Bau- Logbuch Eintrag 06: „Ich tauch ab, nichts hält mich hier oben!“

Der Juni ist angebrochen. Es geht los!

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie wenig ich bei unserem Küchenkalender das Blatt vom Mai umschlagen wollte.

Juni!!! Whaaa!

Das bedeutet Deadline bis Ende des Monats!!!

Das heisst: Bald ist Umzug, das ist noch mehr Arbeit, noch mehr Chaos und Leben am Limit.

 

Leben am Limit? Haha!

Das tue ich gesundheitlich eigentlich jetzt schon: Ich bin auch nach einer ganzen Woche immer noch total verrotzt. Vorgestern dachte ich noch „Morgen und dann ist es vorbei!“ stattdessen wurde es gestern wieder schlimmer. Meine Nebenhöhlen blubbern seit Tagen und geben fiesen Schnodder frei, was sich gestern wieder verstärkte. Ein Gefühl wie Wasser in der Nase im Schwimmbad und wie tauchend unter Wasser, da die Ohren keinen richtigen Druckausgleich machen können und ich deswegen alles etwas dumpfer höre. Gestern abend stellte ich dann fest, daß mein Geschmackssinn einfach so weg ist. Krass!

Der Mann krebst auch noch herum mit Husten und etwas Schnupfen…

Wir strampeln aber einfach weiter, es geht nun in die Vollen und da bleibt keine Zeit zum Ausruhen, so gern ich am liebsten abtauchen würde: ins Bett, zu Tee und Buch und einer ordentlichen Mütze Schlaf. Aber das ist nicht drin.

 

„Mommy“ – Workout

Stattdessen bin ich diese Woche jeden Tag am Limit gelaufen (bis auf heute, aber der Tag wird zumindest am nachmittag noch anstrengend)

Jeden Tag ist der Mann alleine zur Arbeit und ich habe hier morgens 4 Kinder fertig gemacht, um eines dann in die Schule zu schicken und mit 3 anderen zur KiTa zu fahren. Von dort ging es dann immer mit einem Kind weiter zum Haus: Putzen, putzen, putzen, Kleinkram erledigen und dann auch noch andere Besorgungen machen. Dummerweise lässt sich das Baby momentan gar nicht abgeben und schreit sehr schnell los, sobald ich aus seinem Blickfeld verschwinde. Babysitter hätte ich zwar zeitweise, aber selbst mit ihm schaffe ich kaum was weg weil sie dann schreit. Die Kleinste ist sowieso nicht richtig fit, mag noch weniger essen als sowieso schon (stattdessen Milch) und die Nächte sind auch eher durchwachsen.

Das macht es mir noch schwerer, meiner ToDo- Liste etwas entegegenzusetzen, auf der für einen erledigten Punkt direkt zwei neue erscheinen :(

Ehrlich gesagt fällt es mir immer schwerer, nicht so machen zu können wie ich gerne würde, sondern ständig durch die Kleinste ausgebremst zu werden. Es macht mich wahnsinnig, gerade einmal 2 Handgriffe tun zu können und die fehlenden 3 zu lassen, weil ich sie hoch auf den Arm nehmen muss. Sie klebt an mir wie eine Klette, ihr Schlafverhalten ist total unberechenbar geworden und manchmal wünsche ich mir einfach mal nur in Ruhe arbeiten zu können. Denn ich kann Lampen abschrauben, Tapeten abreissen, Fugen auskratzen. Ich kann es nur nicht weil sie immer dabei ist und das wurmt mich richtig!

Auf später verschieben ist langsam keine Option mehr und es ist wirklich noch so viel zu tun!

Immerhin habe ich vorgestern Umzugsunternehmen abtelefoniert, zwei haben Ende des Monats noch einen Termin frei und kommen zwecks Schätzung für ein Angebot in den nächsten Tagen vorbei – eine Sorge weniger. Puh.

Ich habe den Teppichstripper nochmals ausgeliehen, damit auch noch die letzten Schaumstoff- und Gewebereste vom Estrich runter kommen.

Fehlt nach wie vor der Fußboden, wo wir weder Angebot, Adresse noch genaue Idee haben. Linoleum ist zu teuer, daher wird es oben wohl PVC oder Vinyl und unter im Keller Teppich. Der Boden muss aber drin sein, zumindest im Obergeschoss, weil die Möbel ja irgendwo drauf gestellt werden müssen! Aaaah!

 

Farbauswahl

Weiterhin sind wir wegen Tapete und Anstrich dran… Ein bisschen alte Tapete muss noch ab und heute steht der Einkauf für das neue Material an. Beim Ausleihen des Strippers habe ich ein paar Farbkarten mitgenommen. Jedes Kinderzimmer soll eine Wand mit Farbe bekommen:

links Zimmer der Großen, Mitte Bubenzimmer, rechts Zimmer der beiden kleinen Mädchen.

Die roten Zahlen sind die Abstimmung meiner unrepräsentativen Umfrage bei Instagram und Facebook :)

Mit den Farbkarten kannman übrigens auch ganz toll spielen – die Kinder waren ganz scharf drauf!

 

Auf dem Lokus steht die Zeit still

Worum ich mich auch gerade bemühe, sind neue WC- Brillen für die 70erjahregrünen Toiletten im EG und OG. Auf der Keramik des oberen WCs habe ich immerhin mal eine Herstellerangabe gefunden. Den Hersteller gibt es immer noch, konnte mir dank Email mit Fotos eben auch das Modell nennen und nun versuche ich, neue Brillen dafür zu bekommen. Im Baumarkt hatte ich auch schon mit Handyfoto gefragt, die können mir mit Modell- und Herrstellerangabe ggf auch weiterhelfen.

Und so verfliegen die Tage zwischen Naseputzen, Baustelle und Alltag mit den Kindern.

Das Junebug wurde gestern 3 Jahre alt (inklusive benötigter Backwaren für die KiTa und Geschenke und Geburtstagstisch), die Älteste realisiert immer mehr, dass sie bald eine neue Schule besuchen wird und deswegen hier Abschied nehmen muss und der Bub ist eigentlich sehr ausgeglichen, nimmt aber die Stimmung unter uns Eltern natürlich auch wahr. Erwähnte ich schon, dass heute 1. Hochzeitstag ist? Jou, der fällt irgendwie auch aus.

Keine Zeit, keine Kapazität. Später dann mal, irgendwann…

Am 30.06 müssen wir hier raus, am 29.06. wird das Internet im neuen Haus aufgeschaltet, dafür müssen Steckdosen da sein, die der Elektriker noch montieren muss. Erwähnte ich schon, dass wir noch keine Firma für den Bodenbelag haben?

Aaaaaah….

Noch 28 Tage!

*bittehierschiefesGrinseneinfügen*

 

 

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