Bekanntheitsgrad des Blogs steigern | Teil 2: Inhalt und Profil

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Das Wort Blog entstand aus WEB (Internet) und LOG (Logbuch) = WEBLOG oder kurz BLOG (Internettagebuch/ Internetjournal) Hier mehr bei Wikipedia. Ob jetzt der Blog oder das Blog ist offen – für mich heißt es der Blog.

Ich bin (wie gesagt) weder Medienexperte noch Profibloggerin. Da jeder Blog und jeder Autor_in zum Glück anders ist, kann ich Euch keine Patentrezepte an die Hand geben im Sinne von „Tu dies, dann passiert das“. Ich kann Euch nur an meinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben lassen und vielleicht das ein oder andere erklären, wie es für mich selbst funktioniert. Zudem würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr mich in Kommentaren oder eigenen Beiträgen ebenfalls an Euren Gedanken und Erfahrungen teilhaben lasst.

 

Wer gut bloggt, tut dies mit ganz viel Herzblut!

Dabei ist das zentrale Thema: Worüber blogge ich?

Wobei das für mich Hand in Hand geht mit: Wer soll es lesen?
Nur ich? Nur eingeweihte Leute? Menschen mit einem bestimmten Hintergrund, einem gewissen Hobby, in einem besonderen Lebensabschnitt?

Was möchte ich mit meinem Blog erreichen?
Festhalten von Erinnerungen? Selbstreflexion? Wissensaustausch? Kommunikation? Ruhm, Geld, Erfolg?

Wer bloggt also gut?
Er brennt förmlich für die Themen, über die er schreibt ♥
Er kommuniziert mit den Lesern_innen, geht eine Verbindung ein mit ihnen und bezieht sie mit ein.
Er steckt Zeit in die Texte/ Fotos/ Recherche/ Vernetzung und muss sich auch über Themen wie (Medien-) Recht/ Privatsphäre/ Technik/ Spam Gedanken machen.

 

Inhalt bzw. Content

Meiner Meinung nach gibt es ein großes Interesse an positiven Fortsetzungsreihen wie z.B. Hochzeitsvorbereitungen, Schwangerschaft etc. und ebenso an persönliche Krisen. Bei Anleitungen wie z.B. Tutorials oder Rezepten und (nicht unbedingt sachbezogenen) Erfahrungsberichten lässt man sich von den Leser_innen über die Schulter schauen und bietet ihnen darüber hinaus so genannten Mehrwert an: „Schau! So funktioniert das bei mir sehr gut!“ Ziemliche viele Blogs beschäftigen sich zudem mit den „schönen Dingen des Lebens“ (Kleidung, Interieur, Reisen, Kosmetik…) die eine breite Masse ansprechen und gewisse Sehnsüchte wecken. Aber auch gewisse Nischenthemen können durch einen Blog bekannter werden oder gar politischen Einfluss bekommen.

Ist der Inhalt sehr gut oder bereits eine große Leserschaft vorhanden, so wird der Beitrag automatisch weiterverbreitet werden und vielleicht auch bei anderen – größeren – Blogs oder Internetseiten verlinkt. Das funktioniert mit Fachtexten genauso wie mit Texten, die die Leser_innen berühren. Manchmal schafft es ein Blogautor, ein Blog oder ein Blogbeitrag auch in ein anderes Medium wie Print oder TV.

 

Mein Blogbeitrag ist (k)eine Eintagsfliege!

Dummerweise rutschen ältere Beiträge im Laufe der Zeit nach unten bzw. ist auf der Startseite des Blogs nur bedingt Platz. Dadurch geraten ältere Beiträge irgendwann auch in Vergessenheit.

Man kann sich in einem aktuellen Beitrag auf einen oder mehrere ältere Texte durch einen Link beziehen. Für einen einzelnen Beitrag geht das bei meinem WordPress- Blog ganz einfach, da mir meine Beiträge beim Verlinken im Kontextmenu direkt zur Auswahl gestellt werden (1.) Titel und Linktext ergänzen sich dann automatisch. Ich mache auch immer das Häkchen, damit sich der verlinkte Beitrag in einem neuen Fenster öffnet, so dass der Leser zwischen beiden Beiträgen/ Fenstern hin und her springen könnte (2.)

