12 von 12 im September 2017

Heute morgen stehe ich unter der Dusche und denke darüber nach, daß ich mal wieder den 05. des Monats und die Aktion #WMDEDGT (Was machst Du eigentlich den ganzen Tag von Frau Brüllen) verpaßt habe. Wie eigentlich immer.

Nun im neuen Haus hat sich ein bisschen was bei den Abläufen geändert, vor allem wird sich bald noch mehr ändern wenn ich selbst wieder arbeiten gehe. Doch so lange sitze ich hier zuhause ja nicht nur rum und schaue Hausfrauenfernsehen, sondern bin irgendwie immer busy und wünsche mir manchmal mehr kinderfreie Stunden, weil ich noch so viel tun möchte. Das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben, stellt sich nur selten ein.

Doch dann fällt mir ein: Gestern war der 11. und heute ist der 12. – also kann ich alles bei der Aktion 12von12 festhalten, die gesammelten Bilder gibt es später hier bei Caro von Draußen nur Kännchen zu sehen

12von12


Also: Heute bringt der Mann die KiTa- Kinder weg, daß heisst früh aufstehen. Um 5:51 klingelt mein Handywecker, aber ich döse eh nur noch, denn die Jüngste auf der Besucherritze ist unruhig, liess sich durch Kuscheln aber immer wieder zum Weiterschlafen verleiten. Also, mein Handy zwitschert und ich stehe leise auf, gehe alleine in die Küche und schalte um 5:55h den Wasserkocher ein, der mir frisches Kaffeewasser macht während ich auf Toilette gehe. Als mein Kaffee durchläuft, hole ich die Kleinste und wecke auch den Mann so richtig.

Während er duscht, decke ich den Frühstückstisch, wecke die anderen Kinder und gebe der Ältesten ein paar Anweisungen zur Klamottenauswahl. Denn draussen ist es zwar noch dunkel, aber ich höre den Regen gegen die Scheiben plätschern.

Nachdem alle ausser mir etwas gegessen haben, alle umgezogen und gewaschen sind, helfe ich den KiTa- Kindern beim Anziehen von Jacken und Schuhen, verfrachte Brotdosen in KiTa- Rucksäcke und die Kinder ins Auto und lasse mir vom Mann das Busticket geben. Um 7 Uhr fahren sie los, während ich mit der Ältesten daheim bleibe. Ich stehe wie in einer Bausparkassenwerbung in der Haustür und winke. Nachdem ich selbst unter die Dusche hüpfte, machen auch wir restlichen zwei uns fertig. Da es so gießt, bringe ich das Schulkind heute mit dem Bus. Um 7:30h verlassen wir das Haus, doch wir sind viel zu früh dran und dann hat der Bus auch noch Verspätung.

Den Rückweg von der Schule laufe ich halbwegs trocken zu Fuß und durch den Ortskern. Zuerst kaufe ich mir ein Brötchen für mein späteres Frühstück, dann stehe ich vor den noch geschlossenen Türen der Drogerie. Diese macht nämlich erst um 8:30h auf, also werde ich später noch einmal wiederkommen. Die leere Gaskartusche für den Wassersprudler hatte ich eh zuhause liegen lassen.

Auf dem Rückweg überlege ich, was ich heute sonst noch alles machen möchte/ könnte. „Die Kindersandalen könnten in den Schuhschrank im Keller, die Griffe für das neue Sideboard in der Küche fehlen auch noch, liegen aber in der Garage in einer Kiste, die unter Altpapier begraben ist. Die Kreidefarbe für zwei Tischchen kam schon letzte Woche an, damit könnte ich auch beginnen. Vielleicht in der Ankleide im Keller, da wäre noch Platz und die Tische sicher vor den Kindern? Meine Mütze müsste ich auch mal suchen, eben war mir ganz schön kalt am Kopf. Die Wintersachen der Kinder müsste ich auch mal zusammensuchen – eine Regenjacke vom Buben fehlt auch noch, Mützen und Handschuhe müssten in einer anderen Kiste sein. Ob der June der Winteranzug vom letzten Jahr noch paßt? Aber wohin mit dem Krempel, die Kindergarderoben hängen noch nicht an der Wand und der Berg unter und neben unserer Garderobenstange im Flur wird immer unübersichtlicher. Gerade für den Kleinkram würden noch 1 bis 2 Körbe fehlen, was könnte ich wohl stattdessen nehmen?“

Um 8:30h drehe ich den Schlüssel im Schloss (was meine Gedankengänge aprupt unterbricht) und setzte mir Wasser für einen 2. Kaffee auf, den ich dann in Ruhe trinken werde. Die Spülmaschine ist sauber, ich räume sie schnell aus und dann ist auch der Kaffee durch. Ich lese kurz meine Emails (nur Werbung) und Timelines quer (nichts besonderes passiert), dann fange ich diesen Beitrag an.

