Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 3: Vernetzung

Ich bin (wie gesagt) weder Medienexperte noch Profibloggerin. Da jeder Blog und jeder Autor_in zum Glück anders ist, kann ich Euch keine Patentrezepte an die Hand geben im Sinne von „Tu dies, dann passiert das“. Ich kann Euch nur an meinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben lassen und vielleicht das ein oder andere erklären, wie es für mich selbst funktioniert. Zudem würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mich in Kommentaren oder eigenen Beiträgen ebenfalls an Euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben lasst.

 

Vernetzung über soziale Netzwerke:

Allen voran wurde in meiner kleinen, unrepräsentativen Umfrage im ersten Beitrag dieser Reihe sehr oft die Vernetzung über Twitter genannt. Auch ich habe festgestellt, dass mein Blog viel stärker wuchs, nachdem ich mich dort anmeldete (Februar 2012). Anfangs hat es zwar etwas gedauert, bis ich das System verstand und „meine Timeline“ gefunden hatte, aber seitdem ist es viel mehr als nur ein SocialMedia- Kanal, auf dem ich meine Beiträge ankündige. Es war in Stillzeiten wie „ein Elterncafe, das die ganze Nacht geöffnet hat“ teilweise auch über mehrere Zeitzonen hinweg. Es ist ein Ort an dem Zeitgeschehen passiert und Geschichte geschrieben wird, aber auch ein wunderbarer Ort mit ganz viel Wärme, Rückhalt und Unterstützung. Einige dieser tollen Menschen habe ich nun auch schon in echt kennengelernt und mag sie nicht mehr missen ♥ Dort bin ich aber nicht nur mit anderen Blogger_innen, sondern auch mit Leser_innen vernetzt. Manchmal nutze ich es auch, um mit Firmen in Kontakt zu treten. Ich selbst kann leider nicht allen zurückfolgen, das schaffe ich einfach nicht, da ich eigentlich immer alles in meiner Timeline (nach)lese. Es tut mir wirklich leid :(

Facebook und vor allem Facebook- Gruppen sind erst viel später relevant für mich geworden. Lange habe ich die Facebookseite für meinen Blog gescheut – bis August 2013. Noch viel später entdeckte ich die Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Blogger_innen und die zahlreichen Gruppen zu den verschiedensten Themen bei Facebook. Während ich meine Gesprächspartner bei Twitter eigentlich immer kenne, sind sie mir bei Facebook eher unbekannt. Das liegt für mich aber auch sehr an der Hierarchie bzw. dem Unterschied Blogseite – Privatprofil (Kontakt zu Leser_innen) bzw. Privatprofil – Privatprofil (Kontakt zu Blogger_innen). Die immer stärker werdende Reichweitenbeschränkung meines Blogprofils lässt mich aber zunehmend an meiner Zukunft auf Facebook zweifeln. Privat werde ich mich definitiv weiterhin dort austauschen.

Facebook ist nämlich genauso wie Twitter eine gute Möglichkeit, um in den Dialog zu treten, aber auch um Beiträge von anderen weiterzuverbreiten.

Instagram halte ich für Vernetzung weniger geeignet; man kann sich zwar gegenseitig folgen und kommentieren, aber das wars dann auch schon. Bei Pinterest dagegen kann man sich über Gruppenboards etwas besser vernetzen, informieren und supporten.

 

Vernetzung

 

Vernetzung auf Veranstaltungen:

sind nicht nur hervorragend, um seine Kenntnisse zu erweitern, sondern auch um Kontakte zu knüpfen. Um neue Menschen kennenzulernen und um sich mit virtuellen Freunden und Medienpartnern nun endlich auch analog zu treffen. Aber auch um den Horizont zu erweitern, denn auf solchen Veranstaltungen bekommt man ganz leicht Einblicke in andere Nischen und nimmt garantiert viel mit – vor allem das Gefühl, Bestandteil einer tollen Community zu sein.

 

Vernetzung von Blog zu Blog:

Blogparaden und Linklisten wie beim monatlichen 12 von 12 oder dem Wochenende in Bildern sind eine tolle Gelegenheit, andere Blogs näher kennenzulernen und sich über Links zu verbinden.
Einige Blogger_innen veröffentlichen in regelmäßigen Abständen einen Beitrag, in dem sie ihre Lieblings- Beiträge von anderen kurz umreissen und verlinken.
Gastartikel, Awards und Blogrolls sind zudem eine gute Möglichkeit, den verlinkten Blogs eine gewisse Wertschätzung auszusprechen. Zudem wertet jeder gute Link den eigenen Blog im Suchmaschinenranking auf. Und wer weiter oben in den Suchmaschinen steht, wird häufiger angeklickt.

Awards

 

Vernetzung durch Lesen und Kommentieren:

Selbstverständlich sollte man auch die Blogs der anderen lesen und dort kommentieren – gerne auch bei Facebook, Twitter und Co mittippen. Was auch öfter genannt wurde: Über den Tellerrand und aus der kleinen Filterbubble herausschauen und „branchenfremd“ mitlesen – vielleicht auch mal schauen, was die Kollegen über den kleinen oder den großen Teich so machen. Die Kommentare sollten natürlich frei von Eigenwerbung, passend zum Beitrag und mit Herz und Hirn geschrieben sein. Wer viel kommentiert, bekommt meist auch viele Kommentare zurück – sofern man es den Leser_innen leicht macht, ein paar nette Zeilen da zu lassen.

