Du bist, was Du isst – Die Relevanz guter Ernährung vor allem in den ersten 1000 Tagen

Dieser Artikel enstand in Kooperation mit Milupa und gilt daher als Werbung,
auch wenn er keine Produktempfehlungen enthält

Ende letzten Jahres durfte ich zusammen mit vielen netten Bloggerkolleginnen einen wunderbaren Tag in der Gutsküche auf dem Hof Wulksfelde bei Hamburg verbringen: Sieht das nicht hübsch aus?

Gutskueche_Wulksfelde

Durch den Tag und gleichzeitig durch die ersten 1000 Tage im Leben führte uns ein tolles Expertenteam bestehend aus einer Ökotrophologin, einem Muttermilchforscher sowie Fachleuten von Milupa. Wir durften dem Koch Matthias Gfoerer über die Schulter schauen und konnten viele wertvolle Tipps mitnehmen. Seine Arbeitsweise legt Wert auf guten Geschmack, Nachhaltigkeit und vor allem die Verwendung von saisonalen Produkten, gerne auch aus den eigenen Nutzgärten, die um den Hof herum liegen.

Am reichaltigen Buffet in der Gutsküche – passend zum Thema – und bei einigen Gerichten zum Nachkochen konnten wir Theorie und Praxis direkt miteinander verbinden. Auf keinem Event bisher habe ich so viel und so gut gegessen :)

KochenaufGutWulksfelde

Aber was überhaupt sind die ersten 1000 Tage im Leben eines Kindes und warum sind sie so wichtig?

Zu erste einmal beginnen diese schon weit vor der Geburt des Kindes, nämlich mit Beginn der Schwangerschaft. Ganz eigentlich auch schon ein bisschen früher, denn gesunde Ernährung kann den Kinderwunsch möglicherweise etwas schneller in Erfüllung gehen lassen. Mit der Einnahme von Folsäure (400-800μg) sollte auch schon möglichst vor dem positiven Test begonnen werden. Spätestens aber ab dem 4. Monat zieht sich der kleine Untermieter viele Nährstoffe von der Mutter, die durch entsprechende Ernährung zugeführt werden sollten. Die Rede ist von Nährstoffen, leider nicht von Kalorien ;)

Mehrere vitaminreiche, mineralstoffhaltige und abwechslungsreiche Mahlzeiten über den Tag verteilt sind aber gar nicht so einfach zu bewerkstelligen – ich spreche da aus Erfahrung! Übelkeit, Unwohlsein und auch eine träge Verdauung können einem als Schwangere eine ausgewogene Ernährung ganz schön erschweren – von den Hormonen mit dem doofen Heisshunger ganz zu schweigen! Aber spätestens ab dem 4./5. Monat hatte sich mein Körper immer umgestellt und ich konnte bzw. kann aktuell auch wieder so ausgewogen essen, dass mein kleiner Bauchbewohner schön wachsen und sich wunderbar entwickeln kann.

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Aber auch während der Stillzeit ist gutes Essen Pflicht! Muttermilch ist optimal und individuell mit genau der richtigen Menge an Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten zusammengesetzt – aber diese Nährstoffe werden aus meinen mütterlichen Speichern gezogen, die schnell wieder aufgefüllt werden müssen. Wie ich das trotz Wochenbett und Geschwisterkindern meistens ganz gut hinbekommen habe, hatte ich bereits in diesem Beitrag über kleine & große Hilfen in Wochenbett und Stillzeit beschrieben.

Der Fenchelsalat mit Granatapfelkernen auf dem Foto unten lässt sich zum Beispiel wunderbar vorbereiten und schmeckt richtig gut durchgezogen wirklich verdammt lecker und nicht nach Stilltee, versprochen! Zusammen mit gebratenem Hühnchen eine tolle Mahlzeit in der Stillzeit (→Link zur Milupa- Rezeptkarte)

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Phase 3 der ersten 1000 Tage umfasst das Beikostalter, wobei ich nicht oft genug betonen kann: Beikost heisst Beikost, weil es Kost zur Milch daBEI ist und nicht ANSTATT! Wie der Beikoststart bei meiner Jüngsten mit Babybrei und Gurkensticks aussah und woran ich die Beikostreife meines Kindes erkannt habe, ist nun schon seit einiger Zeit Geschichte. Sie nimmt ausschließlich am Familientisch teil und ist schon vor einiger Zeit in die letzte Phase, das Kleinkindalter eingetreten.