Um 9:15h versuche ich, den Heizungsinstallateur unserer ehemaligen Mietswohnung zu erreichen. Da er sich nach meiner gestrigen Nachricht auf seinem Anrufbeatnworter immer noch nicht zurückgemeldet hat und heute wieder nicht erreichbar ist, wähle ich die Nummer der nächsten Firma, die ich mit dem Mann vor 2 Tagen rausgesucht hatte. Unserer Heizung muss gewartet werden, außerdem bleibt ein Heizkörper auf der oberen Etage kalt und ließ sich zwar entlüften, aber die Luftstrom wurde schnell schwächer. Es fehlt wahrscheinlich Wasser in der Anlage. Die andere Firma lässt sich kurz erklären, was wir benötigen und will sich im Laufe des Tages mit Terminvorschlägen melden.

Nach dem Anschalten einer Waschmaschine und dem Verräumen der Kindersandalen suche ich Werkzeug zusammen und einige Dinge in der Garage. Die Griffstangen säubere ich mit dem Handsterilisationsmittel von Klebebandresten, das geht ganz gut.

Danach bemerke ich eine Email, die ich schnell beantworte, während mein Magen schon laut knurrt.

Um 10:30h mache ich mir mein Frühstück und esse mit Buch auf dem Sofa

Es hilft alles nix: ich muss wieder aufstehen. Ich suche noch schnell ein langes Lineal und einen Bleistift heraus und rechne wegen der Abstände, dann sind die Bohrlöcher für die Griffstangen angezeichnet. Das dauert immer am längsten und macht mir am wenigsten Spaß. Gebohrt habe ich schnell: Zuerst mit einem kleinen feinen Bohrer, dann reißt die Beschichtung auf der Außenseite nicht so doll ein. Dabei hilft auch der Klotz, den ich mit der Klemme befestigt habe. Mit dem 5er Bohrer weite ich die Löcher auf das notwendige Maß. Sie sind zum Glück im richtigen Abstand, so daß sich die Griffe leicht montieren lassen. Haken dran, erledigt!

Einmal angefangen mache ich mit dem alten Tischchen weiter, das ich noch anschleifen muss. Das andere Tischchen ist unlackiert, das werde ich direkt anstreichen können. Als die Sonne rauskommt, macht das Schmirgeln richtig Spaß, doch kurz darauf regnet es schon wieder. Unter dem Terrassenvordach bleibe ich aber trocken.

Währenddessen ruft der Installateur vom Vortag endlich zurück, ich spreche mit seiner Frau daß es sich nun leider schon erledigt habe. Es stellt sich heraus, daß sie dieses Jahr sowieso nur noch für akute Fälle Zeit gehabt hätten, die Wartung wäre erst im Frühjahr möglich gewesen. So ist es nicht ganz so schlimm. Mein Blick geht zur Uhr: schon 12 durch. Das schmutzige Geschirr von der Arbeitsplatte schaut mich anklagend an, aber ich schubse lieber die Wäsche in den Trockner und stelle eine neue Maschine an.

Beim 3. Kaffee gehe ich in Gedanken meinen Einkaufszettel durch; meinen Zahnarzt müsste ich auch noch anrufen. Das mache ich dann endlich auch mal und vereinbare einen Termin zur Kontrolle und Zahnreinigung. Mir fällt ein, die Jüngste braucht noch eine Impfung und ich checke die Webseite des Kinderarztes. Leider ist die einzige Impfsprechstunde in dieser Woche ausgerechnet an dem Tag, wo wir zu diversen Elternabenden müssen.

Eigentlich wollte ich jetzt mal los zum Einkaufen, doch es gießt wie aus Kübeln. Also hier weitergeschrieben.

Und jetzt?

Nun doch Küche aufräumen. Beim Wegräumen der sauberen Kochtöpfe entdecke ich in einem Schrank die Trinkflasche der Jüngsten, sie liebt es, dort (meist extra von mir hingestellte) Dinge herauszunehmen und wieder hineinzustellen. Ich muss lächeln und überlege, was meine Kinder gerade so alle machen.

