Wochenende in Bildern | 03./04.08.2019

Letzte Woche war ich wieder im Büro zur Urlaubsvertretung, dazu reihten sich am einzigen bürofreien Tag zig Termine und Verpflichtungen aneinander. Ich bin müde, aber auch am Wochenende geht es genau so weiter.

SAMSTAG:

Wir stehen erst gegen halb acht auf. Die June hat nach einer Kindergeburtstagsfeier noch bei ihrer Freundin übernachtet und ist somit nicht zuhause.

Bei meinem Kaffee und der Zeitung (Artikel über Wasserknappheit in Deutschland) gebe ich dem Wunsch der Ältesten nach, mit ihr gleich wegen Ohrlöchern in die Stadt zu fahren. Die Chance will ich nutzen, um mit ihr auch noch nach ein paar Hosen zu schauen, denn die muss sie immer anprobieren und so würden wir uns Fehlbestellungen im Herbst sparen.

Bevor wir losfahren, beziehe ich die Elternbetten neu, schmeisse eine Ladung Wäsche an und nehme auch das Altglas mit, um es auf dem Weg zur Bushaltestelle zu entsorgen.

Im Einkaufszentrum werde ich zuerst vom Sale einer meiner favorisierten Marken angelockt. Dort weiss ich, was ich anprobieren kann und was halbwegs von der Länge her passt. Zunächst kaufe ich nur die weisse Bluse weil ich dei gelbe Strickjacke eigentlich nicht unbedingt brauche; später im Laden für die Älteste finde ich aber noch eine andere reduzierte Bluse, die ebenfalls perfekt unter die Jacke passt. Und auch der Mann schreibt zurück: “Kauf auch die Jacke!”
Also gehen wir vor unserer Abfahrt nochmals zurück und kaufen auch die Strickjacke für mich. Für die Älteste werden wir auch fündig *GottSeiDank*, nur die Ohrlöcher werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Mitarbeiterin im Juwelier hatte alles schon vorbereitet, beim Anzeichnen dann aber Bedenken wegen zu kleiner Ohrläppchen. Sie rät dazu, lieber noch ein paar Jahre zu warten oder zum Piercer zu gehen. Ich bin positiv überrascht und die Älteste ist zum Glück auch sehr verständnisvoll.
Vom Farbeschema passen wir beide bald super zusammen :)

Wieder zuhause ist auch die June wieder da, die der Mann abgeholt hatte.

Zuhause ist auch eine Bestellung eingetroffen, die ich aufgrund von billigster Verarbeitung leider wieder zurück schicken muss. Beim Erstellen des Rücksendelabels ärgere ich mich zusätzlich darüber, die Kosten für den Versand selbst tragen zu müssen, es aber nicht als Brief schicken zu können. Schlussendlich werde ich 5 Euro zurück erhalten :/

Mit der Ältesten muss ich anschliessend unser Katzenmädchen einfangen und Augentropfen verabreichen, die wir am Vortag beim Tierarzt bekamen. Es tut mir in der Seele weh, dass Tier gegen seinen Willen festhalten zu müssen und werde dabei ordentlich gekratzt. Sie lässt sich eh schon kaum von uns streicheln und das Festhalten ist nicht gerade förderlich, daß sich das in Zukunft ändert. Jedes Einfangen dauerte bisher 15 bis 30 Minuten und auf die geforderten 3 bis 4 mal Tropfen pro Tag kommen wir einfach nicht :/

Mittagessen fällt heute irgendwie aus. Nebenbei läuft die Wäsche, die Katzenklos müssen grundgeleert werden, der Flur sieht schon wieder aus als hätte eine Bombe eingeschlagen und ich habe im Hinterkopf, dass wir nicht nur am Abend zur Geburtstagsfeier des Schwiegervaters eingeladen sind (Geschenk ist GottseiDank schon eingepackt), sondern ich auch Klamotten für nächste Woche im Büro brauche. Gewaschen und gebügelt.

Der Mann bringt die June zum nächsten Kindergeburtstag und ich drücke ihm alle Kinder (bis auf die Älteste) aufs Auge. Auch die Jüngste wecke ich, die hatte er hingelegt und mir nicht Bescheid gegeben. Ich bin nur noch unter Strom, knalle Türen und schreie rum. Ich brauche einfach mal Ruhe, nutze dafür meine Helferlein namens Schlafbrille und Ohrenstöpsel und schlafe 2 1/2 Stunden.

Weil der Kindergeburtstag bis 18 Uhr geht, kommen wir zur Einladung zu spät ins Restaurant. Aber das hatte der Mann alles organisiert und ich versuche es wegzuschieben. Nicht meine Baustelle, auch wenn mir sowas immer tierisch unangenehm ist.

Wir sind auch nicht die letzten Gäste, so dass das Essen erst gegen 19:30h auf dem Tisch steht. Bis dahin hatten die Kinder schon ein ganzes Glas Limo getrunken, laut rumkrakeelt und wir uns den Mund mit Ermahnungen fusslig geredet.

Nundenn, die Pizza ist lecker, auch wenn ich vor lauter Aufpassen, Gläser festhalten und Kleinschneiden kaum selbst zum essen komme.
Zwischendurch sind mir mehrfach mit den Kindern zum Toben draussen, aber auch das versprochene Eis kann die Stimmung nicht mehr rausreißen. Es ist einfach nur noch anstrengend.
Wir Erwachsenen erfreuen uns noch an den zwei Platten mit gemischten Nachspeisen und dann ist auch recht bald Zeit für den Aufbruch. Um 21:30h sind wir endlich zuhause und um 22:30h endlich alle Kinder im Bett.

