9 Monate nach der Geburt – Was war, was kommt, was geht? {Mit Bauchbildern}

Hier nun endlich wieder eine Zusammenfassung post partum – also nach der Geburt.

Ich hatte bisher nur 2 Tage und 12 Tage sowie 8 Wochen danach etwas geschrieben… Die große Rückschau steht also noch aus.

 

9 Monate als Großfamilie, 9 Monate zu sechst, 9 Monate Mutter von 4 Kindern

Inzwischen fühle ich mich richtig und rundherum wohl, das muss ich als allererstes mal so festhalten!

Alles hat sich eingespielt, das Baby wird eigenständiger, es wird mehr „aktives“ Familienmitglied und es gibt immer öfter Nächte, in denen nur das Baby wach wird und das auch oft nur 1 Mal (anschließend schläft es zwar nur in meinem Arm weiter, aber nun gut).

Natürlich rummst es hier auch manchmal ganz gehörig. Da gibt es Wochenendkoller, immer viel Wäsche, ab und zu Ausraster meinerseits weil ich gefühlt allen alles hinterherräume und sauberhalte und da sind auch machmal Tage oder Nächte, in denen der Mann und ich uns anpissen weil wir beide stehend k.o. sind, aber jeder meint er sei schlimmer dran als der andere.

Aber das ist glücklicherweise mehr Ausnahme als die Regel; wir sind als Familie gewachsen und zusammengewachsen, wir trauten uns über Silvester mit der Bahn in den Urlaub; ich selbst traute mich mehrfach mit 2 bis 3 Kindern innerhalb Deutschlands zu verreisen und mit allen 4 auf Ausflüge innerhalb der Stadt (damit der Mann in Ruhe arbeiten kann) – vieles ist für mich einfach nur eine Frage der guten Organisation im Vorfeld.

Doch so langsam merke ich: da ist eine Grenze, bei der ich noch so viel vorbereiten kann und trotzdem ist irgendwo Ende. Mit 4 Kindern in diesem kurzen Altersabstand und mit all ihren unterschiedlichen Bedürfnissen kann ich nicht mehr alles machen und auch nicht mehr alles schaffen. Da können wir uns als Eltern noch so viel anstrengen, der Tag hat nunmal nur 24 Stunden und die Woche nur 7 Tage. Und die verfliegen, schneller als man gucken kann. Bumms.

Aber auch in diese Erkenntnis wächst man rein – zwar schmerzhaft (wenn es zuviel war), aber doof lernt ja bekanntlich ;)

 

Stillen/ Abstillen / Beikost

Zu diesem Thema gibt es nicht viel anderes zu erzählen als bei den anderen Kindern auch:

Ein heftiger Milcheinschuss, viel Milch, anfangs mehrere Wochen Verkrampfungen in der Brust*warze beim Milchspendereflex, aber dann eine wunderbare und sehr angenehme Stillzeit. Abstände von 2 bis 4 Stunden, manchmal länger, in der Regel aber alle 3 Stunden. Nach den nächtlichen Mahlzeiten schläft die Kleinste direkt weiter  – auch jetzt, wo ich inzwischen abgestillt habe. Um den Monatswechsel 7./8. herum hatte ich begonnen mal zwischendurch eine Milchflasche anzubieten, denn die Kleinste hält leider nicht viel von der Beikost, ich selbst aber sehn(t)e mich verstärkt nach mehr Freiheit. Das klappte auch ganz gut eine ganze Weile mit diesen 1 bis 2 Flaschen am Tag, bis zu einem erneuten Schnupfen und ihrem dauernden Verlangen nach meiner Nähe. Da war dann irgendwann der Punkt erreicht, an dem es mir genug war und ich dehnte die Abstände zwischen dem Stillen vorsichtig aus. Erst seit ein paar Tagen stillen wir gar nicht mehr und dank dem sanften Übergang habe ich bisher keine Probleme gehabt, kein Spannen und auch kein Druck mehr, allerhöchstens ein paar Milchnester fühle ich noch – die sollten sich aber auch bald aufgelöst/ ausgestrichen haben.

Die Stillzeit war rückblickend eine wunderschöne und das Gefühl zu stillen war wieder ein ganz besonderes – gerade bei der allerletzten Stillmahlzeit habe ich nochmal genau hingespürt und alles aufgesogen – aber es ist jetzt auch gut für mich.

Stattdessen kommt wohl der Zyklus nun schon wieder richtig in Gang… hatte ich zuletzt 3 Zyklen mit 34-36 Tagen, zog es kürzlich genau an ZT 14 massiv im Bauch, was gut ein Eisprung gewesen sein kann.

 

Stillen hat verschiedene Seiten

 

Körperliches:

Bei Gewicht/ Umfang hat sich in den letzten Wochen kaum etwas getan: Immer noch hänge ich auf 70 kg/ 97cm Umfang fest. Zum Vergleich bei 4+6: 64kg/ 90cm | bei 39+6: 84kg/ 118cm

Bis zum Vor- Schwangerschaftsstatus fehlen also noch mindestens -6 Kilo und -7cm. Grmph.

Ich weiss: 9 Monate kommt es, 9 Monate geht es… aber es nervt so langsam, immer die gleichen Klamotten zu tragen, wo doch im Schrank noch so viel Schönes hängt. Ich fühle mich auch noch sehr weich und nicht so stark und belastbar wie früher, aber das ist okay für mich. Das sind noch Stillhormone, die brauchen noch etwas bis sie verschwinden.

Hier mal alle Bauchbilder nach der Geburt zum Vergleich – und wie das Sonnenkind in dieser Zeit heranwuchs und sich aufrichtete <3

Bauch in den ersten Wochen nach der Geburt des 4. Kindes

Bauch in den ersten 9 Monaten nach der Geburt des 4. Kindes

Zum Thema Bauch habe ich noch einen fun fact: Immer noch habe ich braune und rote Punkte am Bauch – und zwar nur dort! Da meine Haut schwanger eh immer stärker pigmentiert ist, kannte ich das schon ein bisschen. Dieses Mal war die LineaNegra zwar nicht so ausgeprägt, dafür aber diese kleinen Muttermale und roten, hochgewachsenen Äderchen zahlreich erschienen. Mal schauen, wann sie wieder richtig verschwinden.

In dieser Babyzeit blieb ich nur selten von Krankheiten verschont. Vor allem die Erkältungen im Winter und auch kürzlich haben mich wenn dann mit voller Wucht erwischt. Ich hatte immer wieder Halsschmerzen, die dann oft in fiesen Husten samt schlimmen Schnupfen übergingen. Über den Advent und den Jahreswechsel hing ich wochenlang am Nasenspray, weil ich den Schnupfen nicht wegbekam bzw. direkt wieder neuen hatte. Da ich nichts richtig auskurieren konnte, ist das auch kein Wunder.

Zu guter Letzt habe ich mir öfter im Rücken Nerven eingeklemmt, wobei das eigentlich verspannte Muskeln sein sollen, die auf einen Nerv drücken. Den Verursacher habe ich kürzlich per Zufall gefunden: Es scheint das Tragen des Babys seitlich auf der Hüfte (also ohne Tragehilfe) zu sein. Bei unserem Kurztrip trug ich das Baby in der Jugendherberge ziemlich viel einarmig auf der Hüfte herum und konnte mich dann nachts kaum bewegen – kürzlich zuhause merkte ich schon beim Tragen des Babys, wie es wieder im Schulterbereich zwickte und muckte. Im Hüftsitz sollte ich sie also wirklich nur noch ganz kurz tragen, stattdessen nehme ich sie vor den Bauch oder direkt in den RingSling.

 

Haut und Haare:

Mindestens genauso fies wie eine starke Erkältung war der schlimme unterirdische Pickel, der mich im Frühjahr regelrecht umhaute. Ich hatte sowieso immer wieder mal einen dieser Dinger im Gesicht (wie ich auf Fotos später sah, war das in allen Stillzeiten der Fall gewesen also echt wieder eine Sache der Hormone – ein FiePi war nach Wochen endlich weg, schon wächst woanders ein neuer), aber der an der Nase schlug dem Fass den Boden aus. Größentechnisch und auch in punkto Entzündung. Ich musste 2 Wochen Antiobiotika schlucken und fühlte mich zeitweise elend und vergiftet.

Das leidige Thema Haarausfall ereilte mich bei diesem 4. Kind in den Monaten 4 und 5 nach der Geburt. Büschelweise hatte ich nach dem Haarewaschen alles im Sieb der Dusche hängen. Im Monat 6 reduzierte sich der Haarausfall glücklicherweise wieder auf ein normales Maß. Inzwischen sieht man sehr deutlich die nachwachsenden Haare in meinem Ansatz – über der Stirn habe ich nun eine Art „Kranz“ aus 2 bis 3cm langen Haaren, die nach oben abstehen. Nicht mehr lange, und meine lichten Geheimratsecken werden wieder verschwunden sein!

Mein trockene Kopfhaut hatte sich nach Ewigkeiten endlich beruhigt (hier die ganze Story zu den haarigen Angelegenheiten) und ich hatte das Medizinshampoo schon fast ausgeschlichen, aber muss momentan doch wieder öfter behandeln. Stress und Hormone wahrscheinlich… Sie kennen das als Mutter.

 

Und in der Zukunft?

Mir ist selbstverständlich bewusst, daß wir uns mit dem Hauskauf, der Sanierung und dem anstehenden Umzug wieder ein Großprojekt vorgenommen haben, das vom Aufwand her nur mit wenig anderem im Leben vergleichbar ist. Es hat sich nun einmal so ergeben und viel dran ändern kann und will ich auch nicht. Ich selbst wäre doof zu glauben , daß alles anschliessend in total ruhigen Bahnen verlaufen wird (das neue Zuhause, neue Abläufe, neue Schule für die Älteste etc pp), aber etwas ruhigere Zeiten erwarte ich dann schon im Sommer.

Ich freue mich jetzt schon riesig auf unseren neuen Lebensmittelpunkt, auf mehr Platz am Esstisch, auf Besuch den ich problemlos einladen kann und auf Kinder, die viel mehr auf eigenen Wegen unterwegs sein können.

Danach wird es nochmal knackig mit der Eingewöhnung des Sonnenkindes, währenddessen feiern wir schon 1. Geburtstag, mein Wiedereinstieg wird wenig später sein, die #WUBTTIKA17 wird dann auch noch kommen und ehe wir uns versehen, wird es auf den Advent zu gehen. Wetten?

Aber davor fürchte ich mich kein bisschen, das wird alles und alles wird gut :)

 

4 Kinder sind eine tolle Sache

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