2 Erwachsene, 4 Kinder, 6 Köpfe, 12 Tage

12 Tage sind seit dem Geburtstag des Sonnenkindes vergangen.

12 Tage, in denen eine Menge passiert ist – vieles davon kannten wir bereits, eine Menge davon war daher nur in dieser Konstellation zu 6. wieder ein 1. Mal und nur ein paar wenige Dinge sind überhaupt ganz neu für uns.

Fliegergriff

 

Alte Bekannte:

Dazu gehört definitiv das abendliche Bauchweh, welches manchmal schon ab nachmittags das Baby und damit auch uns bzw. mich quält. Zur Not gibt es ein Kümmelzäpfchen, aber auch Papas Unterarm mit Fliegergriff wirken da manchmal Wunder. Von dort aus im Beistellbett abgelegt hat das Sonnenkind doch tatsächlich einmal weitergeschlafen, so dass ich mich selbst nach langer Zeit mal wieder auf die Seite drehen konnte zum Einschlafen. Ganz komisch ist das nämlich momentan, weil sie ja am Besten auf meinem Brustkorb nächtigt und ich daher seit der Geburt nur auf dem Rücken schlafe – das war ja schwanger überhaupt nicht möglich!

So langsam stellt sich auch morgens eine erste Routine mit Waschen und Umziehen ein, wenn die wuseligen älteren Geschwister aus dem Haus sind und der Bauch voll ist. Danach gibt es meist eine ruhige längere Schlafphase, öfter jetzt auch schon in der Federwiege.

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Der Hörtest liegt hinter uns, wieder beim gleichen Doc wie schon mit den anderen beiden Geburtshauskindern zuvor und wieder ohne Beanstandungen :) Auf dem Weg nach oben ein Aufzug- Trage- Selfie

Sonnenkind_Aufzugselfie

(Vor 2 Jahren mit der June im selben Aufzug)

Nach dem Besuch der HNO- Praxis waren wir bzw. das Sonnenkind vor meiner Brust im RingSling im Einkaufszentrum DIE Sensation: „Ooooh wie klein!“ und „Schau mal, das ist ja noch ganz frisch!“ usw und so fort… An der Kasse des Supermarktes kam ich ungelogen mit 3 Leuten ins Gespräch, weil das ja so ein Wunder sei dieses kleine Menschlein! Hach! Das ist wirklich schön, diese ehrliche Freude und Anteilnahme!

Am liebsten trage ich sie ja momentan im Sling. Das eine Mal im Tragetuch war mir viel zu warm und ihr irgendwie auch zu viel Stoff unter und um die kleinen Beinchen herumgewurschtelt. Den Kinderwagen haben wir noch überhaupt nicht benutzt.

Soweit zu den meist bekannten Dingen…

Ganz unbekannt und sehr unerfreulich war da am letzten Freitag (sprich Tag 5 nach der Geburt) das Schild in der KiTa, welches über gewisse Parasiten informierte. Parasiten, die leider in die Haut eindringen um dort Eier abzulegen und die ich nie und nimmer in unserer heutigen Zeit auf dem Schirm hatte. Die Suchmaschine spuckte ein fieses Bild nach dem anderen aus und leider nicht nur eine lange Inkubationszeit, sondern auch die Bevorzugung der besonders weichen Babyhaut. Man kann sich kaum vorstellen, welche Filme mein Kopfkino mir das gesamte Wochenende zeigte!!! Dazu die waschmaschinenintensiven Maßnahmen, die man hier zuhause ergreifen müsste, sollte wirklich einer oder beide Kleinen etwas mitbekommen haben… Ständig suchte ich ihre Körper nach eindeutigen Hinweisen ab, die ich natürlich nicht fand aber dafür hier ein paar Pickelchen und da eine kleine schüppige Rötung… Dazu hatte ich natürlich Hormone, Milcheinschuss und zwei Kleine, die wegen der Hitze kaum raus konnten. Ich hatte nicht selten das Gefühl, auf einem Pulverfass zu sitzen mit dieser nagenden Ungewissheit :(

Montags schickte ich also den Mann mit beiden Kleinen direkt zur Kinderärztin und wir bekamen nach keinen 2 Stunden (die sich wie Kaugummi dehnten) zum Glück Entwarnung!

