Kleine und große Hilfen, die in Wochenbett und Stillzeit glücklich machen

Werbung | Dieser Artikel enstand in Kooperation mit Milupa

Immer wieder werde ich einiges zu Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit gefragt – vor allem von Freundinnen, die gerade erfahren haben dass sie schwanger sind, bei denen die Geburt kurz bevor steht oder die gerade die erste Zeit mit ihrem Neugeborenen erleben.

So viele Fragezeichen:

Neben den typischen Fragen zu Schwangerschaftszipperlein, Wehen und Stillproblemen kommen aber auch immer mehr Fragen zur Hilfe des Mannes auf: Unter der Geburt, während der erste Zeit daheim und auch später, wenn die gemeinsamen Familienflitterwochen vorbei sind.
Wie kann sich der (werdende) Vater einbringen? Immer! Meist reicht seine pure Anwesenheit und zustimmende oder tröstliche Worte. Später, in dem er Zeit mit dem Nachwuchs verbringt, sich bei Haushaltsdingen engagiert und der Mutter Freiräume ermöglicht
Wer kocht, wenn die Mutter im Bett liegt und sich von den Strapazen der Geburt erholt? Der Besuch soll etwas mitbringen, im Tiefkühler wartet Vorgekochtes und zur Not der Lieferdienst
Wie ist das, wenn noch ältere Geschwister da sind? So viel schöner, aber auch etwas unruhiger. Auch wenn eigentlich alles gut läuft, kann immer noch Eifersucht auftreten. Bei uns war vor allem der kurze Altersabstand etwas anstrengend. Toll waren auch kleine Mitbringsel nur für die Geschwister oder Zeit, in der sich Tante oder Oma ausschliesslich mit einem Geschwisterkind beschäftigte!
Wer macht den Haushalt, wenn das Baby unter Bauchweh leidet oder zahnt? Der, der es gerade am wenigsten liegen lassen kann. Aber bitte nur das Nötigste, denn der Rest läuft nicht weg!

Familienarbeit
Geschwister und Haushalt sind ja auch noch da!

 

Als Eltern macht man unglaublich viele neue Erfahrungen

Ich muss bei solchen Fragen immer aufpassen, dass ich kein Romane erzähle, so viel würde ich gerne weitergeben an Erfahrungen. Aber wenn ich genauer nachdenke, sind es dann doch nur wenige Dinge, die ich wirklich wichtig finde.
Wenn man ein Baby erwartet, wird man automatisch auch ein kleiner Experte: für sich selbst, für seinen „neuen“ Körper, aber auch für dieses entzückende kleine Wesen. Man muss so vieles ganz neu lernen und dabei auch ganz viele Entscheidungen treffen. Manchmal halfen mir dabei die vielen Bücher und Ratgeber, oft aber nur mein Bauchgefühl und Ausprobieren. Inzwischen habe ich gelernt, dass ganz viele Dinge, die anfangs ganz groß scheinen, sich glücklicherweise auch einfach mit der Zeit von selbst erledigen (z.B. die Dreimonatskoliken).
In den Phasen, in denen ich wirklich nicht mehr weiter wusste, war mir nur eines wichtig: mit jemand darüber sprechen zu können, dem ich vertraue. Mit dem Mann an meiner Seite. Oder meiner Hebamme. Aber auch mit meiner Mutter oder anderen Müttern.

 

Durch das Stillen fühlte ich mich abhängig und eingeschränkt

Womit mir aber keiner helfen konnte, war dieses Gefühl der absoluten Abhängigkeit und Verantwortung. Das stellte sich bei mir in der Regel genau bei Babyblues und Milcheinschuss ein, denn ab da war ich mit meiner Milch für das Baby stets die Nummer 1:

Das Baby ist hungrig? Stillen!
Das Baby muss die Windel vollknattern und hat deswegen schon Bauchweh? Stillen!
Das Baby ist müde und findet nicht in den Schlaf? Stillen!
Das Baby ist krank/ zahnt oder hat einen Entwicklungsschub? Stillen!

Ich würde so gerne auf Toilette – aber das Baby stillt!
Ich habe Hunger und nichts in greifbarer Nähe – und das Baby stillt noch!
Ich würde jetzt so gerne dies & jenes machen – aber jetzt ist das Baby gerade über dem Stillen in meinem Arm eingeschlafen…

Anfangs machte es mich schier wahnsinnig, so abhängig von diesem kleinen Wesen zu sein. Ich war machmal auch neidisch auf den Mann, der „einfach so“ die Wohnung verlassen konnte und  auch richtig wütend, weil ich nur ein einziges Mal in die Badewanne wollte und plötzlich das Baby weinte: Entspannung adieu!