Beim Kücheaufräumen fällt mir auch die kaputte Besteckschublade in die Hand, also ihre Front. Die hatte sich am letzten Wochenende auf der einen Seite verabschiedet – sie muss definitiv schon einmal geklebt worden sein, wegen der dunkelgelben Kleberreste tippe ich auf Pattex, das gutriechende Teufelszeug ;)

Ich hole also den Akkuschrauber und mein Schraubenkästchen wieder hoch und versuche mich an der Reparatur. Weil etwas abgebrochen ist, kann ich es leider nicht einfach wieder festziehen, das hatte ich am Wochenende schon herausgefunden. Zum Glück kann ich aber einen Winkel von oben in die Metallseite schrauben, so ist die Front wieder befestigt und das Problem gelöst! Die Schublade schliesst sogar wieder eben mit den anderen Fronten ab!

Der Platzregen ist vorbei, jetzt schnell zum Einkaufen! 12:45h könnte man eigentlich auch mal über Mittagessen nachdenken… Der Kühlschrank ist leer und der Mann will auf dem Rückweg Lebensmittel mitbringen, er kommt aber erst am späten Nachmittag wieder heim. Ich schiebe die Gedanken weg (Tiefkühler? TK-Pizza?) und stapfe los.

„Ist der Wasserkocher aus? (Ja, das geht doch automatisch) Habe ich abgeschlossen? (Ja, 2 Mal wie immer). Oh, ein Paketauto – kommt eigentlich noch was bei uns an? (Bestellt hatte ich ja nix mehr, doch halt! Das Windelabo hatte gestern geschrieben… war das schon die Versandmitteilung?) Ist überhaupt noch Geld auf dem Haushaltskonto? (Müsste eigentlich. Vielleicht ist ja schon das Kindergeld gekommen, könnte ich nacher mal schauen)“ usw usw… geht es mir auf dem Weg durch den Kopf.

Zuerst besuche ich Rossmann, denn für den Abend mit den Elternabenden muss noch eine neue DVD her, damit die Kinder den Babysitter nicht so arg strapazieren. Rossmann hat meist eine kleine Auswahl DVDs und CDs und ich werde schnell fündig. Eine zweite kommt zur Sicherheit auch direkt mit. Bibi und Tina kennen sie nur von der TonieBox, das ist außerdem für alle drei großen Kinder etwas. Ebenso nehme ich eine neue Flaschenbürste mit, denn die von dm taugen nix. Nur dieses Modell hier, das es in rot auch bei real gibt, das hält und bricht nicht noch 5 Tagen direkt unter dem Griff ab. Auf dem Weg zur Kasse sehe ich Putzlappen mit Flamingos, die ich kurzerhand zu kleinen Tischdeckchen oder Platzsets beim Kindergeburtstag der Großen umfunktionieren werde ;) Flamingos und Ananas werden nämlich das Thema werden, bei Pinterest habe ich dazu schon eine Weile ein passendes Board angelegt.

Ich schaue auch kurz bei Tedi/ Kodi/ whatever (keine Ahnung wie der Laden heißt) rein, eigentlich für einen schwarzen Bilderrahmen DinA4. Den finde ich nicht, kann aber von meinem letzten Kleingeld noch ein paar Eisbecher mit Flamingos erstehen. Die sind dann auch für den Tochtergeburtstag (für die Flamingos von Haribo? Für Pommes? Mal sehen). Als ich den Laden verlassen will, schüttet es schon wieder. Daher hüpfe ich in den nahegelegenen Ernstings, dort lacht mich die reduzierte Ananaslampe an (ebenfalls für den Kindergeburtstag) und die FeuerwehrmannSam- Autos werden die Geschwisterkinder am Geburtstagstisch auspacken dürfen. Denn hier gibt es nämlich immer auch für die Nicht- Geburtstagskinder etwas Kleines als Überraschung.

Zuletzt gehts zu dm, weiteren Kleinkram kaufen, der gerade so fehlt. Das Büchlein gibt es über die Glückskind- Mitgliedschaft, das ist nun unser 2. Exemplar, aber dann darf die Jüngste auch etwas auspacken. Geschwisterkindergeschenke abgehakt ;) Nur die leere Gaskartusche trage ich wieder mit heim, das ist der einzige Punkt der beim System Wassersprudler hakt: Die mitgenommene leere Kartusche auch gegen eine neue zu tauschen! Wenn ich sie nicht bei Eintritt in den Laden direkt in den Wagen lege, dann vergesse ich sie.

