Plopp-plopp-plopp | Die ausgehöhlte Vereinbarkeit

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Plopp-plopp-plopp

Wie Seifenblasen zerplatzen gestern meine Vorstellungen von Vereinbarkeit, vom Wiedereinstieg nach der Elternzeit und dem Arbeiten gehen als Mutter von vier Kindern zwischen 1 und 8 Jahren.


Plopp – Der Bub hat am Freitag Abend fast 40° Fieber

Plopp – Die June hat ein paar kleine Bläschen an der Hand, die ihr aber nix machen

Plopp – Der Bub schläft nur stundenweise in der Nacht zu Montag und mag kaum noch essen/ trinken, weil es im Mund so brennt

Plopp – Alle Omas & Opas, die wir am Wochenende gesprochen/ getroffen hatten, müssen unter der Woche arbeiten. Aber mal abwarten… vielleicht wirds ja wieder!

Plopp – Sitze ich am Montag Nachmittag (zur einzigen offenen Sprechstunde an diesem Tag) mit allen 3 KiTa- Kindern geschlagene 90 Minuten beim Kinderarzt im Wartezimmer bzw. davor, weil es so voll ist und weil wir in den Infektionsraum müssen. Natürlich habe ich weder Spielsachen dabei noch Bücher, zum Glück waren wir satt aufgebrochen und an Wasser hatte ich auch noch gedacht. Anstrengend war es trotzdem, vor allem die Angst noch mehr mit heimzunehmen als eventuell ein Rezept.

Plopp-plopp-plopp – Sitze ich danach heulend im Auto, weil alle 3 KiTa- Kinder HandMundFuss haben und die komplette Woche zuhause bleiben sollen. In meinem Kopf wischen die möglichen Babysitter wie Bilder auf einem Smartphone vorbei, aber es gibt keine echte Alternative zum Kinderkrankenschein, auch weil die Jüngste nicht so einfach abgegeben werden kann.


Heute wäre also mein 2. Arbeitstag nach der Elternzeit gewesen. Morgen der 3. und Donnerstag der 4. Tag.

#hättehätteFahrradkette

Der Mann hätte mit ganz grossen Mühen ab morgen umswitchen können – aber mal ganz ehrlich: Ich bin so platt von den Nächten, dass ich froh bin, keine 12 Stunden pro Tag aus dem Haus zu müssen. Zum Glück haben die beiden Mädchen keine so starken Symptome, aber auch das kann sich noch bzw. schnell ändern.

Das mit meinem Wiedereinstieg und der Vereinbarkeit, das hatte ich mir etwas anders vorgestellt!

Naiv war ich, total naiv!

Und ich hasse es, so unzuverlässig zu sein!

13 Gedanken zu „Plopp-plopp-plopp | Die ausgehöhlte Vereinbarkeit

  1. Der Zeitpunkt ist wirklich ungünstig, aber keiner hat sich das freiwillig ausgesucht. Ich hatte das Glück, dass meine Schwiegermutter meist einspringen konnte
    Es war aber manchmal auch ein Pech, da ich nach schlaflosen Nächten einfach nur fertig war und ich meine kranken Kinder auch gerne mal selbst versorgt hätte. Aber ich wollte ja auch nicht unzuverlässig sein.
    Ich hoffe, du hast einen kinderfreundlichen Arbeitgeber und kannst dich jetzt erstmal gut um dein Lazarett kümmern und nächste Woche startest du durch.
    Gute Besserung!

    1. Hier ginge Schwiegermutter wegen der Kleinsten nicht, deswegen musste ich sie kürzlich sogar zum Elternabend mitnehmen.
      Ich versuche es jetzt einfach auch als „Erholung“ von den doofen Nächten zu sehen und mir die Omas & Opas für die Erkältungszeit „aufzusparen“. Seufz.

  2. Lass dir Zeit! Das heißt noch gar nichts! Ich hatte vor einem halben Jahr eine ähnliche Situation. 2. Arbeitstag nach dem Wiedereinstieg (auch mit 4 Kindern) und ich werde um 10 angerufen, dass sich mein Dritter im Kindergarten verletzt hat. Den Rest der Woche waren wir im Krankenhaus! Und dann war bis jetzt nichts mehr!!! Ich könnte jeden Tag arbeiten gehen! Ich denke, das ist kein Zufall, dass sowas oft zu Beginn des Wiedereinstiegs vorkommt – es ist für alle eine Umstellung! Und dass man als Elternteil manchmal ausfällt muss man selbst auch mal akzeptieren. Dafür geh ich selbst nur in Krankenstand, wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht 😜! Also: Kopf hoch!

  3. Ach Mensch, ja diese Phasen sind schrecklich. Man will arbeiten, man freut sich und dann schreibt das Leben eine andere Geschichte. Ich bin immer nur wieder froh, wenn auf die Krankphase der Kids keine eigene folgt, frei nach dem Motto „morgen komme ich wieder“, nun hat Esbjerg mich über Nacht selbst erwischt…
    Alles gute und viel Kraft!!

  4. Du bist nicht unzuverlässig-Du hast Kinder…
    Ich kenne es von beiden Seiten (mir selbst als Mama) und Führungskraft mit zahlreichen Müttern im Bereich…und ich gebe zu, ja es nervt manchmal, wenn die Mütter zuhause bleiben müssen, aber der Einsatz ist immer da , und die Orgafähigkeiten unbezahlbar;-)…halt durch

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