Im letzten Monat | Oktober 2019

Der Oktober war ein guter Monat, zumindest was meine jahrezeitliche Empfindung angeht. Er brachte einen Vorgeschmack auf die fiesen Seiten des Herbstes, verwöhnte uns aber mit etlichen Sonnentagen, die meist noch recht warm waren.

Nun bin ich auch bereit für die kältere Jahreshälfte, die seit gestern schon anklopft (zumindest von den Temperaturen her). In weniger als zwei Monaten ist Weihnachten und dann ist das Jahr auch schon vorbei. Ups.


Haus & Hof:

Ich strich in einer Hau-Ruck- Aktion die beiden großen Fenster der Kinderzimmer (zumindest von aussen). Fehlen noch 4 quadratische… ob ich die noch vor dem Winter schaffe? Momentan fehlt mir einfach der Elan dafür.

Immer was zu tun im alten Haus!

Wir liessen uns einen neuen Trockner liefern, dieses Mal mit 8kg Fassungsvermögen und wieder mit Wärmepumpentechnologie. Ich bin zwar wieder nicht so 100% mit dem Flusen- Management zufrieden, hoffe aber, dass sich der Wärmetauscher nicht allzu schnell zusetzt bzw. besser reinigen lässt.

Unverschuldete Spider- App

Außerdem bekam das Handy der Ältesten endlich ein neues Display. Wir liessen es in einem großen Elektronikfachmarkt tauschen, wobei das Display den Preis eines ähnlichen, gebrauchten Smartphones knapp überstieg. Aber die Eltern der beiden Verursacherinnen waren meiner Meinung, dass die Suche nach einem neuen gebrauchten Handy plus dessen Einrichtung einfach zu viel Arbeit sei.

Danach liess die Älteste ihr Handy zwar unbemerkt im Auto liegen, was erst nach 3 Tagen und 3 Nächten auffiel, aber sie hatte Glück, dass es nachts noch nicht so kalt wurde (was sich jetzt am Monatsende ja ganz anders darstellt).


Kinder & Familienzeit:

Wir haben viel Herbstsonne getankt: Zuletzt auf der Museumsinsel Hombroich und in Kaiserswerth, 2 Wochen vorher am Stausee in Beyenburg.

Stausee Beyenburg in der Herbstsonne

An meinem Halsweh- Wochenende war der Mann zudem mit 3 Kindern zum Kartoffelfest nach Lindlar gefahren (leider sehr feucht und matschig), ausserdem hielten sie es an einem Regentag ganze 3 Stunden im Wuppertaler Zoo aus.

Die 2 Wochen Herbstferien haben wir deutlich gemerkt; einerseits verlief das Familienleben etwas entschleunigter als vorher und mit deultich mehr Unternehmungen, andererseits brauchte es ganz schöne Nerven wegen der teilweise gar nicht so harmlosen Streiche der Mittelkinder.

Damit der Bub nicht ganz aus der Übung kommt bzw. lernt, am Ball zu bleiben, haben wir ihn auch in den Ferien Schwungübungen machen und Zahlen schreiben lassen. Nach wie vor schimpft er über die Schule, Schule sei vulgär, die Schule solle abbrennen und er wäre doch schon soooo schlau! Ehm, nein. Mal sehen, ob sich das in den nächsten Wochen endlich bessert.

Die Jüngste hat in diesem Monat einen riesigen Satz gemacht. Zum einen malte sie mal eben so einen Kopffüßler, den ersten, den ich bei ihr sah (links bin ich noch ohne Haare, rechts dann mit türkisen Haaren)

Der 1. Kopffüßler der Jüngsten mit gut 3 Jahren

Dann war sie mehr oder minder vom einen auf den anderen Tag trocken. Tags wie nachts!!! So wie die June damals. Sie schien diesen Beschluss gefasst zu haben und möchte seitdem keine Windeln mehr anziehen (lässt aber begründete Ausnahmen glücklicherweise zu). Es klappt hervorragend: Zuhause, in der KiTa, draußen oder woanders zu Besuch.

Nach der KiTa geht sie nun manchmal zu einer KiTa- Freundin mit heim. Dieses Mal kam dann allerdings abends der Anruf, ob sie bittebitte endlich dort übernachten dürfe. Die Mutter erzählte uns schon öfter von dem Wunsch, den beide Mädchen immer wieder äußern würden und hätte super Lust, es auszuprobieren. Und so schlief die 3jährige ganz spontan die erste Nacht bei einer Freundin – ohne Windel, ohne Schnuller, ohne überhaupt etwas Vertrautes von zuhause. Und es klappte hervorragend!

Ganz überraschend vermeldete die June im Oktober ihren ersten Wackelzahn (einer der beiden Schneidezähne unten). Tja, seit dem letzten Wochenende hat sie eine grosse Zahnlücke, weil der Zahn daneben beim Öffnen einer Sportscup- Flasche mal direkt mit raus kam!

Ein Job für die Zahnfee!

