Wochenbett beim dritten Kind

Kurz vorneweg: Ohne den Doppel-M in Elternzeit würde hier alles drunter und drüber gehen und ich bin so froh, dass ich nicht alles alleine stemmen muss!

Auch wenn beide großen Kinder fremdbetreut werden – die Tochter Vollzeit in der KiTa, der Kleine 20h/ Woche verteilt auf 3 Tage bei der TaMu – reichte das nach der Geburt gerade mal aus, damit wir in Ruhe den ganzen vorbereiteten Formularkram für das Junebug und die nötigen Arzttermine (U2, Hörtest, meinen Gyn- Besuch) erledigen konnten. Nebenbei kostet das Kinder- Verteilen und Abholen auch Zeit, eingekauft und gekocht werden muss ebenfalls – ich wüsste das gar nicht zu bewerkstelligen, wenn mein Partner jetzt schon wieder voll arbeiten würde…

Was dennoch sehr leidet sind ausreichend Pausen bzw. Pflege für mich. Auch wenn ich das Stillen als Rückzugsmöglichkeit nutze, viel Liegen bzw. Schlaf bekomme ich untertags nicht. Und das merke ich leider, vor allem in der Körpermitte.
Mittags lege ich mich gerne nochmal hin, das geht aber nur wenn der Kleine weg ist oder ebenfalls schläft.
Dann muss allerdings das Timing mit dem Junebug stimmen.
Oder die Hebamme kommt genau in diesem Zeitraum.
Oder eventuell auch mal Besuch.
Gar nicht so easy alles!

Die grosse Tochter fällt da wesentlich weniger ins Gewicht, braucht aber dennoch ihre Aufmerksamkeit. Einerseits kann sie mir schon ganz toll helfen, andererseits fehlt mir manchmal die Kraft, kompetent auf ihre kleinen Austicker zu reagieren. Ich hatte auch schon ein richtig schleches Gewissen, weil ich sie an manchen Tagen nur kurz morgens und dann wieder zum Abendessen gesehen habe. Aber ein kleiner Mädels- Ausflug in die Stadt (dazu ein anderes Mal mehr) und schon waren ihre Mama- und meine Tochter- Tanks wieder aufgefüllt.

Ganz kurz denke ich auch mal an die Zeit des Wochenbetts mit ihr zurück: Wie lange ich damals auf dem Sofa sass und einfach nur fern sah, während sie auf meinem Schoß schlief!

Hachnunja.

Im Endeffekt sind wir es ja selbst schuld – der geringe Altersabstand zum Mini-M kostet immer noch einiges an Kraft. Er testet nach wie vor alle Grenzen aus, gerne auch mehrfach, ist aber zum Glück nicht mehr so eifersüchtig wie am Anfang. Dennoch ist er eher grobmotorisch im Umgang mit dem Junebug, selbst wenn er „Ei“ macht. Darüber hinaus gabs heute schon gleich zwei Unfälle: morgens rasselt er beim rumhampeln auf dem Treppenstuhl selbigen hinunter und haut sich den Hinterkopf an einer Stufe, mittags räumt er im schmalen Badregal herum und bringt es kurzerhand zum umstürzen – zum Glück kam er mit einem grossen Schrecken davon. Ohne Worte.

Andererseits entschädigen solche Momente wie heute früh so einiges: zuerst kommt das Tochterkind zu uns ins grosse Bett und kuschelt sich bei mir an. Kurze Zeit später höre ich im Kinderzimmer Löwen brüllen: „Whoooaaarrr!“ der kleine Mann war also auch wach geworden und wird vom großen Mann kurze Zeit später auch zu uns ins Bett geholt. Das Junebug räkelt sich auf meiner Brust, die beiden anderen Kinder vergleichen ihre sockenlosen Füße und giggeln und lachen und tollen dabei etwas durch die Deckenberge. Familienidylle pur ♥
Wochenbett

(Logisch, dass nur kurze Zeit später der kleine Mann das Tochterkind beisst, dieses laut aufheult, wovon wiederum das Junebug wach wird, der kleine Mann davonkrabbeln will und mir dabei schmerzhaft Ellbogen und Knie in den Leib rammt)

Meine Premiere kürzlich ein paar Stunden mit beiden Kleinen ganz allein verlief recht harmonisch; das Junebug verschlief aber auch sehr viel. Dennoch habe ich großen Respekt vor Müttern, die das schon alleine wuppen!

Was den ganzen Stress wieder wett macht, ist meine bzw. unsere Erfahrung: Vieles fällt leichter bzw. braucht keine großartigen Erklärungen mehr. Routinen und Handgriffe sind schnell wieder da. Man staunt im direkten Vergleich zu den größeren Geschwistern fast noch mehr über dieses Wunder, welches über Monate in meinem Bauch wuchs.

Und ich werde jetzt versuchen, meine eigenen körperlichen Bedürfnisse mit denen des Junebugs gleichzustellen. Ständig mit der Milchbar auf Abruf bereitzustehen und anderes dafür zu unterbrechen, daran muss ich mich erst wieder gewöhnen (und das fällt mir auch bei Nummer 3 nicht leicht):
Also erst etwas essen, bevor die zwei auf dem Weg in die Küche stehenden Wäschekörbe sortiert werden.
Erst auf Toilette gehen, bevor der Tisch abgeräumt wird.
Und so weiter und so fort.

Aber vor allem auch wirklich diese Beckenbodenübungen machen!

Ansonsten:
Ich fühle mich eigentlich ganz gut soweit! :)

Das Tochterkind ist 4Y | 8M | 2W | 6D alt
Das Mini-M ist 1Y | 6M | 4W | 1D alt
Das Junebug ist OY | OM | 2W | 3D alt

8 Gedanken zu “Wochenbett beim dritten Kind”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: