Die Jüngste ist nun ein Kleinkind!

Veröffentlicht am Veröffentlicht in 12. Lebensmonat, Zusammenfassung | Kinder

Montag war es soweit: Das erste Jahr, das eine einzige Babyjahr, die Zeit der meisten und schnellsten Entwicklungsschritte ist nun vorbei. Einfach so wurde aus einem letzten Tag eine letzte Nacht (die Nacht in der sie vor einem Jahr ziemlich schnell zu uns kam) und aus dieser Nacht wurde wieder Tag und mein Baby ist plötzlich kein Baby mehr.

Doch absehbar war die Verwandlung in ein Kleinkind schon ein wenig länger:
Heimlich muss es sich davongeschlichen haben, dieses Baby(hafte). Es verschwand zwischen den Minuten, zwischen den Stunden und den Tagen. Stattdessen steht nun ein Persönchen vor mir, das ganz genau ausdrückt was es haben oder nicht haben will, das sich wunderbar selbst beschäftigen und auch mit anderen Kindern spielen kann und das mein Herz täglich noch ein bisschen mehr aufgehen lässt, wenn es sein kleines Wuschelköpfchen zur Seite neigt, „Mmmm-mah!“ (Mama) sagt und mich dabei anstrahlt.

 

Spielerische Kommunikation und bewegtes Spiel

Sie telefoniert zu niedlich: „Wah-juh? Waaah-juh! Düüüh- döh? Dööö-hööö!“

Am allerliebsten schiebt sie jedoch den Puppenwagen ihrer Schwester oder den aus Holz, den ich bei meiner Mutter zwischengeparkt hatte (damit Türzargen und Wände der alten Wohnung heile bleiben). Der Wagen ist sehr schwergängig (müsste einfach mal ein wenig geölt werden, aber so kann sie ganz langsam hinterhertappsen), kippt  dafür nicht um und steht nun draußen auf der Terrasse. Aber wehe, sie fährt den Wagen fest oder einer der Geschwister will auch mal, dann wird geschimpft und gezetert wie ein kleiner Rohrspatz!

Manchmal, wenn sie wirklich nicht dran denkt, geht sie ein oder zwei kleine Schritte frei. Ansonsten krabbelt sie auf allen vieren oder im halben Kniestand (weil sie so mit einer Hand etwas festhalten kann). Die ersten richtig bewußten Schritte ging sie dann doch noch an ihrem 1. Geburtstag, ganz so wie ihre Schwester June. Allerdings ist ihr das Krabbeln immer noch sicherer.

 

Beikost? Nicht im Traum… oder doch?

Nahm sie mit 11 vollen Monaten fast nur Milch und ein paar Krümel hier- & davon zu sich nahm, isst sie nun mit 12 Monaten immerhin ein 3/4 Obstgläschen mit Getreide oder auch ganz gerne minikleine Bissen von meiner Stulle mit. Weiterhin stehen Obst- und Gurkenschnitze hoch im Kurs, aber auch Kekse oder Gepufftes aus Mais. Inzwischen biete ich ihr auch fast alles vom Familientisch an, was sie nur allzugerne auch probiert.

Dummerweise schlug diese leichte Ernährungsumstellung richtig doll bei der Verdauung durch: tagelang litt sie unter wiederkehrendem Bauchweh, konnte deswegen nur schlecht ein- und durchschlafen und war auch tagsüber ganz oft unglücklich oder gar am Weinen. Sehr unangenehm für alle Beteiligten :( Ich habe mein sonst so keckes und fröhliches Mädchen kaum wiedererkannt und fühlte mich Dank Kümmelzäpfchen und Wärmekissen in die ersten babywochen zurückversetzt :(

Die Nächte der letzten 3 Wochen waren durchweg sehr unruhig, auch wegen dem Bauchweh und obwohl die KiTa noch gar nicht begonnen hatte. Aber schlief sie endlich richtig, sprach sie immer öfter im Schlaf: „Da!“ und „Nejnej!“
Was sie dann wohl träumt?

 

KiTa- Kind mit einem knappen Jahr

Trotzdem liefen sie ersten Tage der KiTa- Eingewöhnung super! Die ersten 3 Termine (60 Minuten mit Anwesenheit des Elternteils im Raum) habe ich übernommen, danach übernahm der Mann und es gab schon an Tag 4 eine Trennung, die an Tag 5 auf 2 Stunden ausgeweitet wurde.

