Warum es nicht immer Geschwisterplüsch gibt und ich ganz gut damit leben kann (muss!) {Gastbeitrag Melanie von glücklichscheitern}

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Über die Gastautorin:

Autorengitter Glücklich Scheitern

Liebe Susanne, ein ganz großer Teil in mir beneidet Dich volle Kanne: Dein viertes Kind ist da!

Vier Kinder – bis vor anderthalb Jahren war das genau die Kinderzahl, die ich auch anstrebte. Vor anderthalb Jahren war mein zweites Kind grad 6 Monate alt, ich noch voll im Hormonrausch und mein Traum von der Großfamilie sah so aus:
Lachende Kinder am Esstisch.
Kichernde Kinder die Streiche aushecken.
Kinder, die die Köpfe zusammen stecken und gemeinsam ein Puzzle zusammenpuzzlen.
Naja, Großfamilienromantik eben!

Dann fing Kind2 an zu krabbeln. Und zu laufen. Und krabbelte und lief in die Umlaufbahn von Kind1. Zerstörte die aufgebaute Spieleisenbahn, warf mit den Bauklötzen und kletterte auf das Hochbett, auf dem Kind1 grad eine Verschnaufpause mit Bilderbuch machte.
Es verging keine Minute, in der die beiden nicht stritten. Wenn doch wurde ich nervös und ging gucken.

Neulich telefonierten wir via facetime mit dem Onkel, beide Kinder saßen auf meinem Schoß, einer rechts, einer links. Ich hatte den ersten Satz noch nicht zu Ende gesprochen, da hauten die Beiden buchstäblich die Köpfe gegeneinander! Die ersten beiden Male folgte dem noch Gekicher, beim dritten Mal war es dann zu feste und das erste Kind heulte. Woraufhin es ausholte und sich für die Kopfnuss rächte, Mit einer noch festeren Kopfnuss…

Kinder_am_Fluss
Foto: Melanie | Glücklich Scheitern

 

Ok, ihr versteht das Problem? Geschwisterplüsch ist hier – noch – sehr, sehr selten. Doch, den gibt es auch: 5 Minuten täglich werden der Mann und ich besänftigt mit den Händchen haltend über die Straße laufenden Geschwistern. Damit wie Kind1 Kind2 über die frische Beule auf der Stirn pustet (um 5 Minuten später feste drauf zu drücken – mal sehen wie sich das anfühlt?!).

Wie auch immer.

Noch habe ich die Hoffnung, dass sie zu zwei Partnern in Crime werden, die gemeinsam Streiche aushecken und sich gegen ihre Eltern verbünden. Die sich augenverdrehend von uns abwenden wenn wir was über ihre Zukunftspläne wissen wollen. Die sich gegenseitig die Haare beim Kotzen aus dem Gesicht halten. Und die sich später, wenn ihre Eltern alt werden, zusammen setzen und miteinander überlegen, wie sie das regeln können.

Und vielleicht – falls das mit dem Geschwisterplüsch von 5 auf 10 Minuten wächst – überleg ich es mir doch noch, es Dir gleich zu tun und Kind3 und 4 in Produktion zu geben.

Aber hey, auf meinem Schoß ist kein Platz mehr!


Und hier schreibt die Gastautorin eigentlich:

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2 Gedanken zu „Warum es nicht immer Geschwisterplüsch gibt und ich ganz gut damit leben kann (muss!) {Gastbeitrag Melanie von glücklichscheitern}

  1. Ui, sehr gut beschrieben, wie es bei uns aussieht, nur sind die Kids hier schon 5 u 3! U irgendwie gibt es den Geschwisterplüsch immer noch nur in homöopathischen Dosen…
    Wir haben uns trotzdem für eine Nr. 3 entscheiden u hoffen nun auf einen ausgleichenden Pol ;o)

    Alles Liebe,
    Nadine

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