Kleidchen, Kleidchen Du musst wandern – Ich hätt‘ so gern ein Ankleidezimmer für meine Kinder

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Bei meiner großen Tochter war es irgendwie noch ganz einfach: Wir hatten einen Wäschekorb voll Erstausstattung geschenkt bekommen. Dazu schenkten uns einige Verwandte und Freunde zur Geburt Kleidung ab Größe 62/68 mit den Worten „Die Kleinen wachsen ja so schnell, da habt ihr schon mal was für später“ Diese zur Seite zu legen und rechtzeitig hervorzuholen – kein Problem. Auch die abgelegte Kleidung aufzubewahren (Windelkartons und Umzugskisten) war ebenfalls nicht schwer.
Doch dann kam der erste Umzug.
Das Kind wuchs weiter und ging zur Tagesmutter. Zusätzliche Wechselkleidung, Matschsachen, einer besser zwei Winteranzüge wurden angeschafft.
Der zweite Umzug stand ins Haus und einige Shoppingtouren, Trödelmarktbesuche, Bestellungen und Geschenke („Da wächst sie noch rein!“) später musste ich schon höllisch aufpassen, nicht die falschen Kisten auf den Dachboden zu bringen.

Als dann das Mini-M unterwegs war und sich als Junge geoutet hatte, machte ich einen ersten, vorläufigen Kassensturz Kleidersturz: alle Unisex- Teile und die wenigen Jungsstücke vom Tochterkind wanderten in den Bubenschrank. Der Bub wuchs anfangs natürlich wie Kresse, so dass ich fortan nicht nur die zu klein gewordene Kleidung des Tochterkindes, sondern auch seine aufbewahren musste. Dazwischen gab es – ihr ahnt es schon – etliche Shoppingtouren, Trödelmarktbesuche, Bestellungen und Geschenke („Da wächst er noch rein!“) so dass ich auch immer eine ordentliche Menge in den nächsten Größe bevorratete – wo hatte ich die aber gleich nochmal hingeräumt? Ach und die Schwägerin brachte dann auch schon einiges von unseren Leihgaben wieder zurück, weil der Neffe bereits herausgewachsen war.

Spätestens bei den Saisonwechsel im Herbst und im Frühling war also immer ein großer Rundumschlag angesagt.

Dann folgte ganz fix das nächste Level:
Nur anderthalb Jahre nach dem Bub schlüpfte das Junebug. Also konnte sie die hübschen Mädchensachen des Tochterkindes auftragen – hurra! Und natürlich auch teilweise das, was der Bub schon getragen hatte.
Der Schwierigkeitsgrad erhöhte sich allerdings auch insofern, als dass das Junebug ein richtiges Sommerkind war. Deswegen gab es wieder – ja genau – ein paar Shoppingtouren, Trödelmarktbesuche, Bestellungen und Geschenke („Da wächst sie noch rein!“).

Öhm ja.

Ganz ehrlich? Inzwischen habe ich etwas den Überblick verloren…
Ich habe Kleiderkartons oben auf den Schränken der Kinder – siehe Artikelbild, aber das sind noch längst nicht alle. Rechts und links daneben stapeln sich noch weitere Kartons. Und von sortiert kann hier auch keine große Rede mehr sein…

Kleiderchaos
Kleiderchaos

Neben dem Wickeltisch stehen leere Kartons, in denen ich vorläufig alles zu klein gewordene vom Junebug sammle. Ich habe Wintersachen in verschiedenen Größen in Vakuumbeuteln unterm Bett liegen. Oben auf dem Dachboden sind noch ein paar Sachen vom Tochterkind als sie ungefähr ein bis zwei Jahre alt war. Glaube ich zumindest.
Und momentan bekommen wir noch ein paar Teile von der Bekannten meiner Mutter vererbt. Unsortiert, versteht sich.

Vorletztes Wochenende tauchte ich ein in diesen Berg aus Kinderkleidung, um für das Junebug Größe 74/80 herauszusuchen.

Hilfe! Ich wusste gar nicht wo anfangen mit Suchen!

Und dann, als ich mich die Blusen und Kleider des Tochterkindes in die Vergangenheit zurückkatapultierten, erinnerte ich mich an dieses wunderschöne Cordkleid, dass sie damals zum Nikolaus geschenkt bekommen hatte…
Das wäre doch etwas fürs Junebug dieses Jahr Weihnachten vielleicht?
Aber verflixt nochmal, wo ist das Kleid?