Die Jüngste fühlt sich wohl in dem Gruppenraum, das merkt man so richtig. Früher musste ich sie immer heraustragen, wenn sie beim Abholen der Geschwister hineingekrabbelt war. Nun darf sie ihn endlich auf eigene Faust erkunden und nach Herzenslust spielen! Mit den Erzieher_innen stehen wir in engem Kontakt, auch wegen der älteren Geschwister in derselben Gruppe. Hier zuhause ärgern und schubsen sie die jüngere Schwester gerne mal, wenn wir nicht hingucken. In der KiTa erkenne ich meine Mittelkinder dagegen teilweise nicht wieder: Wie umgänglich und regel- liebend sie dort sind! Das war echt spannend zu beobachten!

Die Jüngste war dann auch das 1. Kind, daß den 1. Geburtstag in der KiTa gefeiert hat. Sie kam mit der obligatorischen Krone im Rucksack nach hause und wie mir ihre älteren Geschwister berichteten, hat sie auch auf dem Geburtstagsstuhl gesessen und ein wenig Muffin gegessen!

 

Happy Birthday, mein Sonnenkind!

Nachmittags kamen dann noch diverse Omas & Opas, die Tante und zwei Cousins zu Kaffee und Kuchen zu uns. Feierten wir den Geburtstag der June vor 7 Wochen an Pfingsten noch sehr provisorisch auf der Baustelle, war es dieses Mal wirklich schon sehr gemütlich.

Am Wochenende wird dann ganz groß gefeiert: 1. Geburtstag der Jüngsten, 1. Hochzeitstag von uns Eltern und natürlich auch Hauseinweihung!

Das wird toll!


Ganz vielen Dank auch für die lieben Glückwünsche über Twitter und Instagram – momentan nutzen wir die KiTa- Zeit der Kinder für Arbeiten am Haus und Vorbereitungen für das Wochenende und Wubttika am Wochenende danach, deswegen konnte ich gar nicht allen antworten <3

Danke!!!


 

4 Gedanken zu „Die Jüngste ist nun ein Kleinkind!

  1. Herzlichen Glückwunsch für das Sonnenkind! Die Geburt damals hat so ziemlich meinen Mutterschutz eingeläutet und nun ist mein Baby bald auch kein Baby mehr – seufz…

    Hat das Sonnenkind dann eigentlich von alleine angefangen, mehr zu essen oder habt ihr da bissel ‚Vorbereitung‘ im Hinblick auf die Kita gemacht? K3 bevorzugt aktuell auch fast nur Flüssignahrung, aber noch bin ich da ziemlich entspannt :o)

    Und wie läuft das jetzt mit deinem Wiedereinstieg?

    Alles Liebe,
    Nadine

    1. Vielen Dank für die Glückwünsche :)

      Also: im Hinblick auf die KiTa habe ich natürlich versucht, etwas von der Milch wegzukommen. Allerdings klappt das nur, wenn das Kind auch Bock hat. Ich weiss aus Erfahrung, dass Kindernin der Gruppe anders essen als zuhause (ergo vielleicht mehr festes) bzw sich das, was sie in der KiTa nicht bekommen (können) anschließend zuhause holen.
      Nach 4 Wochen, in denen ich auf echt keinen Bock auf Gläschen hatte, die ich fast voll wegschmeiße weil sie es partout nicht essen will, hatte ich es dann doch wieder probiert und prompt aß sie die Hälfte (90g oder so). Außerdem biete ich ihr nun ganz viel von unserem Essen an, was sich als Fingerfood eignet. Heute aß sie in der KiTa Reis mit Tomatensauce, und zwar richtig gut. Es klappt also irgendwie.

      Ich selbst gehe erst nach 13 Monaten wieder zurück ins Büro – wegen dem ET im August und Sommerferien wusste ich nicht, ob und wie das mit der Eingewöhnung klappt. Ob sie erst 1 sein muss für die KiTa, wann die Schließzeit ist etc. Da waren mir nur 12 Monate zu heikel und so ist es jetzt ganz entspannt alles :)

      1. Das klingt ähnlich wie bei uns :o)
        K3 isst ohne mich auch mehr als mit Brust unter der Nase ;o)

        Und auch ich habe 13 Monate Elternzeit, weil ich nicht den 1. Geburtstag auf Arbeit verbringen wollte, K3 dann fast durchgeimpft ist und ich die Herbstferien von K1 auch noch abdecke :o)

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