Kurz vor 14 Uhr schliesse ich zum 2. Mal heute die Haustür auf. Mein Magen knurrt, die Einkäufe wollen verräumt werden und auf dem Laptop wartet eine Mail von meiner Mutter mit Plänen von ihrem geplanten Kachelofen. Doch die müssen warten. Ich schubse die Wäsche wieder um, finde im Tiefkühler noch einen Flammkuchen und heize den Backofen vor, währenddessen schreibe ich hier weiter. Dank Küchentimer verbrennt auch nix. Mir fällt das eventuelle Paket wieder ein, aber es ist kein Zettel im Briefkasten.

14:30h Mittagspause! Mit Flammkuchen und Buch wieder aufs Sofa und mal kurz ausruhen. uff. Nach dem Essen bin ich so platt, daß ich auf dem Sofa in Verlängerung gehe. Als ich gerade etwas wegdöse, ruft mein Bruder an (15:25h) und kurz danach eine Marktforschung (15:45h). Um 16 Uhr gebe ich auf und räume die verbliebenen Dinge vom Esstisch weg, hole die frische Wäsche hoch ins Wohnzimmer und schiebe mir einen Schokoriegel unter die Nase. 16:25h höre ich Stimmen vor der Tür: Der Mann mit den KiTa- Kindern und auch das Schulkind sind gleichzeitig heim gekommen. Die beiden jüngeren Mädchen waren eingeschlafen und werden kurz darauf geweckt, damit Mann & Bub einkaufen fahren können. Anders hatte es zeitlich leider nicht geklappt. Die Grosse verschwindet zur Nachbarstochter und so bleibe ich allein mit zwei nöligen weil müden Mädchen zurück. „Iss will Ssoko-ho-ho-lade!“ *schluchz* „Mama tuscheln!“ jammert die 3jährige und auch die 1jährige will mir nicht von der Seite weichen.

Kaffee Nr. 4 schaffe ich nur zur Hälfte. Erst als die Männer gegen 17:15h wieder zurück sind, haben sich beide Mädels halbwegs akklimatisiert. Aus den mitgebrachten Einkäufen und den Dingen, die weg müssen, koche ich ein Abendessen, während die Kinder in Papas Begleitung Cars schauen dürfen und mir die Jüngste zwischen den Beinen rumwuselt. Sieht zwar nicht sehr instagramtauglich aus, hat aber super geschmeckt!

Während der Mann mit den KiTa- Kindern oben im Bad ist, räume ich den Tisch ab und die Spülmaschine ein. Ich sehe, daß der Mann die Sachen für das KiTa- Frühstück besorgt hat und hänge mir die Abreißzettelchen an die Haustür, damit ich sie morgen nicht vergesse. Denn morgen werde ich die Kinder wieder fahren und der Mann nimmt den Bus, da wir es mit der Jüngsten kurze Zeit ohne Bezugserzieherin im Frühdienst versuchen wollen (nicht immer ist eine der beiden Erzieherinnen unserer Gruppe im Frühdienst, aber bald werden wir sie zumindest an meinen Arbeitstagen immer im Frühdienst abgeben müssen).

Nach dem Anschalten der Spülmaschine tickere ich die Nachbarin an, sie möge mir bitte meine Tochter wieder rüber schicken. Diese will noch etwas von unseren Resten essen und verschwindet dann auch im Bett, aber erst verabschiede ich mich mit der Jüngsten zur Einschlafbegleitung. Den pinken Superwoman- Anzug hatten wir mal vererbt bekommen und schon die June sah darin sehr cool aus. Winke-Winke und ab in die Koje!

Als ich gegen 20 Uhr der Großen am Bett Gute Nacht gesagt habe (die June schläft schon) und wieder ins Wohnzimmer komme, hockt der Bub auf dem Sofa. Schon seit ein paar Wochen braucht er abends öfter mal länger, bis er einschlafen kann. Mit ihm werde ich jetzt irgendwas Seichtes im TV schauen und dann auch früh ins Bett gehen.


Alles in allem war das wieder ein voller Tag, an dem ich einige Dinge endlich zum Ende bringen konnte, einige angefangen habe und viele Dinge weitermachte.

Tja, so sehen meine Wochentage momentan häufig aus.

Irgendwas ist immer und irgendwas kommt immer noch dazu ;)


Meine 12 von 12 im September 2016, September 2015, September 2014, September 2013


 

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