Verlinkung eigener Beiträge und Seiten

Für mehrere Beiträge gebe ich in einem neuen Fenster auf meinem Blog entweder einen Suchtext z.B. „Stillen“ ein und verlinke in meinem Beitrag die URL der Ergebnisse oder aber ich verlinke direkt eine Kategorie, denen ich die Beiträge zugeordnet hatte: z.B. die URL der Kategorie „gestillt | gepumpt | abgestillt“

URLs von Suchenanfragen und Kategorien verlinkenIch markiere  dazu im Text die zu verlinkenden Wörter und gebe im Kontextmenu die URL per Copy Paste ein (1. oben). Bei „Titel“ des Links gebe ich den Text ein, der beim Überfahren des Links erscheinen soll (2.) Dabei erscheint die URL des Linkziels, also meine Suchergebnisse zum Thema Stillen, unten am Bildschirmrand (1. unten)

VerlinkungandererURLs

 

Ich selber nutze (wie viele Blogger auch) unter meinen Texten ein Plugin, welches ähnliche Beiträge anzeigt. Ich verwende dazu Related Posts. Bei mir wichtigen Texten tausche ich die vorgeschlagenen Beiträge ggf. aus gegen besser passende.

Beliebte Beiträge und Seiten kann man sich auch in einem Feld (Widget) in der Seitenleiste anzeigen lassen – bei mir ist diese Funktion in Jetpack  bereits integriert, aber ich nutze sie nicht.

Stattdessen hab ich für Artikelreihen auf einer extra Seite meines Blogs eine kleine Übersicht angelegt.

Analyse der Suchanfragen: Welche Beiträge sind immer wieder gefragt? Dazu kann man einen (oder gar mehrere) thematisch passenden Blogbeitrag oder eine Rückschau/ Fortsetzung schreiben und die vorhandenen Beiträge gut verlinken.

Auf die Revitalisierung von Blogbeiträgen durch SocialMedia- Kanäle werde ich im 4. Teil dieser Reihe eingehen.

 

Kooperationen:

Früher oder später folgt meist die erste Anfrage für eine Firmen- Kooperationen oder eine Einladung zu einem Event, denn Blogs werden zunehmend von Unternehmen als Informations- und Werbeplattform genutzt. Als Blogger_in muss man da manchmal wirklich aufpassen, nicht ausgenutzt zu werden. Denn anders als bei einer Anzeige in Zeitschrift oder Fernsehen bilden die Leser_innen des Blogs und die Fans der dazugehörigen SocialMedia- Kanäle eine bestimmte Zielgruppe ab, so dass die Unternehmensbotschaft ohne große Verluste den passenden Adressaten erreicht.
Umgekehrt ist es wie mit Werbung in TV oder Zeitschrift: ich wechsle den Sender, wenn es mir zu viel wird oder unpassend ist, ich lese den Blog nicht mehr, weil er sich durch die Werbung zu sehr verändert hat oder ent-folge dem SocialMedia- Kanal. Ich bin dann einfach nicht mehr der passender Empfänger für die Botschaft.

Bei jeder mir angebotenen Kooperation wäge ich daher sorgfältig ab:
Passt die Kooperation zu mir, zu meinem Blog und zu meinen Lesern_innen?

Viele Blogger_innen steigen bei der Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Regel mit Ware für einen Beitrag ein. Das Produkt wird vorgestellt/ getestet, das Unternehmen verlinkt und das Produkt darf anschließend beim Blogger verbleiben.

Ein weiteres Mittel ist die Bereitstellung eines Hauptpreises für ein Gewinnspiel – das Unternehmen wird zumindest genannt/ verlinkt und oft das Produkt ein wenig vorgestellt, der Blogger erhält über die Teilnehmer und ggf. besondere Teilnahmebedingungen mehr Reichweite und die Teilnehmer haben recht gute Chancen auf den Hauptpreis. Aus eigener Erfahrung muss ich aber sagen, dass nur wenige meiner derart gewonnen Leser_innen bzw. Fans auf SocialMedia- Kanälen dauerhaft bleiben – sie sind einfach nicht meine 100%ige Zielgruppe.