Lieblingskleid
Lieblingskleid

Dieses Foto fand ich übrigens in meinem Ordner für Mamikreisel – hatte ich das Kleid etwa doch verkauft wie so einige andere Sachen auch?
Ich muss also wohl nochmal hinauf auf den Dachboden – vielleicht liegt es ja doch da oben… Denn gerade an solch festlichen Kleidungsstücken hänge ich dann doch sehr – wie süß das Tochterkind darin aussah erwähnte ich schon ♡ ?!

Ich wünsche mir daher ein Ankleidezimmer für meine Kinder – mit ganz vielen Kleiderstangen und Regalböden und solchen Schildchen, die beim Sortieren nach Größe helfen. Hach! Dann würde das Suchen und die Unordnung ein Ende haben und alles viiiiel schneller gefunden werden. Auch wenn ich dann nicht so viel neu kaufen bräuchte ;)

Spass beiseite, ich brauche bald ein richtiges Ordnungssystem. Der Mann mag nix weggeben und ich kann mich auch noch nicht recht von der ganzen Kleidung trennen. Da hängen so viele Erinnerungen dran…


Wie macht Ihr das – alles Aussortierte direkt wieder weggeben?
Aufbewahrung in Kisten & Kartons – im Schrank, im Keller oder ganz woanders?
Hattet Ihr Euch viel geliehen und wie macht Ihr das, wenn die Kinder größer werden und die Sachen länger tragen?
Und welches System habt Ihr für Winter- & Sommersachen?


 

19 Gedanken zu „Kleidchen, Kleidchen Du musst wandern – Ich hätt‘ so gern ein Ankleidezimmer für meine Kinder

  1. Ich glaube, mir geht’s wie dir. 5 Umzüge seit die Große geboren wurde, Sachen weggegeben, weil wir fanden, die Familienplanung sei abgeschlossen, uns umentschieden, nun 3 Kinder, der letzte Umzug erst vor 3 Monaten – ich bin mir sicher, ich finde noch ein paar herzallerliebste Mini-Klamöttchen, wenn das Frischlingbaby auf 62 wechselt. Und die in 50/56 dann eh nicht mehr passen. Einen super Tipp habe ich also leider auch nicht, aber du hast den Zuspruch, dass du nicht alleine auf weiter Flur damit bist.

  2. Bei uns ist das auch ein ziemliches Chaos! Meistens erweist sich die Idee, Sachen von einem Kind für ein anderes aufzubewahren, als nicht sehr realistisch. Bei uns sind aber auch die Abstände zwischen den Kindern recht groß. Ich bräuchte mal einen Tag und viele Kleidersäcke…
    LG, Micha

  3. Da ich auch 2 Mädels habe, habe ich alles gehalten und auch total den Überblick verloren…
    Die ganz kleinen Sachen kann ich iwie noch nicht weggeben. Ich schwanke nämlich die ganze Zeit zwischen „ein drittes Kind“ & „auf gar keinen Fall noch eines“. Hach ja…

        1. Ich hab neulich den Kampf gegen die Klamotten aufgenommen und festgestellt, dass wir 17 Pampers-Kartons voll haben. Uff! In den schränken liegen 68/74 und 104, alles andere in den Kartons. Für den Kleinen hab ich jetzt die nächsten Sachen (4 Kartons) sortiert und diesmal nach Art getrennt. Also alle Hosen in einen Kartons, alle Pullis in den nächsten usw. Unten drin liegen die großen Sachen und oben drauf die kleineren. So muss ich wenn ich eine neue Hose suche, immer nur von oben rausnehmen. Winter und Sommer sind dabei gemischt, denn man weiß ja nie, wann was passt. Besondere Sachen, z,b. Schneehose, hab ich dann noch mal extra auf den Karton raufgeschrieben, damit ich die Sachen dann auch finde. Hoffe, dass das System für das nächste halbe Jahr funktioniert.