SONNTAG:

Nachts tappt zuerst die June, dann der Bub zu uns ins Elternbett. Als die Jüngste mich um 5 Uhr via Babyphone ruft, weiche ich mit ihr auf die Kuschelmatratze im Bubenzimmer aus. Dort bleibe ich einfach liegen, als sie irgendwann aufstehen will. Ich träume nochmal wirres Zeug und koche mir erst um 9 Uhr meinen ersten Kaffee.

Noch vor dem ersten Schluck kann ich mir ganz unverhofft Berry schnappen und ihr zusammen mit der Ältesten die Augentropfen verabreichen. So sauer, wie sie mich anschliessend anfaucht, bin ich auch: Zwei neue, etwas tiefere Kratzer zieren meine Hände.
Den zweiten Kaffee nehme ich mir dann schon mit an den Schreibtisch, da ist doch einiges liegen geblieben in der letzten Woche.
Mittags verabschiede ich die Älteste zu einer Freundin, die June springt mit der Nachbarstochter nebenan herum und den Mann finde ich dösend im Bett. Ohne Jüngste, die heute nämlich keinen Mittagsschlaf machen will – aber ziemlich müde ist.
Ich mache Wäsche, snacke mit Jüngster und Bub und dann wollen wir auch mal los zum kleinen Strassenfest, wofür aber erst einmal der Mann geweckt werden muss.
Die Kinder bewundern das Kettenkarrussell, wollen aber lieber Bimmelauto fahren.
Beim Entenangeln gibt es sogar 3 Trostpreise! Hallelujah! Sonst hätte es wohl wieder Mord und Totschlag gegeben ;)
Wir gehen lieber in der Eisdiele ein Eis essen und bekommen sogar einen Schattenplatz auf der Terrasse. Keine Ahnung, was uns da wieder geritten hat; die Kinder sind wieder sehr schnell sehr maulig. Leider ist viel los und wir müssen länger warten, was die Kinder voll unlustig finden. Immerhin ist der Eisbecher der am lautesten motzenden June so gross, dass sie ganz schnell ganz still ist ^^ (Eigentlich hatte ich ihr einen kleinen Erdbeerbecher bestellt, aber nundenn… Sie schafft ihn sogar fast ohne Hilfe!)
Mein Krokantbecher ist aus Versehen mit Schuss – normalerweise bestelle ich immer ohne Alk. Aber war trotzdem lecker ;)

Tja, nun sind wir wieder zuhause, die nächste Wäsche hängt auf der Leine, die Bügelwäsche liegt schon im Korb bereit, die Jüngste ist dann doch noch mal eingeschlafen (gegen 17 Uhr – DöDöm!) und Abendbrot muss es auch noch geben. Ob wir nochmal eine Dosis Augentropfen bei Berry schaffen? Fraglich. Mal sehen, wann und wie der Tag heute endet…

Euch wünsche ich nun einen guten Start in die neue Woche!


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4 Gedanken zu „Wochenende in Bildern | 03./04.08.2019

  • 4. August 2019 um 20:19
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    Ich wünsche dir auch einen guten Start in die Woche. Das WE klingt wirklich anstrengend, trotz der auch schönen Ereignisse. Aber da kam viel zusammen. LG Tanja

    Antwort
    • 4. August 2019 um 22:44
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      Ja, viel zu viel. Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich etwas davon mit mehr Planung ändern können. Aber für die Planung wäre ja auch wieder Zeit drauf gegangen und so versuche ich es einfach so zu lassen. Es ist passiert und weiter gehts.

      Antwort
  • 5. August 2019 um 22:11
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    Was Du da schreibst ist bei uns sechsen Dauerzustand seit Monaten.
    Ich steh permanent unter Strom und egal wieviel und was ich plane und organisiere, am Schluss fliegt mir das doch wieder alles um die Ohren weil irgendjemand trotz Zeitpuffer streikt, schreit, zu spät kommt, keinen Bock hat, es besser weiß usw.

    Was ich seit Jahren lese kann ich nur sagen, Du machst das klasse und Du bist nicht für alles verantwortlich. Und Du weißt ja: oooohm, alles nur eine Phase, es kann nur schlechter – äähm- besser werden😘

    Antwort
    • 8. August 2019 um 7:05
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      Hallo Jenny! Endlich mal eine ruhige Minute und dran gedacht, Dir zu antworten!
      Zu allererst: Danke, Danke, Danke für Deine Worte! Oft frage ich mich nämlich nur, was ICH hätte besser machen können, anstatt es einfach mal hinzunehmen, dass es mit 6 Familienmitgliedern nicht immer wie am Schnürchen klappt. In gewissen Phasen (vor allem der Winter) habe ich inzwischen gelernt, mich auf gewisse Einschränkungen und vor allem auch Unvorhersehbarkeit wegen Krankheit (Erkältungen und MD) einzustellen. Der nächste Frühling kommt bestimmt!!!
      Aber ansonsten muss ich wohl einfach akzeptieren, dass gewisse Dinge in so einer grossen Familie zumindet im Moment nicht für alle möglich sind.

      Wie machst Du das denn dann? Kannst Du Deine Bedenken immer einbringen? Wird dann umgeplant/ abgesagt?

      Antwort

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