Von Türen, die sich schließen und von denen, die sich öffnen

Gestern war ich in meinem alten Büro um meine letzten Unterlagen abzuholen und vor allem auch um mich von den Kollegen zu verabschieden.
Die Sekretärin hatte gemeint, es wäre besser wenn ich in der Mittagspause komme und so hatten alle Zeit für mich :)

Nachdem ich die letzten Male immer sehr aufgeregt dort zu Terminen bzgl. meines (Nicht-) Wiedereinstiegs gekommen war, war ich dieses Mal sehr wehmütig. Denn das Büro an sich, meine Aufgaben dort und die Kollegen habe ich wirklich gerne gemocht – vor allem in den letzten Jahren meiner Arbeit dort. Da hatte ich dann schon richtig viel Verantwortung im Vergleich zu meinen Anfängen vor 13 Jahren als Azubine!
Vielleicht ist es aber auch dieser lange Zeitraum, der mir diesen Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge beschert. Denn irgendwie bin ich in dieser Zeit „erwachsen“ geworden: nach den 3 Jahren Ausbildung ging ich zwar studieren, aber danach landete ich dann doch wieder dort. Ich war plötzlich verlobt, mein Bruder starb, ich war die erste Schwangere im Büro, meine Tochter wurde geboren und dann kehrte  ich als Alleinerziehende zurück (man hatte mir zuerst nichts anbieten können, mich dann aber nach nur 3 Monaten woanders „abgeworben“, weil plötzlich große Aufträge da waren)

Es sind soooo viele Lebensstationen, die ich mit diesem Arbeitsplatz verbinde!

Das merkte ich auch gestern, als ich noch einmal durch meine alte Wohnstrasse im gleichen Stadtviertel ging – einiges hat sich verändert, vieles ist gleich geblieben. Und hinter jeder Ecke versteckt sich eine neue Erinnerung!

Aber zurück zum Büro: Wir verbrachten also eine gemütliche Stunde zusammen, quatschten und lachten zusammen und sprachen natürlich auch davon, wie es für mich weitergeht. Alle sind sehr froh, dass sich für mich eine tolle neue Tür geöffnet hat und genau deswegen werde ich sie wirklich vermissen!

Einer meiner Chefs sass bei meinem Abschied dann auch im Eingangsbereich und fragte doch tatsächlich lachend, wann ich denn wieder dort anfangen würde!
Ich weiss immer noch nicht, ob ich das Ernst nehmen oder als Scherz auffassen soll – aber zuzutrauen wäre es ihm (z.B. weil neue Aufträge da sind und ich ja keine große Einarbeitungsphase bräuchte)!!!
Krass, oder?!

Aber dieses Kapitel ist jetzt für mich entgültig vorbei und das neue wartet bereits auf mich: Nächste Woche gehts los und ich bin ehrlich gesagt schon etwas aufgeregt!

Bis dahin bin ich allerdings noch etwas als Bloggerin unterwegs: gerade sitze ich im Zug nach Hamburg und am Wochenende möchte ich zur Messe Kind&Jugend nach Köln.

Und wer jetzt denkt, dass ich mich damit ablenken würde, liegt damit goldrichtig ;)

10 Gedanken zu “Von Türen, die sich schließen und von denen, die sich öffnen”

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