Uff! Da fiel mir ein Felsbrocken vom Herzen!

 

Tauschgeschäfte?

Doch ich hatte nicht bedacht, dass uns mein stiller Wunsch „Lieber ein paar Mal Magen-Darm als DAS!“ innerhalb von 24h nach der Erlösung ordentlich aus der Bahn werfen und ins Schmutzwäschenirvana befördern würde. Zuerst spuckte nämlich das Schulkind morgens brav in die Toilette und blieb daheim – zum Glück nichts allzu Ernstes. Abends spuckte dann die Mittlere (es ist noch so ungewohnt dieses „Mittlere“, war sie doch 2 Jahre lang die Jüngste) zuerst ihre Einschlafmilch und im Verlauf des weiteren Abends noch 3 mal mehr – auf den Fußboden, auf die Sofadecken und schlussendlich auch ins grosse Bett.Wäscheberge türmten sich am nächsten Morgen und unsere Augenringe hingen bis zu den Mundwinkeln.

Kaum sind aber die Mädels wieder fit, schwächelt der Bub mit grün- gelb aus der Nase. Immerhin konnten wir ihn dank Elternzeit mit gutem Gewissen einfach zuhause lassen, damit er sich etwas erholen kann.

Da kommt man neben Wäsche und Krankenpflege und 5000 Mal Hände waschen aber irgendwie zu nix mehr, schon gar nicht zu den ersten Rückläufern (Kindergeldantrag und Krankenkasse) und allen anderen, die uns Wichtiges schreiben und gelesen oder bearbeitet werden wollen (Rentenversicherung, mein Perso ist fertig, die Hausverwaltung weiss noch nicht Bescheid, „Schatz? Ist das Konto eigentlich noch gedeckt?“ usw).

Und das nennt sich dann Frühwochenbett! Nunja.

 

3_Schwestern

Geschwisterliebe

Aber es gibt auch so schöne Seiten, vor allem die Geschwister sind so niedlich mit dem kleinen Milchmädchen, wollen es immerzu knuddeln und anfassen und streicheln, so dass ich immer etwas aufpassen muss. Die Grosse ist stolz, wenn sie sie im Arm halten darf und selbst der Bub möchte sie kuscheln oder mit auf den Bauernhof zum Spielen mitnehmen ❤ Was das angeht können wir nur dankbar sein, dass es keine Eifersuchtsdramen oder andere Probleme hier gibt.

 

Und selbst? Wie geht’s so?

Psychisch ganz okay. Der schlimme Babyblues blieb aus, Schwindel und Kopfweh sind fast ganz verschwunden und der Kreislauf ist in den letzten Tagen auch wieder stabiler. Nur der Beckenboden schwächelt deutlich wenn ich mehr auf den Beinen bin, aber der Wochenfluss ist seit Tag 9 schon sehr schwach. Stillen klappt super bzw. immer besser: der Milchspendereflex ist da, die Milchseen werden weniger und so langsam passe ich wieder in meine Stilloberteile ohne sie dabei zu sprengen.

Nach wie vor brauche und nehme ich mir meinen Mittagsschlaf, denn ich fühle mich nach ein bisschen Haushalt oder einer kleinen Unternehmung schon arg geschlaucht.

Aber das ist auch okay so, denn schließlich ist gerade mal das Frühwochenbett vorbei und das eigentliche Wochenbett geht noch bis Ende des Monats.


Mal sehen, was wir bis dahin noch so alles erleben ;)


 

3 Gedanken zu “2 Erwachsene, 4 Kinder, 6 Köpfe, 12 Tage”

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