Zu spät und eigentlich zu früh

Dieses Wochenende gibt es kein Wochenende in Bildern – ich bin immer noch etwas erschöpft von den vergangenen Wochen und vor allem von der Einschulung der Großen. Alles in allem eine kraftraubende Zeit, in der mir immer eines fehlte: genug Zeit. Kaum hatte ich auf meiner ToDo- Liste oben eine Punkt abgehakt, rutschten von unten zwei nach. Uff! Egal wie sehr ich mich anstrengte, die Punkte wurden einfach nicht weniger! So langsam bin ich allerdings über den Zenit und die Liste wird insgesamt wieder kürzer als länger: Juhu!

Daher freute ich mich auch sehr auf die Geburtstagsfeier einer alten Studienfreundin am Freitag und wie es der Zufall wollte, konnte ich am frühen Abend sogar alleine mit der Bahn zu ihr fahren – komplett ohne Anhang!

In den letzten Jahren ergibt es sich eigentlich nur noch, dass die meisten Feiern im Freundeskreis (aber wirklich auch auf beiden Seiten) zweigeteilt sind: Nachmittags kommen die Gäste mit Kindern, abends eher die kinderlosen Gäste.

Nach vielen Jahren, in denen ich auf Feiern bei meinen Freundinnen die einzige von der früheren Runde mit Kind war (oft musste ich deswegen absagen, selten hatte ich eines mit dabei und fast genauso selten tauchte ich allein ohne Kind/-er auf) haben die Mädels nun kräftig nachgezogen und fast alle auch ein Baby bekommen – jedoch mit deutlichem Altersunterschied zu meiner Ältesten.

Und selbst die Gäste, die man immer nur auf den Parties traf – auf die aber diesbezüglich immer Verlass war – vermisste ich Freitag abend auch irgendwann. Tja, sie waren auch alle Eltern geworden und bereits zuhause.

Irgendwann nach dem 3. Bierchen verstand ich: Wer früher mit dem Kinderkriegen anfängt, der ist nicht nur am Anfang alleine, sondern auch später! Während ich also schon in der Phase bin, in der ich langsam aber sicher das familiäre Nest wieder für längere Zeit verlassen kann, stecken andere gerade noch knietief im Nestbau selbst! Ich hatte also ganz viele Bekannte von früher nicht mehr auf der Party angetroffen, weil ich zu spät war und sie mit Kind und Kegel schon wieder heim gefahren waren. Für frühere, kinderlose Verhältnisse war ich dabei eigentlich fast zu früh angekommen. Verrückt!

Darauf habe ich dann noch zwei oder drei weitere Bierchen getrunken, mich wunderbar mit den Gastgebern und dem einzigen anwesenden und {noch} kinderlosen Paar unterhalten und bin ordentlich beschwippst, aber ziemlich glücklich heim gefahren. Ein schöner Abend wars nämlich trotzdem ♥


Edit: Ich hatte den Beitrag auf die Schnelle nicht gefunden, aber nun von Lisa (Blog Stadt-Land-Mama) den Link bekommen. Sie hat nämlich auch etwas sehr spannendes über antizyklisches Kinderkriegen geschrieben und wie das so ist, wenn andere in den Club of motherhood nachrücken :)


Seid Ihr die Ersten aus Eurem Freundeskreis, die schwanger wurden oder habt Ihr ganz viele Freunde in einer ähnlichen Lebenssituation?
Oder seid gerade Ihr die Nachzügler in Sachen Familiengründung?
Und wie fühlt sich das an?


16 Gedanken zu “Zu spät und eigentlich zu früh”

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