          1. Das klingt eigentlich nicht schlecht: Hosen zu Hosen, TShirt zu TShirt… Wenn ich dann auch alles wieder zurücksortiere wenn das Kind rausgewachsen ist, dann muss nur genug Platz noch in der Kiste sein.
            Guter Tip! :)

  4. Ohje, die Klamottenfrage!
    Ich mache es wie du: in einem Karton neben dem Wickeltisch lagere ich die zu klein gewordene Kleidung. Wenn eine Größe voll ist, stelle ich alles bei Mamikreisel und Kleinanzeigen ein.
    Bei meinem derzeitigem Paket von über 90 Teilen musste ich leider feststellen, dass niemand Interesse hat. Kleinere Pakete gehen besser, habe ich aber keine Lust drauf. Also sammeln sich hier noch mehr Kartons…
    Ich hole immer die nächstgrößere Kleidung aus dem Keller, in denen alle Sachen des großen Sohns stehen (die nicht in der Vorwohnung verschimmelt sind :-( ). Das klappt bisher ganz gut.
    Dennoch tut es ein wenig weh, die Erstlingssachen endgültig zu verkaufen.
    Kleidung, die niemand haben wollte (auch C&A etc). habe ich in solch eine ominöse Sammelbox getan. Wer weiß, wer die jetzt weiterverkauft…
    LG
    Sarah

    1. 90 Teile ist echt viel. Vor allem wenn man dann einiges mitkaufen muss, was vielleicht nicht so gefällt. Wenn das nur nicht mit so viel Arbeit verbunden wäre… Fotografieren, beschreiben, Anfragen beantworten, einpacken, zur Post bringen kostet alles Zeit! Und für diese Ankaufportale sind die meisten unserer Sachen nicht hochwertig genug. Die sollen ja auch nicht so toll zahlen.
      Wegen Schimmel können wir z.B. nichts derartiges im Keller lagern.

  5. oh, köstlich geschrieben.
    Wir haben keinen Keller, keinen Dachboden, aber fünf Kinder und BEEEERGE von Klamotten. Die stapeln sich unter ALLEN Betten in hässlichen Plastik *eigentlichfürBalkonmöbelauflagen* Taschen, in einigen Kartons auf den Kleiderschränken und da der Platz auch dort nicht mehr reicht seit neuesten auch in unserem Schlafzimmer in Form eines riiiiiesigen Kleiderberges. Tja, der Kindergarten hat heute Bedarf an Klamotten gemeldet, das werde ich jetzt in den Weihnachtsferien mal angehen und für heißgeliebte Kleidung wäre so ein Erinnerungsquilt http://ringelmiez.de/2014/10/06/memory-tree-quilt/ bestimmt nicht schlecht…. auf jedenfall muß also auch hier dringend etwas passieren, in naher Zukunft steht nämlich auch ein Umzug an; mit 7 Personen und 7 Haustieren, das wird bestimmt spaßig ;) Du bist also nicht alleine im Klamottencaos :)

    1. Also dieser Quilt – wunderschön!!! Meine Ma macht ja auch viel mit der Nähmaschine, die würde mich aber lynchen. Aber vielleicht zum Beginn eines neuen Lebensabschnittes wue z.B. die Einschulung eines jeden Kindes?

      Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft für den Umzug und viel Erfolg beim Sortieren!!!

  6. Also im Falle dass die Familienplanung abgeschlossen ist: weg mit den Kleidern! Ich bin da gar nicht sentimental und hänge nicht an Schühchen, Kleidchen oder Haarlocken ;-) Ich bin da sehr praktisch. Was meine Kinder nicht mehr brauchen an Kleidern oder Spielsachen wird verkauft oder im Freundeskreis verliehen oder in der Familie weitergegeben. Das hilft Dir nun wohl auch nur bedingt weiter!? ;-)
    LG von Anni.

  7. Hi,
    bei einem Kind geht alles etwas einfacher :)

    Als wir beschlossen haben, dass kein 2. mehr folgt, habe ich gleich die Sachen, die man nicht mehr braucht aussortiert. An Arbeitskollegen, Freunde usw. Im Bekanntenkreis kündigt sich gerade wieder Nachwuchs an und der Rest der Dinge wird auch weitergereicht. Ich möchte nicht mal Geld dafür, hauptsache es ist weg und ich habe wieder Platz.

    So mache ich es auch bei meiner Kleidung, alles was einem nicht mehr gefällt – weg damit!

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