Schieben statt Schleppen, das ist kinderleicht!

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Seit Jahren bin ich durch meine Kinder am Ball, was verschieden Kindersitze, ihre unterschiedlichen Größen und ihr Handling angeht. Als ich den Doona+ von SimpleParenting das erste Mal in einem Magazin sah, da dachte ich noch „Was für ein Quatsch!“ – aber jetzt, wo ich ihn im Alltag erleben darf, bin ich ganz schön angetan von dieser Babyschale auf Rädern!

Als ich nach Bewertungen im Internet suchte, stiess ich sehr schnell auf den alten Test des ADAC, bei dem das Vorgängermodell aufgrund von Chemie im Bezug schlecht abschnitt. Nach aufwändiger Suche stellte sich heraus, dass es der Aufkleber auf Ohrhöhe war (der mit den Sicherheitshinweisen). Dieser wird nun aus einem anderen Material hergestellt, so dass der Doona+ deswegen im aktuellen ADAC- Test nicht mehr abgewertet wird.

Die rückwärtsgerichtete Babyschale gehört zur Gruppe 0+ (0-13 kg) und wiegt selbst etwa 7,5 kg.

Schwer geschleppt?

Auch wenn es nur ein paar Meter vom Parkplatz bis nach hause sind, eine Babyschale kann am Unteram ganz schön schwer werden. Zum Gewicht des Kindes addiert sich nämlich das Gewicht der Schale noch dazu (die leichtesten sind etwa 3 Kilo schwer, man sollte eher mit mehr rechnen) und meistens hat man ja auch noch eine Wickel-/ Handtasche dabei. Durch die Größe und Form der Babyschale ist zudem ein beckenbodenschonendes Heben und Tragen fast unmöglich, das habe ich immer wieder in den ersten Wochen nach meinen Geburten unangenehm gemerkt.

 

Mit dem Doona+ einfach zum Auto rollen statt schleppen
Die Babyschale einfach zum Auto rollen

 

Klick-klick- klapp -klick-klick

Das Handling des Doona+ ist relativ einfach, wenn man sich ein einziges Mal mit der Anleitung und vor allem mit dem Ablauf vertraut gemacht hat: welche Positionen kann und muss die Schiebestange einnehmen, wie wird das Fahrgestell heraus- und wieder eingeklappt und wie befestige ich die Babyschale im Auto? Ich hatte die Handgriffe ganz schnell raus und stellte beim Durchblättern erstaunt fest, dass die Anleitung sogar eine Beschreibung zum Abnehmen und Aufziehen des Sitzbezuges enthält! Das ist überaus praktisch, sollte sich das Kind im Auto übergeben oder der Bezug anderweitig verschmutzt sein (z.B. weil die Windel nicht alles halten konnte).

 

Den Doona+ auf dem Rücksitz befestigen
Der Einstieg mit dem Doona+: Vorfahren, Fahrgestell einklappen, ins Auto heben und anschnallen

 

Die Räder sind doch schmutzig!

Der erste Gedanke meines Mannes war natürlich: „Da wird doch der ganze Sitz von den Rädern schmutzig!“ Dank der beiligenden Schmutzmatte, die hinten zwischen Sitz und Rückenlehne geklemmt wird, konnte ich dieses Argument ganz schnell entkräftigen. Außerdem kann man zum Doona+ eine passende Isofix- Station ergänzen, auf die man die Babyschale einfach nur aufklickt und die den 3Punkt- Gurt überflüssig macht.

