Hauskaufgeschichten: Zuhause? Ankommen!

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Oder auch: Die Ruhe vor dem Sturm?

Ich rotiere wegen unserem Hauskauf und dem damit verbundenen Umzug. So viele Dinge müssen bedacht werden, soviel geplant und koordiniert werden. Parallel suchen wir ja ein gebrauchtes Familienauto, haben bereits 2 Probefahrten hinter uns, werden aber weiter suchen (müssen). Dazwischen läuft der ganz normale Alltag weiter mit den Kindern, mit der Schmutzwäsche, mit den winzigen bis mittelschweren Katastrophen und auch den vielen kleinen (un)sichtbaren Entwicklungsschritten.
Auch in mir arbeitet es gerade, bzw. ist da etwas gesackt:

Wir werden wirklich bald umziehen.

Wir sechs werden ein richtiges Zuhause haben.

Für immer!

Dort werden wir erstmals Striche an die Türrahmen malen können, die dann auch bleiben wo sie sind. Es soll keine Zwischenlösungen mehr geben, stattdessen stellt sich immer öfter die Frage nach Qualität und Haltbarkeit. So viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten als in der Mietwohnung (und natürlich auch viel mehr Arbeit, aber das verdrängen wir jetzt einfach mal)!

 

Ich beobachte mich selbst, wie ich von der Angst, mich mit einem Haus auf lange Zeit festzulegen, umgeschwenkt bin auf Vorfreude, auf Sicherheit und auch ein bisschen auf Stolz (dabei haben wir noch gar nichts groß geleistet ^^). Letztes Jahr bedeutete Hauskauf für mich noch viele Schulden, Gebundenheit an einen Ort und Zweifel, ob wir überhaupt einen gemeinsamen Nenner finden und finanzieren könnten. Heute freuen wir uns beide wie die Schneekönige über unser Haus, über die geraden Linien und die solide Bauweise.

Vor 10 Tagen bekamen wir die Kaufurkunde per Brief und mit Siegel hier an. Ein förmliches Dokument und ein tolles Gefühl!

Gestern mittag kam per Post die Rechnung vom Gericht für die Vormerkung im Grundbuch.

 

Gestern abend war der Mann mit dem Buben vor Ort und bekam einen Schlüssel ausgehändigt, damit wir mit den Renovierungsarbeiten schon ganz bald starten können (alle anderen Schlüssel bekommen wir dann erst mit Zahlung des kompletten Kaufpreises). Zählerstände wurden abgelesen und dazu gab es einen ganzen Ordner mit Zeichnungen und Unterlagen zum Bau des Hauses damals. Es war mein Highlight am Abend darin blättern zu können :)

In den nächsten Tagen werde ich diese Wohnung hier fotografieren und filmen, bevor ich mit wahnsinnig gemischten Gefühlen die ersten Sachen von den Wänden nehme. Nächste Woche werde ich dann das neue Haus aufnehmen – vor der Renovierung, vor dem ganzen Schmutz und Dreck und vor den alten & neuen Möbeln. Ich freu mich so sehr darauf, endlich richtig loslegen zu können!

Das muss wohl dieses „setteln“ sein.

Aber vor allem auch: Ankommen.


 

5 Gedanken zu „Hauskaufgeschichten: Zuhause? Ankommen!

  1. Yeah! Endlich ZUHAUSE sein! Wir wohnen seit einem Jahr in unserem Haus und ich liebe es! Man ist für sich (keiner räumt um 20.30 die Spülmaschine unterm Kinderzimmer ein….), alles was man macht und werkelt ist für einen selber. Noch leben wir auf einer Baustelle, aber alles andere macht das wett.

    Ich bin neidisch auf den Hausbau-Ordner ;) wir haben ein Fachwerkhaus wo alle Sanierungen immer selber gemacht wurden – leider gibt es nur ein paar alte Fotos aber keinerlei Aufzeichnungen. Solche finde ich auch immer mega spannend!

    1. Diese für einen selber werkeln, das ist es jetzt auch bei mir. Und keine Nachbarn mehr, da hast Du recht. Damals als Single habe ich es gemocht, weil ich mich dann nicht so allein fühlte – jetzt bin ich froh, wenn ich mal schlafen kann und dann läuft jemand mit lauten Schuhen die Treppe zu seiner Wohnung rauf :/
      Bald kann ich dann auch die Kinder nach oben in ihre Zimmer schicken :) Hach!

  2. Ich weiß genau wie du dich fühlst, wir sind genau vor einem Jahr in unser eigenes Haus eingezogen! Bis es endlich unser Haus geworden ist, war es schon sehr sehr stressig! Ständige Termine mit den Banken, Notar etc! Bei uns hat alles reibungslos geklappt! Wenn der schriftliche Kram unter Dach und Fach ist, geht es weiter mit der Renovierung, das hinter telefonieren der Handwerker! Nebenbei der übliche Kram, Kartons packen und vieles mehr! Aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt! Wir sind sooo glücklich! Meine 5 jährige Tochter auch! Wir fühlen uns pudelwohl! Beste Entscheidung ever!!!

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