Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 5: Die Blogroll

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Da meine geschätzte Kollegin Dajana so eine schicke Blogparade über Sinn oder Unsinn von Blogrolls gestartet hat, nehme ich diesen Punkt kurzerhand in meine kleine Reihe mit auf.

Meine Blogroll gibt es nämlich schon eine ganze Weile. Ich habe sie als extra Seite angelegt und man kann sie oben im Menü finden.
Meine erweiterte Leseliste findet sich in meinen Feedreader, z.B. bei Bloglovin.
Als ich meinen Blog noch nicht selbst hostete, gab es bei wordpress.com sogar die Möglichkeit, die Blogroll per Widget bzw. über ein kleines Formular erstellen zu lassen. Bei einigen Blogger- oder Blogspot- Blogs wird die Blogroll in der Seitenleiste mit dem aktuellsten Titel der Blogs angezeigt. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, eine Blogroll anzulegen und noch viel mehr Möglichkeiten, sie zu benennen.

 

Meine Blogroll ist eine Leseempfehlung

Sie spiegelt das wider, was ich selber schon länger lese und mit dem ich mich identifizieren kann. In der Regel sind das andere Familienblogs, aber auch Blogs deren Inhalte nicht sehr weit weg vom Thema Familie anzusiedeln sind.
Genauso wie ich mich freue, meinen Namen auf anderen Blogrolls zu lesen, gibt es aber auch viele Listen ohne ihn, obwohl ich die Person hinter dem Blog vielleicht sogar persönlich kenne. Umgekehrt fehlen auch bei mir einige Blogs, bei denen ich die Person dahinter mag und manchmal sogar persönlich sehr schätze.

 

Blogroll von Nullpunktzwo

Wie definiere ich also (m)eine Blogroll?

Einfach alles auf die Blogroll zu setzen, was ich im Feedreader habe, wäre allerdings zu viel. Eine zu lange Blogroll kann unübersichtlich werden und den Leser erschlagen, so dass sich der positive Effekt der Empfehlung überhaupt nicht einstellen kann.
Bei einigen Blogs sind es die Themen, mit denen ich mich sehr bzw. nicht so sehr identifizieren kann: ich empfinde mich manchmal schlichtweg auch nicht als Zielgruppe, selbst wenn ich den Autor_in vielleicht sogar sehr schätze. Nur weil ich jemanden mag, empfehle ich sein Produkt ja auch nicht einfach an alle weiter.
Einige Blogs werden nur unregelmäßig gefüllt oder eine Zeit lang gar nicht, so dass sie wieder von meiner Blogroll verschwinden oder deswegen gar nicht erst auftauchen.

 

Neue Blogs und alte Bekannte

In den 6 Jahren, in denen ich Blogs lese, habe ich mir schon etliche Blogrolls angesehen. Vor allem die von neueren Blogs die ich noch nicht kenne. Eine Blogroll hilft mir als Leserin nämlich auch, einen anderen Blog und den Menschen dahinter ein bisschen einzuschätzen.
Es ist dabei auffällig, dass viele große und bereits lang existierende Blogs sehr oft auftauchen. Diese haben nunmal viele Leser und bieten zudem die Möglichkeit, sich selbst in seiner Position als Blogger_in zu finden: „Zeige mir, was Du auf Deiner Blogroll stehen hast und ich sage dir, wer du bist“ oder so ähnlich ;) Manche dieser alten Blogs waren vielleicht sogar der Auslöser dafür, selbst mit dem Bloggen anzufangen.

 

Wieviele Empfehlungen?

Die Zahlen reichen von 5 bis knapp 100 – der Durchschnitt bewegt sich meinem Empfinden nach so zwischen 10 und 25 Stück. Bei mir sind waren es bislang nur Namen, die ich auf die jeweiligen Blogs verlinkt habe. Ich habe aber zu jedem Blog noch ein paar Stichworte ergänzt, damit einfach deutlich wird, was den Leser_in dort erwartet.

 

Und warum jetzt überhaupt Blogrolls?

