„Meinen Brei, den ess‘ ich nicht!“

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Kürzlich veröffentlichte ich bei twitter diese Statusmeldung:

Beikosttweet

Ich war genervt – aber so richtig!
Genervt von dutzenden Gläschen, die ich nach 2 Tagen halbvoll entsorgte und genervt von unzähligen Breiresten, die ich fast täglich im Ausguss wegspülte.
Hatte ich den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg in die Beikost verpasst? Immerhin ist mein Baby schon 9 Monate alt und bekam die ersten Löffelchen erst mit 6 Monaten – vorher hatte ich einfach keine Reifezeichen bei ihr entdecken können.
Aber in Phasen von Erkältung oder bei Entwicklungsschüben wollte sie nur eines: wieder ausschliesslich stillen. Danach war es dann immer sehr schwer, sie zurück an die Beikost zu bekommen. Ich versuchte so einiges; aber egal ob süß oder herzhaft: nach ein paar Löffeln war immer Schluss und mein Babymädchen drehte ihren Kopf weg.

Milupas kleine Experten

Da ich zu Milupas kleinen Experten gehöre, hatte ich zum Glück auch Babybreie aus dem Sortiment zum Testen zugesendet bekommen.

Milupa_Milchbrei_Banane
Milupa Milchbrei Banane

Ich begann mit der Zubereitung des Milchbreis (Geschmacksrichtung Banane) – ein Brei, den ich noch von früher kenne und der jede Menge Kindheitserinnerungen bei mir auslöst.

Beim Öffnen eine positive Überraschung: es sind 2 einzelne Beutel enthalten, so dass ich mich mit dem Verbrauch nicht beeilen muss.

Milupa Milchbrei Verpackung
Verpackung

Genau nach Packungsanweisung zubereitet war ich von der großen Menge etwas überrascht, die ist wohl doch eher für ältere Kinder ausgelegt. Geschmacklich ebenfalls: der Brei war viel weniger süß als erwartet und mehr in Richtung Milch als Banane! Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, dass keine extra Süßungsmittel zugesetzt wurden.

Milupa Milchbrei zubereitet
Milchbrei zubereitet

Die Konsistenz war recht flüssig (das mag das Junebug eigentlich lieber als fest oder gar stückig), aber der Brei zog im Laufe der Fütterung noch etwas an.

Milupa Milchbrei Verkostung
Milchbrei Verkostung

Aber auch bei dem Milchbrei hatte meine Tochter aktuell nach ein paar Löffeln leider keine Lust mehr weiter zu essen – ebenso auch bei folgenden Versuchen :(

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Einige Tage später probierte ich daher einen milchfreien Getreide- Obst- Brei, den ich mit diesen Reisflocken anrührte

Milupa Bio-Reisflocken
Milupa Bio-Reisflocken

Wohlweislich halbierte ich dieses Mal die Angaben zur Zubereitung und erhielt nach der Zugabe von abgekochtem Wasser eine ziemlich lockere und sehr weisse, fast schon eischnee- ähnliche Masse, die nur ein wenig nach Getreide schmeckte (neben Bio- Reismehl ist nur noch Vitamin B enthalten).

Milupa Reisflocken zubereitet
Reisflocken zubereitet

Zusammen mit etwas Öl und Obstmus eine ideale Breimahlzeit…

Milupa Reisflocken Verkostung
Getreide- Obstbrei Verkostung

…wenn das Kind denn essen mag. Auch hier gab es leider immer wieder Verweigerung nach ein paar Löffeln. Aber die Reste, die habe ich dann sehr gerne gegessen ;)

Wir versuchen es weiterhin ohne Druck, zusätzlich mit Fingerfood und irgendwann wird es dann auch etwas mit der Beikost und dem Familientisch.
Ganz bestimmt!

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Vielen Dank, dass uns beide Breie von Milupa zum Testen zur Verfügung gestellt wurden!

19 Gedanken zu „„Meinen Brei, den ess‘ ich nicht!“

  1. Hier ist das „Problem“ das selbe – ein paar Löffel Brei, dann geht nix mehr. Nudeln und Brot gehen ganz gut, aber auch nur in kleinen Mengen. Mit 10 Monaten stille ich immer noch viel, tags wie nachts. Wenn Krankheit, Zähne etc kommen, geht hier auch nur Milch. Ich hoffe, es macht einfach irgendwann klick und bei unseren beiden ist kein halten mehr :)

  2. Das hört man jetzt immer öfter, dass Kinder die Beikost verweigern. Seltsam. Liegt’s wirklich an der Empfehlung erst mit 6 Monaten anzufangen?
    Unsere hat auch erst verweigert, mit 10 Monaten aß sie dann aber fast ganz normal am Familientisch mit. Sie wollte einfach das gleiche wie wir anderen. Und keinen Breigatsch. Wichtig finde ich persönlich, dass alle miteinander die Mahlzeit einnehmen. Alleine essen ist öd. Ich glaube, dass sehen auch die Jüngste so ;-)

    1. Bei der Großen habe ich früher als 6 Monate versucht – ich glaube knapp 5 Monate war sie alt. Aie mochte allerdings noch weniger als das Junebug jetzt und hat auch erst mit einem Jahr nennenswerte Mengen zu sich genommen.
      Vielleicht wurde es früher einfach nur nicht so oft thematisiert?