Meine Freude war jedoch ein wenig verhalten, da die Zahnfee (die kommt hier nur beim 1. Milchzahn) noch überhaupt nicht vorbereitet war! Ich überlegte mir eine Nachricht, dass die Zahnfee sonntags nicht arbeitet, aber dann ging es im abendlichen Geschrei irgendwie unter und die Zähne verblieben in der Tasche des Mannes.

Aber am Abend danach wurden sie feierlich in einem verschlossenen Briefumschlag unter ihr Kopfkissen gelegt. Ehrfürchtig fragte die June, ob denn die Zahnfee auch wisse, dass sie bei ihr wegen der Zähne nachsehen muss. Da konnte ich sie zum Glück schnell beruhigen und tauschte in der Nacht den Umschlag gegen einen tagsüber besorgten Tintenroller und einen dicken Bleistift aus.

Was freute sie sich am nächsten Morgen!!! Sie hatte ihr Geschenk extra an Ort und Stelle gelassen und mich geholt, um es mir stolz zu zeigen. Auch in der KiTa fragte sie nach, ob sie die Stifte auch ausserhalb des Spielzeugtages mitbringen dürfe, um sie zu zeigen.

Ich bin fast zerflossen vor Niedlichkeit!!! Möge ihr dieser magische Glaube noch ein wenig erhalten bleiben!

Wir feierten außerdem den Kindergeburtstag der Ältesten mit 5 Freundinnen in einer Indoor- Sporthalle. Für die 10jährigen wie auch für mich war die Auswahl genial: Die Kinder konnten sich selbstständig austoben, ich las über 200 Seiten in meinem Buch.

Abends waren alle zufrieden :)

Die zweite Ferienwoche verbrachte sie komplett beider Papa- Familie, hatte aber trotz mehrmaligem Nachfragen viel zu wenig Wechselwäsche in ihrem Köfferchen. Zum Glück gibt es auch bei Papa eine Waschmaschine, wenn es auch etwas umständlich war.


Ich für mich:

245 Minuten in 8 Einheiten war ich im Oktober auf der Yogamatte – daran merkt man die mal gar nicht sooo langweiligen Herbstferien (sprich Kinder daheim) und meinen Infekt. Der hatte ich mich ja ein komplettes Wochenende aus der Bahn geworfen mit fiesester Schlappheit, einseitigem Halsweh und leichten Gelenkschmerzen.

Im Oktober konnte ich aber abends recht oft “richtigen” Feierabend machen, was wirklich gut tat. Ich sah zusammen mit dem Mann die Serie “Eine kleine Lüge” in der ARTE- Mediathek über eine Frau und Mutter von 3 Kindern, die nach der Entdeckung eines kleines Knotens in der Brust plötzlich wieder von Mann und Kindern wahrgenommen wird. Da ist es wirklich nur eine kleine Lüge, dass der Knoten, der sich dann als gutartig entpuppt, von ihr zu einer Krebsdiagnose ausgeweitet wird, oder?

Alleine schaute ich mir die Comedy- Serie “Fett und Fett” an, die eigentlich aus einem Projekt zweier Filmstudenten über das Leben Ende 20 entstand. Deren frei finanzierte Folgen sind in “Prequel/ Was zuvor geschah” zu sehen; die Fortsetzung mit richtigem Erzählstrang sind dann die bislang 6 Folgen der 1. Staffel. Frisch, anders und mit ein wenig Fremdschämfaktor, aber seeehr unterhaltsam!


Tom & Berry (catcontent):

Berry ist in diesem Monat unheimlich zutraulich geworden! Unglaublich!

Es begann damit, dass die Älteste sie streicheln durfte, vor allem wenn sie mit ihr spielte. Dann konnte auch ich sie immer öfter kraulen. Sie war neugierig, wenn Tom abends neben mir auf dem Sofa lag und schnurrte – sie traute sich immer näher selbst heran und wenn ich es geschickt (sprich ungesehen) anstellte, konnte ich sie dann auch kraulen. Inzwischen ist sie so zutraulich, dass sie alleine ankommt, um sich Streicheleinheiten abzuholen (die sie teilweise schon maunzend einfordert) und ganz bewusst unsere Nähe sucht.

Katze an Krimi

Berry wie auch Tom sind ordentlich gewachsen. Sie kämpfen nun intensiver, ich tippe einerseits auf die Aufrechterhaltung ihrer Hackordnung, andererseits aber auch auf Hormone. Ich muss nur noch einen Termin ausmachen, dann wird Tom kastriert (er kann ab Anfang November, Berry folgt dann nächstes Jahr).

Ihr Wachstum sieht man deutlich an dem kleinen Körbchen, in dem sich Tom nur noch gerade so eben zusammenrollen kann:

Der bald 6 Monate alte Kater Tom passt kaum noch ins Körbchen!

Zum Vergleich: Anfang Juli haben beide Kätzchen locker zusammen in das Körbchen gepasst!

Rückblick auf zwei kleine Katzenkinder

Zum Schluss noch was zum Schmunzeln:

“Ey! Hör auf mich zu ärgern! Sonst lass ich Dich an meinen Achseln riechen!”

Der Bald- Teenager weiss um seine Waffen ;)