Festhalten

Mutter – Tochter – Exklusivzeit

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Als ich damals alleinerziehend war und meine 40h- Arbeitswoche sowie den Haushalt alleine zu stemmen hatte, blieb abends nur wenig gemeinsame Zeit mit meiner Tochter. Abendessen, vielleicht war sie noch eine Runde baden und dann ging es auch schon mit Geschichte und Milchflasche für sie ins Bett. Traurig, aber wahr.

Alle 14 Tage wurde sie freitags vom Vater abgeholt und sonntags am frühen Abend wieder gebracht. Somit blieben uns im Endeffekt nur die dazwischen liegenden Wochenenden, an welchen ich dann umso mehr auf sie einging. Ich versuchte in der wenigen gemeinsamen Zeit unsere Mutter- Tochter- Bande zu stärken, die durch Trennung von ihrem Vater, den Umzug, meinen Job und ihre langen Betreuungszeiten arg strapaziert wurden. Logischerweise war immer etwas Hausarbeit zu erledigen, aber selbst da versuchte ich sie mit einzubeziehen. Sogar banale Dinge wie Einkaufen wollte ich interessant für sie gestalten, in dem ich es mit einem Spaziergang am Teich vorbei, einer Runde auf den Wipptieren des Marktplatzes und einem anschliessenden leckeren Mittagessen verband, bei dem sie mir helfen durfte. Wir trafen uns ab und zu mit anderen Müttern und ihren Kindern, die ich noch aus dem Geburtsvorbereitungskurs kannte. Ich fuhren dann zu ihrer unbändigen Freude immer mit der Bahn an den größten Baustellen vorbei, wo es die meisten Kräne zu sehen gab.

Inzwischen hat sich die Situation aber grundlegend geändert: Wir leben zusammen mit dem Doppel-M in einer anderen Stadt, es gibt hier einen kleinen Bruder, inzwischen sogar noch eine kleine Schwester und ich bin momentan natürlich nicht arbeiten, habe aber auch viel mehr mit Alltagsorganisation und Haushaltsdingen zu tun.

Zu Beginn der Patchworkzeit habe ich sehr darauf geachtet, dass meine Tochter und ich gemeinsame Rituale weiterhin zelebrieren bzw. kamen auch altersbedingt neue Rituale hinzu und alte fielen weg.
Damit versuchte ich von vornherein Eifersüchteleien zu verringern, die ein neuer Partner an Mamas Seite zwangsläufig hervorruft. Das klappt(e) auch wirklich recht gut – zumal der Doppel- M dann auch begann, mit ihr allein kleine Dinge zu unternehmen und somit die Beziehung zwischen beiden stärkte.
Dann wurde ich schwanger und ich bereitete sie auf den Babybruder vor: mit Büchern, Fotos aus ihrer Schwangerschaft und Babyzeit und vor allem ganz viel Erzählen. Die erste Zeit nach der Geburt verlief dann zu unserer Erleichterung überraschend harmonisch, wieder eine große Eifersuchtsklippe umschifft!
Auch fast alle Besucher dachten daran, ebenfalls eine Kleinigkeit der nun großen Schwester mitzubringen – das hat wohl auch viel dazu beigetragen, dass sie sich in dieser ersten Zeit hinter dem neuen Bruder nicht zurückgesetzt fühlte.

Nachdem die ersten aufregenden Tage und Wochen vorüber waren, stellte sich so langsam etwas wie Alltag ein. Unterbrechungen durch das Baby nahm sie meist recht gelassen hin, wohl auch weil ich sie bei solchen Dingen wie Wickeln und Baden von Anfang mit einbezog und weiterhin versuchte, kleine (Zeit-) Nischen nur für uns zwei zu finden. Irgendwann stand dann auch auch die erste kurze Unternehmung von uns beiden alleine an: Was hat sie sich gefreut, obwohl es eigentlich nur eine Kleinigkeit (Schwebebahn statt Busfahren) war!

Mutter- Tochter- ZeitWeithin sichtbare Mutter- Tochter- Verbindung: mit freundlicher Unterstützung von me&i

Zwischen Stillzeit und neuer Schwangerschaft habe ich sie auch wieder zum Papa ins Umgangswochende gebracht und ihr auf der Fahrt einfach nur zugehört oder das Lieblingshörspiel angestellt. In unregelmäßigen Abständen haben wir kleinere und größere Ausflüge gemacht, sei es nun ein Bloggercafe inkl. spannender Zugfahrt nach Düsseldorf, ein Puppentheater als Überraschung mit ihrer besten KiTa- Freundin oder wie zuletzt ein halber Vormittag im Einkaufszentrum mit einem Besuch in der Eisdiele. Dabei kommt es wirklich nicht darauf an ihr etwas großartiges zu bieten, sondern einfach mit allen Sinnen bei ihr zu sein. Das Smartphone beiseite lassen, nicht über das anstehende Abendessen nachzudenken sondern ihr einfach Raum lassen, die Mama ganz alleine für sich geniessen zu können.

Inzwischen ist der kleine Bruder anderthalb Jahre alt und die Halb- Geschwister lieben sich – trotz Patchwork- & Umgangssituation – heiss und innig. Das neue Geschwisterchen ist in zumindest im Bewusstein meiner Tochter schon vollwertiger Teil der Familie und wurde bereits mit aufgezählt, als es noch gar nicht geboren war „Mama, jetzt machen einen Ausflug nur mit Mädels: Nur Du, ich und das Baby im Bauch!“

All das zeigt mir wie wichtig es für sie ist, dass sie Mama- Tochter- Exklusivzeit mit mir verbringt. Nach unserer Neuorientierung zu fünft wird sich zeigen, wann und wo ich Nischen für sie und zukünftig auch für den kleinen Bruder finde. Denn auch mir als Mutter tut es unglaublich gut, mich für einen gewissen Zeitraum nur auf ein Kind zu konzentrieren – davon profitiert dann insgesamt unsere ganzen Familie!

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