  3. Kann mich auch gut an den Bub erinnern, der meine selbst gekochten Brei komplett verschmähte, den gekauften auch nur so ein bisschen gut fand – und dann eben einfach bei uns mitgegessen hat. DAS fand er gut.
    Also: durchhalten. Auch das Junebug wird es irgendwann kapieren. Sicher!
    Das kleine Fräulein hier nimmt bisher ja nur noch zu sich, mal schauen, wann sie mal anfängt…

  4. Bei meinem lief es auch so. Erst mit einem jahr hat er nennenswerte Mengen gegessen und natürlich nur unser Essen ;) Ich finds praktisch. Wenn man mal unterwegs ist, muss man nix mehr extra mitschleppen und er isst das indische Curry oder die türkische Linsensuppe einfach mit. Aber zwischendurch stillen will er trotzdem noch…
    An deiner Stelle würde ich mir das Brei-generve sparen und ihr das in die Hand drücken, was ihr sowieso esst. Du wirst ja vermutlich eh salzarm kochen wegen dem bub?

  5. Das kommt mir bekannt vor. Meine Tochter hat auch keinen Brei gegessen, egal ob selbst gekocht oder Gläschen, Gemüse oder Obst oder Fleisch. Mit Glück gingen ein paar Löffel Möhrenbrei. Ich hab es dann aufgegeben. Mit 9 Monaten hat sie vom Familientisch mitgegessen und war glücklich. Ich auch. Heute ist sie fast 4 und mag noch immer nichts Breiartiges (außer Apfelmus und Grießbrei). Kann ich gut verstehen. Ich mag das auch nicht.

  6. Liebe Fr.Nullpunktzwo, ich kann Dich sooo gut verstehen!! Meine Kleine wird in 4 Tagen 1 Jahr alt und hier hatten wir genau das gleiche Spiel…ich habe haufenweise Brei weggeschmissen und war genervt. Fingerfood ging auch nur in sehr Mini-Mengen. Klar, sie hat einiges probiert (Avocado, Gurken, Birne, Banane, Süßkartoffel, Möhren, Kartoffeln, Nudeln etc.) – aber es war nicht genug um satt zu werden. Mir reicht es auch langsam mit dem Stillen. Seit ca. 5 Wochen ist es besser und zwar, weil sie jetzt von Mo-Fr „fremd“betreut wird vormittags. Sie weiß also, da muss sie essen, sonst bleibt sie hungrig (Flasche ging auch gar nicht, also Trinktasse schon, aber nur mit Wasser ;). Und siehe da: es klappt, immer mehr. Mittlerweile stille ich nur noch 1mal am frühen Nachmittag (wenn ich sie wieder habe) und zum Einschlafen abends. Seitdem isst sie auch morgens zum Frühstück Getreidebrei oder Haferflocken (Porige) bzw. nachmittags/abends auch Getreide-Obstbrei. Sie will unbedingt selber essen und schafft es auch ganz gut mit einem Löffel rumzumanschen und ihn auch immer wieder zum Mund zu führen! Was auch gut geht, sind diese Quetsch-Obstdinger, hast Du das mal probiert? Und mittlerweile gehen auch immer mal mehr Kekse, Hirsekringel, Brot mit Käse….
    Generell habe ich den Eindruck, schnöder ungewürzter Gemüsebrei ist total uncool, wenn ich unser eigenes normal gewürztes Essen püriere, mag sie das meistens. Selbst wenn da etwas Salz dran ist, find ich nicht so dramatisch…
    Liebe Grüße! Julia

    1. Darauf setze ich auch sehr. Essen mit anderen Kindern in der Gemeinschaft. Auch wenn es das jetzt hier auch schon gibt, aber andere Räume, andere Personen & andere Regeln.
      Das macht Mut! Danke!

  7. Ich kann deinen Frust verstehen, ich hab mein Leid mit dem Selbstkochbrei ja schon geklagt..
    Die Reisflocken hatte ich als Probepaket aber die Konsistenz war mir unheimlich und der Mini fands auch nicht gut.
    Aber er liebt die Bio-7-Kornflocken von Milupa. Am liebsten sogar ohne Obst, ich schummel trotzdem immer drei Teelöffel dazu ;)
    Vielleicht sind die ja auch was fürs Junebug?

    1. Die Reisflocken sind echt wie Ei- Schnee, oder? Und so luftig… echt strange!
      Ich ahbe auch andere Kornflocken noch hier, bei denen siehts genauso mau aus :/ Aber wir hatten ja auch schon bei Twitter darüber geschnackt…

  8. Ach wie beruhigend, dass auch so viele andere Babys Beikost verweigern. Mittags klappt es ganz prima, nachmittags und abends ist es eine Qual. Da wandert auch fast alles in den Müll. Bleibt uns wohl nichts anderes übrig als abzuwarten, bis das Junebug und die Motte zu richtig guten Essern werden :-)

  9. Also ich hab auch so Exemplar zu Hause. Mit 1,5(!) hat sie angefangen zu essen und zwar direkt vom Tisch. Das wird schon, glaub mir.
    Achso und probiert hab ich es seit sie 4 Monate alt ist. Das hat definitiv nichts mit Zeitpunkt verpasst zu tun :) Den verpasst man nicht, da würde sich das Kind wohl weiter bemerkbar machen.

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