Bauchweh bei Babys – Warum, wieso, weshalb überhaupt?

Dieser Artikel kann Werbung | Rezension | Empfehlungen enthalten und entstand in Kooperation mit Milupa

Wer bereits Eltern geworden ist, wird sich wahrscheinlich noch gut an die erste Zeit mit dem Baby erinnern: Oftmals gab es abends es unruhige Stunden, weil es in Babys Bäuchlein fies gluckerte. Gerade die Verdauung kann anfangs große Probleme bereiten – nicht umsonst spricht man von „Dreimonats- Koliken“ da diese Beschwerden nach dem 3. Lebensmonat in der Regel verschwunden sind. Auch wir schauten oft ratlos auf unser kleines Bündel Mensch und wollten ihm so gerne helfen, bis sich die Beschwerden irgendwann einfach in Luft aufgelöst hatten.

Aber was genau passiert in Babys Bauch?

Der Verdauungsapparat der Babys wird durch die Geburt erstmals mit Bakterien besiedelt. Im Dickdarm lassen sich schnell und vorherrschend die „guten“ Bifidobakterien und Milchsäurebakterien (Laktobazillen) nachweisen. Durch ihr saures Milieu haben schädliche Keime schlechte Chancen. Denn im Dickdarm wird nicht nur verdaut – eine gute Darmflora hat auch äusserst positive Auswirkungen auf die allgemeine Immunabwehr.

In der Muttermilch sind zudem weitere Bifidobakterien und Milchsäurebakterien enthalten, die sozusagen als ständiger Nachschub im Verdauungstrakt ankommen. Dabei spiegelt sich die Bakterienflora aus dem Darm der Mutter sogar in der Zusammensetzung der Muttermilch wieder, wie ich beim Symposium in Fulda erfuhr.

In der Muttermilch sind aber auch unverdauliche Kohlehydrate enthalten, die auch „Prebiotics“ genannt werden. Die Zusammensetzung der Prebiotics in der Muttermilch ist von Mutter zu Mutter unterschiedlich und ähnelt einem Fingerabdruck. Grob lassen sich die verschiedenen Zusammensetzungen in vier Typen aufteilen (Typ I – IV ähnlich wie Blutgruppen), deren Verteilung je nach Kontinent unterschiedlich ist.

Die unverdaulichen Kohlehydrate/ Prebiotics gelangen unbeschadet in den Dickdarm und dienen dort den guten Bifido- und Milchsäurebakterien als Futter, die sich somit vermehren und zu einer gesunden Darmflora beitragen können. Zudem fördern sie den Verdauungsablauf und sorgen für eine gute Stuhlkonsistenz.

GOS und FOSMilupa ist es gelungen, solche unverdaulichen Kohlehydrate als GOS (Galacto-Oligosaccharide) und FOS (Fructo-Oligosaccharide) seinen Milchnahrungen hinzuzufügen.

In dem nachfolgenden kleinen Video wird in lustigen Zeichnungen ganz einfach erklärt, was sie in Babys Bäuchlein machen. Jill Enders hat dafür Gossy und Fossy erfunden, die GOS und FOS in ihrem Gepäck sicher bis zu den guten Bakterien in den Dickdarm bringen:

Was tut Babys Bauch bei Beschwerden gut?

Wie ich eingangs schon schrieb, wird der Darm beginnend mit der Geburt erst besiedelt. Neben zu viel Luft, die nämlich beim Trinken mit geschluckt wird, ist aber auch die Verdauung an sich anfangs noch unreif und kann daher schnell gestört sein. Die Folge sind Blähungen, Verstopfungen und dementsprechend unangenehmes Bauchweh. Was hilft?

Unsere erprobten Strategien bei Bauchweh:

  • Vorsichtige Bauchmassagen im Uhrzeigersinn: Mit Bäuchlein- Öl oder reinem Kümmel- Öl
  • Der Fliegergriff kann auch einige Entlastung schaffen
  • Ein kleines Körnerkissen wärmt den Bauch und kann Verkrampfungen mildern
  • Das Baby strampeln lassen bzw. sanft die Knie in den Bauch drücken und die Beine wieder strecken  – funktioniert ohne Windel noch besser, aber dann auf warme Umgebung achten
  • Meine Kinder konnten aber auch oft in der Bauchlage mit angezogenen Beinchen gut die quersitzenden Winde ablassen; ich habe sie mir dazu ganz gerne „übers Knie gelegt“ und konnte dabei sogar ein bisschen bloggen ;)

Verdauungshilfe Bauchlage und Strampeln

  • Wenn abends wirklich gar nichts mehr ging, habe ich den Papa mit dem Kind spazieren geschickt. Meist schlief es an der frischen Luft ganz schnell ein und oft zuhause ruhig weiter.
  • Viel Tragen im Tragetuch/ Tragehilfe kann die Verdauung auch sehr erleichtern. Zum einen durch die Anhock- Spreiz- Haltung, zum anderen durch die mukkelige Wärme. Zudem ist die Nähe zu Mama/Papa sehr tröstlich

Verdauungshilfe Tragen

Bei uns hat sich das Klischee zudem bestätigt, dass sich Jungs etwas schwerer tun: der Bub hatte wesentlich mehr und intensivere Probleme mit der Verdauung und der Verarbeitung des Tages als die beiden Mädchen.

Aber wie gesagt: Nach den ersten 3 Monaten hat sich das Thema oft von allein erledigt und Bauchweh wurde wirklich zur Ausnahme.

Bei weiteren Fragen gibt es aber ab sofort bei Milupa neben der regulären Eltern-Beratung auch eine Beratung speziell zum Thema Babys Bäuchlein: die sogenannte „Bäuch-Line“. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 – 26 26 333 geben Experten täglich von 16.00 bis 18.00 Rat und Infos zum Thema Babys Bauch.


Hatten Eure Babys denn auch unter Bauchweh zu leiden? Könnt Ihr das Klischee vielleicht sogar auch bestätigen, dass sich Jungs damit etwas schwerer tun als Mädchen?


Bildrechte – sofern nicht anders angegeben – bei Milupa | Keine Haftung für externe Inhalte, auf die verlinkt wurde


9 Gedanken zu “Bauchweh bei Babys – Warum, wieso, weshalb überhaupt?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: