Liebe Stillzeit, ein bisschen vermisse ich Dich schon jetzt!

Dieser Artikel enstand in Kooperation mit Milupa und gilt daher als Werbung,
auch wenn er keine Produktempfehlungen enthält

Die fast einjährige Tochter ist nun schon länger erkältet und hustet sehr viel. Ihre Nase läuft bzw. ist verstopft und daher mag sie momentan wieder nicht so recht essen. Stattdessen trinkt sie eben viel Milch. Momentan vermisse ich daher das Stillen wieder öfter… Es wäre so manche Nacht wirklich einfacher, wenn ich nur mein Shirt hochziehen müsste – stattdessen tappse ich in die Küche, bereite ihr eine Flasche zu, lasse sie trinken und muss am nächsten Morgen sämtliche Utensilien spülen. Denn bei allen Vorteilen, die eine Ernährung mit Kunstmilch aufweisen mag: Muttermilch ist direkt verfügbar und hat immer die richtige Temperatur!

Zudem ist Stillen so viel mehr:

Wärme, Liebe, Nähe, Zuneigung und auch immer eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag. Was habe ich es bei meinen Winterkindern genossen, nach dem Stillen mit dem schlafenden Kind noch längere Zeit auf dem Sofa zu sitzen! Habe mich bei tanzenden Schneeflocken draußen vor dem Fenster so richtig schön eingekuschelt und mein Baby einfach nur beim Schlafen beobachtet ♥

Stillen_Milchkoma
Im sogenannten Milchkoma

Weitere Vorteile von Muttermilch:

Sie kostet nichts (okay, die passende Stillkleidung schon und das notwendige Zubehör auch, doch das hat sich nach wenigen Wochen des Stillens amortisiert), sie ist sehr gut verdaulich und zudem genau auf den Bedarf des Kindes abgestimmt: Tag und Nacht, Sommer wie Winter aber auch eben bei Krankheit oder in Wachstumsphasen.
Allerdings ist sie in ihrer Zusammensetzung (Wasser, Eiweiß, Kohlehydrate, Fett, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe) immer noch nicht komplett erforscht – ständig werden neue Bestandteile entdeckt. Bislang weiß man unter anderem von LCPs (langkettige, ungesättigte Omega-3-Fettsäuren auf dessen Zufuhr Babys in den ersten Lebensmonaten angewiesen ist) und auch Prebiotika (= besondere Kohlehydrate, die das Wachstum wichtiger Darmbakterien fördern, die wiederum zur Entwicklung einer gesunden Darmflora beitragen). Gewisse Abwehrstoffe in der Muttermilch erweitern so den Nestschutz, den das Baby bereits im Mutterleib erhalten hat.
Kunstmilch kann daher nie an das Original heranreichen!

Einer der größten Vorteile überhaupt war für mich, dass ich nicht so viel für die Ernährung des Kindes mit mir herumtragen musste. Bei unserem Kurztrip nach Berlin vor knapp 2 Wochen war ich für die Reisezeit ganz schön bepackt mit Flaschen, heissem Wasser, kaltem Wasser und Milchpulver. Ohne eine einzige Flasche dabei zu haben flog ich damals mit ihr für eine Nacht nach Malmö, da war sie gerade 3 Monate alt. Hunger, Müdigkeit oder Unwohlsein? Ich habe sie (wie auch meine anderen beiden Kinder vorher auch) fast überall einfach angelegt und gestillt.

Stillen_StilleZeit
Auf der Messe, dem Sofa oder im Cafe – ich habe fast überall gestillt!

Ich habe sie insgesamt 8 Monate vollgestillt und dann langsam abgestillt – bis zur letzten Stillmahlzeit vergingen gut 7 Wochen. Damit bin ich der Empfehlung von Unicef, WHO, EFSA (Europäische Lebensmittelbehörde) und der Nationalen Stillkommision nachgekommen, die ersten 6 Monate exklusiv zu stillen und dann neben der Beikost weiterhin – allerdings bei weitem nicht bis zum Ende der Beikostzeit.

Warum habe ich denn überhaupt abgestillt?