Euch aber zeige ich die Variante ohne Isofix und wie man sieht, passt der Doona+ sogar in unseren Dreitürer auf die Rückbank. Ich nehme Euch nämlich mit zu einem fast normalen Tag als Mehrfachmutter, den ich aufgrund der weiten Wege mit dem Auto bestritt:

 

Der Doona+ auf dem Autorücksitz
Abfahrt mit dem Doona+

 

Mit dem Doona+ unterwegs

Mein erster Termin an diesem Tag führt mich zur Physiotherapie in den einen Stadtteil und im Anschluss zum Kurs ins Geburtshaus in eine andere Ecke der Stadt. Ich bin wirklich froh, die Babyschale an diesem Tag nicht tragen zu müssen, denn allein die Wege im Parkhaus am Geburtshaus sind wirklich lang. Für einen Wechsel ins Tragetuch ist es mir morgens zu kalt und da der Doona+ die Räder unten drunter hat, brauche ich das Gestell des Kinderwagens nicht extra mitzunehmen. Daher könnte ich sogar noch einkaufen gehen, denn der Kofferraum bleibt leer!

Weite Parkhauswege und das Baby sicher
Diverse Termine an einem Tag

Die Bremse ist selbsterklärend und trotz teilweise schlechter und unebener Fahrwege (Pflastersteine, Flickenteppich- Aspahlt, Bordsteinkanten, Laub und Stöckchen) schlägt sich das ungefederte Fahrgestell erstaunlich gut. Das Verdeck kann auch nur einseitig geöffnet/ geschlossen werden, z.B. wenn die Sonne seitlich hereinscheint.

Wir müssen auf dem Heimweg noch die KiTa- Kinder einsammeln und zum Glück gibt es vor der KiTa nicht nur ein paar Stufen, sondern auch eine schöne Rampe. Swipp-swipp stehen wir schon vor der Tür und müssen klingeln, um eingelassen zu werden.

Mit dem Doona+ Rampe fahren statt Treppen steigen
Rampe fahren statt Treppen steigen

Zum Glück gibt es in der Einrichtung einen Aufzug zu den oben liegenden Gruppenräumen, denn bei der Physiotherapie musste ich bereits die Babyschale ein Altbau- Geschoss hoch tragen und spürte deutlich das größere Gewicht als bei unserer normalen Babyschale.

Die beiden mittleren Kinder begrüßen uns lauthals und wollen natürlich auch schieben. Nach dem Anziehen geht es wieder zurück zum Auto und an der Straße halten sich beide brav am Griff fest (da konnte ich nur so schlecht fotografieren).

Geschafft! Alle 3 Kinder sitzen sicher im Auto!

Die Griffstange des Doona+ eignet sich super zum Festhalten der Geschwister
KiTa- Abholdienst

 

Der Doona+ ist einfach praktisch, aber kein Kinderwagen!

„Ja aber! Da benutzt man den doch einfach anstatt eines Kinderwagens und spart sich ganz viel Geld!“

Nein!

Der Doona+ ist und bleibt eine Babyschale und sollte genauso wie eine verwendet werden, nämlich möglichst nur so lange wie wirklich notwendig. Die Haltung des Babys in einer Babyschale ist nie optimal, es kann sich dort viel zu wenig bewegen und sollte besser getragen oder hingelegt werden. Vor allem keine stundenlangen Shoppingtouren im Einkaufszentrum und auch keine Ausflüge in den Wald bitte!

Aber vor allem bei mehreren Kindern kann der Doona+ den Alltag gehörig erleichtern (siehe oben: Wege zum Auto, der tägliche KiTa- Fahrdienst, die durchgehende Schiebestange zum Festhalten) und kann dabei vor allem auch den Beckenboden schonen, wenn (und da kommt mein größter Kritikpunkt) alles barrierefrei ist. Treppensteigen mit dem Doona+ macht aufgrund seines Gewichtes nämlich noch etwas weniger Spass als mit anderen Babyschalen. Ein bisschen Reflektormaterial würde ich mir gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit noch wünschen, denn zuerst schiebe ich den Wagen über die Fahrbahn.

