18 Monate June

Kaum ist der Bub drei Jahre alt geworden, wird die Kleine anderthalb! Ich weiss gar nicht mehr, wie ich das damals geschafft habe, als er so alt war wie sie jetzt und sie dann als Baby noch dazukam.
Krass!
Sie ist doch noch so klein irgendwie… Also er damals auch…

Dafür sortiere ich jetzt einiges an Kleidung direkt von seinem Schrank in ihren um. Und auch sonst können sie immer besser miteinander spielen, aber auch ganz gut zanken.

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Die kleine June ist allerdings wesentlich früher dran als ihr Bruder in Sachen Spracherwerb und Sprachverständnis.
Auf jeden Fall ist es sehr angenehm, dass sie nicht nur auf Dinge zeigt, sondern auch schon einiges benennen kann. Immer öfter sagt sie beim Wickeln auch „A-a!“ und zeigt in Richtung Toilette – eine Aufforderung an mich, sie doch bitte auf selbige zusetzen. Ganz so, wie sie es bei ihrem Bruder nun immer sieht.

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Auch sonst versteht sie schon jede Menge (also rein verbal, aber auch im Zusammenhang) und befolgt auch kleine Anweisungen. Wenn ich nach Feierabend nach hause komme, holt sie mir nach einer freudenstrahlenden Begrüssung nun immer schon meine Hausschuhe, versucht sie mir anzuziehen und stellt meine Strassenschuhe anschließend in den Schuhschrank. Sowieso ist sie bei einigen Sachen sehr ordentlich oder auf eine gewisse Vollständigkeit bedacht. Ihr „Lulla“ (Schnuller) wird nun vor Verlassen des Schlafezimmers wie selbstverständlich von ihr in das Gitterbett geworfen. Was ich kürzlich lächelnd feststellte: genau wie ihr Bruder hat sie jede Seite in einem Katalog mit ein bisschen Gekritzel abgezeichnet – ganz so, als würde sie wichtige Dokumente paraphieren. Den ernsten Gesichtsausdruck inklusive :)

Neu dazu gekommen sind an Wörtern:
Ta-te = Katze
Hajo = Hallo
Omma = Oma
An! = Licht an!
Mamm- mamm = Sandmann
Haaaam! = Das will ich haben!

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Was mich manchmal echt kirre macht, ist ihre Anhänglichkeit. Immer noch komme ich nicht alleine in den Keller zur Waschmaschine oder auch nachts ist nur Mamas Arm gerade gut genug, wenn sie kurz wach wird. Einschlafbegleitung mache in der Regel immer ich (also immer, wenn ich zu dem Zeitpunkt zuhause bin), obwohl es beim Papa auch klappt. Aber sobald sie weiss, dass ich da bin, muss ich „ran“. Umgekehrt klappt es morgens ausgezeichnet, wenn sie mit Papa und dem Bruder die Wohung verlässt um zur KiTa zu fahren. Da werden mir fröhliche Luftküsse zugeworfen und es wird heftig gewunken. Und wehe, die Wohnungstür ist nicht richtig zu, dann versucht sie sie von aussen zu schliessen, während ich noch drinnen im Flur stehe. Ich gehe davon aus, dass diese Situation für sie in Ordnung ist, weil SIE geht und sie damit über Nähe/ Distanz zu mir entscheidet. Gehe ICH aber, hat sie keine Kontrolle bzw verlasse sie.

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In der KiTa selbst läuft alles super – bis auf kleine Schreckmomente, weil sie von der kleinen Empore auf den Kopf gefallen ist (das schaffte genau so ihr Bruder auch in dem Alter) oder weil sie doof gegen die Tür lief. Auch zuhause fällt sie aktuell recht häufig hin oder irgendwo runter – ich denke, dass sie sich zu sicher fühlt und ihren Geschwistern nacheifern möchte – aber eben ohne die nötige Übung.
Daher waren wir nun auch schon mit ihr im Krankenhaus: sie war so dumm mit dem Nasenrücken auf eine Holzkante gefallen, dass diese zienlich anschwoll und sie etwas Nasenbluten bekam. Da schickte ich den Mann dann doch mal besser in die Klinik, aber der HNO gab Entwarnung. Puh!

Alles in allem ist sie eine offene und sehr fröhliche kleine Persönlichkeit, die ihren eigenen Willen ganz deutlich klar macht und mit einer tollen Auffassungsaufgabe ihre Umwelt beobachtet und nachahmt.

Meine Kleine ❤

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