Wochenende in Bildern 23./24.03.2019

Dieses Wochenende war kein gutes Wochenende.

Ich habe überlegt, ob ich es überhaupt hier auf den Blog bringen kann/ soll, mich dann aber dafür entschieden. Denn auch die dunklen Stunden gehören hier hin.

Ich packe das längst nicht immer alles “so super” oder “mit links” wie ich so oft zu hören bekomme und auch ich mache mir Sorgen, wie die Zukunft für mich, die Kinder und uns als Familie aussehen kann.

Momentan sind es vor allem Gedanken um die Nachschulbetreuung des Buben (und ab Sommer 2020 auch die der June), Gedanken zu meiner Berufstätigkeit, die Sicherheit meines Jobs nach der Elternzeit, dem vertraglich festgelegten Arbeitspensum, der Fahrtwege, der Relation von Einnahmen/ Ausgaben/ zu erwartenden Stressfaktoren und so weiter und so fort.

Auf der anderen Seite ist da das Thema mit dem Kinderwunsch, wo alles nur quälend langsam voran geht, wo ich immer wieder Wochen warten muss und jetzt sogar wieder Monate, bis es endlich aktiv weiter gehen kann.

Beide Themen beinflussen mein Leben in der Zukunft massiv.

Bei beiden Themen habe ich mich angestrengt, habe getan und gemacht und bin doch wieder abhängig von anderen. Es liegt nun vorerst nichts mehr in meiner Macht und ich kann nur Warten!

Diese Erkenntnis sickerte in den vergangen Tagen wie klebriger Honig in meinen Kopf und so manchen Vormittag saß ich in der vergangenen Woche zuhause und heulte wegen meiner Machtlosigkeit.


Samstag:

Am Samstag war dann wieder zuhause das pralle Leben; um 5:20 Uhr rief mich die Jüngste an ihr Bett und ab da war die Nacht dann vorbei.

Um viertel vor 8 wunderte ich mich über die Menschenmassen im Discounter und brachte den Einkauf hinter mich.

Danach zuhause alles verräumen – müde, wieder Kaffee, auch noch ein Toast und dann hatte ich wieder einen Kloß im Hals.

Ich ging ins Bett und nahm den Rest des Tages nicht mehr am Familienleben teil.

Es ging einfach nicht.

Spätabends dann eine fiebrige Jüngste, die unbedingt meine Nähe brauchte und die ich dann auch langsam wieder zulassen konnte. 39.5°C zeigte das Fieberthermometer, aber sonst hatte sie nichts.


Sonntag:

Nach wie vor fiebert die Jüngste hoch.

Der Mann backt Brötchen auf.

Immer wieder kuscheln, hier auf dem Sofa wo sie kurz danach einschlief.

Wir sind alle im Garten, das Wetter ist gut und die June sucht meine Nähe. Wir sortieren unser gesammeltes Saatgut (teilwiese gekauft, teilweise geschenkt und teilweise selbst gesammelt).

Wir richten kleine Gewächshäuser, größere Anzuchttöpfe und säen erste Vorzuchten für die Fensterbank.

Danach hilft mir die June noch beim Verfugen der Terrasse. Durch den Hochdruckreiniger sind alle Fugen wenig bis tief ausgewaschen, das muss behandelt werden. Hoffentlich hält das Produkt sein Versprechung und verhindert erneutes Moos und Unkraut zwischen den Platten.

Um 13 Ihr haben alle Hunger; ich koche Hackfleischpfanne mit Zucchini, dazu Reis und Salat.

Nachmittags geht es nochmals raus. Der Mann radtourt mit den beiden Mittelkindern, ich zupfe (erleichtert über die Ruhe) ein wenig im Vorgarten, um dann die 10 Säcke Mulch zu verteilen. Die Jüngste schaut zu, sie fiebert nach wie vor.

Wir teilen uns nach getaner Arbeit eine Stange Haselnussgebäck.

Als alle Kinder und auch die Große wieder zuhause sind, verwandelt sich der Esstisch spontan in einen Basteltisch.

Der Mann bäckt Brezeln auf, die ihm ein wenig aus der Form geraten sind.

Abends hänge ich Schneekleidung auf, die ich in einem Anflug von “Der Winter ist vorbei!” in die Waschmaschine steckte und bald wegräumen möchte.

Der dunkle Winter ist hoffentlich wirklich bald vorbei.


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5 Gedanken zu „Wochenende in Bildern 23./24.03.2019

  • 25. März 2019 um 10:22
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    Ich drück dich ganz fest aus der Ferne. LG Tanja

    Antwort
  • 25. März 2019 um 19:28
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    Das ist doch furchtbar, dass in ein und demselben Land die Realität so unterschiedlich ist! Das kann doch nicht sein, dass man nach dem Kindergarten seine berufliche Eigenständigkeit bei Euch so bedroht sieht! Das ganze familiäre System fußt doch auf der „Fremdbetreuung“! Da wundern mich dann die gesamtdeutschen Zahlen zur Berufstätigkeit beider Eltern wirklich nicht mehr! Ich drücke ganz feste die Daumen, dass bald ein Lichtblick kommt!

    Antwort
    • 29. März 2019 um 7:17
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      Genau das! Genau das ist es ja! Überall liest und hört man, die Frauen würden zu wenig arbeiten gehen, kein Wunder mit der kleinen Rente – aber wie soll das klappen, wenn es einfach nicht genügend Betreuung und nach wie vor die riesige Gehaltsschere gibt?!

      Antwort
  • 27. März 2019 um 20:10
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    Das gehört eben auch dazu. Das Leben hat gute und schlechte Seiten und Zeiten, wer kennt das nicht. Zum Glück gehen auch diese vorbei und der Sonnenschein kommt zurück. Ich finde es mutig und ehrlich, dass du darüber schreibst. Es zeigt, dass es jedem mal so geht und das tut auch gut. Danke dafür. Ich lese deine Beiträge immer gerne.
    Viel Kraft und Zuversicht weiterhin!

    Antwort

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