Wie ich eingangs schon schrieb, sind die Verlinkungen zu anderen Blogs als Leseempfehlung aufzufassen, es ist vor allem auch eine Art der Vernetzung, die ohne Gegenleistung zu sehen ist: es ist eine Geste. Sie bieten meinen Lesern insofern Mehrwert, als dass sie dort ebenfalls ähnliche Themen wie bei mir erwarten.
Zum anderen ist eine Blogroll auch aus SEO- Sicht nicht zu verachten: Jeder Link einer gut eingestuften Website auf meinen Blog wird von der großen Suchmaschine als positiv gewertet. Zudem habe ich täglich zwischen 20 und 80 Aufrufe nur durch die Blogrolls anderer – im Monat sind das also 600 bis 2400 Stück. Nicht zu verachten, oder?

Der ein oder andere Leser hat garantiert über eine Blogroll auf meinen Blog gefunden und ist geblieben – genaus wie ich auch!


 Wie aber seht Ihr Blogrolls?
Schaut Ihr sie Euch überhaupt an? Nutzt Ihr sie selbst?
Oder haltet Ihr sie für überflüssig?


Mehr dazu? Bekanntheitsgrad des Blogs steigern

  1. Teil: Voraussetzungen
  2. Teil: Inhalt und Profil
  3. Teil: Vernetzung
  4. Teil: SocialMedia
    1. Interview mit Jette von mesupermom
    2. SocialMedia- Kanäle (be)nutzen
  5. Teil: Blogroll – Sinn oder Unsinn?
  6. Teil: Veranstaltungen für Blogger

9 Gedanken zu „Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 5: Die Blogroll

  1. Als ich mit dem Blogs lesen überhaupt erst anfing, lernte ich viele neue und tolle Blogs über die Blogrolls der „großen Blogs“ kennen. Als ich dann selber anfing zu schreiben, wuchs auch meine eigene Blogroll. Auf ihr zu finden, sind auch 2-3 meiner treuen Leserinnen, die mich auch nur gefunden hatten, weil ich es bei einem Blog auf die Blogroll „geschafft“ habe. Klingt jetzt vielleicht blöd, aber mich ehrt und freut es total, wenn ich meinen Namen auf einer Blogroll wieder finde.
    Ich gebe aber zu, dass ich unbedingt auch mal wieder aufräumen muss, denn manche Themen passen einfach nicht mehr zu mir.
    Liebe Grüße
    Tanja

  2. Sehr aktuell gerade für mich, dein Artikel!
    Ich bin noch eine relativ neue Bloggerin und mir haben die Blogrolls am Anfang total gut dabei geholfen, mich in der Bloglandschaft zu orientieren und tolle Blogs zu finden.
    Was mir bei der reinen Auflistung allerdings gefehlt hatte war eine Kurzbeschreibung. Denn so entscheidet nicht nur allein der Blogname, ob man auf die Seite schaut oder nicht.
    Deshalb habe ich meine Lieblingsblogs auch auf einer Extraseite dargestellt und so wie du eine kurze Beschreibung hinzugefügt. Also ich finde es so absolut super ;-).

    Viele Grüße
    Nadja

  3. Hallöchen,
    Also, als ich meinen Blog Little Tiger gestartet habe, habe ich auch direkt von Anfang an eine Blogroll in meiner Seitenleiste miteingebunden, weil ich – genau wie du es auch beschrieben hast – meinen Lesern zeigen wollte, was ich gerne für Blogs lese. Je länger ich jedoch meinen Blog schreibe, desto mehr Blogger lerne ich kennen und lese deren Blogs auch. Einige mehr, andere weniger. Ich stimme dir auch absolut zu, dass man nicht jeden Blog weiter empfiehlt, nur weil man den Blogger dahinter kennt/mag. Seit einiger Zeit habe ich nun keine Blogroll mehr, denn ich wollte meinen Blog etwas schlichter und übersichtlicher gestalten. Den Fokus auf mich und meinen Blog richten und nicht zwangsläufig auf andere. Mal sehen, vielleicht richte ich es irgendwann doch wieder ein. Als eigene Seite oben in der Leiste – das ist eine super Idee.

    Liebe Grüße
    Nika

  4. Schön, dass andere es auch so sehen wie ich. Nur weil ich jemanden mag und schätze kommt er nicht automatisch auf meinen Blogroll. Das würde einfach irgendwann den Rahmen sprengen. Danke für deinen Artikel. Lg, Dajana

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