Mega praktisch stelle ich mir den Doona+ jedoch auf Reisen vor: Vor allem bei den langen Wegen an Flughäfen und dank seiner Zulassung für Flugzeuge wird es richtig einfach, mit Baby in den Urlaub zu fliegen. Wir selbst verreisen im Winter als Familie mit der Bahn und würden die Babyschale eigentlich nicht mitnehmen, doch für Weg zum Bahnhof mit dem Taxi und am Urlaubsort zur Unterkunft wird eine notwendig sein, die wir auf den übrigen Wegen dann nicht tragen müssen, sondern schieben können. Im Zug selbst ist es auch ganz sinnvoll, die Jüngste zwischendurch sicher ablegen zu können, damit wir uns um die älteren Geschwister kümmern können.

Eine Babyschale auf Rollen – eine wirklich praktische Erfindung!


Herzlichen Dank an Simple Parenting für die Bereitstellung des Produkts!

 

8 Gedanken zu „Schieben statt Schleppen, das ist kinderleicht!

  1. Super, dass Du noch darauf hinweist, dass es einen Kinderwagen ersetzt. Ich finde es erschreckend, wie viele Leute ich immer sehe, welche die Babyschale stundenlang durch Märkte und Läden schieben. Dabei ist sie wirklich ausschliesslich für den Transport im Auto gedacht und auch dort nur wenn man zwischendurch Pausen macht (auf langen Strecken). Ich hab‘ meine eh immer getragen, so hatte ich die Hände frei, das war mir wichtig weil ich meist den Grossen noch an der Hand hatte und an der anderen eine Tasche o.ä. Ansonsten ist so ein Teil (hatte mir auch kurzzeitig eins geliehen, von Quinny glaubs) sicher 10x besser als die Babyschale von Hand rumzuschleppen, die ist nämlich enorm schwer, so mit Kind drin, und belastet den Tragenden einseitig.

    1. Das mit der zu langen Verweildauer in der Schale ist echt ein Thema. Ich glaube aber, dass die, die es nicht beachten, auch bei einer normalen Schale mittels MaxiTaxi nicht beachten würden. Deswegen auch der Hinweis, dass es definitiv kein Kinderwagenersatz ist. Und wenn auch nur ein_e einzige_r bei mir darüber liest und seine Vorstellungen überdenkt, dann hat es sich gelohnt.

  2. Ich bin erstaunt, was es inzwischen so alles gibt! Ich hatte damals einfach Adapter für die Babyschale gekauft, die lassen sich ja an fast jedem Kinderwagen-Gestell anbringen und sind meistens nicht sooo teuer.
    So ein extra Teil wie den Doona+ anzuschaffen, wäre mir wahrscheinlich zu viel gewesen. Aber wenn man viel und oft mit dem Auto unterwegs ist und nicht so häufig Treppen steigen muss, ist es bestimmt ne praktische Sache! Vielleicht wird er ja irgendwann mal weiter entwickelt und dann lässt sich die Babyschale vom Gestell trennen, da wäre man noch flexibler ;-)

    1. Die Adapter haben sich hier nicht so bewährt, weil ja dann das Kinderwagengestell mitfahren muss und bei den vielen Handgriffen mehr habe ich das Baby dann oft aus der Schale genommen und so getragen. Wegen der 2 KiTa- Kinder auf einmal ist mir das aber inzwischen zu heikel…

  3. Hallo Frl. Nullzwo,

    Die Idee mit einer Babyschale auf Rädern ist gut. Wir sind bei Nr. 3 und 4 jedoch den komplett entgegengesetzten Weg gegangen und haben uns eine neue extrem leichte Babyschale gekauft. Ihre knapp 2,5kg merkt man beim Tragen kaum. Es ist immer noch nicht bequem, aber blaue Flecken an den Unterarmen habe ich mir so ersparen können.

    Ideal wäre eine leichte Schale mit Rädern. Dann würde ich sofort zuschlagen – also falls wir noch mal eine bräuchten ;-)

    Viele Grüße
    Mama Maus

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