 

Vernetzung durch Blogverzeichnisse:

Das einzige Blogverzeichnis, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann, sind die Brigitte Mom Blogs – Herzchen sammelt dort inzwischen glaube ich jeder, oder? Ich persönlich stöbere immer sehr gerne durch die neuen Blogs und habe auch die ein oder andere Kooperationsanfrage darüber bekommen.

Bei den meisten anderen Verzeichnissen hatte ich allerdings immer ein ungutes Gefühl: Warum macht sich da jemand die Mühe, eine Webseite zu betreiben? Wie finanziert sich das? Und warum zur Hölle muss ich eigentlich fast immer ein Bildchen auf meiner Startseite im Blog einfügen?

Meine Zweifel sind berechtigt, wie meine geschätzte Kollegin Sarah nun aufklärt. Sie bloggt nicht nur auf mamaskind über ihr Leben als 2fache Mutter, sondern unter anderem auch über Themen aus ihrem Berufsleben, welches sich vor allem um das Suchmaschinenranking (= SEO) von Webseiten dreht. Je SEO- freundlicher eine Webseite, ein Blogbeitrag und auch ein Bild aufbereitet sind, desto besser werden sie von Suchmaschinen gefunden und weiter oben in den Ergebnissen angezeigt. Das gibt viele neue Leser, von denen einige dann auch wiederkommen.

 

Mamaskind Header

Ihr findet mamaskind auch auf Facebook, Sarah zwitschert als @mamaskind_de auf Twitter und zeigt hier einige Schnapschüsse auf Instagram

Sarah erklärt: Blogverzeichnisse – warum sie sie nicht mag

Linktipps und Blogrolls sind toll, weil sie den Lesern echten Mehrwert bieten. Sie zeigen, welche Seiten man mag, der Blogger spricht eine Empfehlung aus. Vor einigen Jahren war es populär, seine Website oder auch den Blog in zahlreiche Verzeichnisse einzutragen und damit viele Links zu sammeln um mit deren Hilfe bei Google besser zu ranken. Heute geht das nicht mehr. Hat man zu viele schädliche Backlinks (Links von Webseiten mit fragwürdigem Inhalt) gesammelt, könnte Google darauf schließen, dass auch die eigene Website Spam ist. Man sollte sich immer fragen: würde ich auf der Seite verweilen / shoppen wollen? Wenn nein, ist das ein Anzeichen für Spam und man sollte die Finger davon lassen.

Eine ähnliche Meinung habe ich von den Blogverzeichnissen, die scheinbar auch in der Elternblogwelt aus dem Boden sprießen. Noch schlimmer: für eine Aufnahme soll man verpflichtend auch noch ein Widget, also ein kleines Bild mit Link zu diesem Verzeichnis, einbauen. Das sollte selbst Blogger aufmerksam werden lassen, die sich nicht mit SEO auskennen. Immer mehr tragen ihren Blog in diese Verzeichnisse ein, der Betreiber desselben lacht sich ins Fäustchen. Er ist nämlich der Gewinner, hat er doch so viele gute Links von tollen Bloggern gesammelt, die oft und hochwertig bloggen. Der Betreiber hat sicher keine Probleme mit einem fragwürdigen Backlink-Hintergrund.

So viel zur SEO-Sicht. Nun die Frage: bringt es dem Blogger etwas, wenn er sich in ein solches Verzeichnis einträgt? Hat er wirklich Chancen, dass jemand auf seine Seite klickt, die nur eine von vielen ist? Wird dadurch Traffic erzeugt? Wenn diese Fragen mit ja beantwortet werden können, lohnte sich der Eintrag. Wenn nicht, was hat man zu verlieren? Z. B. einen Backlink, der anstelle des Zwangslinks doch besser zu einem wirklich guten anderen Blog gesetzt werden könnte. Oder auch den Platz, den das Widget wegnimmt. Wäre dieser Ort nicht besser für eigene Inhalte geeignet oder auch ein Platzhalter für einen möglichen Werbepartner?

Ganz schlimm sind Verzeichnisse, in denen der Link automatisch erscheint, wenn man ihn einträgt, also alles automatisiert abläuft. Hinter den Elternblogverzeichnissen stecken noch immer Menschen, die auch Content erzeugen und diesem Portal auch ein wenig Qualität bringen. Dennoch bin ich von dem Nutzen für Blogger nicht überzeugt, lasse mich aber gerne von Teilnehmern eines besseren belehren.

Also: aufpassen, was Ihr mit Eurer Domain und deren Eintragung in Verzeichnisse anfangt. Sammelt Ihr zu viele schlechte Backlinks, könnte sich Google für eine Abstrafung im Ranking Eures Blogs entscheiden. Schlechte Links baut man nur mühselig wieder ab, lasst es nicht dazu kommen!

Hier findet Ihr noch mehr Tipps und Tricks von Sarah zum Thema SEO für den Blog

 

Vernetzung – Mein Fazit:

Ohne Profil, Herzblut, Verbindlichkeit und Qualität kommt man nicht weit!
Ganz besonders bei der Vernetzung gilt aber auch: Konkurrenzdenken bitte abschalten.
Und Vorsicht bei Blogverzeichnissen!
Stattdessen lieber richtig miteinander kommunizieren: auf Blogs und Socialmedia- Kanälen, auf Treffen und Veranstaltungen. Der Rest kommt von allein :)

 


Ich hoffe, ich habe Euch jetzt nicht zu sehr gelangweilt?

Habt Ihr noch weitere Faktoren, die Ihr bei der Vernetzung mit Blogs, Autoren und Lesern  für wichtig haltet?


6 Gedanken zu “Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 3: Vernetzung”

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