platt und brauche eine Pause. Der Mann bringt die June zu einer Freundin und geht mit den verbleibenden zwei Kindern noch etwas spazieren. Außerdem bringen sie auf dem Heimweg Berliner mit!

Am frühen Abend mache ich mit der Jüngsten eine kleine Session im Bad: Haare waschen und kuren, anschliessend duschen. Während die Kleine in den Schlafanzug schlüpft, mache ich mich schick für ein Treffen in der Stadt. Wir hatten meinen Geburtstag eigentlich viel früher nachfeiern wollen, aber einfach keinen Termin gefunden. Ich hatte lange überlegt, ob wir es nun wegen Covid-19 verschieben, mich dann aber schlussendlich dagegen entschieden. Wir treffen uns nur zu zweit, ich habe seit Ewigkeiten keine Gelegenheit mehr für Treffen abseits von Familie und Grundschule gehabt und die Stadt würde wahrscheinlich eh nicht voll sein. Außerdem weiss niemand, wann die nächste Gelegenheit sein wird.

Ich habe Lust auf ein Kleid und fühle mich wahnsinnig schick!

Der Abend war wunderbar, die Stadt wirklich halb leer und ein jeder darauf bedacht, seinen Abstand zu halten.


SONNTAG

Ich darf heute ausschlafen und tappse erst gegen 9 Uhr in Richtung Kaffeetasse.

Am Vormittag sortiere ich die Bastelsachen im Wohnzimmer, was direkt zum Anlass genommen wird. Der Bub schreibt lieber!

Der Mann vollendet, was ich gestern begann und kümmert sich um Rotkohl und Semmelknödel. Fantastisch!

2 Wäschekorbe standen oben im Weg herum… Bem Sortieren höre ich Podcast, dazu komme ich sonst kaum.

Ich darf nochmal ins Bett und beende mein Buch. Die Engelmacherin von St. Pauli hat sich wirklich gut gelesen, mit diesem kleinen Gänsehautfaktor einer wahren Begebenheit und war spannend erzählt.

Die zurückgekehrte June weckt mich und ist ein wenig schräg drauf, wahrscheinlich weil ihre Nacht vor lauter Pyjamaparty recht kurz war.

Der Mann geht nochmal kurz mit den Kindern vor die Tür und ich habe Gelegenheit, diesen Beitrag zu tippen.

Heute abend gibt es noch den Krimi und ab morgen habe ich dann fürs Erste alle Kinder daheim – ich war noch nie froher über meine Elternzeit!


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