Isolationstage

Schon wieder sind die beiden mittleren Kinder krank.
Schon wieder so richtig mit 4 Tage extrem laufender Nase, mit tränenden Augen, mit großen Schrunden im Gesicht und mit ganz oft Fieber auf dem Thermometer.

Ja, das ist normal, weiss ich doch.
Ja, auch die Kleinste wurde mal wieder angesteckt. Die schnieft und tränt dann nicht nur, die kackt und kotzt dann auch viel.
Ja, das gibt dann viel Wäsche.
Ja, das ist so mit vielen Geschwistern.
Und ja, meine ganzen Pläne sind mal wieder über den Haufen, weil ich hier zuhause nur noch reagieren muss:

„Mama meine Nase läuft!“

„Mama ich muss Pipi!“

„Piiiiiep!“ macht das Fieberthermometer und leuchtet bedrohlich rot.

„Mama ich habe Hunger/ Durst/ ich will KiKa gucken!“

Die Kinder brauchen Taschentücher, Nasentropfen, Creme und Tee. Die Mischung aus Spitzwegerich und Thymian trinken sie zum Glück freiwillig.
Wir alle brauchen etwas zu essen und etwas sauberes zum Anziehen.
Ich brauche Mittagspause, bekomme aber keine weil niemand ausser mir schlafen will. Oder das Baby schläft und ich kann die Mittleren nicht unbeabsichtigt lassen, denn

Stattdessen werden die wenigen Nachtstunden auch noch durch lange Unterbrechungen reduziert – entweder Husten beim Buben (pseudo- krupp- ähnlich) oder Bauchweh (beim Baby, denn wegen der Rotznase zieht es zuviel Luft beim Stillen), dazu immer noch ein weiteres wanderndes Kind, das mit zu uns ins Bett will…

Abends kommt der Mann heim, kommt später weil er noch schnell Getränke oder Medikamente kaufen war, ein lautstarkes Abendessen folgt und danach Watte in meinem Kopf, denn ich sitze dann doch wieder allein im Wohnzimmer, also fast allein… Ich mag nicht schon ins Bett gehen, das ist die einzige Zeit des Tages ohne große Aufgabe, aber mit einer 7 Kilo schweren auf dem Schoss…

Die unerledigten Homeoffice- Aufgaben wird der Mann am Wochenende nachholen müssen – das werden wir also auch wieder mehr oder weniger getrennt verbringen: er allein auf der einen Seite der Tür im Arbeitszimmer, ich und die Kinder auf der anderen Seite.

Vor Weihnachten war es haargenau das selbe, nur daß es mich dann auch noch erwischte und statt Haussuche/ Maklertelefonate/ Besichtung eben Geschenke und Weihnachtskram auf meiner ToDo- Liste standen.

Ich fühle mich gerade so einsam mit 3 Kindern daheim.
Ich kann das Schniefen, Husten, Jammern nicht mehr hören.
Ich komme kaum raus, ich kann nichts machen was mir Spass macht und bin zunehmend neidisch, wenn ich in den sozialen Netzwerken sehe, was andere so machen. Da ich mich dort gerade eh nicht wohl fühle weil ich nicht weiss was ich sagen soll, lasse ich es wohl besser.

3 Wochen waren wir fast ganz gesund – 1 Woche Weihnachten, 1 Woche Urlaub und 1 Woche daheim.

Meine Zündschnur ist ziemlich kurz geworden und mir reichts so langsam!


 

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