Familienerbstück: Meine Familie und Plätzchen – Familientraditionen {Gastbeitrag}

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Vor ein paar Tagen bat ich Euch um Gastartikel zum Thema Familienerbstücke:

Gibt es (ganz klassich) einen Gegenstand, der von Generation zu Generation weitervererbt wird?
Oder hat vielleicht ein körperliches Merkmal, eine Geste, ein Charakterzug, ein Spruch oder ein Ritual die Jahrzehnte überdauert?
Habt Ihr es sogar schon an Euren Kindern bereits wieder erkannt?
Oder gibt es vielleicht etwas, was Ihr selbst als Familien“tradition“ entwickelt oder angeschafft habt und hofft, dass es für Eure Kinder ein solches Familienerbstück wird?


Sarah

Sarah bloggt seit 2010 auf mamaskind.de über ihre Erlebnisse mit ihrem Sohn, der im selben Jahr zur Welt kam. Ihrer Begeisterung für SEO geht sie nicht mehr nur im Blog nach, sondern auch beruflich als SEO-Managerin in Berlin. Seit Juni 2014 ist ihr zweiter Sohn – Baby 2.0 – auf der Welt.
Wie es der Zufall will, feiert sie heute 5jähriges Blogjubiläum – HippHippHurra und alles Gute für die nächsten 5 Jahre!!! Pssst: Etwas zu gewinnen gibts auch ;)

Hier ist nun der dritte Gastbeitrag zu #Familienerbstück :


Ab wann ist eine Tradition eine Tradition? Für mich ist es die Weitergabe von Dingen, aber auch von Werten über Generationen. Bei uns ist das z. B. die Mentalität, keine Leute zu nerven, die Familie als höchstes Gut aber auch die Tatsache, dass gemeinsame Aktivitäten wichtiger sind als große Geschenke. Das will ich meinen Söhnen auch vermitteln und fange damit beim Backen an.

Ich liebe das Backen und ich liebe Kuchen – ob das zusammenhängt? Schon meine Oma hat die besten Kuchen gebacken, als dann noch die Schwiegeroma dazu kam, war ich im Schlaraffenland! Wenn ich in den Ferien bei meiner Oma war, machten wir oft selbst Nudeln. Aus viel Mehl, Eiern und Salz entsteht ein dünn ausgerollter Teig, der anschließend zu Nudeln geschnitten wird. Ich erinnere mich noch 20 Jahre später gerne daran, wie lustig es “in der Stube” meiner Oma aussah, wenn sie die Nudeln zum Trocknen aufhing.

Früher liebten meine Mama und ich es, gemeinsam SeaQuest oder Star Trek zu schauen und dabei aufgebackenen Apfelstrudel zu essen. Das war unser Ding in der Winterzeit. Wenn es Orangen gab, kuschelte ich mich mit ihr auf die Couch, wo sie sie für uns schälte. War ich krank zu Hause, machte sie mir Zwieback der in Kakao schwimmt und umsorgte mich. Ich erinnere mich an das A-Team und die 6-Millionen-Dollar-Familie, Sendungen meiner Kindheit. Das klingt nun danach, dass wir sehr oft ferngesehen haben, das kann auch aber einfach meine Erinnerung sein. (Vielleicht sollte ich meinen Sohn doch öfter fernsehen lassen, das prägt anscheinend.) Miteinander zählt! Ich erinnere mich an die schönen Nachmittage, die wir zusammen verbrachten, Spiele spielten und vor allem malten und bastelten. Meine Mama konnte immer so schön ausmalen, mein Papa bastelte mit mir Kastanientiere. Toll!

Dies sind Dinge, die ich meinen Kindern vermitteln will: das Miteinander, die Familie ist die, die dich auffängt, mit der sie viel Zeit verbringen, eben die Leute, mit denen sie ihr Leben meistern. Mit meinem großen Sohn backe ich sehr gerne die schönsten Kuchen, probiere neue Rezepte aus und freue mich mit ihm zusammen, wenn es uns allen so gut schmeckt, dass wir gar nicht mehr aufhören, uns gegenseitig zu loben. Ich hoffe sehr, dass er es auch als “unser Ding” ansieht und ihn das auch nachhaltig prägt. Er soll Sachen ausprobieren, aktiv werden – auch gerne unabhängig des geliebten Fernsehers, der in meiner Erinnerung bei mir sehr präsent war.

Noch heute denke ich daran, wie ich mit meinen Eltern einen Adventskalender aus der Bussi Bär Zeitschrift nachbackte. 24 Plätzchen in Form eines Hausen wollten mit Zahlen verziert und bis Heiligabend verspeist werden. Eine sehr schöne Erinnerung an das Ausrollen des Teiges, wie mich mein Papa scherzhaft ermahnte, ich soll nicht vorher alles aufessen, wie ich es nun bei meinem Sohn tue. Ich möchte schöne Erinnerungen oder gar Familientraditionen schaffen und fange beim Backen an. Liebe geht durch den Magen, oder?


Liebe Sarah: Ganz herzlichen Dank für Deine bzw Eure Geschichte!!!

Hast vielleicht auch Du jetzt Lust auf einen Gastartikel zum Thema Familienerbstück(e) bekommen?
Dann melde Dich einfach bei mir: nullpunktzwo -ät- gmx -punkt- de


 

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