Es gibt allerdings einige Blogs, die nur aus Produkttests oder Gewinnspielen bestehen. Einige Blogger_innen stellen auch selbst gekaufte Produkte vor – nicht wenige davon in der Hoffnung, vielleicht eine richtige Kooperation von dem jeweiligen Unternehmen angeboten zu bekommen.

Und doch möchte man vielleicht Möglichkeiten der Monetarisierung des Blogs nutzen und ein paar oder gar viele Euros beim Bloggen verdienen. Rechtlich einwandfrei und googlekonform geht das über bezahlte Beiträge (sponsored posts), vermietete Werbeflächen im Blog/ Blogbeitrag und auch durch das Setzen von Links, bei denen ein Klick oder Kauf (anteilig) vergütet wird. Wie man dafür ein Nebengewerbe anmeldet, hat Sarah vom Blog Mamaskind beschrieben – denn solche Kooperationen sind ganz klar gewerblichen Charakters.

Einige Blogs werden auch überwiegend oder fast ausschließlich für Werbung genutzt – der Blog sieht dann vielleicht aus wie ein Magazin bzw. wird zum BLOGAZINE, wobei die Grenzen zwischen redaktionellem und werblichem Beitrag dann manchmal sehr schwer zu erkennen sind.

 

Ein eigenes Profil – als Blog und Autor

Allein durch das Themenspektrum und den Stil bekommt ein Blog bzw. die Bloggerin/ der Blogger ein eigenes Profil. Bei einigen Blogs und seinen Autoren entwickelt sich dieses erst im Laufe der Zeit, bei einigen steht es von vorne herein ziemlich fest oder hängt ab vom Ziel des Blogs.

Bei meiner kleinen und unrepräsentativen Twitterumfrage wurde neben der Wichtigkeit von Inhalten auch die Wichtigkeit einer eigenen Meinung/ eines eigenen Profils betont. Auch mir sind als Leserin nicht nur die Inhalte, sondern ebenso der Schreibstil, eine erkennbare Linie und eine eigene Haltung des Bloggers wichtig. Für mich muss der Autor/die Autorin authentisch schreiben und authentisch handeln. Die Blogs, denen ich schon seit Jahren folge, haben für mich alle etwas Verlässliches. Natürlich haben sie sich im Laufe der Zeit auch ein bisschen weiterentwickelt und verändert, haben Neues ausprobiert und vielleicht auch wieder verworfen, aber sind vor allem eines: ihrer eigenen Linie treu geblieben und haben nicht jeden Trend mitgemacht.

Visueller Wiedererkennungswert: Ich persönlich versuche bei meinem Blog auch optisch eine Linie durchzuziehen, in dem ich z.B. auf vielen Plattformen und bei Gravatar dasselbe Logo/ Avatar bzw. Profilbild verwende. Aber auch beim Blogdesign und bei meinen andern Profilen z.B. auf Facebook/ Twitter/ Instagram verwende ich nach Möglichkeit die gleichen Hintergrundbilder und Farbschema.

VisuellesProfil

 

Abschließen möchte ich diesen 2. Teil jetzt mit einem kleinen Zitat und einer Leseempfehlung:
„Es macht also nicht nur Sinn, sich vorab Gedanken zu machen, welche Inhalte, Ziele und Darstellung der eigene Blog haben soll. Auch eine Standortbestimmung im Laufenden Betrieb macht durchaus Sinn, um das Große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.“ Mehr Spannendes zu diesem Thema bei Andrea vom Blog MeWorkingMom

 


Habt Ihr noch weitere Faktoren, die Ihr beim Inhalt oder Profil eines Blogs für wichtig haltet?


Mehr dazu? Bekanntheitsgrad des Blogs steigern:

  1. Teil: Voraussetzungen
  2. Teil: Inhalt und Profil
  3. Teil: Vernetzung
  4. Teil: SocialMedia
    1. Interview mit Jette von mesupermom
    2. SocialMedia- Kanäle (be)nutzen
  5. Teil: Blogroll – Sinn oder Unsinn?
  6. Teil: Veranstaltungen für Blogger

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