Und was machst Du nachts?

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Familie | Alltagsdinge, gedacht | geherzt | gefühlt

Momentan bin ich müde, sehr müde – aber auf verschiedenen Arten.

Zum einen hatte ich keine Lust auf ein Wochenende in Bildern. Am Donnerstag hatte ich wegen 12 von 12 im November schon ständig die Knipskiste in der Hand und es war so entspannt, nicht ständig durch den Sucher zu schauen, sondern die Kinder unmittelbar betrachten zu können.
Ich war schlicht und einfach etwas fotografier- müde im Alltag. So kurz ist das Wochenende, seitdem ich arbeiten bin!

Dann war ich aber auch sehr Internet- müde. Nach den erschreckenden Vorfällen in Frankreich waren die Anschläge plötzlich überall: im Radio, im Fernseher und noch viel mehr in meiner online- Filterbubble. Daneben kam ich mir mit meinem kleinen Mama- & Arbeitnehmerwochenende immer so doof vor. Meine Problemchen sind winzig angesichts der tragischen Ereignisse, die sich nur weniger Hundert Kilometer von hier entfernt zugetragen haben, und doch sind sie wichtig für mich. Wie soll man das aushalten?

Dennoch passierte an diesem Familienwochenende sehr viel – und zwar nachts, in meinem Kopf. Fast nach jedem Aufwachen hatte ich Traumfetzen im Kopf, immer wieder surreal und doch so spannend!

So war ich zum Beispiel mit dem Mann und dem Buben in einem Theaterstück. So richtig für Erwachsene am Abend. Der Bub verbrachte die Vorstellung ganz ruhig im Kinderwagen, der neben unseren Sitzplätzen im Gang stand. Er spielte viel und quatschte kaum (momentan sabbelt er uns gerne eine Frikadelle ins Ohr, singt viel oder wiederholt das gleiche Wort aus Spass an der Aussprache Dutzende Male hintereinander, gerne auch in steigender Lautstärke).
Wo die anderen Kinder waren?
Ich habe keine Ahnung!

Auch im nächsten Traum sind die Kinder irgendwie fremdbetreut. Wir leben in einem grossen, 2- stöckigen Haus ziemlich einsam irgendwo in einer wüstenähnlichen Gegend.
Nevada? Australisches Outback? So was in der Art.
Auf jeden Fall ist es warm und alles in so Ocker- & Brauntönen gehalten.
Im Haus selber ist nur ein Teilbereich wirklich mit 2 Etagen ausgestattet, denn der große Pool, fast schon ein Schwimmbad, hat eine sehr hohe Decke. Vom Schlafzimmer aus kann man über mehrere Fenster zum Becken hinunzer schauen und sogar ins Wasset springen!!! Was genau dort passierte, weiss ich leider nicht mehr. Aber es ging wohl um eine Umgestaltung des Hauses oder so…

Im letzten Traum wirds krimi- ähnlich: Man hat mir in einem Club (Ich war tanzen! Und feiern! Mit Discokugel und Schirmchencocktails!) eine Pis*tole in die Handtasche geschmuggelt. Plötzlich wurde ich wegen Mo*rdes verhaftet und abgeführt, denn es handelte sich um eine Tatwaffe. Kurz bevor ich vom Stehtisch (und Cocktail!) weggeführt wurde, umringten mich 3 Männer, die mir zuflüsterten: „Spiel mit oder Du siehst Deine Kinder nie wieder!“ Ich werde recht schnell wieder auf freirn Fuss gesetzt und such den Mann bzw die Kinder. Zuhause ist die Wohnung ein Schlachtfeld – man hatte eingebrochen. Als ich den Mann finde, erzählt er mir, er habe die Kinder zu seinen Eltern gebracht, um in Ruhe aufzuräumen. Ich flippe total aus, weil die Adresse den Ganoven bestimmt bekannt ist…

Und da werde ich dann zum Glück von einem immer lauter werdenden Mama! Mamaaa! Mamaaaa!“ geweckt.

Also, die Nacht ist nicht nur zum Schlafen da!
Mal schauen, ob es in der nächsten Nacht eine Fortsetzung gibt…

Darauf einen Kaffee!

4 Gedanken zu „Und was machst Du nachts?

    1. Das habe ich noch nicht geschafft, leider. Das soll ja auch DIE Methode sein, um aus wiederkehrenden Alpträumen herauszukommen. Aber seit einiger Zeit komme ich eh nicht mehr auf viel Schlaf am Stück ^^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.