 

Mit einem Neugeborenen die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen? Schwierig!

Nebenbei sind da ja auch noch die älteren Geschwister, der Haushalt und irgendwie immer ein paar wichtige Termine – manchmal hatte ich große Probleme, die dringendsten meiner eigenen Bedürfnisse zu befriedigen: minimale Körperpflege, saubere Kleidung und gesunde Ernährung. Den Lieferdienst rief ich zudem auch gerne mal an, auch wenn das eigentlich die Ausnahme sein sollte. Wenn das Baby zudem noch unter Koliken litt oder den Tag verarbeiten musste, dann war ich recht schnell an meinen Grenzen angelangt und ziemlich froh, als der Mann die Wohnung verliess und mit dem Nachwuchs draussen spazieren ging.

Wochenbettversorgung
Verpflegung im Wochenbett – gar nicht so einfach

Beim Buben sass ich während des Stillens oft auf dem Sofa und merkte, wie mich jegliche Energie verliess. Bei ihm war ich durch Gewichtsabnahme innerhalb von 5 Monaten nach der Geburt wirklich nah ans Untergewicht gekommen und konnte gar nicht genug oben hineinschaufeln, wie er mir wegtrank. Bis zu einem Liter Muttermilch produzierte mein Körper! Funfact: Während der Schwangerschaft werden pro Tag nur ca. 200 Kalorien mehr benötigt, obwohl ein komplettes kleines Lebenwesen entsteht – während der Stillzeit sind es zur Ernährung dieses Lebewesens annähernd 500 Kalorien! Das ist eine komplette Mahlzeit oder aber auch ein dicker Burger ;)

In Ruhe eine ausgewogene Mahlzeit selber kochen und zu sich zu nehmen ist mit Baby allerdings schwierig – entweder muss es ein sehr schnelles Gericht sein oder aber das Baby hat genau dann Hunger, wenn man selbst essen möchte. Nicht selten saß ich daher stillend am Esstisch. Meine Nägel wurden extrem brüchig, meine Haut trocken, meine Stillkinder zogen mir einfach viele Nährstoffe weg und ich fühlte mich machmal richtig unwohl. Ich spannte den Vater in der Küche mit ein, buk zudem meine Stillmuffins und hortete hinter dem Sofakissen leckere Schokolade und gebrannte Mandeln – wahrlich keine gesunden Energielieferanten, aber damals gab es z.B. noch keine Müsliriegel, die extra auf den Bedarf Stillender zugeschnitten sind und den gesteigerten Nährstoffbedarf ausgleichen sollen. Bereits beim Symposium in Fulda probierte ich das Profutura Milchgetränk, welches ebenfalls für stillende Mütter entwickelt wurde. Allerdings blieb mir von den Omega- 3- Fettsäuren ein leicht fischiger Nachgeschmack unangenehm auf der Zunge – dieser soll aber inzwischen erfolgreich beseitigt sein.

Nährstoffbedarf Stillender
Erhöhter Nährstoffbedarf Stillender

 

Vieles braucht einfach nur Zeit

Ich gewöhnte mich aber dann doch immer recht schnell an das neue Gefühl und irgendwann wurden die Stillabstände verlässlicher und damit planbarer. Das Familienleben und auch die gemeinsamen Mahlzeiten spielten sich mehr und mehr ein.
Ich ging mit Baby im Wagen/ in der Trage einfach raus und lernte so einige gute Stillorte ausserhalb unserer Wohnung kennen.
Ich lasse auch heute noch öfter alle Fünfe gerade sein und nehme sehr gerne Hilfe an (die des Mannes im Haushalt, die der Verwandschaft bei der Kinderbetreuung oder auch Kleinigkeiten wie mitgebrachte Einkäufe, KiTa- Fahrdienst mit anderen Müttern abwechseln etc pp) und versuche, meine eigenen Bedürfnisse nicht zu lange auf die Bank zu schieben.
Dennoch merke auch ich manchmal, dass mir alles zuviel wird. Da hilft dann nur eines: raus aus den Zwängen, auf etwas Abstand gehen und kurz darauf ist alles wieder gut!

Bildquelle – sofern nicht anders angegeben: Milupa


Habt Ihr noch Tipps fürs Wochenbett und Stillzeit? Womit habt Ihr Euch richtig wohl gefühlt?

2 Gedanken zu “Kleine und große Hilfen, die in Wochenbett und Stillzeit glücklich machen”

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