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Doch nur weil sie jetzt bei uns ganz normal mitißt, darf ich Eines nicht vergessen: Kleinkinder haben einen bis zu 6x höheren Nähstoffbedarf (in Relation zum Körpergewicht) als Erwachsene, sollten aber wesentlich kleinere Portionen zu sich nehmen.
Ein Balanceakt!
Wie dieser aussehen kann und was es mit der sogenannte Optimix-Pyramide auf sich hat, erzählte ich bereits hier.

Der leckere Nachtisch, ein Griessflammerie (→Link zur Milupa- Rezeptkarte)  gehört zum Beispiel auch in die Phase „Kleinkind“, auch wenn er gar nicht danach aussieht ;)

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Umsetzung im Alltag:

Neben ein bisschen Lebensmittelkunde nahm ich auch viele einfache und vor allem kostengünstige Tricks mit nach hause. Ich achte seit dem Event viel mehr darauf, welche Zusatzstoffe in den einzelnen Produkten enthalten sind. Selbst bei Salz und Zucker sind meist künstliche und unnötige Rieselhilfen zugesetzt, auf die man wirklich gut verzichten kann. Denn je weniger industriell weiterverarbeitet ein Produkt ist, desto besser für unseren Körper.
„Man muss nur ganz viel weglassen, um seinem Kind das Beste zu geben“ so der Koch Matthias Gfoerer.
Weiterhin empfiehlt er: „Nährstoffe aus Lebensmitteln sind immer besser für den Körper als die aus der Pille – selbst wenn sie dafür ein bisschen mehr erhitzt werden müssen!“

Kulinarisch

Qualität statt Quantität und möglichst Bio und/ oder regional! Darauf achte ich nun wirklich noch mehr, auch wenn das in einer durchgetakteten Woche bei zwei berufstätigen Eltern nicht immer einfach und machmal auch einfach nicht möglich ist. Eine gute Mahlzeit beginnt ja nicht erst am Tisch, sondern schon viel früher beim Einkauf und der Zubereitung.

Auch viele kleine Dinge sind Schritte in die richtige Richtung!

Schon vor einiger Zeit ersetzte ich alle Kräuter im Küchenschrank durch die Bio- Variante, die mir einfach besser schmecken. Gemüsebrühe lässt sich aus Gemüseresten einkochen und dann portionsweise einfrieren. Sowieso koche ich sehr gerne am Wochenende größere Mengen, die dann für weitere Mahlzeiten im Tiefkühler verschwinden und uns unter der Woche beim Abendessen viel Zeit einsparen lassen. Und alle Kinder bekommen morgens in ihre Brotdosen auch ein paar Obst- oder Gemüsesticks, die zusammen mit den Obstkisten in den Betreuungseinrichtungen schon einen guten Anteil am Tagesbedarf decken.
Momentan stehe ich schwangerschaftsbedingt sehr auf Fruchtquark, den ich dann gerne mit den Kindern zusammen frisch zubereite. Auch wenn die Him-, Erd- und Heidelbeeren aktuell eigentlich gar keine Saison haben (meine Hormone aber immerzu danach verlangen) und einen nicht geringen CO2- Abdruck hinterlassen, schmeckt ein solcher Quark jedoch viel besser und ist garantiert gesünder als ein industriell hergestellter, oder?!

Beerenquark


Habt Ihr Mit- Schwangeren auch besondere Gelüste? Und wie macht Ihr das mit der guten Ernährung, wenn doch eigentlich alles in Euch nach Chips oder Pommes schreit?


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