Bei mir kamen immer mehrere Gründe zusammen: Zum einen, weil ich etwas mehr Freiheiten wollte. Da meine jüngste Tochter auch mit 8 Monaten noch keine nennenswerten Mengen an Beikost zu sich genommen hat, war sie nach wie vor auf sehr viel Milch angewiesen. Ich hätte entweder viel abpumpen oder wirklich ständig verfügbar sein müssen. So kann auch der Papa füttern oder ein anderer Babysitter. Ich kann außerdem auch wieder Alkohol trinken, ohne dass ich rechnen muss zu welchem Zeitpunkt er ausreichend abgebaut ist.
Da man während des Stillens auch vor der Einnahme von Medikamenten genau recherchieren muss (Hebamme, Arzt, Apotheker oder auch Embryotox) und ob es ggf. eine stillfreundliche Alternativen gibt, musste ich vor allem bei Erkältungen immer ziemlich leiden. Nach dem Abstillen konnte ich dann endlich wieder Pfefferminz- und Salbeitee trinken. Ja, das mag ich wirklich, vor allem beim ersten Halskratzen tut es soooo gut! Aber beide Teesorten wirken milchreduzierend und sind daher während der Stillzeit nicht empfehlenswert.
Und womit man ja auch während der Stillzeit aufpassen muss: Kaffee!!! Manche Kinder reagieren bereits auf geringe Mengen Koffein, ich habe glücklicherweise immer 2 bis 3 Tassen mit viel Milch trinken können – sonst hätte ich nur schwer den Tag überlebt ;)

Stillen_Tee_Kaffee
Tee oder Kaffee?

Gute Ernährung während der Stillzeit ist ein Muss!

Aber auch sonst erfordert das Stillen eine bedarfsgerechte Ernährung, um den erhöhten Nährstoffbedarf auszugleichen (vor allem Calcium, diverse Vitamine, Folsäure, Eisen, Jod, Zink und Omega-3-Fettsäure DHA). Daher sollten viel Obst und Gemüse, Milch- und Getreideprodukte sowie fettarmes Fleisch und fetter Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Als frischgebackene Mutter ist es allerdings machmal sehr schwierig mit der gesunden Ernährung – an manchen Tagen ist man froh, es überhaupt unter die Dusche geschafft zu haben. Ich habe mir daher öfter diese Stillmuffins gebacken (oder auch backen lassen – sogenannte Energie- oder Stillkugeln sind auch super) und meist auch Nahrungsergänzungmittel genommen, da ich an Fingernägeln, Haaren und auch am Eisenspeicher den zusätzlichen Bedarf gemerkt habe. Parallel musste ich auch immer auf mein Gewicht achten, um nicht zu schnell zu viel abzunehmen oder gar ins Untergewicht zu rutschen. Das war mir beim Buben passiert und ich fühlte mich nach 6 Monaten regelrecht ausgezehrt.
In der Stillzeit nimmt man in der Regel einen Großteil der dafür angelegten Schwangerschaftskilos wieder ab. Wem das zu langsam geht, der sollte aber bloss keine Diät anfangen: Die im Fettgewebe eingelagerten Schadstoffe können nämlich in die Muttermilch übergehen und so zum Kind gelangen. Das gilt auch für Schwermetalle und Schadstoffe, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten verboten sind, aber bereits in Kindheit und Jugend aufgenommen wurden (z.B. das DDT). Lieber mit der Hebamme oder einem Arzt Rücksprache halten!

Wie wichtig diese Stillzeit  im Rahmen der ersten tausend Tage im Leben eines Kindes sind und was Muttermilch für ein toller Stoff ist, erfuhr ich damals beim Symposium von Milupa in Fulda

Tausend Tage Logo

Weitere Vorteile durch das Stillen:

Das bei der Milchbildung ausgeschüttete Oxytocin kann eine schnelle Rückbildung der Gebärmutter bewirken und damit auch vor nachgeburtlichen Blutungen schützen. Direkt nach der Entbindung habe ich immer ein bis zwei Tage die sogenannten Nachwehen beim Anlegen gespürt: kaum machte das Baby die ersten Züge, schon arbeitete meine Gebärmutter recht schmerzhaft an ihrer Rückbildung. Ich finde es immer wieder fantastisch, welch tolle Mechanismen die Natur da entwickelt hat!

Neben der Reduktion der zugenommenen Schwangerschaftskilos hat Stillen auch eine Schutzwirkung bei der Mutter bzgl. verschiedener Krebsarten wie Brustkrebs, Eierstockkrebs und auch bei Osteoporose. Gestillte Babys sind später weniger anfällig für Diabetes, Herzerkrankungen, Ekzeme, Asthma und anderen allergischen Erkrankungen.

Also Stillen und alles ist super?

Manche Mütter entscheiden sich auch ganz bewusst gegen das Stillen oder fühlen sich mit zunehmender Stillzeit unwohl und eingeschränkt. Natürlich klappt auch beim Stillen nicht immer alles reibungslos. Es kann zu Problemen kommen, die eine Stillzeit gar nicht erst möglich machen oder die während der Stillzeit auftreten können.

Interessieren Euch meine Probleme und Tricks beim Stillen?
Und hat bei Euch immer alles gut geklappt?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 Gedanken zu “Liebe Stillzeit, ein bisschen vermisse ich Dich schon jetzt!”